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Fünfzehn Jahre lebte der Yogi sehr abgeschieden in seinem Yogiwald. Er hatte kaum Kontakt zu anderen Menschen. Das änderte sich, als er sich einen Computer kaufte und ins Internet kam. Dort fand er schnell einige Freunde. Es bildete sich ein kleiner Freundeskreis aus fünf Frauen. Der kleine Yogi ist sehr dankbar für seinen Freundeskreis. Vorher fühlte er sich oft sehr alleine. Jetzt freut er sich manchmal, wenn er seine Ruhe hat.

Die fünf Frauen sind sehr unterschiedlich. Jede ist auf ihre Art besonders. Alicja ist eine schöne Polin, die seit vielen Jahren in Deutschland lebt. Sie arbeitet als Sozialarbeiterin in Süddeutschland. Sie ist hochspirituell und war gerade zwei Wochen in Indien. Dort hat sie sich in einen Guru verliebt.

Alicja verliebt sich ständig in irgendwelche Gurus. Doch diesmal ist es etwas besonderes. Der Guru ist ein junger attraktiver Italiener. Er lebt in Italien und war zufällig zur gleichen Zeit in Indien wie Alicja. Es wurde ein großes Fest zu Ehren eines verstorbenen indischen Heiligen gefeiert. Am letzten Tag der Feier traf Alicja auf ihren neuen Guru.

Es war der Tag, an dem in Polen ihre Mutter starb. Das ahnte wohl der Guru. Er manifestierte heilige Asche und einen schönen Ring für Alicja. Dann nahm er sie mit zu einem Kinderfest. Sie tanzten zusammen und hatten eine schöne Zeit. Dann musste Alicja wieder zurück nach Deutschland reisen. Sie blieb aber mit ihrem Guru in Kontakt. Und nächstes Wochenende trifft sie ihn das erste Mal auf einem Satsang in Deutschland.

Der Guru ist erst seit einem halben Jahr erleuchtet und noch kaum bekannt. Da er gut aussieht und eine starke Ausstrahlung hat, fliegen ihm die Frauenherzen zu. Alicja ist verunsichert und weiß nicht, wie sie mit ihrer großen Liebe umgehen soll, die sie für ihren Guru spürt. Der kleine Yogi lacht und rät ihr einfach zu lieben. Die Liebe zu einem Guru kann ein Weg in Licht sein.

Seine zweite Freundin ist Aurelia. Aurelia ist Geigenlehrerin. Sie wohnt in der Nähe von Bremen. Sie ist auch gerade verliebt. Sie reist gerne und hat auf einer ihrer Reisen einen netten Hippie getroffen, der gleichzeitig Arzt ist. Jetzt macht sie mit ihm eine zweiwöchige Pilgertour auf dem Jakobsweg durch Nordspanien.

Für unseren Yogi hat sie nicht mehr so viel Zeit. Beide sind aber telefonisch in Kontakt. Sie verbindet die Politik. Aurelia ist eine kleine Frau mit einer großen Power. Sie liebt es aktiv zu sein und sich zu engagieren. Sie ist Mitglied in der Partei Menschliche Welt und versorgt den Yogi mit Insiderinformationen.

Zuerst war der Yogi auch von dieser Partei begeistert. Der Name und das Ziel sind gut. Aber es fehlen die konkreten Inhalte und organisatorisch herrscht ein ziemliches Chaos. Eigentlich will die Partei durch Yoga und Meditation die Welt retten. Daran glaubt der Yogi nicht aber nicht wirklich. Man muss auch konkrete Ziele haben und konkrete Schritte kennen, die zu diesen Zielen hinführen. Und man braucht gute politische Leitfiguren. Der derzeitige Parteichef Yogi Dada ist eher eine Witzfigur. Man kann auch mit Humor die Welt retten, aber dazu nimmt Yogi Dada sich leider zu ernst.

Sahra Wagenknecht von der Linkspartei ist als politische Führerin doch erheblich attraktiver. Aurelia und Nils engagieren sich auch in der Aufstehen-Bewegung, die für eine linke Mehrheit in Deutschland kämpft. Eine linke Mehrheit ist notwendig, damit sich in Deutschland etwas positiv ändert. So sieht es jedenfalls der kleine Yogi.

Die dritte im Bunde ist die junge Hure R. Sie hat früher als Prostituierte gearbeitet und versucht seit vier Jahren aus dieser Szene auszusteigen. Der Yogi hilft ihr dabei. Der Weg ist schwierig, weil es R nicht gelingt anderweitig beruflich Fuß zu fassen. Und es gelingt ihr auch nicht positive Kontakte zu normalen Männern aufzubauen, die nicht aus ihrer Szene kommen.

Dabei versucht sie ihrem Leben eine positive Richtung zu gegen. Sie sucht Halt im Buddhismus und meditiert jeden Tag am Telefon mit dem Yogi. Sie hat auch bereits eine starke spirituelle Energie entwickelt. Ihr fehlt aber die Kontrolle über ihre Gedanken und Gefühle. So fällt sie immer wieder leicht in ihre alten Strukturen zurück. Sie ist zwischen weltlichen und spirituellen Zielen hin und her gerissen. Das geht vielen Menschen so.

Nr. 4 ist Doris. Jeden Tag schreibt Nils ihr eine Email und bekommt ein Email zurück. Doris hat viel Humor. Und so lachen sie viel zusammen. Doris bringt jeden Tag das Lachen in sein Leben. Und er muntert sie in ihrem Leben etwas auf.

Doris lebt von Sozialhilfe und wohnt am Ostseestrand von Travemünde. Sie hat versucht beruflich Fuß zu fassen, aber in ihrem Alter gelingt es ihr nicht mehr. So lebt sie alleine in ihrer kleinen Wohnung vor sich hin, meditiert viel und versucht ihr Leben zu genießen.

In ihrer Jugend war sie schön und hatte viele Beziehungen. Aber jetzt hat sie das Interesse am Sex verloren. Sie hat zwei Freundinnen, die ziemlich negativ drauf sind und sie ständig nerven. Beide sind verheiratet und führen sehr schwierige Beziehungen. Doris ist ihre positive Helferin, obwohl sie eigentlich lieber ihre Ruhe haben will. Das Leben zwingt sie ein Bodhisattva zu sein, obwohl sie lieber kein Bodhisattva sein möchte.

Der kleine Yogi dagegen praktiziert gerne den Weg eines Helfers aller Wesen. Aber ihn zwingt das Leben eher zu dem Weg der Ruhe. Er kann nicht viel tun für eine bessere Welt. Er hat viele Bücher geschrieben und ist dadurch in energetischen Kontakt mit vielen Menschen. Er ist mit vielen Menschen energetisch verbunden. Er nutzt seine Fähigkeit der Allgegenwart, um seinen Freunden positive Energien zu senden und sie auf dem Weg des Lebens zu stärken. Das ist im Moment sein Hauptweg des Helfens.

So lebt er in der Energie der umfassenden Liebe und kann dadurch gut mit dem Chaos des Lebens fließen. Für das Chaos in seinem Leben sorgt seine fünfte Freundin. Mit Barbara hat er seit etwa einem Jahr eine Beziehung. Dort gibt es ein ständiges Auf und Ab. Am Anfang hatten sie viele Probleme. Jetzt wird die Beziehung immer besser und immer harmonischer.

Barbara hat auch ein wildes Leben hinter sich. Als schöne junge Frau hatte sie viele Beziehung, lebte dann einige Jahre in der Osho-Gemeinschaft, hatte viele Jahre einen Stressjob und sehnte sich immer nach der großen Liebe. Die hat sie nach ihrer Aussage jetzt gefunden und hofft auf viele glückliche Jahre mit dem kleinen Yogi.

Barbara hat ständig kreative Ideen, die das Leben des Yogis ziemlich durcheinander wirbeln. Nicht nur, dass sie für Ordnung und Sauberkeit im Haus und Garten des Yogis sorgt. Sie kleidet ihn auch ständig neu ein, so dass aus einem zerlumpten Bettler tatsächlich ein schöner Prinz geworden ist. Jedenfalls ein bisschen.

Ihre neueste Idee ist es den Yogi als Bayer zu verkleiden und mit ihm am Samstag zu einem Oktoberfest in der Nähe zu gehen. Sie liebt es zu tanzen und übt mit ihm schon fleißig in Lederhose und Dirndl zu einer zünftigen bayrischen Musik. Das Leben ist viel verrückter, als man es sich ausdenken kann.

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Kommentar von Diamir am 28. September 2018 um 4:33pm

Es ist beides: Informativ und lustig.

Wunderbar...

Kommentar von Maeggie am 28. September 2018 um 6:14pm

Da bin ich mal gespannt, wie es dem Yogi auf der Wies`n gefällt und freue mich schon auf die Fortsetzung!

Kommentar

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