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Gleichmut im Yoga bei persönlichen Katastrophen

An alle meine Freunde. Ich lebe noch. Ich war überflutet. Das Wasser stand 30 bis 40 cm in meinem Haus. Über Weihnachten. Ich rettete mich in mein Hochbett unter dem Dach. Und jetzt fließt das Wasser wieder ab. Ich kann in Gummistiefeln am Computer sitzen. Um mich herum die Wiesen sind aber alle noch überflutet. Ich lebe in einem Haus im See. Letztlich war es eine Übung in Gleichmut. Und Dankbarkeit. Fröhliche Weihnachten.

http://www.tagesschau.de/inland/dauerregen-nordeutschland-101.html

Die Krise ist überstanden. Stündlich geht das Wasser etwas zurück. Gestern Mittag konnte ich bereits bequem durch meine Stube waten. Am Nachmittag war sie wasserfrei. Dann ging das Wasser im Fernsehraum weg und zum Schluss auch in der Küche. Am Abend wurde sogar langsam die Yogahalle frei und ich konnte ohne Gummistiefel zur Gartenpforte gehen. Ich schlafe aber noch im Hochbett, weil hier alles sehr feucht und nass ist. Meine Bude sieht im Moment noch so aus wie nach der Sturmflut. Heute beginne ich aufzuräumen. Leider ist der Antennenverstärker voll Wasser gelaufen und kaputt. Ich kann jetzt nur noch einige wenige Programme sehen. Gestern gab es einen ganzen Abend Herzschmerz mit Hele Fischer. Der Kosmos zwingt mich zu Sendungen, die ich sonst nie angesehen hätte. :lol:

Alles hat seinen Sinn. Vielleicht war es ein Training in Gelassenheit. Mit meinem Gleichmut war es aber nicht besonders gut bestellt. Als die Flut in mein Wohnzimmer stieg, war ich doch etwas beunruhigt. Wie weit würde das Wasser steigen? Welche Schäden würde es anrichten? Würde ich es unbeschadet überstehen? Es kamen Ängste hoch, die ich zuerst zu beherrschen versuchte. Dann opferte ich mich in das Zentrum der Angst und visualierte alles voller Wasser. Dadurch wurde das Wasser innerlich und meine Kundalini Energie aktiviert. Die Angst löste sich weitgehend auf. Aber ich hatte die Nacht dann zusätzlich zum äußeren Wasser auch mit dem inneren Wasser zu kämpfen. Es entstand eine starke innere Hitze. So wurde mir zum Glück nicht kalt, obwohl es Winter war und ich in der Wohnung nicht mehr heizen konnte. Ich brauchte dann trotzdem zwei Tage um mich wieder zu beruhigen und die Lage völlig so annehmen zu können wie sie ist.

Am zweiten Weihnachtstag traf ich beim Spazieren gehen viele Leute. Alle wollten wissen, wie es mit dem Wasser war. Ich erzählte voller Begeisterung von der Katastrophe. Alle liebten mich, weil ich so eine spannende Weihnachts-Geschichte zu erzählen hatte. Erst kam die böse Flut. Und dann retteten seine Meister den kleinen Yogi und schenkten ihm ein Hochbett, auf dem er trocken die Katastrophe überstehen konnte. Und heute konnte ich sogar die nassen Kohlen in meinem Kohleofen anzünden, so dass es jetzt wieder warm wird. Alle haben viel gelacht und sich mit mir gefreut. Die Männer gaben fachliche Ratschläge und die Frauen schwelgten in Mitgefühl. Alle waren glücklich, dass es mich noch gab. Ich auch. :D

Viele meiner Freunde waren beunruhigt, ob der Strom noch an war. Ich konnte sie beruhigen. Grundsätzlich lagen die Steckdosen 10 cm über dem Wasserspiegel. Aber ich hatte zwei Mehrfachsteckdosen, die sich auf dem Fußboden befanden. Als ich sie aus dem Wasser hob, bekam ich einen leichten Stromschlag. Trotz des Wassers gab es keinen Kurzschluss, sondern es floss nur etwas Kriechstrom. Es war nicht wie mit dem Fön in der Badewanne. Ich habe es überlebt. Das stellte ich danach diesmal wirklich gelassen fest. Wenn ich gestorben wäre, wäre das für mich auch okay gewesen. Aber so ist es natürlich auch gut.

So kann ich weiter jeden Tag die Welt retten. Und das ist im Moment wirklich nötig. Dort gibt es viel größere Katastrophen als bei mir. Ein Hochwasser in Indien mit vielen Toten und 300 000 Vertriebenen. Den grausamen Krieg der brutalen islamistischen Is-Armee, die gnadenlos foltern, töten und Frauen in die Sklaverei verkaufen. Die Ebola-Krankeitheit in Afrika, von der kaum jemand noch redet. Die 2 Milliarden Hungernden und von extremer Armut Betroffenen auf der Welt, an die man sich schon gewöhnt hat. Die vielen durch den Leistungsdruck und die soziale Kälte kranken Menschen im Westen. Die Depressiven, Arbeitslosen, Überarbeiteten und die Menschen ohne Hoffnung auf Liebe und Glück. Ich könnte endlos so weiter berichten.

Da freue ich mich über Jesus und seinen Missionierungsdrang. Im Kern sind Jesus und Buddha gleich. Sie leben im Licht, in Gott, im Nirwana, in der Erleuchtungsenergie. Sie sind voller Frieden, Liebe und Glück. Trotzdem unterscheiden sie sich gleichzeitig vollständig. Sie verkörpern die zwei grundlegend verschiedenen Wege, die man als Erleuchteter gehen kann. Bei Buddha ging es darum sich selbst zu erleuchten und inneren Frieden und Glück zu erreichen. Buddha lehrte es an seinen Gedanken zu arbeiten, zu meditieren und anderen Wesen nicht zu schaden. Da der Weg der umfassenden Liebe hilfreich für die eigene Erleuchtung ist, lehrte er diesen Weg auch für die Menschen, für die dieser Weg persönlich richtig ist. Genauso ist es mit dem Yogagründer Patanjali. Er lehrte es als Hauptweg anderen nicht zu schaden und an seiner eigenen Erleuchtung zu arbeiten. Als Nebenweg gibt es in dem Yoga Sutra auch den Weg der umfassenden Liebe. Jesus dagegen lehrte und lebte den Weg der umfassenden Liebe als Hauptweg. Man soll sein Ego dadadurch auflösen, dass man das Glück seiner Mitmenschen wichtiger nimmt als sein eigenes und im Schwerpunkt für die Erleuchtung aller Wesen lebt. Genauso macht es der Dalai Lama.

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