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Die Lehre von den fünf Elementen ist ein grundlegendes Modell der psychischen Heilung und der spirituellen Entwicklung. Es gibt sie in verschiedener Ausprägung in vielen großen Kulturen der Welt. Sie ist die Grundlage der mittelalterlichen Alchemie und die Basis des Tarot. In China wurde sie vom Taoismus gelehrt und die Grundlage eines energetischen Heilsystem sowie des I Gings. Im Buddhismus gibt es die fünf Meditations-Buddhas, die die wichtigsten Eigenschaften zur Erlangung der Buddhaschaft verkörpern. Im indischen Yoga finden wir die fünf Elemente in den Chakren, die jeweils mit bestimmten Gottheiten verbunden sind.

Die fünf Elemente sind Erde, Feuer, Wasser, Luft und Raum. Die dazu gehörigen Eigenschaften sind Frieden, Kraft, Liebe, Freude und Weisheit. Der Begriff Weisheit verweist uns auf das erleuchtete Sein, das Leben in der Einheit des Kosmos, das Leben im Licht. Wenn wir die Weisheit der Erleuchtung erlangen, dann werden wir zu einem Weisen, einem Erleuchteten (Buddha, Gott, Göttin), einem Heiligen. Dann sind wir innerlich geheilt und haben das Ziel des Lebens erreicht.

Für den Weg der Heilung brauchen wir die Eigenschaften Weisheit (einen klaren Verstand, inneres Gespür), Selbstdisziplin, inneren Frieden, umfassende Liebe und Lebensfreude (im richtigen Maß). Der indische Meister Sai Baba spricht von den fünf Eigenschaften Prema (Liebe), Shanti (Frieden), Sathya (Wahrheit), Dharma (Richtigkeit, Selbstdisziplin) und Ahimsa (Gewaltlosigkeit, erleuchtetes Sein).

Das Spannende für den Weg der psychischen Heilung und den Weg der Erleuchtung besteht darin, dass egal wo wir sind und wie es uns gerade geht, uns immer mindestens eines der Elemente weiterhilft. Haben wir ein psychisches Problem, dann können wir überlegen, ob wir jetzt Weisheit, Selbstdisziplin, Liebe, Glück oder Ruhe brauchen.

Zu jedem Element gehören bestimmte positive Sätze und Verhaltensweisen. Inneren Frieden können wir erlangen, indem wir meditieren, uns etwas Ruhe gönnen, äußere Wünsche loslassen und die Dinge so annehmen, wie sie sind. Weisheit entwickeln wir, indem wir klar über die Situation nachdenken und einen Lösungsweg finden. Wir sollten in uns hinein spüren, unser Herz und unser Bauchgefühl befragen. Und dann unseren Weg der Richtigkeit finden, der auf der harmonischen Verbindung von Verstand und Gefühl beruht.

Haben wir unseren Weg der Wahrheit gefunden, dann sollten wir ihn mit Ausdauer und Selbstdisziplin bis zum Ziel gehen. Dafür gibt es als Vorbild den Buddha der Kraft und im Tarot das Symbol der Stäbe. Als Chakra gibt es das Solarplexus-Chakra (Kraft-Chakra) mit dem Gott Shiva als Helfer. Tägliche Yogaübungen, Gehen und Sport helfen uns unsere innere Kraft zu entwickeln.

Wenn wir inneren Frieden, Weisheit und Selbstdisziplin besitzen, dann brauchen wir noch den Weg der umfassenden Liebe, um zur Erleuchtung und zur vollständigen inneren Heilung zu kommen. Wir sollten jeden Tag einem anderen Wesen etwas Gutes tun, uns als Bodhisattva (Karma-Yogi, Buddha der Liebe) verstehen und im Schwerpunkt für das Glück aller Wesen leben. Wir sollten allen Wesen auf dem Weg der Erleuchtung helfen und werden dadurch selbst erleuchtet.

Als letztes Element brauchen wir noch etwas Lebensfreude, Lockerheit und Leichtigkeit. Wenn wir zu angespannt unseren Weg der Heilung und Erleuchtung gehen, dann kann gerade diese Angespanntheit unsere Energie blockieren. Buddha lehrte den mittleren Weg aus der klugen Verbindung von Selbstdisziplin und Lebensgenuß. Damit gelangte er zur Erleuchtung. Es ist also gut auch etwas Freude, Genuß, Spaß und Heiterkeit in unseren Weg einzufügen. Wir können uns auch direkt auf das Glück konzentrieren und uns fragen, was uns jetzt glücklich macht. Ein Erleuchteter lebt im Glück und aus dem spontanen Sein, dem spontanen Glücksimpuls heraus.

Die genaue Zuordung der Eigenschaften zu den fünf Elementen ist in den spirituellen Systemen unterschiedlich. Im Tarot gibt es die Symbole Stab (Kraft), Schwert (Ego opfern), Kelch (Energie, inneres Gespür), Münzen (Glück, Reichtum) und die großen Arkana (Erleuchtung, der heilige Narr). Im Yoga bringt uns das Wurzelcharka zum inneren Frieden (eine gute Erdung), das Unterbauch-Chakra erweckt unsere Lebensenergie (Wasser), das Solarplexus-Chakra gibt uns Feuer (Lebenskraft), das Herz-Chakra bringt uns in die Energie der Liebe und die drei oberen Chakren (Hals, Stirn, Scheitel) verbinden uns mit dem Erleuchtungsbewusstsein.

Die fünf Meditations Buddhas (Dhyani Buddhas) sind der blaue Buddha (Kraft), der weiße Buddha (Weisheit), der grüne Buddha (Liebe), der gelbe Buddha (Glück, Fülle) und der rote Buddha (Feuer, im Licht leben, Klarheit, Liebe, positives Denken).

Wikipedia: Die Fünf-Elemente-Lehre ist eine daoistische Theorie zur Naturbeschreibung. Die Fünf-Elemente-Lehre untersucht die Gesetzmäßigkeiten, nach denen dynamische Prozesse (Wandlungen) im Bereich des Lebendigen ablaufen, betont also Werden, Wandlung und Vergehen. Die fünf Elemente Holz, Feuer, Metall, Wasser und Erde sind unmittelbar aus der Natur abgeleitet. Aus ihren (abstrahierten) Eigenschaften wird auf die Beziehungen zwischen Erde, Mensch und Himmel und innerhalb dieser Sphären geschlossen. Die lange Tradition der Fünf-Elemente-Lehre wirkt in die chinesische Philosophie und ist von Bedeutung im Shiatsu, Feng Shui, Taijiquan, Xingyiquan, Qigong. Weitere Wirkungen hat sie in der traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), der Akupunktur und ganzheitlichen Ansätzen der neueren westlichen Medizin. Der Buddhismus kennt die Elemente Erde, Wasser, Luft, Feuer und Leere als Fünf Elemente. Diese Lehre unterscheidet sich von der daoistischen. Die antike griechische Philosophie entwickelte die Vier-Elemente-Lehre mit den Elementen Luft, Feuer, Wasser und Erde und teilweise dem Äther als Quintessenz und fünftem Element.

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