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Die acht höheren spirituellen Fähigkeiten

Caparipa und Carpati waren verheiratet. Doch leider führten sie keine harmonische Ehe. Caparipa war sehr autoritär und schlug seine Frau oft. Eines Tages hatte Carpati genug, nahm ihren kleinen Sohn Duma und verließ Caparipa. Sie nahm eine Tasche mit ihren wichtigsten Sachen und trat aus der Tür heraus auf die Straße.

Doch wo sollte sie hin? Früher in Indien gingen die Frauen einfach zu ihren Eltern zurück. Aber die Eltern waren auf der Seite von Caparipa, weil er sehr reich war und ein großes Ansehen in seiner Stadt besaß. Zu ihren Eltern konnte Carpati nicht zurück. Sie kannte jedoch einen erleuchteten Meister, der in einem kleinen Tempel außerhalb der Stadt lebte. Dort wäre sie geschützt. Ihr Mann würde sich nicht trauen in den Tempel einzudringen.

Also wanderte Carpati zu dem Ashram. Der Meister nahm sie und ihren kleinen Sohn freundlich auf. Sie führte den Haushalt und der Meister lehrte sie die Meditation. Der kleine Duma wollte auch meditieren lernen, doch er konnte nicht stillsitzen. Zum Glück besaß der Meister besondere spirituelle Kräfte. Er besprengte Duma mit geweihtem Wasser und Duma konnte stundenlang im Meditationssitz verharren. In ihm war Glück und er hatte keinen Drang mehr sich in der Meditation zu bewegen.

Das ging so einige Jahre. Dann erlangte Duma plötzlich auch besondere spirituelle Kräfte. In ihm erwachten spontan die vier großen Siddhis. Er konnte mit seinen Händen andere Menschen heilen, er konnte ihre Gedanken lesen, er konnte in die Zukunft schauen und er konnte Wünsche erfüllen. Das bemerkten die Besucher des Tempels. Die Gegenwart von Duma war heilsam. Wenn sie ihm ihre Wünsche offenbarten, erfüllten sie sich oft. Sie brauchten gar nicht von ihren Wünschen sprechen. Duma konnte ihre Wünsche bereits in ihren Gedanken lesen. Viele Besucher wollten auch ihre Zukunft wissen. Duma besaß ein kleines Kartenspiel. Er mischte die Karten, die Besucher zogen eine Karte und Duma weissagte ihnen ihre Zukunft.

Immer mehr Menschen besuchten den Ashram. Duma wurde im ganzen Land berühmt. Der Meister warnte ihn vor spirituellem Stolz. Er erklärte Duma, dass nur die Erleuchtung wichtig sei. Siddhis könnten eine große Gefahr auf dem spirituellen Weg darstellen. Ein Mensch mit Siddhis könnte sich als etwas Besonderes fühlen und damit sein Einheitsbewusstsein blockieren. Er könnte sogar spirituell tief fallen, wenn er seine Siddhis für egoistische Zwecke missbrauchen würde. Er dürfe deshalb seine besonderen Fähigkeiten nur kostenlos zum Wohle seiner Mitmenschen einsetzen. Und er müsse es üben immer bescheiden, demütig und im Hintergrund zu bleiben. Am besten würde er nicht darüber sprechen.

Duma hielt sich an den weisen Rat seines Meisters. Die Menschen wussten nach einiger Zeit nicht mehr, ob sie ihr Glück Duma, dem Tempel oder dem Zufall verdankten. Der Meister übertrug Duma deshalb nach einigen Jahren vier weitere große Siddhis. Er vermittelte ihm das Wissen von der Erleuchtung, die Fähigkeit spirituelle Energie zu übertragen, die Kundalini zu aktivieren und die Fähigkeit der Allgegenwart. Allgegenwart bedeutet, dass Duma alle Menschen, die mit ihm energetisch verbunden waren, an jedem Ort und zu jeder Zeit sehen konnte. Hatten sie Probleme, brauchten sie nur an Duma zu denken und Duma konnte ihnen energetisch helfen. Er konnte ihnen Frieden, Glück und innere Kraft übertragen.

Die Fähigkeit der Allgegenwart ist besonders für den Kundalini-Yoga wichtig. Wenn die Kundalini-Energie erwacht, kann das manchmal zu schwierigen Reinigungsprozessen führen. Es ist deshalb gut einen Menschen zu haben, der einem helfen kann. Ich selbst habe manchmal heftige Kundalini-Prozesse. Wenn sie zu stark werden, dann können meine Meister sie spürbar abschalten. Sie können die Reinigungsprozesse verringern oder sie zeitlich verschieben. Das ist eine große Hilfe auf meinem Weg.

Ich kann von meinen Meistern auch die anderen Siddhis bestätigen. Sie können die Zukunft erkennen, Gedanken lesen, heilen, spirituelle Energie übertragen, Chakren öffnen und Wünsche erfüllen. Bei letzterem bin ich aber nicht wirklich sicher. Ich bevorzuge es keine Wünsche zu haben. Sai Baba lehrt es wunschlos zu sein. Das ist der Weg zur Erleuchtung. Auch Buddha vertritt den Weg der Anhaftungslosigkeit an äußere Dinge. Meine Freundin Barbara dagegen hat viele Wünsche und glaubt an den Weg der Wunscherfüllung. Wir haben es gelernt unsere unterschiedlichen Wege zu akzeptieren. Und meistens bin auch ich es, der ihre Wünsche erfüllt.

Wie entwickelte sich der Weg von Duma und Carpati weiter? Duma sehnte sich nach seinem Vater. Und der Vater sehnte sich nach Duma. Eines Tages besuchte Caparipa den Ashram. Er bat Carpati um Verzeihung. Er bat sie es noch einmal mit ihm zu versuchen. Carpati willigte ein und zog wieder mit ihm zusammen. Sie führten jetzt eine spirituelle Beziehung. Sie pflegten die Eigenschaften Frieden, Liebe, Harmonie und Wahrheit. Wenn sie Probleme hatten, sprachen sie darüber. Sie konzentrierten sich auf das Positive in ihrer Beziehung und lernten es so gut miteinander auszukommen. Duma blieb bei seinem Meister und übernahm nach dessen Tod die Leitung des Tempels. Es geschahen dort immer noch viele Wunder. Aber die meisten Menschen hielten das für einen Zufall.

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