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Wikipedia: Guruyoga bezeichnet eine Meditationsübung, die insbesondere im Vajrayana des tibetischen Buddhismus angewendet wird. In dieser Meditationspraxis identifiziert der Vajrayana-Praktizierende seinen Geist mit dem Geist seines Gurus. Dabei wird der Lehrer als erleuchtet angesehen. Zuvor ist nach buddhistischer Überlieferung die buddhistische Zuflucht notwendig, meist auch die Absolvierung besonderer vorbereitender Übungen (Ngöndro). Für einen fortgeschrittenen tantrischen Praktizierenden wird die Übung sehr bedeutend, wenn er sie korrekt anzuwenden versteht.

„Guruyoga (ist)- Eingangspforte für den Segen und höchste Methode, um die Weisheit der Verwirklichung zu erwecken.“ – Patrul Rinpoche: Die Worte meines vollendeten Lehrers, S. 389

„Wir kommen nun zum Herzstück des Weges, zur Praxis des Guru Yoga, durch die Weisheit natürlich und mühelos aus unserem Sein aufsteigt.“ – Dilgo Khyentse: Das Herzjuwel der Erleuchteten, S. 96

Kommentar: Meister-Yoga ist der einfachste und wirksamste spirituelle Weg. Im indischen Yoga spricht man vom Bhakti-Yoga (Yoga der Liebe und Verehrung). Im tibetischen Buddhismus ist Guruyoga der gebräuchliche Begriff. Die Grundlage des Meister-Yoga sind die besonderen spirituellen Fähigkeiten eines erleuchteten Meisters. Ein erleuchteter Meister verfügt über die Fähigkeiten der Allgegenwart, der Allwissenheit und der Allmacht. Er kann seine Anhänger an allen Orten sehen, weil er über ein höheres Bewusstsein verfügt. Er kennt seinen Schüler in allen Schwächen und Stärken. Er kann tief in seine Psyche blicken. Er kennt die Vergangenheit und die Zukunft des Schülers. Deshalb kann er seinen Schüler auf dem individuell optimalen Weg zur Erleuchtung führen.

Der einfachste spirituelle Weg ist der Meister-Yoga deshalb, weil wir uns nur einmal am Tag geistig mit unserem Meister verbinden müssen. Wir beginnen jeden Tag, in dem wir uns vor einer Statue oder einem Bild unseres Meister auf unserem Altar verbeugen. Wir denken den Namen des Meisters und bitten ihn um Führung und Hilfe für unseren Tag. Wir sehen den Meister in der Statue oder dem Bild real anwesen. Wir fühlen uns real mit unserem Meister verbunden. Dann wird uns der Meister-Yoga im Laufe der Zeit transformieren.

Eine spirituelle Entwicklung dauert normalerweise viel Zeit. Wir wachsen spirituell über viele Leben. Wir müssen uns von allen schlechten Eigenschaften reinigen und unser Erleuchtungsbewusstsein erwecken. Es gibt keine Abkürzung. Jeder muss die notwendige innere Reinigung vollziehen. Auch ein erleuchteter Meister kann uns grundsätzlich keine notwendige Wegstrecke erlassen. Wir brauchen bestimmte Erfahrungen, um den spirituellen Weg in der Tiefe zu begreifen und stabil auf unserem Weg zu bleiben. Wir müssen alle Verspannungen und Energieblockaden auflösen, die in uns sind.

Ein erleuchteter Meister kann uns aber helfen schwierige Wegstrecken zu bewältigen. Er kann verhindern, dass wir uns auf dem spirituellen Weg verlaufen. Umwege können viel Zeit und viele Leben kosten. Ein Meister kann Hinweise geben, wie wir am besten spirituell praktizieren. Er kann uns Energien übertragen, die uns heilen und uns spirituell voran bringen. Im Buddhismus heißt es, dass ein Meister den Weg weist. Gehen muss den Weg aber jeder selbst.

Deshalb kommen wir natürlich spirituell schneller voran, wenn wir intensiv spirituell praktizieren. Es ist gut den Meister-Yoga mit zusätzlichen spirituellen Übungen wie einer täglichen Meditation und eine beständigen Achtsamkeit auf unsere Geist zu verbinden. Wir sollten uns bemühen ein guter Mensch zu sein. Darauf weist der Dalai Lama hin. Ein erleuchteter Meister kann zwar auch schlechte Menschen ins Licht führen. Aber ein guter Mensch hat das bessere Karma. Ein guter Mensch ist in seinem Bewusstsein der Erleuchtung schon sehr nahe. Es ist nur ein kleiner Schritt ins Licht.

Der wirksamste spirituelle Weg ist der Meister-Yoga dann, wenn unser Meister uns spirituelle Energien überträgt. Mir haben meine Meister oft spürbar spirituelle Energie von Liebe, Frieden, Kraft und Glück übertragen. Dadurch konnte ich an den spirituellen Weg glauben. Sie haben mir Erleuchtungsenergien übertragen, so dass ich das Ziel der Erleuchtung aus eigener Erfahrung kannte und kreativ meinen eigenen Weg finden konnte. Es gibt sogar die Technik des Shaktipat, bei der ein Meister die Kundalini-Energie eines Schülers dergestalt erweckt, dass sie von nun an selbstständig den Schüler zur Erleuchtung bringt. Das ist aber ein sehr fortgeschrittener Weg, der nur für wenige Menschen geeignet ist. Er ist meistens mit schwierigen Reinigungsprozessen verbunden. Ich wünschte manchmal, dass mein spiritueller Weg einfacher ist. Allerdings wachse ich spirituell so relativ schnell, weil jeder Moment meines Lebens optimal für mein spirituelles Wachstum genutzt wird.

Ich bin eigentlich ein spirituell sehr wenig entwickelter Mensch. Ich habe viele Verspannungen, Energieblockaden und negative Eigenschaften. Meine Mutter hatte das bereits in meiner frühen Kindheit erkannt und bezeichnete mich als Mickerling. Zuerst wollte ich kein Mickerling mehr sein und bemühte mich äußerlich erfolgreich zu sein. Ich bestand mein Abitur, wurde Rechtsanwalt und in der Politik sogar ein linker Studentenführen. Ich wurde ein wilder Karatekämpfer, baute Muskeln auf und siegte in vielen Kämpfen. Ich wurde Yogalehrer und leitete spirituelle Gruppen. Die Frauen jubelten mir zu.

Aber innerlich blieb ich doch ein Mickerling. Bis ich in einer Erleuchtungserfahrung erkannte, dass es gut ist ein Mickerling zu sein. Es ist gut der zu sein, der man seiner Natur nach ist. Eine Ameise ist eine Ameise. Und das ist gut so. Man kann aus einer Schwäche eine Stärke machen. Ich begriff, dass ich einen erleuchteten Meister als spirituellen Helfer brauche. Ein spirituell kleiner Mensch (nennen wir es Anfänger) kann siegen, wenn er die Hilfe eines großen und starken Meisters hat. Wenn uns ein Buddha hilft, werden wir zu einem Buddha.

Dazu müssen wir uns nur geistig mit einem Buddha verbinden. Der Dalai Lama lehrt: "Wer auf Buddha meditiert, wird ein Buddha." Also habe ich auf den Dalai Lama meditiert. Ich habe mich mit Buddha Amitabha verbunden. Nach und nach traten immer mehr erleuchtete Meister in mein Leben. Der Yoga-Meister Swami Sivananda, Amiritanadamayi, Anandamayi Ma, Mutter Meera, Sai Baba, Patrul Rinpoche und viele weitere mehr. Ich habe Meister aus dem Buddhismus, dem Hinduismus, dem Taoismus und dem Christentum. Ich habe viele große erleuchtete Meister. Ich sehe sie letztlich als einen Meister. Sie sind letztlich alle eins. Sie haben kein Ego mehr und leben in einem Einheitsbewusstsein. Jeder hilft mir mit seinen speziellen Fähigkeiten.

Natürlich gibt es gute und schlechte Meister. Die Welt ist voll von Missbrauchsfällen. Wie schützt man sich vor schlechten Meistern? Man verankert sich im Wesentlich in sich selbst und in seiner eigenen Wahrheit. So verläuft man sich nicht auf dem Weg des Meister-Yoga. Man prüft seinen Meister genau, bevor man sich auf ihn einläßt. Man macht Erfahrungen und denkt darüber nach. Je mehr Weisheit man selbst besitzt, um so weniger kann man sich im Chaos des Lebens verlaufen.

Ich bin natürlich kein Meister. Ich bin nur ein Mickerling, ein Anfänger auf dem spirituellen Weg. Aber das Leben hat mich in die Rolle eines spirituellen Lehrers geführt. Und meine Meister haben mir die spirituellen Fähigkeiten übertragen, mit denen ich meine Rolle gut ausfüllen kann. Insbesondere kann ich Energien spüren, über jede Distanz. Ich habe viele Bücher geschrieben. Oft verbinden sich Leser geistig mit mir und ich kann ihnen dann spirituell helfen.

Eine interessante Erfahrung habe ich bei einem Video gemacht. Meine Freundin liebt es im Mittelpunkt zu stehen. Also überlasse ich ihr diesen Weg. Ich halte mich im Hintergrund. Aber der Weg der Energie ist erstaunlich. Die Zuschauer sehen meine Freundin, aber ihre Energie fließt für mich spürbar durch meine Freundin hindurch zu mir. So dass ich letztlich über meine Freundin den Menschen energetisch helfen kann.

Und ich glaube, dass es genauso mit meinen Meistern ist. Ich habe nur begrenzte Fähigkeiten. Aber hinter mir stehen meine erleuchteten Meister. Sie helfen da, wo ich nicht mehr helfen kann. Sie verhindern auch, dass ich durch die Energien der Menschen überfordert werden. Insofern nützt der tägliche Meister-Yoga nicht nur mir, sondern auch meinen Mitmenschen, allen Wesen, die sich in meinem Energiefeld befinden. Aber besser ist es natürlich, wenn man sich direkt mit einem erleuchteten Meister verbindet. Ich lehre es deshalb sich einen erleuchtete Meister zu suchen und sich jeden Tag mit ihm zu verbinden. Das kann ein lebender Meister oder auch einer der großen spirituellen Vorbilder der Welt wie Buddha, Jesus, Krishna, Laotse oder Patanjali sein.

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