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Beim Satsang von Pyar saß in der ersten Reihe eine traurige ältere Frau. Sie war seit vielen Jahren regelmäßig zu den Satsangs von Pyar gegangen. Und trotzdem ging es ihr immer schlechter. Ihre Gedanken wurden immer negativer. Das konnte sie seit einigen Jahren klar beobachten. Und wer negative Gedanken hat, bei dem überwiegen negative Gefühle. Er lebt in einer Welt des Leidens.

Die Frau führte ihr negatives Denken auf die vielen negativen Nachrichten im Fernsehen zurück. Früher hatte sie kaum ferngesehen und sich so von der Negativität ferngehalten. Aber seit einiger Zeit übten die Filme im Fernsehen eine starke Sogwirkung auf sie aus und sie war immer stärker in die negative Energie geraten. Jetzt war sie der Meinung, dass die Welt so schlecht ist, wie es die Nachrichten suggerieren.

Pyar versuchte sie davon zu überzeugen, dass in der Welt gute und schlechte Dinge gibt. Das Fernsehen konzentriert sich nur deshalb auf die schlechten Dinge, weil damit die Zuschauerzahlen erhöht werden können.

Ich habe das im Internet beobachtet. In Hamburg gab es zum G20 Gipfel vor einigen Jahren drei Demos. Die eine war von den Linken und hatte 70 000 Teilnehmer. Die zweite von Christen, Grünen und SPD und hatte 10 000 Mitmarschierer. Und die dritte Demo bestand aus 400 Chaoten aus der linksradikalen Szene, die sich eine heftige Straßenschlacht mit der Polizei lieferten und später Autos im Schanzenviertel anzündeten.

Von allen drei Demos gab es Videos auf YouTube. Die linksradikalen Videos hatten einige Millionen Klicks, die Linken etwa 1000 und die Christen etwa 100. Hier können wir deutlich erkennen, wie die Nachrichtenlage durch Angst und Gewalt verfälscht wird. Die Realität ist überwiegend friedlich und die Nachrichten konzentrieren sich auf die Gewalt. So wird das Bewusstsein der Menschen verfälscht und Negativität, Aggressionen und Depressionen breiten sich aus.

Die Frau konnte sich nicht mehr an der sanft fließenden Elbe und dem schönen Hamburger Hafen erfreuen, sondern sah nur noch die stinkenden Schiffe, die mit ihren Abgasen die Umwelt verpesteten. Sie sah die Gewalt unter den Menschen und nicht mehr die Liebe, die es bei der Mehrheit der Menschen gibt. Sie blickte nicht mehr auf die Schönheit auf der Welt, sondern nur noch das Leid. So wird man depressiv. So blockiert man sein inneres Glück. So erfährt man die Welt nicht mehr als Paradies, sondern als Hölle.

Pyar riet der Frau sich auf das Schöne in ihrem Leben zu konzentrieren und das Negative auszublenden, um innerlich glücklich zu werden. Sie sollte mit ständiger Selbstdisziplin ihre negativen Gedanken blockieren. Sie sollte die Sucht nach negativen Energien loslassen und sich dadurch in die Dimension der Erleuchtung erheben.

Das war für die Frau nicht möglich. Sie konnte mit den Vorschlägen nicht wirklich etwas anfangen. Wenn man erst mal in der Negativität verfangen ist, ist es schwer sich daraus zu befreien.

Ich überlegte, wie man der Frau helfen konnte. Der Schlüssel dazu ist mein Konzept der inneren Verspannungen. Die inneren Verspannungen sind der tiefere Grund für das negative Denken. Ist ein Mensch innerlich verspannt, hat er eine Neigung zu negativem Denken. Er denkt automatisch negativ und hat es sehr schwer diese innere Tendenz zu überwinden.

Der einfachste Weg schnell positiv zu werden ist es genau zu spüren, wie man im jeweiligen Moment am besten in eine gute Energie kommen kann. Das kann eine Entspannungspause, ein Spaziergang, etwas Yoga oder Sport, eine schöne Musik, ein schöner Film oder ein gutes Essen sein. Das kann auch ein Gespräch mit einem Freund oder ein gutes Buch sein. Das kann natürlich auch das genaue Nachdenken über ein Problem und die Besinnung auf die positiven Lebensziele sein.

Die inneren Verspannungen kann man durch vielfältige Techniken überwinden. Man muss genau hin spüren, welche Technik im Moment am besten funktioniert. Will man langfristig erfolgreich sein, braucht man einen guten Tagesplan mit spirituellen Übungen. Dieser Plan kann aus einer positiven Tagesbesinnung am Morgen, einem kleinen spirituellen Ritual, einem guten Tagesplan mit vielen Erholungspausen, einem Nachdenken über den Tag und einer kleinen Meditation am Abend bestehen. Und natürlich muss dieser Plan über längere Zeit konsequent umgesetzt werden. Dafür kann man sich Unterstützung durch andere Menschen oder einer spirituellen Gruppe holen.

Ich habe mit so einem Tagesplan vor 36 Jahren eine Depression überwunden und bin damit zur Erleuchtung gelangt. Ich lebe konsequent nach einem spirituellen Tagesplan und kann meinen Geist dadurch auch in schwierigen Zeiten meistens im positiven Bereich halten. Ein spiritueller Tagesplan ist das große Geheimnis des inneren Glücks. Das hat schon mein Meister Swami Sivananda gelehrt. Und es ist die Essenz der modernen Glücksforschung.

Dieses Wissen brauchen viele Menschen in der heutigen Zeit. Plötzlich wurde mir klar, dass meine Erfahrungen wichtig sind. Manchmal fühle ich mich klein und bedeutungslos. Aber jeder Mensch hat im Plan des Lebens seinen Platz und seine Aufgabe. Mögen wir alle jeder auf seine Art zum Aufbau einer glücklichen Welt beitragen.

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Kommentar von Diamir am 27. Mai 2019 um 4:01pm

Jemand hat mal gesagt wer depressiv ist sieht nur die dunklen Steine des Puzzels.

Dagegen kann man angehen, z. Bsp. mit dem Morgengebet des Ptaah.

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