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Etwas über 3000 v. Chr. soll das dunkle Zeitalter beginnen und dort gab es jemanden namens Parikshit, Nachkomme von Arjuna. Und der war der König im Land und dem wurde prophezeit, dass dort demnächst Kali kommen würde, Inkarnation des Dunklen. Und so ging Parikshit öfters mal ins Königreich, um zu gucken, denn dieser Geist des Kali Yuga müsste auch irgendwo sichtbar sein. Und während er so entlangging, da sah er, wie dort jemand auf einen Stier einschlug. Er hatte ihm schon die Beine gebrochen und schlug weiter mit einem Stock auf ihn ein. Und der Parikshit ging auf ihn zu und sagte: „Das kannst du nicht machen. Ich werde dich jetzt ins Gefängnis stecken. Tierquälerei, das gibt es in meinem Königreich nicht.“ Daraufhin sagte der andere: „Du kennst mich nicht, ich bin Kali, der Geist des dunklen Zeitalters. Und ich muss meine Aufgabe tun und Tierquälerei gehört nun mal zum dunklen Zeitalter dazu.“ Dann sagte Parikshit: „Jetzt weiß ich erst recht, dass ich dich einsperren muss. Wenn ich dich einsperre, dann gibt es vielleicht kein Kali Yuga.“ Dann sagte Kali: „Aber weißt du, das ist jetzt mein Dharma. Ich muss jetzt den Geist der Menschen verwirren.“ Daraufhin sagte Parikshit: „Nein, das geht nicht.“ Da sagte Kali: „Ok, dann schlage ich dir was vor. Ich werde nur an vier Stellen im Kali Yuga sein. Nur an vier Stellen.“ Sagte Parikshit: „Ok, nur an vier Stellen wird es ok sein.“ Sagte der Kali: „Ja, erstens da, wo berauschende Getränke und da, wo Menschen ihren Geist benebeln, da werde ich gegenwärtig sein.“ Sagte Parikshit: „Kein Problem, kannst du haben.“ Denn Parikshit konnte sich nicht vorstellen, dass Menschen so dumm sein würden, ihren Geist zu benebeln, das gab es im vorigen Zeitalter nicht. Und dann, als zweites: „Da, wo Prostitution sein wird, da werde ich sein.“ Sagte Parikshit: „Auch kein Problem.“ Er konnte sich das auch nicht vorstellen, dass Menschen Sex ohne Liebe haben wollen, noch dazu käuflich. Dann sagte er: „Da wo Menschen Tiere von sich aus Quälen oder Fleisch essen, da werde ich sein.“ Sagte Parikshit: „Auch kein Problem.“ Denn er konnte sich nicht vorstellen, warum Menschen Tiere töten sollten und quälen sollten. Schließlich, vierter: „Da, wo es Menschen um Geld geht und wo ihnen Geld wichtiger ist als andere Menschen.“ Sagte Parikshit: „Kannst du auch hingehen.“ Denn wiederum konnte er es sich nicht vorstellen, dass irgendjemandem Geld wichtiger sein würde als Menschen. So kam es, dass jetzt Kali überall da ist, wo Menschen berauschende Getränke zu sich nehmen oder auf andere Weise ihren Geist benebeln, wo Prostitution herrscht, wo Tiere gequält werden und wo es Menschen mehr ums Geld geht. Und wie ihr damit sehen könnt, gerade wenn man das alles zusammen nimmt, im Grunde genommen überall. So kam es, dass Kali den ganzen Geist der Menschen benebelte. So wie sie anfingen mit etwas, dann wurde es dann immer schlimmer. Letztlich kann man sagen, Kali symbolisiert hier so ein bisschen, wenn man mit einer Sucht anfängt, kann man nicht mehr loslassen. Wir müssen es ja symbolisch nehmen. Wörtlich verstanden wissen wir aus der Archäologie, dass die Menschen vor 5000 Jahren wahrscheinlich noch mehr Tiere gegessen haben, als es in den Agragesellschaften danach war. Wir müssen es irgendwo symbolisch dort nehmen. Es gibt etwas, wenn wir irgendwas anfangen in der Art, irgendwo auch, wenn Menschen – es war ja diese Sache mit dieser Finanzgeschichte. Jeder wusste, es kann so nicht auf die Dauer weitergehen, aber jeder ist hinterher gerannt. Dann kam dann schließlich Parikshit, der gesehen hatte, was für eine Dummheit er gemacht hatte, dass er diese vier Orte dem Kali erlaubt hatte, ging dann zu Brahma und sagte: „Oh Brahma, was können wir machen?“ Und da sagte Brahma: „Ja, um die Übel des Kali Yuga zu reduzieren, ist es gut, Mantras zu singen. Wenn Mantras gesungen werden, die Mantras sind einfach zu singen, dann öffnet sich das Herz. Wenn sich das Herz öffnet, haben die Menschen Freude und Mitgefühl und Liebe und die anderen Dinge werden nicht mehr so wichtig. Daher, singe Mantras!“ Fragte Parikshit: „Und welches Mantra ist denn ganz besonders gut?“ Brahma sagte zunächst mal: „Alle Mantras sind gut. Alles, was das Herz öffnet, alles, was hilft, Liebe zu empfinden, all das, was den Geist erhebt, alles, was Menschen näher zu Gott kommen lässt, das ist gut.“ Damit ist auch „Mantra“ definiert. Das, was Freude bringt, was das Herz öffnet, was den Geist erhebt, was den Menschen in Kontakt zum Göttlichen bringt. In dieser Definition muss es natürlich nicht nur Sanskrit sein, sondern alle Musik, alle Gesänge, alles, was einen öffnet, all das hilft, dass dieses Kali ein bisschen weniger wird und dafür Liebe, Freude, Verbundenheit. Aber der Parikshit war noch nicht zufrieden und er fragte: „Ja, Brahma, gibt es denn ein Mantra, was besonders gut ist?“ Daraufhin sagte Brahma: „Ja, es gibt ein Mantra, was besonders gut ist, das ist das Maha Mantra, das großartige Mantra für das Kali Yuga. Und das geht so: Hare Rama Hare Rama Rama Rama Hare Hare. Hare Krishna Hara Krishna Krishna Krishna Hare Hare.“ Und so gab dann Parikshit das Maha Mantra an seine Untertanen weiter und solange dann seine Untertanen das Mantra sangen und mit Liebe sangen, mit Freude sangen, blieben sie verschont von den größten Übel des Kali Yugas. Und dann gab es später, im 15. Jahrhundert n. Chr., einen, der ein großer Verehrer Krishnas war. Und der war so voller Hingabe an Krishna, dass er das Maha Mantra änderte. Der hieß Chaitanya Mahaprabhu und der hat Krishna so verehrt und hat gedacht, Krishna muss zuerst kommen. Dann hat er dann gesagt: „Hare Krishna Hara Krishna Krishna Krishna Hare Hare. Hare Rama Hare Rama Rama Rama Hare Hare.“ Aber das Mantra, wie es in der Kalisantaran Upanishad steht, ist: Hare Rama Hare Rama Rama Rama Hare Hare. Hare Krishna Hara Krishna Krishna Krishna Hare Hare. Was ist jetzt wirkungsvoller, das eine oder das andere? Da, wo das Herz mehr dabei ist.
Hari Om Tat Sat
Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3

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Tags: Kali, Parikshit, yuga, zeitalter

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