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Kundalini ist die Erleuchtungsenergie. Sie wird symbolisiert durch eine zusammengerollte Schlange. Wenn der Yogi die für ihn richtigen Übungen praktiziert, richtet sie sich in seinem Körper auf. Dann ist der Yogi voll innerer Kraft. Sein Geist wird positiv. Der Yogi lebt im Licht. Er verwirklicht das Sat-Chid-Ananda, das Leben im anhaftungslosen Sein, im kosmischen Bewusstsein (im Licht, im Nirwana) und im inneren Glück (Ananda).

Wenn die Kundalini-Energie zu wenig aktiviert wird, wird Yoga auf die Dauer langweilig. Wenn sie zu stark erweckt wird, entstehen im Körper und im Geist zu starke Reinigungsprozesse. Grundsätzlich sollten wir unsere spirituellen Übungen so regulieren, dass die Kundalini-Energie weder zu stark noch zu schwach entwickelt wird. Wir können sie zulassen oder stoppen. Jeder normale Mensch kann sie mit der Kraft seines Willens beherrschen. Wenn sie im Beckenboden aufsteigt, denken wir einfach nur "Stopp" und lassen sie in die Ausgangslage zurück fließen. Wir warten dann eine Zeitlang in einer ruhigen Meditation ab. Alle zu stark aktivierten Energieprozesse kommen dann zur Ruhe.

Psychisch kranke Menschen sollten keine Kundalini-Meditation praktizieren. Bei Problemen sollten wir einen spirituellen Therapeuten aufsuchen oder einen Yogalehrer fragen. Es ist gut sich regelmäßig mit einem erleuchteten Meister zu verbinden (Buddha, Amitabha, Padmasambhava, Longchenpa, Dalai Lama, Mutter Meera). Die folgende Kundalini-Meditation ist für Anfänger auf dem spirituellen Weg gedacht. Sie reinigt sanft alle wichtigen Energiebereiche (Chakren und Energiekanäle) im Körper.

1. Ruhe = Wir kommen zur Ruhe. Wir stoppen eine Minute alle Gedanken. Wir konzentrieren uns auf den Atem in unserem Bauch.

2. Erdung = Wir spüren den Erdboden. Wir reiben mit den Händen oder Füßen auf dem Erdboden. Wir visualisieren unter uns die ganze Erdkugel voller Menschen, Tiere, Pflanzen, Berge und Seen. Wir denken so lange das Mantra Erde, bis wir uns gut mit der Erde verbunden fühlen.

3. Buddha Amitabha = Wir visualisieren unter uns eine große Lotusblume. Wir sitzen auf der Lotusblume. In der Lotusblume entsteht ein kleiner Buddha Amitabha. Wir verwandeln uns in den Buddha Amitabha. Wir visualisieren uns als goldenen Buddha. Wir denken das Mantra "Om Buddha Amitabha" so lange, bis wir ein Buddha geworden sind.

4. Unterbauch-Chakra = Wir konzentrieren uns auf unseren Unterbauch (eine Handbreit unter dem Bauchnabel), legen die Hände vor unserem Unterbauch zusammen und erwecken die Kraft in uns. Der Rücken ist gerade und der Bauch ist entspannt. Wir denken an eine Situation, wo wir Kraft brauchen. Wir denken im Unterbauch das Wort "Kraft" so lange, bis wir voller Kraft sind.

5. Solarplexus = Wir konzentrieren uns auf das Solarplexus-Chakra. Es gibt uns Kraft, Energie und Macht. Wir erlangen Macht über uns selbst und unser Leben. Wir erlangen die Fähigkeit selbstbestimmt unseren Weg zu gehen. Wir denken im Solarplexus den Begriff "Energie" so lange, bis die Energie in uns hineinfließt und uns ausfüllt.

6. Herzchakra = Wir konzentrieren uns auf unser Herzchakra in der Mitte des Brustkorbs. Wir legen die Handflächen vor dem Herzchakra zusammen. Wir denken an alle Menschen, die wir lieben. Wir denken das Wort "Liebe" so lange, bis wir Liebe in uns spüren. Wir fühlen uns mit allen unseren Freunden liebevoll verbunden. Wir wünschen ihnen Glück und Liebe.

7. Himmel = Wir stellen uns den goldenen Buddha Amitabha in einer Sonne im Himmel über uns vor. Wir strecken die Hände zum Himmel. Wir denken das Mantra "Amitabha" so lange, bis vom Himmel spürbar das Licht Amitabhas durch das Scheitelchakra in uns hinein fließt.

8. Kosmos = Wir machen große Kreise mit den Armen, visualisieren um uns den Kosmos voller Sterne und denken das Wort "Sterne" so lange, bis wir uns in der Einheit des Kosmos spüren.

9. Der mittlere Energiekanal = Etwa einen Meter unter uns in der Erde befindet sich ein großer Edelstein. Aus der Lotusblume, auf der wir sitzen, wachsen Wurzeln zum Edelstein und umschließen ihn fest. So kann die Energie des Edelsteines über die Wurzeln bis in die Lotusblume steigen. In der Mitte der Lotusblume bildet sich ein goldener Faden. Er fließt durch die Mitte des Beckenbodens in uns hinein. Dann steigt er in der Mitte unseres Körpers bis zum Scheitelchakra auf. Dort bindet er sich fest. Eine kleine goldene Schlange umkreist beständig den goldenen Faden und lädt uns so mit Energie auf. Die Hände liegen im Schoß oder auf den Beinen. Beginne vorsichtig. Überfordere dich nicht. Spüre was richtig für dich ist. Wenn du den Faden nicht sehen oder spüren kannst, bist du noch nicht bereit für diese Übung. Dann genügt es einfach nur in deinem Körper die Zahlen von 1 bis 20 zu zählen. Mache das so lange, bis sich deine Konzentration nach innen wendet. Du kannst auch mit der Schlange experimentieren und sie in dir kreisen lassen, bis sie alle Verspannungen in dir aufgelöst hat.

10. Wir verweilen so lange in einer ruhigen Meditation, bis alle Energieprozesse (Wärme, Kälte, Fließen, Muskelzucken) von alleine zur Ruhe gekommen sind. Falls sie nicht von alleine zur Ruhe kommen, lösen wir alle Visualisierungen in die Leere des Raumes wieder auf.

11. Gebet = Wir verbeugen uns vor dem Buddha Amitabha vor uns und denken: "Om alle erleuchteten Meister (Om Buddhas und Bodhisattvas). Om innere Weisheit. Ich bitte um Führung und Hilfe auf meinem Weg."

12. Wir kehren wieder aus der Meditation zurück und bewahren unsere innere Kraft in unserem Alltag.

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