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Japa – Flüstern, Murmeln, Rezitation, Japa – Wiederholung eines Mantras

Ich lese etwas aus dem Buch von Martin Mittwede über Japa. Japa heißt Flüstern, heißt Murmeln, heißt Rezitieren. Es heißt insbesondere, flüstern, murmeln, rezitieren eines heiligen Namens, eines Gebets oder einer heiligen Formel, eines Mantras als Form der Meditation. Es gibt dabei vier Japa-Arten: Die laute Wiederholung - Vaikari Japa, die Wiederholung in Gedanken – Manasa Japa, das tonlose Wiederholen mit den Lippen - Upanshu Japa, und die schriftliche Wiederholung - Likitha Japa. All das kannst du finden, zum einen in dem Buch von Martin Mittwede „spirituelles Wörterbuch“, das du auch auf den Yoga Vidya Seiten, in der Yoga Vidya Boutique findest. Gehe einfach auf www.yoga-vidya.de und gib oben ein, „spirituelles Wörterbuch“ und dann wirst du das Buch schon finden. Zum anderen findest du natürlich auch auf den Yoga Vidya Seiten jede Menge über Japa, schaue einfach nach unter „Japa“. Japa also im Konkreten, Wiederholung eines Mantras.

Swami Sivananda hat ja auch ein großes Buch geschrieben, das heißt „Japa Yoga – der Yoga der Wiederholung eines Mantras“. Du kannst ein Mantra wiederholen in der Meditation, das ist dann die Japa Meditation oder auch die Mantra Meditation. Du kannst das Mantra dabei mit dem Atem verbinden, das nennen wir bei Yoga Vidya die kombinierte Mantra-Meditation. Einatmen, das Mantra, ausatmen, das Mantra. Du kannst dich dabei konzentrieren auf das Herz-Chakra oder das Stirn-Chakra und so kannst du die Gegenwart Gottes spüren oder du kannst tief zum inneren Frieden hinkommen. Du kannst Japa auch am Tag machen, du kannst am Tag das Mantra wiederholen, insbesondere dann, wenn dein Geist nicht mit irgendetwas anderem beschäftigt ist. Du kannst zwischendurch „Om Namah Shivaya“ sagen oder „Om Namo Narayanaya“, wenn du im Auto fährst, wenn du in der U-Bahn fährst, wenn du Fahrrad fährst, wenn du Wäsche wäscht, wenn du kochst, wenn du Geschirr spülst, wenn du irgendwo wartest. Das sind alles gute Momente, um Japa zu üben. Mag sein, dass du momentan, statt Japa zu üben, einem Vortrag von mir zuhörst, aber ansonsten kannst du immer auch Japa wiederholen.

Es gibt in Indien auch die Verwendung einer Japa Mala. Die Japa Mala kann 108 Perlen haben, sie kann auch 54 Perlen haben. Und dafür nutzt du die Japa Mala so, dass du die Japa Mala typischerweise über den Mittelfinger gibst, den Zeigefinger benutzt du nicht zur Wiederholung. Der Zeigefinger ist der Ego-Finger, den lassen wir beim Japa beiseite. Und pro Wiederholung eines Mantras gehst du eine Perle weiter. Also, „Om Namah Shivaya, Om Namah Shivaya, Om Namah Shivaya…” Du gehst dort so lange weiter, bis du an diesem Meru landest, Mala Meru auch genannt, das ist die etwas größere Perle, die meistens etwas schmuckvoll verziert ist. Dann drehst du die Japa Mala und meditierst dann weiter: „Om Namah Shivaya, Om Namah Shivaya, Om Namah Shivaya…” Und dann kann man sagen, einmal bis zum Ende ist eine Japa Mala.

In früheren Zeiten hat man gerne die Dauer der Meditation in Malas gemessen, denn die Menschen hatten keine Uhren. Da hat man also nicht gesagt, „meditiere mindestens zwanzig Minuten“, sondern, „übe eine Japa Mala“ oder „über eine Mala lang Japa“ oder „ich habe heute eine Japa Mala das Mantra wiederholt“ oder zehn oder zwanzig. Natürlich ist das eine ungenaue Zahlenangabe, denn du kannst ja schneller das Mantra wiederholen oder langsamer. Und so kann man sagen, übe z.B. zwanzig schnelle Japa Malas von „Om Namah Shivaya“ oder übe drei langsame Japa Malas von „Om Namah Shivaya“. Heute sagt man mehr, übe zwanzig Minuten Japa. Die Verwendung einer Japa Mala kann helfen, den Geist konzentriert zu halten und nicht abgelenkt zu werden und die Wiederholung des Mantras zu vergessen. Japa hilft, den Geist zur Ruhe zu bringen. Japa hilft, neue Energie zu bekommen. Japa aktiviert die spirituelle Kraft. Japa bringt dich in Verbindung mit der Energie Gottes. Japa hilft dir, zu der Tiefe deines Wesens zu gelangen. Japa hilft dir, Gott zu erfahren. Japa hilft, den Geist zur Ruhe zu bringen. Japa hilft, zur Erleuchtung zu kommen. Japa, eine sehr tiefe Praxis, Japa, eine sehr machtvolle Praxis. Japa wörtlich, rezitieren, flüstern, wiederholen. Japa heißt aber insbesondere: Wiederholung des Mantras, Rezitieren des Mantras, Meditieren über das Mantra.

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Tags: Flüstern, Japa, Mantra, Murmeln, Rezitation, Yoga Vidya Sanskrit-Lexikon, Yoga Vidya Sanskrit-Wörterbuch

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