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Mauna Vrata ist der Vorsatz, zu schweigen. Mauna Vrata ist auch wie ein GelübdeVrata wird auch als Gelübde bezeichnet. Heutzutage würde man eher sagen, ein Vorsatz, sich etwas vornehmen. Der Ausdruck „Vrata“ beinhaltet, dass es manchmal wichtig ist, wirklich dich zu etwas zu verpflichten. Heutige spirituelle Aspiranten haben oft eine Neigung dazu, einen Aspekt des spirituellen Weges über zu betonen: „Ich spüre mal, ich fühle mal, ich gehe in mein Herz, mal schauen, was wird.“

Das ist durchaus wichtig auf dem spirituellen Weg, aber nicht das einzige. Es ist ein Aspekt des spirituellen Weges. Der zweite Aspekt des spirituellen Weges ist Disziplin, heißt, sich Dinge vorzunehmen und sie dann auch auszuführen. Es heißt, Versprechen zu machen und sie einzuhalten. Und Vrata heißt, ein Versprechen, das du dir selbst gibst. Und du kannst verschiedene Arten von Vratas machen, verschiedene Arten von Versprechen. Du kannst das Versprechen dir selbst machen, jeden Morgen zu meditieren. Und dann meditierst du jeden Morgen, ob du dich danach fühlst oder nicht. Du kannst das Versprechen, ein Vrata, ablegen, dass du von heute oder von morgen an z.B. kein Tier mehr essen wirst. Du kannst dir vornehmen, ab morgen auf tierische Produkte zu verzichten. Du kannst dir vornehmen, dass du für eine Woche auf etwas Bestimmtes verzichten wirst. Du kannst ein Vrata machen, eine Woche lang die Heizung herunterzudrehen. Verschiedene Formen von sinnvollen Vratas. Du kannst auch den Vorsatz fassen, die Bhagavad Gita auswendig zu lernen oder sie nächste Woche vollständig zu lesen. Oder du kannst dir ein Vrata machen, jeden Tag einen Vortrag aus diesem Yoga Vidya Sanskrit-Lexikon zu hören.

Heute geht es aber um einen bestimmten Vrata, nämlich um das Schweige-Vrata. Also, du nimmst dir vor, z.B. einmal am Tag eine Stunde zu schweigen. Oder du nimmst dir vor, ein Wochenende zu schweigen oder einen halben Tag. Oder im Rahmen von den Yoga Vidya Yogalehrerausbildungen, da gibt es auch Schweigetage. In der Zweijahresausbildung hast du im ersten Jahr einen Schweigetag und im zweiten Jahr auch. In der vierwöchigen Yogalehrerausbildung gibt es vier Schweigetage. Am ersten Tag ist es ein halber gemäßigter Schweigetag in der ersten Woche. Zweite und dritte Woche ist das so genannte gemäßigte Schweigen. Das heißt, du kannst ein paar Dinge sagen, aber im größten Teil des Tages bist du ruhig. Und in der vierten Woche ist dann ein vollständiger Schweigetag.

So ist also Mauna Vrata sich vornehmen, zu schweigen. Aber nicht nur unverbindlich vornehmen, sondern es sich wirklich vorzunehmen. Du kannst jetzt selbst überlegen, was du dir vornehmen willst. Du kannst jetzt überlegen, angenommen, du bist ein Disziplin-Mensch, dann solltest du vielleicht etwas weniger Disziplin üben und mehr von Spontanität und Herz dich erfüllen lassen. Aber angenommen, du bist so einer dieser Aspiranten, dieser Mal-Sehen-Was-Kommt-Aspiranten, dann kann ich dir nur den Tipp geben, fasse öfters mal auch einen Entschluss und setze ihn um. Mache nicht aus deinem Leben nur ein Regelwerk und starre Disziplin, aber mache beides. Mache Vorsätze, die du umsetzt, und zum anderen, höre auf dich selbst. Diese beiden Pole gehören zum spirituellen Leben dazu. Nochmals, Mauna Vrata – der Vorsatz, zu schweigen, sich vorzunehmen, eine bestimmte Zeit lang zu schweigen, entweder einmalig oder wiederkehrend.

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Tags: Mauna, Vrata, Yoga Vidya Sanskrit-Lexikon, Yoga Vidya Sanskrit-Wörterbuch

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