Deutsches Yoga-Festival 2025. Der „Weiße-Tantra“ Workshop geht zu Ende. Die Leiterin beginnt sich bei all jenen zu bedanken, die den Tag mitgestaltet haben: bei den Monitoren, den Teilnehmern... Die Liste ist lang. Aber mit keinem Wort erwähnt sie Yogi Bhajan*! Kein Wort für diesen Mann, dank dem wir hier sitzen und das Weiße-Tantra praktizieren konnten! Der Mann, der uns vor fast 57 Jahren den Weg zum Kundalini-Yoga eröffnet hat! Kein Wort für diesen Mann, der seine Gesundheit geopfert hat, seine Familie aufgegeben hat, um uns sein Fachwissen weiterzugeben! Wäre er nicht gewesen, hätten wir Kundalini-Yoga niemals kennengelernt, geschweige denn, es zu praktizieren!
Ich stehe auf, gehe auf die Bühne und setze mich vor der Leiterin. Auf Deutsch frage ich sie, warum sie Yogi Bhajan in ihrer Dankesrede nicht erwähnt hat. Jemand übersetzt meine Worte. Ich spüre, wie sich meine Augen mit Tränen füllen, und mein Herz weint. Wie könnte sie in ihrer Dankesrede die für uns Kundalini-Praktiker wichtigster Lehre nicht erwähnen?
Ich bekomme keine Antwort ...
Meine Fragen zu der Affäre um Yogi Bhajan:
Anfang 2020 erscheint ein Buch von Pamela Dyson, ehemaligen Sekretärin Yogi Bhajans. Darin beschreibt sie ihre angebliche Liebschaft mit ihm. In der Kundalini-Yoga-Szene bricht die Welt zusammen. Es wurde viel diskutiert und spekuliert. Damals, wie auch heute, glaube ich nicht an diese Beschuldigungen. Vieles war zu spekulativ, um die Geschichte als glaubwürdig hinzunehmen.
Ist es ein Zufall, dass zur gleichen Zeit andere spirituelle Lehrer und Vorbilder – darunter Sachalin-Mönche, Dalai Lama und Swami Sivananda – mit ähnlichen Beschuldigungen in den Dreck gezogen wurden? Was soll das bezwecken?
Ist es ein Zufall, dass das, was Frau Dyson in ihrem Buch beschreibt, genau dem entspricht, was die ehemalige Sekretärin von Osho (früher Bhagwan) in ihrem Buch beschrieben hat? Wurden die Anschuldigungen von Frau Dyson bereits vor Jahren von einem Gericht abgelehnt? Warum werden die Behauptungen erst jetzt, 16 Jahre nach Yogi Bhajans Tod, erhoben? Was war in den Jahren zuvor, als Yogi Bhajan noch lebte? Sicherlich gab es einige, die nur darauf gewartet haben, gegen ihn auszusagen, wie sich im späteren Verlauf der „Untersuchung“ gezeigt hat.
Nachdem ich meine Sicht der Dinge in den sozialen Medien geäußert hatte, wurde ich angegriffen. Genervt von der Situation habe ich eine systematische Familienausstellung zum Thema „Frau Dyson und ihr Verhältnis zu Yogi Bhajan“ aufgestellt. Dabei hat sich gezeigt, dass ihr Buch heiße Luft ist und es sich um ein Geschäft handelt. Yogi Bhajan hatte mit der Dame außer beruflichen Kontakten nichts zu tun.
Dazu habe ich eine Sache erfahren, über die in den Kundalini-Yoga-Kreisen nie gesprochen wurde. Nanak Dev Singh, ein Gatka-Lehrer und privater Sicherheitsmann von Yogi Bhajan, hat uns bei seinem letzten Workshop (um 2014) erzählt, dass einige Attentate auf Yogi Bhajan verübt wurden, die jedoch verhindert werden konnten. Wer Yogi Bhajan umbringen wollte und warum, hat Nanak Dev Singh nicht gesagt. Diese Tatsache wirft ein neues Licht auf den Komplott gegen Yogi Bhajan.
Die Fähigkeit, Verleumdung zu erkennen und dies kundzutun, erfordert Courage und zeugt von Respekt gegenüber den betroffenen Menschen. Aber sie trägt dazu bei, unsere guten Eigenschaften zu bewahren und Einheit und Freundlichkeit in der Gesellschaft zu schützen. Denn eine Lüge, die tausendmal wiederholt wird, wird zur „Wahrheit“.
Mit diesem Artikel möchte ich die verschwiegene Seite der Beschuldigungen gegen Yogi Bhajan beleuchten. Bis heute werden unglaubliche Geschichten über Yogi Bhajan erzählt. Beispielsweise soll seine Ehefrau berichtet haben, ihn mit einer anderen Frau im Bett erwischt zu haben. Wenn sie eine Amerikanerin wäre, könnte ich es noch glauben. Wenn man jedoch die Mentalität der Inder, insbesondere der älteren Generation, kennt, weiß man, dass sie so etwas niemals erzählen würden.
In der „modernen“ Gesellschaft gibt es die Tendenz, die Lebensart guter Menschen trotz ihrer Aufrichtigkeit und Freundlichkeit mit Verleumdungen zu belasten. Leider gibt es Menschen, die nicht widerstehen können, Gerüchte und üble Nachrede über andere zu verbreiten. Verleumdung (§ 187 StGB) bedeutet, dass jemand bewusst falsche Tatsachen über eine Person behauptet, um deren Ruf zu schädigen – und zwar in der Absicht, dass andere diese Person negativ beurteilen. Warum verleumden diverse Menschen andere?
Wenn eine Person sieht, dass jemand anderes erfolgreicher, intelligenter, schöner oder besser ist als sie selbst, hat sie ein unangenehmes Gefühl der Minderwertigkeit. Hinzu kommen Neid und der Versuch, die Kontrolle über andere zu erlangen. Er wird die gleiche Geschichte mehrmals erzählen, um eine Bestätigung seines Standpunkts zu erhalten oder die Zuhörer von seiner Richtigkeit zu überzeugen. Es gibt noch andere Gründe für eine Verleumdung. Diese zu finden überlasse ich dir, lieber Leser.
Zurück zur Affäre von 2020: Von Seite der Siri Singh Sahib Corporation beauftragte die AOB-Foundation (An Olive Branch) den Fall zu untersuchen. Es handelte sich jedoch um eine unfaire und regelwidrige Untersuchung. Um dies zu belegen, gebe ich in Punkten wieder, was Frau Ong Kar Kaur Khalsa zu dieser Untersuchung berichtete**.
- Die Firma AOB war nicht befugt, eine solche Untersuchung durchzuführen.
Außerdem wurde dem Angeklagten, dem im Jahr 2006 verstorbenen Yogi Bhajan,
kein Anwalt zugewiesen! In jeder Anklage muss einem Angeklagten ein Anwalt zugewiesen werden! Diese Pflicht wurde hier nicht erfüllt. Damit wurden Tür und Tor für jegliche Fälschungen geöffnet. Allein schon dadurch ist diese „Untersuchung” nicht glaubwürdig. - Es gab keine Möglichkeit, die Aussagen und/oder die Identität der Anklagenden zu überprüfen. Dazu wurde keine Gegen-Darstellung des Angeklagten (bzw. seiner Vertretung) ermöglicht.
Die genauen Anschuldigungen und die Identität der Anklagenden wurden geheim gehalten. - Es wurden Therapien bezahlt, wenn der Ankläger dies verlangte,
ohne dass dies überprüft wurde. - Es wurden Anklagen von Menschen aufgenommen,
die Yogi Bhajan nie gekannt haben und nie zu seinem Team gehörten. - Es wurden erfundene Geschichten akzeptiert, auch wenn der „Zeuge“ zugegeben hat,
dass er sich alles nur ausgedacht hat! Es wurde ihm eingeredet, dass seine Version der Wahrheit entspräche. Sein Bericht wurde aus den Akten nicht entfernt. - Die angeblichen sexuellen Übergriffe von Yogi Bhajan sollen sich zu einem Zeitraum ereignet haben, in der er körperlich nicht in der Lage war, zu gehen, geschweige denn sexuell aktiv zu sein. Die ärztlichen Bescheide über seinen damaligen gesundheitlichen Zustand wurden nicht angenommen, damit sie nicht berücksichtigt werden konnten!
- Mitteilungen, die für die Unschuld von Yogi Bhajan gesprochen haben,
wurden nicht beachtet oder absichtlich aus dem Bericht herausgehalten!
Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass sich nach dem Tod von Guru Dev Singh im April 2021 zwei Frauen gemeldet haben, die angaben, von ihm sexuell missbraucht worden zu sein.
Dann starb ein weiterer deutscher Sikh und die Geschichte wiederholte sich: Zwei Frauen...
Was für ein ZUFAL!
So wie bei Julian Assange***, auch da waren es zwei Frauen...
Ich sage dazu: Wer glaubt, wird selig …
Felicja Faustyna,
aktive Yoga-Lehrerin seit 1998 (.ff-yoga.de),
Buchautorin und Verlegerin (miri-piri-verlag.de)
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* Die Vita von Yogi Bhajan findest du u. a. auf https://wiki.yoga-vidya.de/Yogi_Bhajan.
** Das Bericht „Falsche Report“ von Ong Kar Kaur Khalsa findest du unten
https://fairinvestigation.com/wp-content/uploads/2020/11/German-DER-FALSCHE-REPORT-translated-by-Sat-Hari-Singh.pdf
*** „Im August 2010 beschuldigten zwei Frauen Julian Assange bei der schwedischen Polizei wegen sexueller Vergehen. Die schwedische Staatsanwaltschaft stellte daraufhin im August 2010 einen Haftbefehl wegen Vergewaltigung gegen ihn aus, der kurz darauf aber vorerst wieder zurückgenommen wurde. Nach Assanges Antrag einer dauerhaften Aufenthaltserlaubnis für Schweden wurden die Ermittlungen dann wieder aufgenommen. Sein Antrag auf Aufenthaltserlaubnis wurde im Oktober 2010 ohne Angabe von Gründen abgelehnt.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Julian_Assange
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Kundalini-Yoga nach Yogi Bhajan ist ein Yoga-Stil mit einer langen Tradition, der immer mehr Zulauf erfährt. Er hebt sich von anderen Stilen ab, da er ein ganzheitliches System ist, in dem Selbsterkenntnis und Selbsterfahrung gleichgesetzt werden. Denn nur diese Verbindung ermöglicht echte und tiefe Freiheit.
Kundalini-Yoga-YB* ist heute ein Begriff, der für eine bestimmte Richtung steht. In dieser Richtung hat Yogi Bhajan (1929–2004) als bedeutender und wegweisender Lehrer wesentliche Impulse gesetzt. Für seine Lehren gibt es nichts Vergleichbares. Das Kundalini-Yoga von Yogi Bhajan steht in der tantrischen** Tradition, die welt- und lebenszugewandt ist und die Herausforderungen des modernen Lebens berücksichtigt. Kundalini-Yoga-YB kombiniert Körperübungen mit energetischen und geistigen Techniken. Atemübungen und Mudras sind ebenso fester Bestandteil. Es gibt dynamische und stark energetisierende Übungen, die reinigen, entspannen und zugleich aktivieren. Es handelt sich um ein kreatives System, das bei Gesundheitsstörungen und psychischen Problemen entsprechende Übungsserien anbietet.
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* Da mehrere Techniken die Bezeichnung „Kundalini” tragen, habe ich zu den Namen die Initialen von Yogi Bhajan hinzugefügt, um sie von anderen zu unterscheiden. Beispiele hierfür sind die Kundalini-Meditation nach Osho, das Kundalini-Yoga bei Yoga Vidya und die Kundalini-Einweihung.
** Dabei geht es nicht um Sexualität, sondern um eine tief transformierende Technik.
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