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Adi Divya Joti Maha Kalima Namah. Wir verneigen uns vor der großen göttlichen Urmutter, welche sich als ursprüngliches Licht manifestiert hat und das ganze Weltall durchdringt. Dies ist die große Aussage im Yoga, wie der meisten mystischen Traditionen der verschiedensten Religionen und Kulturen. Hinter allem steckt eine höchste göttliche Wirklichkeit. Das Universum, so, wie wir es wahrnehmen, ist nicht ein Universum nur aus Materie, ist nicht nur ein Universum getrennt von allem, ist nicht etwas, was irgendwie zufällig entstanden ist, auch wenn das Universum Naturgesetzen folgt, sondern hinter dem ganzen Universum steckt eine göttliche Kraft. Hinter dem ganzen Universum steckt ein kosmisches Bewusstsein, man kann es Brahman nennen oder anders, und aus diesem Bewusstsein heraus hat sich eine göttliche Kraft manifestiert, wir können diese Shakti nennen, wir können diese Maya nennen, wir können sie Prakriti nennen, wie auch immer wir sie nennen wollen, aber diese Kraft stammt aus Brahman, ist letztlich eins mit Brahman, und projiziert aus sich selbst heraus dieses Universum. Und das ist dann nicht nur eine Theorie, sondern letztlich kann es zur lebendigen Erfahrung werden. Und diese lebendige Erfahrung der Gegenwart des Göttlichen ist vielleicht die schönste Erfahrung, die ein Mensch machen kann, ist die heilendste Erfahrung, die ein Mensch machen kann, die inspirierendste Erfahrung, die ein Mensch machen kann, eine Erfahrung, die einen Menschen mit Freude, mit Energie, mit neuer Erkenntnis füllen kann. Und aus dieser großen Aussage der Schriften, aus dieser Behauptung der Meister, können wir Übungen machen immer wieder im Alltag. Natürlich, gerade das Hatha Yoga ist ja darauf ausgerichtet, dass man zwischendurch solche Momente der Gegenwart des Göttlichen erfährt. Grundlose Freude, Ausdehnung des Geistes, Verbundenheit, irgendwelche Lichterfahrungen, Schwingungen im Herzen oder in der Wirbelsäule, Ausdehnung. Natürlich, auch das Mantrasingen ist darauf ausgerichtet, insbesondere, wenn man nicht nur so sanft flüstert, sondern wirklich mitsingt, dass das das Herz öffnet, sodass wir im Inneren Liebe spüren, dass wir nicht nur im Inneren spüren, sondern irgendwo so eine Ausdehnung und Verbindung spüren. So ist die Meditation ausgerichtet. So ist also alles, was wir im Yoga machen, geht auch darum, dass wir eine Erfahrung machen, wir nennen es Transzendenz, also über das hinausgehen, was so alltäglich ist. Wir können das aber auch außerhalb unserer Yogapraktiken auf dem Kissen oder auf der Matte machen. In jedem Moment können wir schauen, können wir das Göttliche wahrnehmen? Wenn ihr in der Mittagspause spazieren geht, dann, gerade jetzt, die Blätter fangen an, rot sich zu färben, und dann irgendwann gibt es andere, die gelb sich färben, und heute und morgen ist wunderschönes Wetter dabei, da kann man den Himmel anschauen und die Vögel und die Sonne und das Gras, und da können wir immer wieder spüren: Ist dort jetzt die Gegenwart des Göttlichen spürbar? Auch wenn man einen Menschen ansieht, können wir auch einen Moment lang schauen: Ist dort die Gegenwart des Göttlichen spürbar? Wenn wir essen, können wir schauen: Ist über den Prozess des Essens das Göttliche spürbar? Wenn wir irgendetwas lesen, können wir überlegen: Ist in diesem Buch göttliche Gegenwart spürbar? Das fällt vielleicht leichter, wenn es eine Yogaschrift ist oder eine andere Heilige Schrift, wenn es geschrieben worden ist von einem großen Meister, der in seine Worte auch spirituelle Kraft hineingesetzt hat. Wir können, wenn wir ein Bild anschauen, insbesondere, wenn es ein Symbol des Absoluten oder des Göttlichen oder eines Meisters ist, können wir auch einen Moment innehalten und fragen: Ist dort jetzt die göttliche Gegenwart spürbar? Swami Sivananda hat in einem seiner Werke gesagt: „Beginne den Tag mit Gott, ende den Tag mit Gott und fülle den Tag mit Gott.“ Beginne – können wir mit Gebet, mit Meditation, mit irgendeiner spirituellen Praxis machen. Genauso, wir können den Tag enden mit einer Meditation, einem Gebet, einer Asana, Pranayama. Also, wir können den Tagen enden mit Gott und am Tag immer wieder uns daran erinnern.

Hari Om Tat Sat

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Tags: Durga, Kali, Mutter

Kommentar von Claudia Shakti Middeldorf am 13. Januar 2012 um 3:59pm

Ein wunderbarer Beitrag - vielen Dank.

Eine klitzekleine Anregung hätte ich noch - mir fiele das lesen wesentlich leichter und auch das aufnehmen des geschriebenen Wortes, wenn der Text in Abschnitte gegliedert wäre.

Om shanti

Kommentar von Bettina Kallausch am 14. Januar 2012 um 11:45pm

Wunderbare und inspirierende Betrachtungen- vielen Dank! Mit größerer Schrift und Abschnitten wäre es in der Tat noch besser lesbar.

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