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Selbstverwirklichung bedeutet laut Wikipedia die möglichst weitgehende Realisierung der eigenen Ziele, Sehnsüchte und Wünsche mit dem übergeordneten Ziel, „das eigene Wesen völlig zur Entfaltung zu bringen“ (Oscar Wilde), sowie – damit verbunden – die möglichst umfassende Ausschöpfung der individuell gegebenen Möglichkeiten und Begabungen (Talente).

Das eigene Wesen völlig zur Entfaltung zu bringen bedeutet die Erleuchtung zu verwirklichen. In jedem Menschen steckt das Erleuchtungspotential, die Buddhanatur, die Verwirklichung eines Lebens im Licht.

Zu Beginn meines spirituellen Weges bekam ich eine tiefe Einweihung. Ich meditierte im Liegen in meinem Bett, als aus dem Becken in der Mitte meines Körper langsam eine dicke Energiesäule hochstieg. Diese Energiesäule durchstieß die Knotenpunkte aller meiner Chakren. Sie öffnete alle meine Chakren (Energiezentren im Körper). Je höher sie in meinem Körper stieg, desto ruhiger wurde ich.

Als die Energiesäule meinen Kopf erreicht hatte, gab es plötzlich einen Bewusstseinsumschwung. Mein Ego löste sich vollständig auf und ich befand mich in einer höhere Dimension aus absolutem Frieden, höchstem Glück, Liebe und Wahrheit. Ich war eins mit allem, aber es gab mich trotzdem noch als eigenständiges Bewusstsein.

Diese Erfahrung nennt man im Yoga die Vereinigung von Shiva und Shakti und im Christentum die mystische Hochzeit. Es ist das höchste spirituelle Ziel. Ich bekam gleich zu Beginn meines spirituellen Weges einen Geschmack vom spirituellen Ziel. Ich verweilte eine Zeitlang im höchsten Bewusstseinszustand.

Es fühlte sich so an, als ob ich in die höchste Dimension im Jenseits eingetreten war. Im Yoga spricht man von Sathyaloka, dem Ort der höchsten Wahrheit. Im Buddhismus nennt man es einfach Parinirvana und im Christentum gibt es viele Begriffe dafür (Paradies, Sitzen bei Gott, Einssein mit Gott).

Als ich später zurück in mein Körperbewusstsein kam, wurde mir bewusst, dass ich jetzt das Ziel aller Seelen kannte. Es war mir ganz klar, dass dieses das Endziel aller Inkarnationen ist. Ich kannte jetzt das Ziel, die spirituelle Selbstverwirklichung. Durch die Kenntnis vom großen Ziel konnte ich meinen Weg finden.

Später hatte ich noch viele verschiedene Erleuchtungserfahrungen. Einige Zeit später machte ich einige Yogaübungen im Stehen. Plötzlich öffnete sich der Himmel über dem Scheitelchakra und eine starke Energie floss in mich hinein und füllte mich vollständig mit Licht. Ich war so stark mit Licht gefüllt, dass sich auf meinem Kopf eine Energieflamme bildete, wie sie manchmal auf Buddhastatuen dargestellt wird. Ich hatte den Gedanken, dass es sich hierbei um ein Herabkommen des Heiliges Geistes handelte, wie er im Pfingstereignis beschrieben wird.

Noch etwas später stieg wieder bei einigen Yogaübungen im Stehen eine dicke Energiesäule in mir hoch. Sie blieb aber nicht im Kopf, sondern ging über den Kopf hinaus bis in den Himmel. Sie kam vom Himmel wieder herab, floss an der Außenseite meines Körpers an mir herunter und verband mich mit der Einheit des Kosmos.

Bei einer vierten Erfahrung erschien am Himmel ein großes Auge. Diese Vision sagte mir, dass ich in meinem Leben geführt werde. Der Weg der spirituellen Selbstverwirklichung ist lang und geht durch viele schwierige Wegstrecken. Es ist gut, wenn man den Schutz der erleuchteten Meister hat. Sie erschienen mir auch später in meinen Träumen und gaben mir viele Einweihungen und Hinweise für meinen Weg.

In einer meiner Erleuchtungserfahrungen fragte ich mich, wie man den Weg dort hin findet. Denn ich neigte dazu immer wieder aus diesen glücklichen Zuständen herauszufallen. Ein Weg ist es einen Begriff für diesen Zustand zu finden und ihn später als Erinnerungshilfe zu benutzen. Man denkt ihn als ein Mantra und kommt so immer wieder schnell in die Erleuchtung hinein. So ein Begriff kann Erleuchtung, Shiva, Buddha oder Gott sein.

Diese Technik setzt aber voraus, dass man den Zustand der Erleuchtung bereits kennt und sich auf einer hohen Bewusstseinsebene befindet. Wenn man noch keine Erleuchtung erfahren hat, dann kann man sich an den Begriffen Wahrheit und Liebe orientieren. Wenn man konsequent aus der Wahrheit und der umfassenden Liebe heraus lebt, führt einen das Leben (oder das Unterbewusstsein) zur spirituellen Selbstverwirklichung. Das kann aber einige Leben dauern. Es hängt davon ab, wie weit man spirituell entwickelt ist. Jedenfalls wird man sich nicht auf dem spirituellen Weg verlaufen, sondern immer weiter ins Licht wachsen.

Als eine gute Technik empfand ich auch die Visualisierung als Buddha in der Meditation, die Visualisierung der Natur beim Spazierengehen und das tägliche Senden von Licht an alle Wesen. Aber Techniken alleine führen uns nicht zum Ziel. Wichtig ist es auch, dass die Gnade mit uns ist. Die Gnade ist mit uns, wenn wir uns regelmäßig mit unserem erleuchteten Meister (spirituellen Vorbild) verbinden, unseren Mitmenschen Gutes tun (in der Liebe leben) und konsequent unseren spirituellen Weg gehen.

Wichtig ist es, dass wir uns nicht nur als Buddha und in der Einheit der Natur visualisieren, sondern dass wir uns auch genau selbst leben. Wir sollten spüren, was unsere persönliche Natur ist und welche Lebensweise uns entspricht. Wenn wir genau uns selbst leben, dann entsteht in uns eine große Kraft. Wir entspannen uns tief in uns selbst, weil wir eins mit unserer Urnatur sind. Wir sind eins mit der Liebe und der Wahrheit. Wir sind in Harmonie mit uns selbst. Dadurch entsteht Glück in uns.

Ich rate also dazu genau den persönlich passenden spirituellen Weg zu finden. Wir sollten uns nicht in spirituellen Dogmen verlieren, sondern genau herausfinden, was uns gut tut und auf dem spirituellen Weg voranbringt. Die spirituelle Selbstverwirklichung ist eine Form der Selbstverwirklichung. Wir zwingen unser Bewusstsein nicht in eine fremde Form, sondern wir gehen den Weg, der in der Tiefe genau zu uns selbst führt.

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