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Jutta Hebbedanz

Die 7 spirituellen Prinzipien und was sie für unsere Gemeinschaft bedeuten - Essenz des Yogaweges von Sukadev Bretz verfasst

Die 7 spirituellen Prinzipien und was sie für unsere Gemeinschaft bedeuten

Die 7 spirituellen Prinzipien gehören zu einem der Konzepte, die sich im Rahmen der spirituellen Philosophie im Laufe der Zeit entwickelt haben. Dazu gehören

1. Brahman, das Absolute »
2. Maya, die Täuschung / Illusion
3. Dukha, Leiden »
4. Kaivalya bzw. Moksha, die Befreiung »
5. Abhyasa, eigene Bemühung »
6. Karma, das Schicksal »
7. Kripa, die Gnade Gottes »

Zu 1.)
Es gibt eine höhere Wirklichkeit, die erfahrbar ist. Hinter allem ist Brahman. Ich bin Brahman, du bist Brahman, alles ist Brahman. Daran sollten wir auch immer denken, wenn uns andere Menschen begegnen, egal, wie sie uns gesonnen sind. Ich bin Brahman, du bist Brahman, alles ist Brahman. Aham Brahma Asmi.

Zu 2.)
Wenn alles Brahman ist, so gehört auch Maya dazu. Dabei ist die Welt, wie ich sie sehe, nicht so, wie sie andere sehen. Jeder Mensch hat eine eigene Wahrnehmung und deshalb ist es wichtig, anderen gegenüber tolerant zu sein. So können wir manchmal humorvoll über uns selbst lachen, Einfühlungsvermögen entwickeln und anderen Manifestationen Gottes, die in ihrer eigenen Maya befangen sind, durchaus Interesse entgegenbringen. Menschen mit Vata-Maya reagieren anders als solche mit Pitta- oder Kapha-Maya. Daran können wir immer wieder denken.

Zu 3.)
Sobald ein Mensch in das irdische Dasein eintritt, zeigt sich auch Dukha. In dieser materiellen Welt machen wir Fehler und lernen daraus, wir haben einen physischen Körper und werden krank, wir verstricken uns mal mehr, mal weniger in Maya und wir leiden durch die Getrenntheit von Gott. Alle Erfahrungen, durch die wir gehen, lassen uns reifen und führen uns schließlich zu Moksha.

Zu 4.)
Alle großen Meister weisen uns den Weg und lehren, dass wir langfristig Moksha erlangen. Wir sind hier, um jetzt spirituelle Erfahrungen zu machen und Yoga Vidya bietet jedem spirituellen Aspiranten qualitativ und quantitativ gute Möglichkeiten für seine Entwicklung hin zum Höheren. Wir wollen Yoga in großer Breite entwickeln und dabei das Bestmögliche lehren und ausbauen. Wenn unsere Gäste dann zwischendurch auch göttliche Erfahrungen machen, kommen sie auch gerne wieder.

Zu 5)
Wer aus Dukha herauskommen will, muss sich auch bemühen. Gemeinsame Praxis, Satsang, intensives Sadhana, ein sattwiger Lebensstil und die richtige Einstellung zum Seva sind dabei hilfreich und notwendig.

Zu 6.)
Die Erfahrungen, die wir machen, haben einen Sinn. Nichts ist umsonst. Alle Aufgaben und Herausforderungen hängen mit unserem Karma zusammen und wir wachsen besonders durch die Bewältigung von Problemen. Alle Lernlektionen wollen uns dahin führen, in Erfolg und Misserfolg, in Lob und Tadel, in den Höhen und Tiefen des Lebens ruhig zu bleiben, wissend alles dient zu unserem Besten und kommt von der höchsten Quelle.

Zu 7.)
Wir vertrauen darauf, dass Gott überall ist und wir wissen, dass wir in einer Welt der Maya leben. Diese werden wir überwinden, wenn die Zeit reif ist. Wir alle bewegen uns auf Moksha zu und hier bei Yoga Vidya haben wir die besten Möglichkeiten für spirituelles Wachstum.

Om Shanti.

Der Yoga Vidya Stil

Bei Yoga Vidya ist etwas mit großer Kreativität entstanden, das auf den Konzepten des Sivananda Yoga Vedanta, den Lehren von Swami Sivananda und Swami Vishnu devananda basiert.

Es gibt die 7 Yoga Vidya Unterrichtsprinzipien, Yoga bei besonderen Beschwerden, Klang Yoga, Hormonyoga u. v. m. Jeder Unterrichtende lebt in einem gewissen Spannungsverhältnis, denn Kreativität und Freiheit bei der Gestaltung der Yogastunde sind gebunden an den Ablauf der Yoga Vidya Grundreihe. Bei Neuentwicklungen geht es oftmals 2 Schritte vor und einen Schritt zurück. Bei allen neuen Ideen gilt stets, die Yoga Vidya Unterrichtsprinzipien einzuhalten und dabei eigene Kreativität zu entwickeln. Wer sich an die Regeln hält, hat viele Möglichkeiten, sein eigenes Dharma und Karma kreativ zu leben. Und wir sollten uns immer wieder bewusst machen, dass hinter allem Swami Sivananda steht. Hinter allem ist Brahman und alles ist ein göttliches Spiel, damit wir uns entfalten und zur richtigen Zeit Moksha erlangen können.

Om Shanti

Das Yoga Sutra des Patanjali und die Bhagavad Gita

Das Yoga Sutra von Patajali ist klar formuliert , einfach in der Theorie und schwierig in der Praxis.

Beim Yoga geht es darum, den Geist zur Ruhe zu bringen und in der eigenen Natur zu ruhen. Patanjali beschreibt im Kapitel 1 5 Arten von Vrittayahs, Gedankenwellen, die entweder leidvoll oder nicht leidvoll sein können.

Durch Abhyasa (Anstrengung / Bemühung) und durch Vayraghya (Nichtanhaftung, indem wir z. B. etwas tun und dann loslassen) ist es möglich, leidvolle Gedanken zu überwinden. Wenn der Geist immer wieder unruhig ist, empfiehlt Patanjali, Ablenkungen wegzulassen. Ein weiteres Hindernis sind Trägheit, Faulheit, Depression. Hier ist es hilfreich, fleißig Pranayama zu üben, den Geist konzentriert zu halten und immer wieder an die 6 edlen Tugenden Sama, Dama,Uparati, Titiksha, Shraddha und Samadhana zu denken.

Durch

Ø Übung in voller Konzentration

Ø Beherrschung der Sinne und

Ø Disziplin des Geistes

werden wir Fähigkeiten und Kräfte entwickeln, die uns letztlich zur Selbstverwirklichung führen.

Die Bhagavad Gita ist im Gegensatz zu den Yoga Sutras des Patanjali voller Polaritäten, sie ist wie das tägliche Leben. Z. B. rät Krishna Arjuna, Gelassenheit zu üben, und gleichzeitig weist er darauf hin, dass Yoga auch Intensität im Handeln bedeutet. Bei allem, was wir tun, sollten wir immer wieder versuchen, den Geist unter Kontrolle zu bringen, wissend „Ich bin das unsterbliche Selbst, ich bin Sat Chid Ananda.“ Die Welt ist ein Körper Gottes und wir alle sind die Zellen darin.

So können wir uns als Diener Gottes fühlen, alles so gut wie möglich tun und es dann Gott darbringen. Wenn uns dies nicht gelingt, rät Krishna, das Vorhaben und das Ergebnis Gott darzubringen und wenn uns dies auch nicht möglich ist, so sollten wir wenigstens die Früchte darbringen.

Die Bhagavad Gita beschreibt, wie der spirituelle Weg aussehen kann - mehr meditieren oder mehr Seva – beide Wege führen zur Selbstverwirklichung, wobei am Ende eines jeden Weges die innere Einkehr steht. Und so sollten wir die verschiedenen Techniken, die es im Yoga gibt, nutzen und uns immer wieder Gott vergegenwärtigen, der in der Natur, im Firmament, in jedem Wesen – in allem - wohnt. Durch ständige Erinnerung an Gott und unser Ausrichten von Denken, Handeln und Tun auf das Höchste werden wir geläutert. So spricht Krishna Arjuna und letztlich auch uns Mut zu, indem er sagt: „Tue alles, was du tun kannst, so gut es geht, und bringe es Mir dar, dann wirst du Moksha erreichen.“

Om Shanti

„Gesundheit ist Reichtum. Innerer Friede ist Glück. Yoga zeigt einen Weg."
Swami Vishnu-devananda

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