mein.yoga-vidya.de - Yoga Forum und Community

Das Yoga Forum für Ayurveda, Yoga, Meditation und Spirituelles Leben

Das Paradies ist ein Bewusstseinszustand. Erleuchtung und Paradies sind die zwei Seiten der selben Münze. Die Münze ist der Erleuchtete. Ein Erleuchteter erfährt in sich Frieden, Liebe und Glück. Durch sein inneres Glück denkt er grundlegend positiv. Sein Bewusstsein konzentriert sich automatisch auf das Positive.

Wenn der Erleuchtete seine Umwelt betrachtet, sieht er auch dort vorwiegend das Positive. Er erfährt die Welt um sich herum deshalb als Paradies. Alles ist gut so wie es ist. Natürlich sieht er auch das Negative. Aber es belastet ihn nicht. Er kann es gelassen annehmen. Wenn sein Erleuchtungsbewusstsein instabil ist, dann kann er allerdings durch das Negative, durch das Leid bei seinen Mitmenschen oder in seinem Leben aus dem Paradiesbewusstsein heraus fallen. Dann muss er es üben das Leid des Lebens in sein Erleuchtungsbewusstsein zu integrieren.

Erleuchtung entsteht durch eine bestimmte Bewusstseinsstruktur im Geist. Die Basis des Erleuchtungsbewusstseins ist das erleuchtete Sein. Ein Mensch lebt in der Ruhe und ohne Anhaftung an die weltlichen Genüsse oder sein Ego (seinen Stolz, seinen Eigenwillen). Würde er anhaften, dann würde eine innere Anspannung (Verspannung) entstehen, die seinen inneren Frieden und sein inneres Glück zerstören würde.

Ich erfahre das Glücksbewusstsein vorwiegend energetisch. Durch meine spirituellen Übungen (Yoga, Gehen, Meditation, umfassende Liebe) entsteht eine starke (feinstoffliche) Energie in mir. Diese Energie spüre ich als Frieden, Glück, Liebe und Harmonie. Ich fühle mich als eins mit dem Leben und der Welt. Man kann es auch so ausdrücken, dass die Kundalini-Energie aktiviert ist. Oder dass der Heilige Geist Gottes in den Menschen eingeflossen ist. Die Energietore im Körper (Chakren) sind geöffnet. Die Energie sammelt sich im Körper und macht den Menschen glücklich.

Wenn jetzt eine innere Verspannung entsteht, dann blockiert diese Verspannung den Energiefluss, die Chakren werden geschlossen und das innere Energiefeld bricht zusammen. Das Glück verschwindet und der Geist wird negativ. Der Mensch fällt aus seinem Paradiesbewusstsein heraus. Um in ein Glücksbewusstsein zu gelangen, brauchen wir deshalb eine hilfreiche Energiestruktur im Körper (Chakrenaktivierung) und müssen als zweites innere Verspannungen (inneren Stress) vermeiden.

Wir nehmen deshalb die Dinge grundsätzlich so an wie sie sind. Außer wir können und wollen sie verändern. Dann können wir in die Kraft und Aktivität gehen. Wir lehnen nichts ab, was in unser Leben tritt. Wir bewahren Gleichmut bei Leid und bleiben in der Ruhe. Wir verspannen uns auch nicht durch weltliche Genüsse. Wir leben sie so, dass wir in unserem Einheitsbewusstsein bleiben. Das innere Glück ist das Wichtigste. Deshalb geben wir den äußeren Dingen nicht zu viel Raum in unserem Geist. Wir bleiben auf das Sein konzentriert.

Die Basis des Erleuchtungsbewusstsein ist das Leben in der Ruhe. Gott ist in der Stille zu finden. Wichtig ist aber auch die Liebe. Wir müssen alle Chakren aktivieren, wenn wir in einer starken Erleuchtungsenergie leben wollen. Dazu gehören das Wurzelchakra am Beckenboden (Erdung), das Kraftchakra am Unterbauch, der Solarplexus (Macht über sich und sein Leben), das Kronenchakra (Einheitsbewusstsein), das Stirnchakra (Klarheit), das Kehlkopfchakra (gute Kommunikation mit den Mitmenschen) und das Herzchakra (Liebe zu allen Wesen). Für das Herzchakra ist das positive Denken wesentlich. Negatives Denken verschließt es. Positives Denken aktiviert es.

Ein Paradiesbewusstsein können wir erzeugen, in dem wir uns auf das Positive in unserem Leben und in unserer Umwelt konzentrieren. Aus den positiven Gedanken folgen positive Gefühle. Wir denken positiv, handeln positiv und leben positiv. Wir müssen auch dafür sorgen, dass unser Körper in einer guten Energie ist. Dazu brauchen wir Yoga, Sport, Meditation und viel Ruhe. Letztlich brauchen wir körperliche und geistige Übungen. Wir können auf zwei Wegen ein Glücksbewusstsein erzeugen. Wir können durch spirituelle Techniken (Yoga, Meditation) unser inneres Glück entwickeln und erhalten dann eine positive Weltsicht. Oder wir können uns auf das Positive in unserer Welt und unserem Leben konzentrieren. Dann entsteht inneres Glück. Wir probieren aus, was uns gerade hilft.

Wir sollten auch unsere Beziehungen und unseren Beruf so leben, dass wir dabei in der Ruhe und im Glück bleiben können. Wir sollten für glückliche Verhältnisse auf der Welt arbeiten, damit insgesamt ein Paradies auf der Erde entsteht. Denn letztlich hängen alle Wesen energetisch zusammen. Was ist heute dein positiver Gedanke? Welche Gedanke bringt dich dazu, deine Welt als Paradies zu erfahren? "Meine Welt ist ein Paradies, weil (..ich darin zur Erleuchtung gelangen, im Glück leben, meinen Mitwesen Gutes tun kann). Ich bin dankbar für ..." Dankbarkeit ist ein wichtiger Weg des Glücks.

Da das Paradies ein Bewusstseinszustand ist, können wir es auf der Erde als auch im Jenseits erreichen. Das Paradiesbewusstsein gibt es in verschiedenen Abstufungen. Bereits durch bewusstes positives Denken und positives Gestalten seiner Welt kann ein Mensch ein kleines Paradies um sich herum und in seinem Geist schaffen. Wenn wir jeden Tag konsequent unseren spirituellen Weg gehen, meditieren und an unseren Gedanken arbeiten, wird das Paradies stabiler und bricht auch bei Leid nicht so schnell zusammen. Wenn wir in der Erleuchtung unser Ego überwinden, können wir relativ dauerhaft im Paradies bleiben. Sieh dich als Buddha (Shiva, Göttin), lebe als Buddha und werde immer mehr ein Buddha.

Wenn wir in tiefe Erleuchtungszustände kommen, wird sich auch unsere Paradiessicht immer mehr entfalten. Wir werden das Licht (die Energiestrahlung Gottes) in der Welt sehen. Die Dinge in der Welt fangen an von sich aus zu leuchten. Wir erfahren unsere Welt als leuchtendes Land und haben Liebe, Frieden und Glück in uns. Ein Weg dahin ist es bewusst das Licht (das Gute, die Erleuchtungsenergie) in unseren Mitmenschen (Partner, Kindern, Freunden) zu sehen, sie als potentielle Erleuchtete zu begreifen.

Das höchste Paradies habe ich einmal für eine kurze Zeit in der Meditation erfahren. Meine Kundalini-Energie stieg in der Mitte des Körpers bis in den Kopf auf. Dort gab es einen Bewusstseinsumschwung und ich war in einer Dimension des höchsten Glücks, der Egolosigkeit und des tiefsten Friedens. Diesen Zustand kann man als den siebten Himmel (die Vereinigung oder das Sitzen bei Gott) bezeichnen. Im Yoga spricht man von der Vereinigung von Shiva und Shakti. Dieser Zustand ist auf der Erde nur für eine begrenzte Zeit erfahrbar (Samadhi). Im Jenseits gibt es nicht so viele energetische Störungen und wir können ewig darin ruhen (Mahasamadhi).

Wenn wir vom Paradies reden, müssen wir natürlich auch von der Hölle sprechen. Die Hölle ist wie das Paradies ein Bewusstseinszustand. Beim Paradies können wir Gefühle wie Glück, Liebe, Frieden, Kraft und Klarheit erfahren. Die Hölle ist gekennzeichnet durch Wut, Trauer, Angst, Sucht, Kraftlosigkeit, Unklarheit und Depression. Viele Menschen leben auf der Welt in den Höllenbereichen. Unser Mitgefühl gebietet es uns ihnen im Rahmen unserer Möglichkeiten zu helfen und sie aus der Hölle zu befreien.

Die größte Hölle gibt es auf der Erde. Hier gibt es Krieg, Krankheit, Hunger, Ausbeutung, Folter und schwere Depressionen. Höllenbereiche gibt es aber auch im Jenseits, wie viele erleuchtete Meister berichteten. Besonders bekannt ist neben Teresa von Avila (Christin), Genshin (Buddhist) auch Swami Muktananda (Yogi). Er hatte die Fähigkeit mit seinem Geist aus seinem Körper auszutreten und die verschiedenen Bereiche des Jenseits zu erforschen. Darüber schrieb er das Buch "Spiel des Bewusstseins"(1975). Neben der Hölle der Wut bereiste er auch ein Hölle der Depression. Von den Paradiesbereichen war für ihn Shivaloka am schönsten. Dort sah er glückliche Yogis in einer schönen Berglandschaft voller Blumen, Licht und sprudelnder Quellen. Manche alleine, manche mit Partnerin und manche mit einem erleuchteten Meister. Jeder kann dort auf seine Art spirituell üben und seine Glücksenergie entwickeln.

Paradies-Meditation

1. Körper = Wir konzentrieren uns auf unseren Körper und bringen dadurch unseren Geist zur Ruhe. Wir spüren in unsere Beine und Füße hinein. Wir lassen Licht um unsere Beine und Füße kreisen. Wir denken dabei das Wort "Licht" als Mantra. Wir lassen Licht um unsere Arme und Hände kreisen. Wir denken "Licht". Wir konzentrieren uns auf unseren Kopf, lassen Licht um unseren Kopf kreisen und denken das Mantra "Licht". Wir hüllen unseren ganzen Körper mit Licht ein und denken "Licht." Dann entspannen wir uns.

2. Energiewolke = Wir beginnen jetzt unseren Aufstieg in den Himmel. Zuerst gehen wir in die Astralwelt. Wir werden zu einer Seele. Wir visualisieren eine Wolke aus feinstofflicher Energie um unseren Körper herum. Wir sind diese Wolke. Wir konzentrieren uns auf die Wolke und nicht auf unseren Körper. Wir lassen unseren Körper los. Wir denken mehrmals das Mantra: "Ich bin eine Wolke. Ich bin eine Seele. Ich bin unabhängig von meinem Körper." Wir denken das Mantra so lange, bis wir uns als Wolke um unseren Körper herum fühlen.

3. Sterne = Wir visualisieren den ganzen Kosmos um uns herum voller Sterne. Unsere Seele kann überall hinreisen, wenn sie es will. Wir meditieren auf den Kosmos. Wir denken mehrmals das Mantra: "Sterne." Wir machen dabei große Kreise mit den Armen. Bis in uns das Gefühl des Einsseins mit dem Kosmos entsteht. Wir fühlen uns geborgen in der großen Ordnung des Kosmos.

4. Welt der positiven Seelen = Wir gelangen in die oberste Astralwelt, die hinter dem materiellen Kosmos liegt. Das ist die Welt der positiven Seelen. Wir werden in uns positiv. Wir überlegen uns die positiven Punkte in unserem Leben. Wir denken das Mantra: "Positiv in meinem Leben ist ..." Wir zählen so viele positive Dinge auf, bis unser Geist positiv wird.

5. Welt der glücklichen Seelen = Über der Welt der positiven Seelen liegt die Welt der glücklichen Seelen. Wir stellen uns vor, dass alle unsere Wünsche erfüllt werden. Welche Wünsche hast du? Werde dir aller deiner Wünsche bewusst. Erfülle sie dir oder lasse sie los. Definiere deinen Genugpunkt. Verlange nichts darüber hinaus. Gelange zur Zufriedenheit mit dir und deinem Leben: "Mein Weg der Zufriedenheit ist ..."

6. Welt der Buddhas = Über der Welt der glücklichen Menschen liegt die Welt der Buddhas (Erleuchteten). Wir visualisieren uns als Buddha des Lichts oder Göttin der Liebe. Wir wünschen eine glückliche Welt. Wir bewegen segnend eine Hand und denken: "Ich sende Licht zu ... (zähle mehrere Menschen auf und hülle sie in Licht und Liebe ein). Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben."

7. Große Umwandlung = Wir bewegen weiter segnend unsere Hand. Wir füllen den ganzen Kosmos mit Liebe und Licht. Wir durchstrahlen auch alle Leidbereiche mit Licht. Wir senden allen leidenden Wesen Licht. Wir hüllen sie mit Licht ein und denken das Mantra: "Ich sende Licht zu ..." Wir denken an die Probleme in unserem Leben und senden allen Problemen Licht. Wir hüllen sie mit Licht ein und denken das Mantra: "Meine Probleme sind ... Ich sende ihnen Licht." Wir hüllen unsere Probleme so lange mit Licht ein, bis wir sie annehmen und in unser Leben integrieren können. Wir werden zu einem Meister des Lebens, der in allen Lebenssituationen im Licht bleiben kann.

8. Siebter Himmel = Wir kommen in den siebten Himmel (höchstes Nirwana, formlos). Wir visualisieren um uns herum eine Sonne aus starker Energie von Liebe und Glück. Wir denken das Mantra: "Om Sonne, Licht, Liebe, Frieden, Glück." Wir laden unsere Seele vollständig mit Licht und Glück auf. Wir ruhen einige Zeit in der Energie aus Licht, Liebe und Glück.

9. Erleuchtete Meister = Wir verbinden uns mit Buddha Amitabha und allen erleuchteten Meistern (Buddhas und Bodhisattvas). Wir reiben die Handflächen vor dem Herzchakra, visualisieren Buddha Amitabha in der Sonne über uns und denken: "Om Buddha des Lichts, Om innere Weisheit. Ich bitte um Führung und Hilfe auf meinem Weg." Wir fühlen uns mit Buddha Amitabha und allen erleuchteten Meistern real verbunden. Wir spüren, wie mit dem Mantra die Energie des Buddhas Amitabha in uns hinein fließt und uns erfüllt.

10. Zurückkommen = Wir bewegen die Füße. Wir strecken und räkeln uns. Wir sind wieder auf der Erde und in unserem Leben. Mit Optimismus voran. Geh auf deine Weise deinen Weg der Wahrheit und Liebe.

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG: 145 X ANGESCHAUT

Kommentar von Diamir am 19. Juli 2018 um 9:28am
Kommentar von D.Jahnke am 19. Juli 2018 um 4:59pm
amrta

Kommentar

Sie müssen Mitglied von mein.yoga-vidya.de - Yoga Forum und Community sein, um Kommentare hinzuzufügen!

Mitglied werden mein.yoga-vidya.de - Yoga Forum und Community

© 2019   Impressum | Datenschutz | AGB's | Yoga Vidya |   Powered by

Badges  |  Ein Problem melden  |  Nutzungsbedingungen