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Wenn man erleuchtet ist, spielt die Frage nach dem Leben nach dem Tod keine wirkliche Rolle mehr. Der Erleuchtete ist glücklich, wenn es ein Leben nach dem Tod gibt. Und er ist glücklich, wenn es kein Leben nach dem Tod gibt. Deshalb gibt es die Zen-Geschichte, wo der Schüler den Meister fragt, ob es ein Leben nach dem Tod gibt. Der Meister antwortet: "Woher soll ich das wissen. Ich bin doch kein toter Meister."

Die Frage des Lebens nach dem Tod ist nur für unerleuchtete Menschen wichtig. Nur wenige erreichen vor ihrem Tod die Erleuchtung. Einige erlangen die Erleuchtung beim Tod. Und die meisten Menschen sterben unerleuchtet. Wenn es ein Leben nach dem Tod gibt, dann können sie nach dem Tod im Jenseits spirituell weiter üben. Wenn es die Möglichkeit der Wiedergeburt gibt, dann können sie im nächsten Leben weiter praktizieren und sich so von Leben zu Leben der Erleuchtung annähern. Das ist nach der Lehre des Hinduismus und des Buddhismus der Normalfall. Kein spirituelles Bemühen geht verloren. Das ist für uns unerleuchtete Menschen sehr beruhigend.

Wissenschaftlich denkende Menschen brauchen gute Argumente für ein Leben nach dem Tod. Und hier ist die Situation schwierig. Es gibt aus meiner Sicht einige Indizien für ein Leben nach dem Tod, aber einen eindeutigen Beweis gibt es nicht. Man kann es also glauben oder nicht, je nach dem wie man die Indizien bewertet.

Grundlegend sind die Erkenntnisse der heutigen Quantenphysik. Danach gibt es hinter der materiellen Welt eine Welt der Energie. Die Materie bildet sich sogar aus der Energie und kann sich in Energie zurück verwandeln. Das hat Albert Einstein erkannt. Seine Theorien sind durch wissenschaftliche Versuche bewiesen worden. Und damit eröffnet sich uns eine völlig neue Weltsicht. Der reine Materialismus ist wissenschaftlich überwunden. Nach dem reinen Materialismus wäre der Mensch nur sein materieller Körper. Das Bewusstsein wäre eine Funktion dieses Körpers. Und mit dem Tod des Körpers verschwindet alles.

So muss es aber nicht sein. Nach dem Quantenphysiker Professor Dürr bildet das Bewusstsein ein Quantenfeld, das nach dem Tod des Körpers eigenständig weiter existieren kann. Damit ist ein Leben nach dem Tod quantenphysikalisch möglich.

Professor Dürr: Primär existiert nur das Verbindende ohne materielle Grundlage. Wir könnten es auch Bewusstsein nennen. Materie und Energie treten erst sekundär in Erscheinung – gewissermaßen als geronnener, erstarrter Geist. Viele Erscheinungen der Quantenphysik sind nicht nur immateriell, sondern wirken in ganz andere, größere Räume hinein, die nichts mit unserem vertrauten dreidimensionalen Raum zu tun haben. Es ist ein reines Informationsfeld – wie eine Art Quantencode. Es hat nichts zu tun mit Masse und Energie. Dieses Informationsfeld ist nicht nur innerhalb von mir, sondern erstreckt sich über das gesamte Universum. Der Kosmos ist ein Ganzes, weil dieses Informationsfeld keine Begrenzung hat. Es gibt nur das Eine. Aber dieses Eine ist differenziert. (P.M. Magazin 05/2007)
Frage: Glauben Sie an ein Jenseits? Gibt es eine Existenz nach dem Tode?
Antwort: Was wir Diesseits nennen, ist ja eigentlich die Schlacke, die Materie, also das, was greifbar ist. Das Jenseits ist die umfassende Wirklichkeit, das viel Größere. Das, worin das Diesseits eingebettet ist. Insofern ist auch unser gegenwärtiges Leben bereits vom Jenseits umfangen. Wenn ich mir also vorstelle, dass ich während meines diesseitigen Lebens nicht nur meine eigene kleine Festplatte [Gehirn] beschrieben habe, sondern immer auch etwas in den geistigen Quantenfeldern [Seele, körperunabhängigen Bewusstsein] abgespeichert habe, dann geht das ja mit meinem körperlichen Tod nicht verloren. In dem Maße bin ich unsterblich. Interview mit Professor Hans-Peter Dürr, Quantenphysiker, ehemaliger Leiter des Max-Planck-Instituts für Physik, München, (P.M. Magazin 05/2007)
Dürr erhielt für seine Theorien Unterstützung von dem Heidelberger Physiker Professor Markolf H. Niemz. Dieser glaubt, dass sich nach dem Tod eines Menschen die Seele mit Lichtgeschwindigkeit aus dem Körper verabschiedet und sich in den universellen Quantencode einfügt. Niemz lehrt an der Universität Heidelberg Medizintechnik. Daneben beschäftigt er sich intensiv mit der Nahtodforschung. Letztere lieferte die entscheidenden Impulse für seine These. Zitat aus http://goazin.de/quantenphysik-leben-tod-seele/

Die Nahtodforschung

Ein wichtiges Indiz für das Leben nach dem Tod gibt uns die Nahtodforschung. 1969 veröffentlichte die Ärztin Elisabeth Kübler-Ross ihr Buch „Interviews mit Sterbenden“. Es setzte eine umfassende Diskussion über den Tod im Westen in Gang. Die Ärztin traf auf die erstaunliche Tatsache, dass viele Menschen mit Nahtoderfahrungen während ihres kurzzeitigen Todes in das Jenseits blicken konnten. Sie waren mit ihrer Seele aus dem Körper ausgetreten, hatten Erfahrungen mit dem Jenseits gemacht und konnten nach ihrer Wiederbelebung ausführlich darüber berichten.

1975 schrieb Raymond Moody sein Buch „Leben nach dem Tod“. Darin protokollierte er die Nahtoderfahrungen von 150 Menschen. Viele berichteten, dass sie nach ihrem Tod durch einen dunklen Tunnel geflossen und in eine Dimension des Lichts gekommen waren. In der Lichtwelt trafen sie auf heilige Lichtwesen und auf bereits verstorbene Verwandte. Sie erfuhren Dinge, die sie vorher nicht gewusst hatten. Nach ihrer Nahtoderfahrung stellten viele Menschen ihr Leben vollkommen um und orientierten sich vorwiegend an spirituellen Werten.

Viele Forscher überprüften die Erkenntnisse von Kübler-Ross und Moody. Mit einer Flut von Gegenargumenten versuchte man, die Nahtodforscher zu widerlegen. Im Wesentlichen bestand die Gegenargumentation darin, dass es sich bei den Nahtodvisionen um biochemische (materielle) oder psychische (geistige) Reaktionen des Gehirns auf den sich nähernden Tod handele. Kurz vor dem Tod habe ein Mensch Halluzinationen. Das Gehirn reagiere auf den Tod mit einer Hormonausschüttung.

Einer der Hauptkritiker war der Arzt Michael Sabom. Nachdem er das Buch von Moody gelesen hatte, beschloss er, die Dinge selbst gründlich nachzuprüfen. Der große wissenschaftliche Durchbruch gelang Sabom 1991. Die 35-jährige Pam Reynolds musste am Gehirn operiert werden. Ihr Blut wurde aus dem Gehirn abgeleitet. Die Patientin wurde in einen Kälteschlaf versetzt. Ihr Kopf wurde mit Messgeräten verkabelt. Es wurde festgestellt, dass in dieser halben Stunde in ihrem Gehirn keine Gehirnströme flossen. Die Denktätigkeit war blockiert. Eine Hormonausschüttung war nicht mehr möglich. Halluzinationen konnten nicht mehr geschehen.

Und genau in dieser Zeit hatte Pam Reynolds ihre außerkörperlichen Erfahrungen. Sie schwebte mit ihrer Seele aus dem Körper heraus. Sie beobachtete von oben herab alle Einzelheiten der Operation. Und konnte darüber später Auskunft geben. Dann schwebte sie durch einen Tunnel in eine Lichtwelt. Dort traf sie ihre verstorbene Großmutter und einige andere Menschen. In einem späteren, vom britischen Fernsehen (BBC) dokumentierten Interview erklärte Pam Reynolds, dass sie in der Lichtwelt den Atem Gottes wahrgenommen hatte.

–> Video Pam Reynolds

Das Besondere an dem Fall Pam Reynolds besteht darin, dass hier erstmalig mit modernen Messgeräten nachgewiesen werden konnte, dass das Bewusstsein eines Menschen auch dann denken kann, wenn das Gehirn materiell ausgeschaltet ist. Es muss also ein vom Körper unabhängiges Bewusstsein geben. Körper und Seele sind zwei von einander unabhängige Energiemanifestationen. Anders sind die Erkenntnisse der Wissenschaftler nicht erklärbar.

Der Fall Pam Reynolds wurde bis zum Jahre 2001 in vielen Untersuchungen mit anderen Patienten nachgeprüft (Pim van Lommel/Holland 2001, Sam Parnia/ Universität Southampton 2001). Sie alle bestätigten das Ergebnis von Sabom. Es wurde festgestellt, dass die Nahtoderlebnisse nicht durch biochemische oder geistige Gehirnprozesse verursacht sind. Sie sind unabhängig vom Alter, vom Geschlecht, von der Religion und von dem Land der Menschen.

2003 gab es im Ersten Deutschen Fernsehen (ARD) eine Sendung zur Nahtodforschung. In dem von Walter von Lucadou herausgegebenen Begleitbuch (Dimension Psi) hat Regine Kexel alle wesentlichen Argumente der Befürworter und Gegner der Seelentheorie dargestellt. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass es zu viele Berichte über Nahtoderfahrungen gibt, als dass sie einfach ignoriert werden können: „Kritiker der Nahtodforschung tun sich schwer, einen plausiblen Grund für dieses Phänomen zu finden.“

Weitere Indizien

Die moderne Quantenphysik liefert die theoretische Basis und die Nahtodforschung die praktische Beweisführung. Daneben gibt es aber noch viele weitere Indizien für ein Leben nach dem Tod. Einige Erleuchtete können in der Meditation ihre früheren Leben sehen. Das wird insbesondere von Buddha berichtet.

Bei mir tauchten bei meinem spirituellen Reinigungsprozess in Träumen viele frühere Leben auf. Ich erhielt Informationen, die ich vorher nicht hatte. Insbesondere die Art der Träume veranlasst mich dazu zu glauben, dass es sich um echte frühere Leben handelt. Sie tauchten in einer ganz speziellen Form auf, als Kurzvideos und völlig klar ohne die sonst üblichen traumhaften Verzerrungen. Als ob es Fotos durch meine Augen von der jeweiligen Situation sind. Zuerst hatte ich auf diese Art Träume von Stresssituationen aus meinem derzeitigen Leben. So konnte ich die Wahrheit der Träume überprüfen. Dann hatte ich einen Traum von meiner Geburt und danach tauchten die Träume von früheren Leben auf. Diese Träume waren auch wieder Kurzvideos, ganz klar und ohne traumhafte Verzerrung. Und von einem anderen Yogi erfuhr ich, dass es bei ihm genauso war. Diese Visionen von meinen früheren Leben bringen mich dazu relativ fest an frühere Leben zu glauben. Und wenn es frühere Leben gibt, wird es auch zukünftige Leben geben. Das ist im indischen Yoga die allgemeine Meinung. Viele erleuchtete Meister bestätigen das.

Als meine Mutter 2017 starb, hatte ich noch eine weitere interessante Erfahrung. Einige Tage vor ihrem Tod fiel sie in ein Koma und war nicht mehr ansprechbar. Der Körper reagierte nicht mehr. Ich setze mich neben sie und meditierte. Da spürte ich plötzlich wie sich ihr Bewusstsein mit meinem Bewusstsein verband. Ich merkte, dass sie meine Gedanken verstehen konnte. Ich erklärte ihr, dass diese Fähigkeit darauf hindeutet, dass ihr Bewusstsein vom Körper unabhängig ist. Meine Mutter war Atheistin und glaubte nicht an ein Leben nach dem Tod. Jetzt war sie vom Gegenteil überzeugt.

Ich nahm meine Ukulele und sang dazu eine Stunde lang spirituelle Mantren. Dadurch konnte ich ihr Bewusstsein so weit anheben, dass es in eine glückselige Energie gelangte. Die Energie war so stark, dass auch bei mir sämtliche Trauer über den bevorstehenden Tod meiner Mutter verschwand. Dass diese Glückseligkeit keine Einbildung war, erkannte ich daran, dass der Mund meiner Mutter sich plötzlich zu einem Lächeln formte. Obwohl sie bis dahin mit halb geöffnetem Mund im Koma gelegen hatte. Ich glaube, dass sie mit dieser Glückseligkeit gut durch den Tod gekommen ist. Zwei Tage später starb sie. Und glücklicherweise rief mich kurz darauf meine Bekannte Marita an, die als Erwachte über starke spirituelle Kräfte verfügt und damit andere Menschen nach dem Tod ins Licht bringen kann. Sie visualisierte einen Lichtkanal und bat meine Mutter dort hinein zu gehen. So kam meine Mutter nach ihrem Tod ins Licht, das heißt in eine Bewusstseinsdimension der Erleuchtung.

Ein halbes Jahr später starb meine Freundin Martina. Wir waren zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zusammen und ich hatte einige Wochen nichts mehr von mir hören lassen. Doch genau im Zeitpunkt ihres Todes hatte ich den Impuls in ihrem Hospiz anzurufen, wo mir mitgeteilt wurde, dass Martina gerade verstorben sei. Kurz nach dem Tod ist die Seele sehr offen für fremde Impulse und kann durch Gebete und Mantren ins Licht gebracht werden. Ich nutzte die Situation, machte einen langen Spaziergang durch meinen heiligen Wald, verband mich mit dem Buddha Amitabha im Paradies (im Himmel über mir), visualisierte den goldenen Buddha Amitabha und sang für Martina längere Zeit das Mantra "Om Amitabha". Amitabha ist der Paradiesbuddha, der die Seelen beim Tod ins Paradies bringen kann. Man kann selbst beim Sterben für sich das Mantra denken oder es auch für fremde Menschen singen. Das ist im tibetischen Buddhismus und im Amitabha-Buddhismus eine wichtige Technik.

Ich hatte danach das Gefühl, dass Martina ins Licht gelangt ist. Aber ich war mir nicht sicher. Als ich mich jedoch auf ihr Bild auf meinem Altar konzentrierte, war ich plötzlich mit ihrem Bewusstsein verbunden. Es war als ob sie real in ihrem Bild anwesend ist. Da wusste ich, dass sie zur Erleuchtung gelangt ist, weil sie die Fähigkeit der Allgegenwart erlangt hatte. Erleuchtete können mit ihrem Bewusstsein über eine höhere Dimension alle Menschen spüren, die sich geistig mit ihnen verbinden. Martina hatte diese Fähigkeit für mich deutlich spürbar erlangt. Da erfasste mich eine große Freude.

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Kommentar von Diamir am 18. Juli 2018 um 8:02pm

:-D

Kommentar von Diamir am 18. Juli 2018 um 8:09pm

Das Bewusstsein ist unabhängig vom Körper?
Kann sein. Einer meiner Freunde berichtete in den 90er Jahren er habe vom Zahnarzt Lachgas bekommen.
Er sah sich selber von außen durch das Fenster im Stuhl des Zahnartztes sitzen und sah wie sein Körper dort behandelt wurde.
Es gibt wahrhaftig Dinge, von denen die Schulweisheit nicht zu träumen wagt.

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