Nähe und Distanz

Nähe und Distanz

Zwei kleine Igel haben sich in einem Laubhaufen ein kuschliges Nest gebaut. Es wird kalt, und sie suchen in ihrem Nest die Wärme. Sie rücken nah aneinander. Sie spüren die Wärme und Nähe des anderen wohlig und gemütlich. Es wird noch kälter. Sie rücken noch näher zusammen. Aber da piekt es und tut weh. Sie rücken auseinander, und sie frieren. Sie rücken wieder zusammen und tun sich weh. So versuchen sie ihr Miteinander zwischen Nähe und Distanz so zu leben, dass Nähe nicht verletzend und Distanz nicht frierend macht.
Das ist im Miteinander von Menschen nicht einfach, dem anderen so nah zu sein, ohne ihm weh zu tun, und ihn freizulassen, ohne ihn allein zu lassen. Wie oft war die Nähe erdrückend und die Distanz erkältend. Wie oft war eine Nähe belastend und eine Distanz zum Erfrieren.
Die Nähe muss den anderen freilassen und die Distanz den anderen festhalten. Wenn ich die Nähe brauche, macht sie den anderen vielleicht gerade kaputt. Wenn ich die Distanz möchte, macht sie den anderen vielleicht gerade todeinsam. Wir müssen es immer wieder versuchen, uns so nah wie möglich und entfernt wie nötig zu sein. Nur die Liebe wird Nähe und Distanz zugleich sein.

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