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Die Bettnachbarin meiner Mutter ist gestorben. Ich bedanke mich bei euch, dass ihr für sie gebetet habt. Das Zimmer wirkt jetzt irgendwie leer. Es fehlt ein Mensch. Ein alte Frau fehlt. Sie war zwar sehr schweigsam, aber trotzdem fehlt sie. Auch sie hatte ich in mein Herz aufgenommen. Sie hatte immer in ihrem Stuhl gesessen und aus dem Fenster des Altenheimes geschaut. Wie sie es zuhause in ihrer Wohnung auch gemacht hat. Das Schicksal vieler alter Menschen in Deutschland. Einfach dasitzen, alt werden und auf den Tod warten.

Bei mir ist das anders. Ich sitze zwar auch einfach nur da und werde langsam immer älter. Aber ich warte nicht auf den Tod. Ich warte auf die Erleuchtung. Das bringt wesentlich mehr Spaß. Vor allem wenn es ein langsames Hineinwachsen in die Erleuchtung ist. Meine Welt verwandelt sich immer mehr in ein Paradies. Einfach dadurch, dass sich mein Bewusstsein verändert. Ich kann immer besser das Schöne in meinem Leben sehen und dankbar dafür sein. Es entstehen immer mehr Frieden, Glück und Liebe in mir. So bringt das Warten Spaß. Immer mehr zu leiden und unglücklich zu werden, finde ich dagegen nicht so schön.

Was kann man dagegen tun. Es ist ganz einfach. Man muss sein Leben nur spirituell ausrichten. Man muss die Übungen finden, die einen täglich ins Glück bringen und spirituell wachsen lassen. Dazu fehlt den meisten Menschen in Deutschland das Wissen und die Kraft. Also helfe ich ihnen. Zum Beispiel durch das wöchentliche Singen mit den Menschen im Altersheim.

Auch diesmal hatte ich mein indisches Harmonium mitgebracht. Ich setzte mich mit meiner Mutter in den Gang vor dem Vogelkäfig und langsam kamen immer mehr alte Frauen hinzu. Viele waren neu. Im Altersheim ist ein ständiges Kommen und Gehen. Ankommen im Altersheim, eine kurze und längere Zeit warten. Und dann weitergehen ins Paradies oder zu einm anderen Ort im Jenseits. Ins Paradies gelangt man nur, wenn man ausreichend spirituell gereinigt ist. Das steht bereits in der Bibel: "Selig (glücklich) sind die im Herzen Reinen, denn sie werden Gott schauen."

https://www.youtube.com/watch?v=bX2qEZYVmm4

Es ist deshalb wichtig, dass ich mit den Alten singe. Das reinigt sie innerlich. Das reinigt ihre Herzen. Es bringt sie spürbar ins Glück und in die Liebe. Auch diesmal, ob ich hart mit den negativen Energien der neu Angekommenen zu kämpfen hatte. Aber zum Schluss saßen sie wieder alle glückselig um mich herum und wollten nicht mehr weggehen.

Ich kam mir vor wie der Meister Samarpan. Nur das um ihn herum viele schöne Frauen sitzen und ihm ihr Leid klagen. Gesundheitsprobleme, Berufsprobleme, Beziehungsprobleme. Er hört geduldig zu und reinigt sie einfach durch seine starke energetische Präsenz. Um mich herum sitzen viele alte Frauen und singen mit mir Kinder- und Wanderlieder. So wachsen sie ins Licht und ich auch. Wobei das Harmonium sehr wichtig ist. Letzte Woche saß ich mit meiner Mutter auf der Bank und sang. Und es kam keiner hinzu. Es fehlte das Harmonium. Erst durch das Harmonium fühlen sie sich wie in einem Konzert und kommen alle angeströmt. Selbst wenn der Musiker öfter falsche Töne produziert. Ich bin sehr dankbar für mein Harmonium.

Zwischendurch gab es Drama. Ein Notfall. Eine alte Frau starb oder wurde plötzlich schwer krank. So genau war das nicht zu erkennen. Mitten durch die Gesangsgruppe wurde eine Krankenhausliege geschoben. Darauf lag eine alte Frau und um sie herum rannten aufgeregt viele Altenpflegerinnen und Sanitäter. Was sollte ich tun? Einfach weitersingen. Auch der kranken oder sterbenden Frau tat die Musik gut. Es war ein Vorgeschmack auf den Himmel, wo die Engel jeden Neuankömmling mit Gesang begrüßen. Jedenfalls glaube ich, dass ich mit meinen erleuchteten Meistern verbunden bin. Ihre Energien fließen beim Singen durch mich durch und segnen die Zuhörer. Das spüre ich und erfahre ich. Insofern bekam die alte Frau auf eine geheimnisvolle Weise einen letzten Segen. Möge ihre letzte Reise erfolgreich sein und sie im Licht ankommen.

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Kommentar von D.Jahnke am 10. März 2016 um 5:57pm

Schön schön schön, denn es heißt auch - Vom Weltgericht - Matthäus 25,31-45

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