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Letzte Nacht träumte ich, ich wäre der Weihnachtsmann und könnte den Menschen alle Wünsche erfüllen. Ich sah mich zur Weihnachtszeit in der Hamburger Innenstadt, bekleidet mit einem roten Weihnachtsmann-Mantel, einer roten Weihnachtsmann-Mütze und einem großen Sack über der Schulter. Jedem, der tief in diesen Sack hineingreift, wird ein Wunsch erfüllt.

Die Wege in der Innenstadt waren voller Menschen. Es herrschte ein großes Gedränge. Ich als Weihnachtsmann fiel kaum auf. Außerdem gab es viele Weihnachtsmänner in Weihnachtsmann-Kostümen. Wie sollten die Menschen erkennen, dass ich der echte Weihnachtsmann war? Sie hätten in den Sack greifen müssen, um die Echtheit zu erkennen. An den Früchten kann man den echten Heiligen erkennen. Und der echte Weihnachtsmann kann wirklich Wünsche erfüllen.

Leider wollte kein Mensch in meinen Weihnachtsmann-Sack hineingreifen. Die Menschen waren mit ihren Weihnachtseinkäufen vollständig beschäftigt. Wer konnte schon ahnen, dass der Griff in einen leeren Sack echtes Glück hervorbringt. Das Geheimnis der Erleuchtung besteht darin, dass sich die Egolosigkeit in innere Fülle verwandelt. Und wer dann noch im umfassenden Geben lebt, in dem entsteht doppelte Fülle, die Fülle der Erleuchtung und die Fülle eines Lebens in der Liebe.

Also zauberte ich viele Geschenke in den Sack hinein. Jetzt war der Sack als Geschenke-Sack erkennbar, auch wenn es sich nun nur um undbedeutende materielle Geschenke handelte. Die Menschen griffen in meinen Weihnachtsmann-Sack hinein und freuten sich über die vielen schönen Dinge. Ein Mensch war allerdings besonders schlau. Als ich mich umdrehte und den Sack für kurze Zeit unbeobachtet stehen ließ, klaute er den ganzen Sack mit allen Geschenken.

Was ist ein Weihnachtsmann ohne seinen Sack voller Geschenke? Mir blieb nur noch mich selbst zu verschenken. Eine Frau brauchte einen Mann. Und da ein anderer Mann gerade nicht zur Hand war, nahm sie den Weihnachtsmann.

Ich beschloss ihr alle Wünsche zu erfüllen. Zuerst wunderte sie sich, denn kaum war in ihren Gedanken ein Wunsch entstanden, manifestierte er sich auf wundersame Weise in ihrem Leben. Sie dachte, dass sie selbst die Fähigkeit der Wunscherfüllung erlangt hatte. Ihr Ego blähte sich riesig auf. Ständig entstanden neue Wünsche in ihrem Geist, ohne dass die Erfüllung der Wünsche sie auf einer tiefen Ebene glücklich gemacht hätte. Glück entsteht nach der Glücksforschung zu 90 % aus der Psyche eines Menschen und nur zu 10 % aus glücklichen äußeren Situationen.

Ich musste meine Strategie verändern, wenn ich die Frau wirklich glücklich machen wollte. Inneres Glück entsteht durch den spirituellen Weg. Ich erfüllte der Frau nur noch manchmal ihre äußeren Wünsche und konzentrierte mich darauf ihr den spirituellen Weg nahe zu bringen. Ich schenkte ihr ein Buch über das positive Denken und zeigte ihr die Technik der Meditation.

Die Frau begann jeden Tag 20 Minuten zu meditieren und beständig an ihren Gedanken zu arbeiten. Dadurch stieg ihr inneres Glück an.

Der zweite große Schritt ins Glück war es, dass ich in mir selbst Glück erzeugte. Oder vielmehr entstand nach vielen Jahren des spirituellen Übens langsam immer mehr Glück in mir. Um mich herum bildete sich ein Energiefeld aus Glück. Alle Menschen, die in mein Energiefeld eintraten, nahmen an diesem Glück teil. Das war eigentlich das größte Geschenk, was ich der Frau machen konnte.

Sie war glücklich in meiner Gegenwart. Und sie war glücklich durch die spirituelle Arbeit an ihrem eigenen Geist. Das ist der doppelte Weg des Glücks. Man umgibt sich mit glücklichen Menschen. Und man praktiziert Meditation und Achtsamkeit auf die eigenen Gedanken. Und wenn man dann diesen Weg mit dem Weg der umfassenden Liebe verbindet, dann wächst man in das Glück der Erleuchtung hinein und wird eines Tages zu einem Weihnachtsmann oder einer Weihnachtsfrau.

Mit diesen Gedanken wachte ich auf. In mir war immer noch Glück. Aber dieses innere Glück machte mich sehr träge. Wie konnte ich aus der Trägheit in die Aktivität kommen? Indem ich mich auf das Leid in der Welt konzentrierte. Wer das Leid bei seinen Mitmenschen sieht, erhält daraus die Kraft zu helfen und aktiv zu werden. Es gibt für jeden Weihnachtsmann noch viel auf dieser Welt zu tun.

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