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Kutir ist der Hindi-Ausdruck, auf Sanskrit Kuti oder Kutii. Kutir ist eine Hütte, ein Haus, ein kleines Haus, eine Hütte. Im Swarg Ashram, wo Swami Sivananda gelebt hatte in den 20er Jahren, gab es viele Kutirs. Kutir ist eine kleine Hütte, typischerweise besteht sie aus einem einzigen Raum, und der Yoga-Übende, der Meditierende, der Swami kann dort meditieren, er kann sich dort auch hinlegen, er braucht nicht zu kochen, denn zum Essen geht er zu einer Speisestation, und so braucht er einfach nur dort zu liegen und zu meditieren. Waschen macht er im Ganges und Toilette wiederum woanders. Deshalb, ein Kutir ist klassischerweise einfach nur eine Hütte aus vier Wänden oder vielleicht früher sogar mal rund, denn bei der früher üblichen Lehmbauweise gingen auch runde Häuser. Heute werden natürlich die Häuser auch in Indien größtenteils aus Beton gegossen, manchmal auch gemauert. Also, Kutir.

Swami Sivananda nannte seinen Ashram am Anfang Ananda Kutir, also „die Hütte der Wonne“, „das Haus der Wonne“. Und das war nachher doch etwas untertrieben, denn der Ashram wurde immer größer, er war jetzt keine Kutir mehr. Und so wurde später einfach nur das kleine Häuschen, in dem Swami Sivananda gewohnt hatte, das hieß dann nur noch Ananda Kutir. Und dieses Häuschen heißt jetzt heute Gurudev Kutir, also das Häuschen, wo Gurudev gewohnt hat. Und der Ashram selbst ist dann Sivananda Ashram und der wurde auch mal eine Weile Sivananda Naga genannt, die Stadt von Swami Sivananda. Und es ist bis heute noch die Postadresse: Sivananda Ashram oder Divine Life Society, Sivananda Ashram, Sivananda Naga, Muni Ki Reti, Rishikesh.

Ananda Kutir ist aber etwas, was du häufig findest auf den älteren Publikationen von Swami Sivananda. Es steht dann tatsächlich Ananda Kutir, das war die Adresse der Divine Life Society, Sivananda Ashram, Rishikesh. Heute eben Gurudev Kutir von besonderer Wichtigkeit, und wenn du jemals nach Rishikesh gehst, erkundige dich nach Gurudev Kutir, und dort kannst du dann meditieren, dort kannst du das Ganga Arati abends mitmachen. Jeden Abend ist es entweder um 17:00 Uhr oder 17:30 Uhr, es könnte sein, im Sommer auch um 18:00 Uhr, und dort ist eine wunderschöne Zeremonie mit großer spiritueller Kraft. Im Gurudev Kutir gibt es vorher auch Kirtan, also Mantrasingen. Ein zweites Kutir, das für Yoga Vidyaner von besonderer Wichtigkeit ist, ist Tapasya Kutir. Das ist auf der anderen Seite des Ganges, das ist die Hütte, in der Swami Sivananda einige Jahre gelebt hat und eben sein Tapasya, sein Tapas, geübt hat, also seine intensiven spirituellen Praktiken. Swami Sivananda hat ja von 1923 bis 1933/34 gelebt im Swarg Ashram, zum Teil auch an anderen Orten, aber hauptsächlich dort, und hat intensiv praktiziert. Und einige Jahre war er dort eben in diesem Kutir, das später als Tapasya Kutir bezeichnet wurde oder Sivananda Tapasya Kutir. Auch dort gibt es eine ganz besondere Schwingung, eine besondere Kraft. Also, Kuti, Kutir – wie man im Hindi sagt oder auch eingeenglischt – auf Sanskrit Kuti oder auch Kutii – Hütte, kleines Haus, Häuschen.

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Tags: Kutir, Yoga Vidya Sanskrit-Lexikon, Yoga Vidya Sanskrit-Wörterbuch

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