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Gestern war ein Freudentag. Mein Weltretterbuch ist erschienen. Und bei Amazon gleich auf Platz 1 unter den entsprechenden Stichworten gelandet. Jetzt kann die Welt gerettet werden. Viele Menschen lesen das Buch. Das Wissen von einer besseren Welt und dem Weg dort hin ist zu den Menschen gebracht. jetzt kann keiner mehr sagen, dass er es nicht gewusst hätte. Als ich entdeckte, wie erfolgreich das Buch im Internet aufgenommen worden ist, erfüllte zwei Stunden eine tiefe Freude mein Herz.

Ich radelte zu meiner Mutter ins Altersheim. Die Sonne schien. Da meine Mutter noch schlief, setzte ich mich erstmal ins Altersheim-Cafe und bestellte eine leckere heiße Waffel mit Eis, Kirschsoße und Schlagsahne. In mir war immer noch Freude. Ich erzählte allen meine alten Freundinnen von meinem erfolgreichen Buch. Sie freuten sich mit mir. Eine alte Frau wollte sich sogar den Titel aufschreiben und das Buch kaufen. Aber da es als Ebook erschienen ist, können es die meisten Senioren nicht lesen. Weil sie keinen Computer haben. Erst die nächste Seniorengeneration wird mit Internet durch das Alter gehen.

Das ist ein großer Vorteil. Man kann sich mit anderen Alten vernetzen und austauschen. Man kann Seniorengruppen bei Facebook gründen. Man kann auch mit jungen Menschen Kontakt haben. Man braucht sich nie zu langweilen. Es gibt Millionen von Büchern zu lesen. Man kann Freunde in aller Welt haben. Man kann stundenlang Videos von Meister Om Om anschauen. Und man kann sein Weltretterbuch lesen, sich mit Gleichgesinnten zusammentun und die Welt retten.

Im Moment steht die Rettung der Welt ohnehin nicht an. Erstmal kommt die große Katastrophe. Die Geburtenexplosion in Afrika und Asien steht noch bevor. Gleichzeitig werden immer mehr Bauern durch die industrielle Landwirtschaft ihren Hof verlieren und in die großen Städte abwandern. Dort werden riesige Slums entstehen. Da die Polizei das nicht mehr kontrollieren kann, werden sich Drogen, Prostitution und Verbrechen weltweit stark ausbreiten. Vielen Staaten werden zusammenbrechen und von Verbrecherbanden übernommen werden. Der Hunger und die Armut werden nicht mehr kontrollierbar sein. Schon jetzt hungern etwa eine Milliarde Menschen und zwei weitere Milliarden leben unter menschenunwürdigen Bedingungen.

In einige Jahrzehnten wird sich auch die Klimakatastrophe voll entfaltet haben. Länder gehen in den Fluten unter. Wüsten entstehen. Wirbelstürme toben über die Welt. Die Welt wird sich über vier Grad erwärmen und das Wetterchaos wird alle Menschen betreffen. Bis auf einige wenige Superreiche, die sich mit ihren Milliarden Dollar in die wenigen sicheren und paradiesischen Gegenden zurückziehen. Sie haben die Welt erfolgreich ruiniert, finanziell abgeschöpft, das Leid ihrer Mitmenschen verdrängt und genießen jetzt ihren sinnlosen Luxus.

Doch dann kommen die Weltretter. Ihr Leid hat ein Ausmaß erreicht, dass sie es nicht mehr ertragen können. Sie haben das Buch von Nils Horn gelesen, organisieren sich, wählen die korrupten Politiker ab und bauen eine neue Welt der Liebe, des Friedens und des allgemeinen Glücks auf. Sie singen jeden Tag spirituelle Lieder und bringen sich dadurch ins Glück. Alle sind nett zueinander. Keiner zettelt mehr Kriege an, beutet seine Mitmenschen aus oder zerstört die Natur. Alle leben in Harmonie mit sich, ihren Mitmenschen und der Natur. Tiere, Pflanzen und Menschen erschaffen gemeinsam das Paradies auf der Erde.

Das sind jetzt ziemlich verrückte Ideen. Wenden wir uns wieder der Gegenwart zu. Die Gegenwart ist das Altersheim. Meine Mutter war inzwischen aufgewacht. Da die Sonne schien, schob ich sie mit ihrem Rollstuhl in den Park und spielte dort auf der Ukulele eine Stunde lang schöne Lieder für sie. Die Senioren im Park, die weit verstreut auf den Bänken und Stühlen saßen, genossen die Musik und applaudierten sogar von Zeit zu Zeit. Sommer, Sonne, Blumen, Bäume, Gras, alte Menschen und ein verrückter Musiker. So erschuf ich das Paradies im Park des Altersheimes. Wenigstens dort und für kurze Zeit.

Dann wurde es meiner Mutter zu warm. Schweißtropfen perlten von ihrer Stirn. Ich schob sie lieber wieder ins kühle Haus, bevor sie noch an Hitzschlag stibt. Ich möchte sie ja noch etwas behalten. Ich habe mich gerade an meine regelmäßigen Besuche gewöhnt. Und meine alten Freundinnen auch. Sie versammelten sich auf unseren gewohnten Singplatz. Und ich gab noch ein Zusatzkonzert. Diesmal ging es eher fröhlich zu. Die Wander- und Kinderlieder erzeugten gute Laune. So kann man auch das Altersheim in einen paradiesischen Ort verwandeln.

Es ging gestern also insgesamt paradiesisch zu. Meine Mutter genoss die Atmospäre und wollte nicht, dass ich wieder zurück in den Yogiwald fuhr. Ich musste mich mit Kraft losreißen. Mein Yogiwald ist in meinen Augen doch noch ein schöneres Paradies als das Altersheim. Jedenfalls gehöre ich noch nicht ins Altersheim, sondern in den Yogiwald. Damit ich noch viele Bücher schreiben kann. Als nächstes ist ein Buch über Glücks-Yoga dran. Damit auch alle Yogis glücklich werden können. So mache ich im Laufe der Zeit alle Menschen glücklich.

https://sites.google.com/site/nilshorn2/weltretter-grundwissen

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Kommentar von miramuun am 17. August 2017 um 7:04pm

Lieber Nils, klingt ja fast zu schön um wahr zu sein ;-) Mich beschleicht indess die Ahnung, beinahe müsste man den Zerstörern dankbar sein, so nach dem Motto: Die zerstörerische Kraft, die Böses will und Gutes schafft. Oder umgekehrt: die Kraft, die Gutes will und Böses schafft.

Kommentar von D.Jahnke am 18. August 2017 um 9:44am
Der Evolutionsplan ist immer im Werde Sein Prinzip aktiv. Die Rettung der Menschheit ist im vollen Gange und wird für jedes Lebewesen abgeschlossen.

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