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König Kusa von Benares heiratet die schöne Prinzessin Pabhavati

In einem seiner früheren Leben wurde Buddha als König Kusa von Benares wiedergeboren. Sein Volk liebte ihn, weil er klug war und ein großes Herz hatte. Er selbst aber fand sich klein und hässlich. Er sagte zu sich: "In dieser Welt der Reichen und Schönen kann ich nichts gewinnen, weil ich zu hässlich bin. Außerdem sind die Menschen mir zu weltlich und zu egoistisch. Ich werde als König zurücktreten und als Yogi in die Einsamkeit ziehen. Wenn ich die Erleuchtung erreiche, dann bin ich innerlich reich. Dann stört mich meine äußere Hässlichkeit nicht mehr. Und was die Leute denken, ist mir dann egal."

Buddha verkündete dem Volk seinen Entschluss. Aber das Volk wollte seinen König behalten. Der vorherige König war ungerecht und grausam gewesen. Die Menschen hatten Angst, dass der nächste König genauso wird. Gute Könige gibt es selten. Die meisten Könige werden ein Opfer ihres Egoismus und beuten ihr Volk aus. Das Volk weigerte sich den Rücktritt von Buddha zu akzeptieren.

Da sprach Buddha zu ihnen: "Wenn ich eine schöne Frau hätte, dann wäre das weltliche Leben für mich attraktiv. Das könnte mich motivieren zu bleiben. Findet ihr eine Prinzessin, die so schön ist wie die Sonne und gleichzeitig bereit ist den hässlichsten Mann auf der Welt zu heiraten, dann bleibe ich euer König."

In alle Länder der Welt wurden Boten gesandt, um eine solche Prinzessin zu finden. In einem fernen Land entdeckte man sie, die Prinzessin Pabhavati, die schön war wie die Sonne. Wenn sie in den Raum trat, dann kam das Licht in den Raum. Die Herzen aller Menschen öffneten sich und erfreuten sich an ihrer Schönheit und ihrer inneren Ausstrahlung. Es gab jedoch ein Problem. Die Prinzessin war sehr eitel und wollte keinen hässlichen König.

Da dachten sich die Boten des Königs von Benares einen Trick aus. Sie behaupteten, dass es in ihrem Land Brauch sei, dass sich das Brautpaar erst ein Jahr nach der Hochzeit sehen dürfte. Bis dahin müssten sie ihr Gesicht immer hinter einem Tuch versteckt halten. Sie berichteten der Prinzessin von dem Reichtum, der Macht und der Klugheit des Königs. Da willigte die schöne Prinzessin ein und reiste mit großem Gefolge nach Benares.

Buddha wollte sich von der Schönheit der Prinzessin überzeugen und beobachtete sie heimlich beim Baden. Da keimte eine große Liebe in ihm auf und er beschloss König in seinem Land zu bleiben. Die Hochzeit wurde mit großem Prunk gefeiert. Aber von dem Tag an blieb das Gesicht von Buddha bedeckt.

Nach einem Jahr bekam die neue Königin ein Kind. Da das Jahr jetzt um war, wollte sie endlich das Gesicht ihres Ehegatten sehen. Insgeheim hatte sie sich vorgestellt, dass er wunderschön sei. So hatte sich eine große Liebe in ihrem Herzen entwickelt. Doch wie erschrak sie, als der König das Tuch von seinem Kopf nahm und das hässliche Gesicht zum Vorschein kam.

Jetzt stand sie vor der Wahl, ob sie Buddha verlassen oder bei ihm bleiben sollte. Das ganze Volk fieberte aus Angst vor ihrer Entscheidung. Alle wussten, dass sie sehr eitel war und großen Wert auf äußere Schönheit legte. Die schöne Königin hatte aber im Laufe des Jahres durch die Liebe des Königs ihr Herz entwickelt. Und durch die glückliche Geburt ihres Kindes befand sie sich in einem Zustand großer Liebe. Sie blickte den Buddha mit den Augen der Liebe an. Und wer mit den Augen der Liebe sieht, der sieht die Schönheit in allen Wesen. Pabhavati konnte jetzt sogar die Schönheit in Kusa erkennen. Sie sah seine liebevollen Augen, das Lächeln in seinem Mund und seine positive Ausstrahlung. Deshalb entschied sie sich zu bleiben. Das Volk war glücklich. Und Buddha verschob seine Erleuchtung auf das nächste Leben.

Mir ist es tatsächlich einmal so ähnlich gegangen. Im Alter von dreißig Jahren entdeckte ich den spirituellen Weg. Das weltliche Leben interessierte mich nicht mehr. Ich sehnte mich danach ein Yogi zu werden, der abgeschieden von der Welt im Wald lebt und nach Erleuchtung strebt. Ich wusste, dass man als abgeschiedener Yogi viel schneller zur Erleuchtung kommt als in einem weltlichen Leben voller Stress und unspiritueller Energien. In einem weltlichen Leben konnte mich nur ein großer äußerer Erfolg halten. Und tatsächlich kam ich als Rechtsanwalt in Kontakt mit zwei Unternehmensberatern. Durch sie erhielt ich viele lukrative Aufträge und verdiente mit wenig Aufwand viel Geld. Mein Beruf begann mir großen Spaß zu bringen. Ich war angesehen und erfolgreich. Auch privat lief es gut. Ich hatte eine schöne Frau und einen kleinen Sohn. Doch dann wendete sich das Blatt. Die Beziehung zerbrach und die lukrativen Aufträge blieben weg. So wurde ich dann ein Yogi. Und nach dreißig Jahren wendete sich das Blatt wieder. Ich bekam eine schöne Frau und durch eine Erbschaft viel Geld. Aber jetzt war ich so stabil auf dem spirituellen Weg, dass sich die Erleuchtung von alleine entwickelt.

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