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Um auf dem spirituellen Weg zu siegen, brauchen wir fünf Eigenschaften.

Die erste Eigenschaft ist die Weisheit. Wir müssen erkennen, was das Wesentliche im Leben ist. Buddha spricht in seinem achtfachen Pfad von der richtigen Erkenntnis. Erkenntnis ist die die Basis des spirituellen Weges. Erkenntnis bedeutet zwischen richtig und falsch im Leben unterscheiden zu können.

Richtig ist ein Weg dann, wenn er zu Frieden, Liebe und Glück führt. Falsch ist ein Weg dann, wenn er uns oder unsere Mitmenschen in Unglück, ins Leid, in die Verzweiflung führt. Es ist ganz einfach zu erkennen, wann ein Weg richtig ist. Wir spüren in uns Herz. Es sagt uns was wir wollen. Wir fragen unsere Vernunft. Wir überlegen, wie sich eine Entscheidung langfristig auswirkt. Wir stellen uns vor, wo wir durch unsere Entscheidung in fünf, in zehn Jahren oder am Ende unseres Lebens stehen werden.

Hat sich unser Leben dann glücklich entwickelt? Gibt es dann Gesundheit, Liebe, Frieden, Glück und Zufriedenheit in unserem Leben? Sind wir der Erleuchtung, der spirituellen Entwicklung, dem Paradiesbewusstsein näher gekommen? Erfahren wir dann unsere Welt als Paradies oder als Hölle?

Erleuchtung bedeutet, dass wir mit spiritueller Energie gefüllt sind. Wir sind voller Licht, strahlen Licht aus und leben im Licht. Der Weg zur Erleuchtung besteht darin, dass wir unsere Energieblockaden auflösen und unsere innere Energie wachsen lassen. Damit unsere spirituelle Energie wächst, müssen wir ein entsprechendes Leben führen.

Buddha spricht vom richtigen Leben. Ein richtiges Leben ist ein Leben in der Ruhe, in der Liebe und im beständigen spirituellen Üben. Wir sollten beständig achtsam auf unsere Gedanken sein. Wir sollten jeden Tag spirituelle Praktiken wie Meditation, Gehen und Lesen ausüben. Wir sollten nach einem spirituellen Tagesplan leben.

Wie erlangen wir Weisheit? Weisheit erlangen wir dadurch, dass wir uns, unser Leben und unsere Gefühle jeden Tag genau beobachten. Wir denken über uns und das Leben nach. Wir lernen, was gut und was schlecht für uns ist. Wichtig ist es in der Wahrheit zu leben. Wir sollten weder uns noch unsere Mitmenschen belügen. Sonst gerät unser Geist in Verwirrung. Unser Unterbewusstsein kann irgendwann nicht mehr zwischen richtig und falsch unterscheiden. Wir werden ein Opfer unserer Süchte, Ängste und Aggressionen.

Höchste Weisheit besteht darin, das Ziel der Erleuchtung zu kennen. Wenn wir einmal die Erleuchtung erfahren haben, dann wissen wir, was der tiefere Sinn des Lebens ist. Wenn wir keine Erleuchtungserfahrung haben, können wir uns an den Menschen orientieren, die diesen Zustand kennen. Wir können in den Schriften Buddhas lesen und seinen Worten vertrauen.

Wenn wir das Ziel des Lebens kennen, besteht der nächste Schritt darin konsequent den Weg zu gehen. Dazu brauchen wir die Eigenschaft Selbstdisziplin. Wir brauchen einen klaren Entschluss und einen klaren Weg. Der klare Entschluss besteht darin den buddhistischen Weg zu gehen. Wir nehmen Zuflucht zu Buddha als Vorbild, zum Dharma als spirituellen Weg und zur Sangha als unserer spirituellen Gemeinschaft.

Wir entwickeln die richtige Anstrengung, damit wir unser Ziel erreichen. Wir betrachten die Möglichkeiten in unserem Leben und unsere persönlichen Fähigkeiten. Wir überlegen uns einen spirituellen Weg, den wir gehen können. Wir überfordern uns nicht und unterfordern uns nicht. Wir gehen jeden Tag den Schritt, den wir gerade gehen können. Auch mit kleinen Schritten kann man ein Ziel erreichen.

Wenn wir große Schritte machen, erreichen wir schnell unser Ziel. Wir können jeden Tag mit einem kleinen spirituellen Ritual beginnen. Und wir können eine Zeitlang als Yogi oder Mönch leben und schnell spirituell wachsen. Buddha hat sechs Jahre in der Abgeschiedenheit meditiert, bis er die Erleuchtung erreichte. Im tibetischen Buddhismus gibt es das Drei Jahres Retreat. Im Zen-Buddhismus gibt Meditationswochen, Wochenenden oder Tage.

Die dritte Eigenschaft ist die Liebe. Wir sollten Liebe zu unserem spirituellen Weg entwickeln. Wir sollten uns immer wieder klug motivieren. So bleiben wir auf unserem Weg. Ich motiviere mich durch meine Vorbilder, ihre Texte, meine spirituellen Gruppen und durch das klare Nachdenken. Ich denke immer wieder über mich und mein Leben nach. Ich finde einen positiven Tagessatz, der mir Kraft für den Tag gibt.

Unsere Liebe sollten wir auf alle Wesen ausdehnen. So kommen wir in ein Leben in der Liebe. Wenn wir unseren Mitmenschen mit Liebe begegnen, strahlt die Liebe auf uns zurück. Wenn wir allen Wesen Gutes tun, erhalten wir ein gutes Karma. Wenn wir allen Wesen Glück wünschen, entsteht Glück in uns selbst.

Die vierte Eigenschaft ist die Freude. Wir sollten nicht nur an andere, sondern auch an uns selbst denken. Wir sollten gut für uns sorgen. Wir sollten so leben, dass wir uns wohl fühlen. Wir sollten regelmäßig kleine Elemente der Freude in unseren Alltag einbauen. So bleibt unser Geist positiv. Wir sollten auch in unseren spirituellen Weg Freude einfügen. Wir können singen, schöne Rituale praktizieren und Feste feiern.

Die fünfte wichtige Eigenschaft auf dem spirituellen Weg ist der innere Frieden. Der innere Frieden ist die Grundlage für das innere Glück und das spirituelle Erwachen. Durch ein Leben in der Ruhe und im Frieden bewahren wir unsere spirituelle Energie.

Inneren Frieden erhalten wir durch die Achtsamkeit auf unsere Gedanken und Gefühle. Gedanken und Gefühle hängen zusammen. Wenn wir Gedanken des Friedens in uns pflegen, wird sich ein Gefühl des Friedens entwickeln. Im Buddhismus ist es deshalb wichtig nirgends anzuhaften, die Dinge so anzunehmen wie sie sind und Gelassenheit und Gleichmut zu üben.

Neben der Gedankenarbeit ist die tägliche Meditation wichtig für den inneren Frieden. In der Meditation kommen unsere Gedanken und Gefühle zur Ruhe. Wenn wir genug Zeiten der Meditation in unser Leben einbauen, erhalten wir ein Leben im inneren Frieden. Welche Meditation wir praktizieren, bleibt uns überlassen. Wir sollten herausfinden, was uns gut tut. Wir können auch Spazieren gehen, Yoga machen, eine entspannte Musik hören oder einfach nur über uns nachdenken und die Gedanken treiben lassen.

Die Lehre von den fünf Eigenschaften findet sich in vielen Religionen der Welt. Im tibetischen Buddhismus gibt es die fünf Meditationsbuddhas. Es gibt einen Buddha der Kraft, der Liebe, des Friedens, der Weisheit und der Fülle. Jeder Buddha hat eine entsprechende Farbe (weiß, blau, rot, gelb, grün) und eine entsprechende Handhaltung. Wir meditieren auf den Buddha, dessen Eigenschaft wir gerade brauchen. Wir stellen uns seine Eigenschaft in uns vor. Wir finden ein Mantra, dass diese Eigenschaft in uns erweckt. Wir denken solange unser Mantra, bis wir in der Liebe, der Kraft, dem Frieden, der Freude und der Weisheit sind.

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