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Kaurava ist eigentlich ein Adjektiv und kommt von Kuru. Kuru war einer der ganz großen Könige Indiens, er hatte das Königreich regiert und seine Nachkommen wurden deshalb als Kauravas bezeichnet. So ähnlich, Bharata war ein großer König und seine Nachfolger hießen dann auch Bharata oder Bharatias. Und so gab es einen König namens Kuru und seine Nachfolger wurden als Kauravas bezeichnet. Jetzt gab es den Kuru und Kuru hatte wiederum verschiedene Nachkommen. Einer davon war Dhritarashtra, darüber habe ich schon mal gesprochen, das war der blinde König, und ein anderer Nachkomme war Pandu. Die beiden waren Geschwister. Also, Dhritarashtra und Pandu. Pandu war wieder ganz großartig und deshalb hießen seine Nachfolger „die Pandavas“, oder seine Kinder hießen „die Pandavas“. Die fünf Söhne von Pandu sind ja Yudhisthira, Arjuna, NakulaSahadeva und Bhima. Das sind also die Pandavas. Aber die fünf Pandavas waren eigentlich auch Kauravas, denn sie waren auch die Nachkommen von Kuru. Der Bruder von Pandu hieß aber Dhritarashtra, das war der blinde König – er war nicht nur physisch blind, er war auch geistig irgendwo blind. Und der galt als nicht besonders großartig, deshalb wurden seine Nachkommen nicht als Dhritarashtras bezeichnet, sondern sie hießen dann weiter Kauravas.

Und so ist jetzt in der Bhagavad Gita und der Mahabharata so ganz interessant, jetzt die Kauravas sind alle, aber die Pandavas sind eine spezielle Form der Kauravas. Und so hat sich heutzutage einbürgert, dass der Mahabharata-Kampf ein Kampf ist zwischen den Kauravas und den Pandavas. Die Pandavas, die Inkarnation der Guten, und die Kauravas, die Inkarnation der weniger Guten, der Schlechten, der Bösen, wird manchmal auch gesagt. Und so gibt es also die Pandavas, die Nachkommen von Pandu, und die Kauravas, die im engeren Sinne die Söhne von Dhritarashtra sind. Und so gilt in der Bhagavad Gita und der Mahabharata der Kampf zwischen Pandavas und Kauravas archetypisch als der Kampf der Guten gegen die Bösen. Wobei die Mahabharata differenziert genug ist, dass auch in den Kauravas gute Eigenschaften sind und auch in den Pandavas öfters mal weniger gute Eigenschaften. Das absolut Gute, das absolut Böse gibt es nicht wirklich. Es ist mehr, in welchem Mischungsverhältnis stehen die einzelnen Eigenschaften und unter welcher Hauptmotivation. Und hinter jedem Menschen ist letztlich das Göttliche, in jedem Menschen ist das Licht, jeder Mensch trägt den Keim des Guten in sich, denn jeder Mensch wünscht letztlich das Gute.

Kaurava – von Kuru abstammend. Im weiteren Sinn, alle Nachkommen von Kuru. Im engeren Sinne, die Gegenspieler der Pandavas, diejenigen, die die tyrannische Seite verkörperten und die egoistische Seite. Im Unterschied zu den Pandavas, die Uneigennützigen, die das Gute wollen und den Willen Gottes tun. Kauravas – Nachkommen von Kuru.

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Tags: Kaurava, Kuru, Yoga Vidya Sanskrit-Lexikon, Yoga Vidya Sanskrit-Wörterbuch

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