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Es war einmal ein kleiner Zwerg, der lebte mit seiner Zwergenfrau und seinem Zwergenhund viele Jahre glücklich in seinem Zwergenhaus. Morgens standen sie fröhlich auf, mittags machten sie einen gemeinsamen Spaziergang durch den Zwergenwald und abends aßen sie gemeinsam ihr Zwergenessen. Danach gab es Fernsehen im Zwergenkanal. Natürlich wurde auch viel gekuschelt, geliebt und gelacht. Die Sonne schien jeden Tag und in ihren Herzen leuchtete das Licht der Liebe.
Sie hätten ewig so weiter leben können. Doch da geschah etwas Schreckliches. Ein großes Unwetter suchte den Zwergenwald heim. Die Klimakatastrophe zeigte ihre Auswirkungen auch im Land der Zwerge. Die Nacht war schwarz. Zuerst herrschte eine unheimliche Stille. Dann zuckten Blitze vom Himmel herab. Der Donner grollte. Und dann kam der Sturm. Laut heulend brauste ein Oran über den Zwergenwald hinweg.
Eine große Eiche direkt auf dem Grundstück der Zwergenfamilie stürzte krachend zu Boden. Die Zwerge saßen voller Angst in ihrem Zwergenhaus. Der Hund zog den Schwanz ein und verkroch sich jaulend unter dem Bett. Nach dem Sturm kam der große Regen und überflutete das halbe Zwergenland.
Erst am nächsten Morgen flaute der Sturm ab, der Regen hörte auf und es wurde wieder hell. Die Eiche war mit ihren Wurzeln aus der Erde gerissen und hatte ein großes Loch hinterlassen. Die Zwerge schauten neugierig über den Rand des Loches in die Tiefe. Und was entdeckten sie dort? Eine Schatztruhe! Unter der Eiche lang viele Jahrhunderte eine kleine Schatztruhe versteckt. Das große Unwetter hatte sie hervorgezaubert. So hat alles im Leben auch immer wieder etwas Gutes.
Der Zwergenmann krabbelte mutig in die Tiefe und wuchtete die Schatztruhe in die Höhe. Dann begann das große Abenteuer. Mit einer Brechstange öffnete der Zwerg die Truhe und die Zwergenfrau fand in der Truhe neben allerlei Gold und Edelsteinen auch eine kleine Karte. Auf der Karte war der Weg zu einer Heilquelle verzeichnet.
Aufgeregt machten sich der Zwergenmann, die Zwergenfrau und der Zwergenhund auf die Suche nach der Heilquelle. Sie folgten dem Lauf des großen Flusses und kamen so in den großen Zauberwald. Die Landkarte war alt und vergilbt. Der Weg war schwer zu erkennen. Der Zauberwald war dunkel und voller umgefallener Bäume.
Doch da stand plötzlich auf einer kleinen Lichtung ein altes Haus. Und aus diesem Haus schaute eine alte Frau heraus. Sie hatte viele Falten im Gesicht, eine große Nase mit einer Warze darauf und eine schwarze Katze auf ihrer Schulter. Wahrscheinlich handelte es sich bei der Frau um eine Hexe.
Der Hund freundete sich mit der Katze an und beide spielten zusammen auf der Lichtung. Der Zwergenhund liebte es die schwarze Katze zu jagen. Wenn er ihr zu nahe kam, zeigte sie ihm aber ihre Krallen und fauchte ihn an. Der Hund war ängstlich und traute sich dann nicht näher an die Katze heran. So blieb das Spiel im Gleichgewicht. Zum Schluss entdeckten sie aber ihre Liebe und schmusten zärtlich im Gras.
Die Zwergenfrau freundete sich mit der alten Hexe an. Wahrscheinlich weil in ihr auch eine kleine Hexe steckte. Sie zeigte der Hexe die vergilbte Landkarte und fragte sie nach dem Weg zur Heilquelle. Die Hexe kannte sich im Zauberwald gut aus, konnte die Zeichen auf der Karte deuten und wies ihnen den Weg mitten in den Zauberwald hinein. Sie gab ihnen einen Krug und bat die Zwerge ihr etwas Heilwasser mitzubringen, weil sie unter Gicht und einem krummen Rücken litt.
Jetzt war der Weg leicht zu finden. Der Zwerg stolperte begeistert den kleinen Pfad über die umgestürzten Bäume entlang. Er war der geborene Abenteurer und Entdecker. Die Zwergin schimpfte, weil sie eher gemütliche Wanderungen und gut gepflegte Wanderwege liebte. Der Hund war glücklich und erschnüffelte mit seiner Nase die Spur zur Quelle. Viele Wildtiere hatte den Pfad vor ihm benutzt und so war er kaum an der Leine zu halten.
Plötzlich wurde der Wald still und friedlich. Die Sonne sandte ihre Lichtstrahlen durch die Baumkronen, die Vögel zwitscherten fröhlich und vor ihnen lag die geheimnisvolle Quelle. Die Zwergenfrau blickte in die Quelle und erkannte in dem Spiegelbild des Wassers wie schön sie ist. Vorher hatten sie oft Selbstzweifel geplagt.
Der Zwergenmann blickte in das von Gras umgebene Wasserloch und erkannte sich selbst. Er erkannte, dass er ein Nichts ist. Sein Ego löste sich auf. Er trank von dem Wasser und gelangte in ein Einheitsbewusstsein. In ihm begann die Quelle des inneren Glücks zu sprudeln. Er brach ins erleuchtete Sein durch. Alles war gut so wie es ist. Sein Zwergenleben im Zwergenwald war genau das richtige Leben für ihn. Und die Zwergenfrau war auch genau die richtige Frau für ihn, trotz ihrer vielen Macken. Er konnte sie jetzt mit all ihren Fehlern vollständig lieben.
Nachdem der Zwergenmann sich seine Zwergenfrau schön gesoffen und die Zwergenfrau ihre Schönheit erkannt hatte, trank auch der Zwergenhund aus der Zauberquelle. Er verlor alle seine Ängste und wurde ein glücklicher und friedlicher Hund.
Für die Hexe füllten sie den Krug mit Heilwasser. Als die alte Hexe von dem Heilwasser trank, verschwand sofort ihre Gicht. Sie wurde vollständig gesund. Und oh Wunder. Sie verwandelte sich in eine schöne junge Frau. Beinahe hätte sich der Zwerg in die junge Hexe verliebt, aber da zupfte ihn die Zwergenfrau an seinem Arm und er kam wieder zu Sinnen.
Den Krug mit dem Heilwasser nahmen die Zwerge mit zu sich nach Hause. Wenn sie Besuch bekamen, durfte jeder, wenn er oder sie wollte, von dem Heilwasser trinken. Das Heilwasser war voller Überraschungen. Manche Zwerge erlangten äußere und manche innere Heilung. Und natürlich trank auch die Zwergenfrau von dem Heilwasser. Aus ihr wurde danach eine Heilerin. Sie konnte vielen Zwergen energetisch helfen. So ging ihr großer Wunsch in Erfüllung. Sie lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende. Und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie noch heute.


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