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Eine Geschichte aus dem Hinduismus. Es war einmal ein starker Krieger, der fragte seinen Meister nach dem schnellsten Weg zur Erleuchtung. Der Meister antwortete: "Der schnellste Weg ist der spirituelle Weg, den ein Mensch persönlich erfolgreich gehen kann. Da du große innere Kraft besitzt, kannst du durch den Weg des ununterbrochenen Gehens das innere Glück verwirklichen." Der Meister wies den Krieger an, 21 Tage und Nächte pausenlos um eine große Shivastatue herumzugehen und dabei immer das Mantra: "Om Nama Shivaya" (Ich verbinde mich mit Shiva. Ich bitte Shiva um seine Energie) zu denken.

Am zwanzigsten Tag spürte der Krieger eine große innere Erschöpfung. Aber er ging eisern weiter und bat Shiva um seine Hilfe. Am einundzwanzigsten Tag hatte er die Vision einer großen Schlange, die in seinen Körper floss. Daraufhin erwachte seine Kundalini-Energie. Seine Kraft war wieder da. Er war jetzt selbst Shiva. Shiva bedeutet: der "Gütige". Shiva hat kein Ego. Er sieht sich in seinen Mitwesen. Er hilft ihnen, wenn sie ihn darum bitten. Das innere Glück hatte die Güte im Krieger erweckt und aus ihm einen guten Menschen, einen Shiva der umfassenden Liebe, gemacht. Er benutzte seine Kraft jetzt nicht mehr dazu, andere Menschen zu töten, sondern um den Frieden und das Glück auf der Erde zu vergrößern.

Im Yoga heißt es, dass große Anstrengung auf dem spirituellen Weg zu großem Erfolg führen kann. Allerdings besteht dabei die Gefahr, dass man sich durch eine zu große Zielstrebigkeit innerlich verspannt. Dann blockiert die Zielstrebigkeit die Erleuchtung. Letztlich muss man auf dem spirituellen Weg genau spüren, was man gerade braucht. Braucht man Zielstrebigkeit oder braucht man das große Loslassen, um in das erleuchtete Sein zu kommen.

Buddha war auch ein Mensch mit großer innerer Kraft. Er praktizierte sechs Jahre sehr zielstrebig den spirituellen Weg. Er lernte bei vielen Meistern, meditierte streng und hatte viele große spirituelle Durchbrüche. Aber zur Erleuchtung gelangte er so nicht. Am Ende seiner Phase der Zielstrebigkeit ließ Buddha alle Zielstrebigkeit los und meditierte einfach nur entspannt unter dem Bodhibaum. Und plötzlich entwickelte sich die Erleuchtung von alleine. Die Kundalini-Energie erwachte und reinigte ihn in drei Tagen und Nächten von allen inneren Verspannungen. Er sah seine früheren Leben, erkannte die Anhaftung als Grundpfeiler des Leidens und erwachte in ein Einheitsbewusstsein.

Mein Meister Sai Baba sah bei jedem seinen Schüler genau hin und fand den jeweils persönlich passenden Weg. Ein deutscher Schüler von ihm hatte große Kraft. Er riet ihm drei Jahre in der Abgeschiedenheit zu meditieren in der Art der Zen-Meditation. Nach drei Jahren war dieser Schüler erleuchtet.

Die Schlange ist ein Symbol für die Kundalini-Energie. Erleuchtete Meister geben ihren Schülern oft einen Schlangentraum. Sie haben die Vision einer Schlange, die in ein bestimmtes Chakra fließt oder beißt. Dadurch wird das Chakra geöffnet und die spirituelle Energie kann fließen. Ich bekam viele Schlangenträume von verschiedenen Meistern. Anandamayi Ma schickte mir eine kleine Schlange, die mich in den Zeh biss. Die kleine Schlange bedeutet, dass sich die Erleuchtungsenergie langsam entwickelt. Zu starke Kundalini-Prozesse können einen Menschen überfordern. Ich kam trotz der kleinen Schlange oft an meine Grenzen.

Der tibetische Meister Longchenpa sandte mir im Traum eine große Schlange, die vom Himmel herab kam und durch das Scheitelchakra in mich hineinfloss.

Und dann hatte ich noch einen Traum, wo ich in einem Zimmer mit vielen Schlangen saß. Ich musste meine Schlangenangst überwinden und alle Schlangen zulassen, damit ich ihre Energie aufnehmen konnte.

Die viele Schlangen deuten auf vielfältige Techniken zur Erweckung der Kundalini-Energie hin. Ich praktiziere viele verschiedene Techniken, um mein inneres Glück zu erwecken. Ich aktiviere es durch ein Mantra, Visualisierungen, Atemübungen und bestimmte Körperhaltungen. Mein Hauptmantra ist "Om Buddha Amitabha". Ich visualisiere Amitabha am Himmel und lasse so seine Energie von oben in mich hineinfließen.

Mantra-Yoga ist ein starker spiritueller Weg. Ich vertrete den Weg des freien Mantras. Man sollte spüren, zu welchem spirituellen Vorbild man Vertrauen hat, wo man sich energetisch verbunden fühlt, was die Kraft in einem erweckt. Und ich vertrete die Einheit aller Religionen. Man kann mit Mantren aus verschiedenen Religionen arbeiten. Es kommt nur darauf an, was gerade spirituell wirkt. Hilfreich ist es von einem erleuchteten Meister in ein Mantra eingeweiht zu werden. Dann verbindet sich das Mantra mit der Kraft des Meisters.

Ich bekam eine Einweihung (Kraftübertragung) von einem tibetischen Meister in das Amitabha-Mantra. Die Einweihung dauerte eine Woche. Es wurde viele tibetische Texte vorgelesen. Wir visualisierten Amitabha und dachten sein Mantra. Diese Einweihung war für mich wichtig, weil ich die Energie von Amitabha an meine Mitmenschen weiter geben wollte. Der Amitabha-Weg ist aus meiner Sicht ein großer Segen für die Menschheit, weil mit diesem Mantra alle Menschen bei ihrem Tod in Licht aufsteigen können.

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