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Mahasamadhi sagt man, wenn ein Heiliger, ein Weiser, ein Yogi seinen physischen Körper verlässt. Man sagt nicht, jemand ist gestorben, sondern jemand ist in Mahasamadhi eingegangen. Wenn jemand in seinem Leben schon Samadhi erreicht hat, dann kann er im Moment des Todes Nirvikalpa Samadhi erreichen. Und deshalb, wenn er dann den Tod erreicht, dann ist es nicht einfach nur tot, sondern er geht in Mahasamadhi ein, großen Samadhi, er wird nicht wiedergeboren. Natürlich weiß man das nie genau, ob, wenn ein Weiser stirbt, ob er nicht doch noch wiedergeboren wird. Ob jemand Nirvikalpa Samadhi erreicht hat, wissen wir nicht. Es heißt so schön: „It takes one to know one.“ Du musst selbst Nirvikalpa Samadhi erreicht haben, um zu wissen, ob es jemand anderes erreicht hat. Und derjenige, der es erreicht hat, läuft jetzt nicht durch die Gegend und sagt: „Der hat es erreicht, der hat es erreicht, der hat es erreicht.“ Denn ein Charakteristikum des Verwirklichten ist, dass er aufhört, zu urteilen. So ist es nicht möglich, wirklich Hundertprozent zu entscheiden: „Ja, der hat die Selbstverwirklichung erreicht.“

So ist es einfach eine Konvention, ein Yogi, ein Yogameister, eine Yogameisterin, wird einfach gesagt, hat Mahasamadhi erreicht. Und da ist jetzt egal, ob man jetzt sicher ist, Nirvikalpa Samadhi oder nicht. Wenn du also hörst, dass jemand Mahasamadhi erreicht hat, dann heißt es, er hat seinen physischen Körper verlassen und man nimmt an, er war ein großer Meister. Samadhi heißt dann auch später das Grabmal eines Yogis, denn normalerweise werden in Indien ja Körper verbrannt, außer bei Swamis. Swamis werden in einen Sack gegeben – Swamis sind Mönche – und werden dann in einen heiligen Fluss hineingeworfen und dann können die Fische mit dem Körper etwas anfangen oder irgendwelche Würmer. Eine Ausnahme sind aber die großen Heiligen und Weisen, die werden in einen Sarg getan und darüber wird dann ein Grabmal errichtet.

Höchstwahrscheinlich haben die Inder das von den Moslems übernommen, wo ja auch für die Sufi-Weisen und die Sufi-Heiligen, da sind großartige Grabmäler gebaut worden, nebendran eine Moschee, sind zu großen Pilgerorten geworden. Es ist anzunehmen, dass die Inder diese Gewohnheit übernommen haben und dann für ihre Heiligen auch Grabmäler gebaut haben und große Kapellen, Tempel usw. Und das ist dann der Samadhi. Z.B., wenn man in den Sivananda Ashram Rishikesh geht, da gibt es den Samadhi-Schrein oder auch die Mahasamadhi-Halle. Das ist also die Halle, wo Swami Sivanandas Körper liegt. Also, nochmal, Samadhi heißt Überbewusstsein. Mahasamadhi ist eigentlich das großartige Überbewusstsein, was andeutet, die Gottverwirklichung. Mahasamadhi wird aber normalerweise jetzt gesagt, wenn ein Meister den physischen Tod erlebt. Und dann wird angenommen, er kommt nicht auf die Welt wieder zurück. Mahasamadhi – Ausdruck für das physische Ende eines großen Meisters. Und Mahasamadhi – manchmal dann eben auch, der Schrein oder die Halle, der Tempel, der über den Körper des großen Meisters gebaut wird oder eben der Ort, an dem der Körper des Meisters in einem Sarg beerdigt ist. Mahasamadhi – großartiger Samadhi.

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Tags: Mahasamadhi, Yoga Vidya Sanskrit-Lexikon, Yoga Vidya Sanskrit-Wörterbuch, große Samadhi

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