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Lustiges Lied über die Liebe, die Erleuchtung und das Glück im Alter

Schrumpelliese und Hökerwilli,
fröhlich wie diese und klug wie Willi.
Arm aber glücklich wolln wir sein.

Seht nur diese und ihren Mann
lebt das Leben und denkt daran:
Arm aber glücklich wolln wir sein.

Äußere Genügsamkeit ist der Trick,
dann entsteht das innere Glück.
Arm aber glücklich wolln wir sein.

Leben wir in einem tieferen Sinn
fließt das Leben froh dahin.
Arm aber glücklich wolln wir sein.

Erleuchtung ist das große Ziel.
Dann gibt es von dem Glück ganz viel.
Arm aber glücklich wolln wir sein.

Wir wirken für eine glückliche Welt.
mit viel Liebe und wenig Geld.
Arm aber glücklich wolln wir sein.

Leben im Sein und im Geben
das ist unser höchstes Streben.
Arm aber glücklich wolln wir sein.

https://www.youtube.com/watch?v=unHRxgVp-t8

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Kommentar von Diamir am 26. März 2018 um 8:23pm

Glücklich ok, aber arm?

Muss arm denn sein?

Kommentar von Nils Horn am 26. März 2018 um 10:40pm

Das ist eine spannende Diskussion im Yoga. Nach Patanjali, Buddha und Jesus ist die Armut (Besitzlosigkeit) ein wichtiger Grundsatz in der Spiritualität. Buddha lebte als Bettelmönch. Ebenso leben viele Yogis in Indien in äußerer Armut. Andererseits gibt es die Aussage von Osho "seid innerlich und äußerlich reich. Ich meine, dass ein Mensch genug zu essen und zu leben haben sollte. Ich vertrete den Weg von Epikur "Wer das Wort genug nicht kennt, hat niemals genug." Ein Mensch sollte seinen persönlichen Genugpunkt an äußeren Dingen finden. Er sollte den Schwerpunkt seines Lebens auf den Weg des inneren Glücks legen. Wer nach äußerem Reichtum strebt, der orientiert seinen Geist auf äußere Dinge. Er wird niemals genug bekommen, weil das Glück im Inneren zu finden ist. Er wird seine Lebensenergie im Berufsstress und Leistungswahn der heutigen Zeit verbrauchen und im Burnout enden. Ein weises Leben besteht darin gut für seine Gesundheit und sein inneres Wohlergehen zu sorgen. Wie viel man an äußeren Dingen braucht ist individuell unterschiedlich.

Kommentar von Diamir am 27. März 2018 um 11:25am

Kommt drauf an was man unter arm versteht.
Guatama Buddha, auch genann Shakyamuni war ein Königssohn, der die Hauslosigkeit freiwillig gewählt hat.
War er jemals mit Armut konfrontiert? Ich weiß es nicht.

Armut, das Gefühl ein Underdog zu sein, keine Möglichkeit sehen seine Talente an den Mann zu bringen und etwas zu erschaffen, ich habe es gekostet.

Es schmeckt bitter.

Jaya mata Kali - Nanga Parbat

Kommentar von Nils Horn am 27. März 2018 um 12:09pm

Ja, es schmeckt bitter. Ich habe auch Armut gekostet. Am schlimmsten war die Angst nicht genug Geld zum Leben zu haben. Aber letztlich gibt es viele Probleme im Leben. Die einen leiden unter Hunger, die anderen unter Krankheit, Krieg, Einsamkeit oder Sinnlosigkeit. In der Erleuchtung kann man sich über alle diese Probleme durch das innere Glück erheben. Ansonsten hilft auch der spirituelle Weg mit äußeren Schwierigkeiten innerlich klar zu kommen. Gerade die Probleme des Lebens sind ein guter Weg sein Ego aufzulösen. Natürlich sollte man auch versuchen die Probleme zu vermeiden, soweit es möglich ist. Buddha hat sechs Jahre als Extremasket in extremer Armut gelebt. Später wählte er den mittleren Weg. Das Gefühl ein Underdog zu sein kann spirituell gezielt geübt werden, um sein Ego zu überwinden. Das ist ein wichtiger Weg im Buddhismus, Yoga und bei Jesus. Tantrische Yogis meditierten auf Friedhöfen, um sich über alle äußeren Dinge zu erheben. Die Sufis sehen sich bewusst als Arme. So ist es auch in der christlichen Bergpredigt. Im tibetischen Buddhismus tragen die Buddhastatuen oft eine Bettelschale, um sich als Bettler zu begreifen. Wer ein Nichts in Gott wird, erlangt die Fülle Gottes. Sich als Bettler zu sehen ist ein hilfreicher Weg dahin. Man muss sich völlig in den Willen des Lebens (Gottes) einfügen, wenn das Licht Gottes in einen hineinfließen soll. Das ist der Weg der christlichen Mystik, wo oft bewusst Besitzlosigkeit (als Mönch, Eremit) gewählt wird. Ich gehe den mittleren Weg und genieße auch die Fülle des Lebens, wenn das Leben mir Fülle schenkt. Aber insgesamt bin ich mir bewusst, dass das Leben stärker ist als ich. Um im Frieden leben zu können, muss ich die Dinge des Lebens annehmen wie sie kommen. Ich ordne mich dem Willen des Lebens unter und kann dadurch positiv mit dem Leben fließen.

Kommentar von D.Jahnke am 27. März 2018 um 1:12pm

@ Diamir , nach Überlieferungen hatte siddhârtha gautama buddha sein Königshaus als Prinz verlassen, und hat die Armut gewählt, und sich auf die suche nach Wahrheit zu macht.

Kommentar von Diamir am 27. März 2018 um 2:25pm

Ja, lieber D.Jahnke, so habe ich da auch in Erinnerung. Er war behütet worden. Leid wurde von ihm ferngehalten als Knabe.
Als er dann später ohne Aufsicht die Welt betrachten konnte war er geschockt von dem was er sah. Er hatte den brennenden Wunsch einen Ausweg aus dem Leiden für sich und die Menschheit zu finden.
Nun ja, das ist lange her. Da ranken sich Legenden um die Tatsachen.
Tatsache ist, das der Buddhismus eine beeindruckende Verbreitung in Asien fand. Japan, China, Korea, Birma und etliche andere Länder.
In Indien ging die Anzahl seiner Praktizierenden irgendwann wieder zurück.
Wurde geschluckt vom Hinduismus oder einer der anderen Religionen in Indien.

Jaya mata Durga

Kommentar von Maeggie am 27. März 2018 um 5:13pm

Armut, in die Mensch hineingezwungen wird durch politische und wirtschaftliche Entwicklungen, für die er nichts kann und die er nicht beeinflussen kann, ist und bleibt bitter und ein Skandal.Daran ist nichts zu beschönigen. Es ist eine Beeiträchtigung und der persönlichen Entwicklung in keiner Weise förderlich.
Gleiches gilt für das Gefühl, ein Underdog zu sein, das sich daraus - vor allem bei Kindern und Jugendliche - ergeben kann.
Armut und Ausgrenzung können körperlich und psychisch krank machen.
Sie führen dazu, dass Menschen sich eben nicht entfalten und entwickeln können.
Anders verhält es sich mit selbstgewählter Armut oder besser: freiwilligem Verzicht auf Besitz.
Ich kann hier nur über meine eigene Religion reden, mit anderen spirituellen Wegen kenne ich mich nicht gut genug aus.
Wenn jemand einer katholischen Ordensgemeinschaft beitritt, so legt er u.a. das Gelübde der Armut ab.
Armut bedeutet aber nicht, dass ihm das Notwendigste zum Leben fehlt - in der Regel haben Ordensleute genug zu essen, ein Dach über dem Kopf, Kleidung und medizinische Versorgung im Krankheitsfall (etwas, das vielen armen Menschen in Krisengebieten fehlt).
Sie haben aber keinen Privatbesitz und nichts, was über die Erfüllung dieser elementaren Bedürfnisse hinausgeht. Sie haben die Erfahrung gemacht, dass sie das nicht brauchen. Ich könnte mir vorstellen, dass die Menschen, die bei Yoga Vidya als Sevakas leben und arbeiten, diese Erfahrung auch gemacht haben.
Daher würde ich auf die Frage "Muss Armut sein?" antworten: Nein. Armut, die sein "muss" und einem Menschen aufgezwungen wird, ist ein Übel, das nicht hingenommen werden sollte.
Armut, die freiwillig gewählt wird, um sich ganz Gott und den Mitmenschen zutzuwenden, kann - so bezeugen es viele Menschen, die diesen Weg gewählt haben - sehr erfüllend sein.

Kommentar von D.Jahnke am 27. März 2018 um 7:43pm

Seligsprechung:

Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.

Kommentar von Nils Horn am 28. März 2018 um 4:43pm

Der Originaltext lautet wohl "Selig sind die Armen." Das hat keiner begriffen und deshalb wurde es in arm vor Gott oder geistlich arm umgewandelt. Bei Lukas heißt es aber noch "20 Er richtete seine Augen auf seine Jünger und sagte: Selig, ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes". Wobei es letztlich auf die innere Einstellung ankommt. Buddhistisch ausgedrückt soll man nicht an äußeren Dingen anhaften. Bei Patanjali heißt es,, dass man in Gott leben soll (Brahmacharia), und nichts Äußeres ergreifen soll.

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