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Die Yoga-Ausbildung war ein großer Erfolg. Schon die Zusammensetzung der Gruppe war außergewöhnlich, drei Männer und zwei Frauen. Daraus ergab sich eine sehr kraftvolle Energie. Der eine Mann war ein Top-Manager eines großen Unternehmens, der durch den Berufsstress einen Burnout erlitten und auf Yogalehrer umgesattelt hatte. Er kam aus Bayern, war groß, schön, stark, intelligent und humorvoll. Eine der Frauen verliebte sich sofort in ihn, aber leider war er schon verheiratet. Der andere Mann war ein rundlicher ruhiger humorvoller Handwerker, der Kraft ausstrahlte und auch Burnoutprobleme hatte. Die beiden Frauen waren sehr schön und sehr unterschiedlich. Die eine im Schlabberlook und die andere modisch gestylt. Die eine extrovertiert und die andere hatte mit ihren Problemen zu kämpfen.

Und dann war da natürlich noch der Meister, der Guru, der Yogi. Er hielt sich weitgehend unauffällig und bescheiden im Hintergrund. Er zog sich öfter zur Meditation in seine Hütte am Fluss zurück und lenkte aus dem Hintergrund die Energien. Er gestaltete spontan den Yogaunterricht aus der jeweiligen Situation heraus. Er verband sich jeden Tag mit seinen erleuchteten Meistern und alles entwickelte sich optimal. Zum Schluss waren alle glücklich, hatten viele spirituelle Durchbrüche, für ihr eigenes Leben viel gelernt und waren glücklich und zufrieden.

Auch der Ausbildungsort war besonders. Ein Haus mitten in der Natur, umgeben von großen Bäumen, Wiesen, Wäldern und einem Fluß. Das Wetter war zwar gemischt, aber meistens war es trocken, wenn sie den täglichen Gruppenspaziergang machten. Sie besuchten den heiligen Wald mit den großen alten Bäumen auf dem kleinen moosbedeckten Hügel, auf den die Sonne durch die hohen Baumwipfel ein geheimnisvolles Licht strahlte. Oder sie gingen zum Mühlenteich, umgeben von einer lieblichen Flußlandschaft. Natürlich wanderten sie auch durch den Wald zum Biohof, wo alle gesund einkaufen und einen Kaffee trinken konnten.

Von 10 bis 12 Uhr und von 16 bis 18 Uhr gab es Yoga in der Yogahalle. Morgens zeigte der Meister den Schülern die besten Yogaübungen und nachmittags versuchten die Schüler es umzusetzen und selbst zu lehren. So entwickelten sie sich schnell zu Yogalehrern und konnten zum Abschluß ihr Zertifikat bekommen.

Nils lehrte den kreativen Glücksyoga. Der Glücksyoga besteht aus einfachen Übungen, die schnell zu erlernen sind. Trotzdem brauchten die Schüler eine Woche, um die Glücksyoga-Grundreihe genau zu verstehen und zu verinnerlichen.

Grundsätzlich werden von einer Yogalehrer-Ausbildung 200 Unterrichtsstunden erwartet. Das kann in einer Woche nicht geleistet werden. Die Teilnehmer wollen sich deshalb drei Jahre lang jedes Jahr Ende Juli eine Woche zum Yogaunterricht treffen. Neue Leute können jederzeit hinzukommen. Der Glücksyoga beinhaltet so viele gute Techniken, dass damit drei Ausbildungswochen gut gefüllt werden können.

Der Glücksyoga nach Yogi Nils ist ein besonderer Yogastil. Er wurde an der Volkshochschule für die normalen arbeitenden Menschen entwickelt. Sie brauchen einfache Übungen, mit denen sie ihren Stress abbbauen, sich schnell entspannen und mit guter Energie aufladen können. Viele Menschen haben Rückenprobleme, so dass die Übungen rückenschonend und rückenstärkend sind. Der wichtigste Punkt ist aber die Aktivierung der inneren Energie. Das unterscheidet diesen Yogastil von vielen anderen westlichen Yogarichtungen, bei denen eher das formale Üben und nicht das innere Gespür im Mittelpunkt steht.

Ein Schwerpunkt war die tägliche Schüttelmeditation, bei der in Gefühle wie Wut, Trauer, Angst und Sucht hineingespürt wurde. So kamen alle schnell in Kontakt mit ihren persönlichen Problemen und konnten vieles auflösen.

Das Ziel des Glücksyoga ist die Erleuchtung. Es ist das Ziel dauerhaft im Frieden, im Glück und in der Liebe zu leben. Die Wege zu diesem Ziel sind aber unterschiedlich. Jeder darf seinen eigenen spirituellen Weg gehen. Jeder darf sein eigenes spirituelles Vorbild verehren und die persönlich hilfreichen Übungen finden. Dazu muss man das innere Spüren lernen. Das ist der zentrale Punkt im Glücksyoga. Man muss ein gutes Gespür für sich selbst, seinen Körper und seinen Geist entwickeln.

Zum Glücksyoga gehört auch das positive Denken. Erleuchtung entsteht grundsätzlich durch die Verbindung von Meditation und Gedankenarbeit, durch Körperarbeit und durch die Arbeit am eigenen Geist (an der Psyche). Die Verspannungen im Körper wurden durch die täglichen Spaziergänge, die Yogaübungen und die Meditationen gelöst. Für den Geist gab es geistige Übungen, jeden Abend um 20 Uhr einen Vortrag zu einem wichtigen Yogathema und natürlich das gemeinsame Mantrasingen zum Kerzenschein vor dem Schlafengehen.

Das Singen war sehr beliebt. Meister Om Om sang zum indischen Harmonium und der schöne Mann zur Guitarre. Meister Om Om war für die schiefen Töne zuständig, so dass die Frauen den anderen Mann anschließend noch mehr mit seiner schönen Stimme bewundern konnten. Alles war perfekt so wie es war. Alles hat im Kosmos seinen Platz und dient der spirituellen Weiterentwicklung.

Die Themen des Abendvortrages waren das Lehrer-Schüler-Verhältnis, Gott und Erleuchtung und Wie meditiert man richtig. Nächstes Jahr kommen noch so wichtige Dinge wie die richtige Gedankenarbeit, der Weg der umfassenden Liebe und der Meister-Yoga zur Sprache.

Am meisten interessierte die Teilnehmer die Frage "Sex zwischen Yogalehrer und Schülern." Es gibt viele Skandale im Yoga. Es ist wichtig sich nicht in den weltlichen Energien zu verlieren und sich in der Spiritualität zu zentrieren. Dabei sollten die gesellschaftlichen Regeln beachtet werden. Gruppensex im Yogaunterricht ist keine gute Idee. Andererseits darf ein Yogalehrer aber eine Beziehung haben, wenn sie auf den Grundsätzen Wahrheit, Liebe und Treue beruht. Das war die einstimmige Meinung der Gruppenteilnehmer.

Ein großes Thema war auch die richtige Geisteshaltung eines Yogalehrers. Ein Yogalehrer sollte seinen Geist an den Eigenschaften Frieden, Liebe, Wahrheit, Glück und Selbstdisziplin ausrichten. Er sollte schlechte Eigenschaften wie Stolz, Überheblichkeit und Streben nach Macht, Sex und Geld vermeiden. Er muss beständig seinen Geist beobachten und an sich arbeiten, damit er sich nicht in den weltlichen Energien seiner Schüler verliert. Natürlich leben die Schüler vorwiegend in weltlichen Energien und dürfen sie auch haben. Aber der Yogalehrer sollte kein Opfer werden, sondern die Schüler zu sich selbst und ins Licht führen. Das geschieht, indem der Yogaunterricht aus der Liebe, der Wahrheit und der Ruhe heraus gestaltet wird. Etwas Humor darf auch sein. Ein Buddha kann über sich selbst lachen. Ein Ganesha hat einen dicken Bauch vom guten Essen und ein Shiva steckt gerne seine Mitmenschen mit seiner Heiterkeit an. Und natürlich auch mit seiner Erleuchtung und seiner umfassenden Liebe.

https://www.youtube.com/watch?v=F_XA9Zs-bdgric


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