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Meine Mutter ist jetzt bettlägerig. Also können wir nicht mehr gemeinsam zum Tangotanzen im Altersheim gehen. Ich beschloss mich vom Tango zu verabschieden und ein letztes Mal alleine dort hinzugehen.

Da waren sie wieder alle meine alten Freundinnen. Ich tanzte ein letztes Mal mit ihnen, mit einer nach der anderen. Mit meiner alten Freundin Frau Trotzki. Sie meinte, dass sie jetzt zu alt zum Tanzen ist und nicht mehr tanzt. Aber für mich tat sie es dann doch noch einmal. Ich hielt sie fest in den Armen, so dass sie nicht umstürzen konnte. Sie fühlte sich in meinen Armen geborgen und plauderte fröhlich drauf los. Das Tanzen machte sie wieder jung und lebensfroh. Ein letztes Mal das wilde Leben mit einem wilden Yogi genießen.

Der letzte Tango ist ein Film mit dem berühmten Marlon Brando. Als älterer Mann lernt er die junge Jeanne kennen. Sie haben eine wilde Zeit voller Sex und Zärtlichkeit. Sie tanzen Tango. Und dann erschießt Jeanne ihren Lover. Frau Trotzki hat mich nicht erschossen. Ich brachte sie sicher zu ihrem Platz im Altersheim zurück.

Danach tanzte ich mit einer alten Frau, die früher Tuniertänzerin gewesen war. Jetzt war sie froh, dass ich kein junger Wilder sondern ein alter Zahmer war. Auch mit ihr tanzte ich eine letzten Tango, sanft auf der Stelle hin und her schaukelnd. Wie es sich für ein altes Tangopaar gehört. Dazu gibt es den Film "Ein letzter Tango" von Wim Wenders.

Eine schöne junge Frau lernt beim Tango einen attraktiven ältern Mann kennen. Der Mann ist ein sehr schlechter Tänzer, aber sie verliebt sie trotzdem in ihn. Sie waren das berühmteste Tangopaar aller Zeiten. Er trennt sich von ihr, weil er sie nicht mehr ertragen konnte. Sie hatte offensichtlich einige Macken, wie das bei schönen Frauen so ist. Sie meinte, dass frau nie einem Mann eine Träne hinterher weinen sollte. Sie treffen sich im Alter und tanzen zusammen zärtlich noch einen Tango.

Eine schöne junge Frau tauchte tatsächlich auf. Es war die neue Tangofrau. Diesmal hatte sich der Tangolehrer eine sehr junge Frau auserwählt. Er kommt langsam in die Jahre. Deshalb ziehen ihn vermutlich junge Frauen magisch an. Er fühlt sich damit in seine wilde Jugend versetzt.

Die neue Tangofrau tanzte sehr gut. Der Tangolehrer und sie waren ein schönes Paar. Es fehlte etwas die Liebe, aber dafür hatten sie sicherlich wilden Sex. Jedensfalls in der Fantasie des kleinen Yogis. Ich überlegte, ob ich die junge Tangofrau verführen konnte. Natürlich nur zu einem Tangotanz. Ansonsten war sie doch etwas zu jung für mich.

Bei meinem letzten Tangoabend wollte ich nichts Neues beginnen. Ich wollte einen positiven Abschluss. Deshalb entschied ich mich mit der jungen Altenpflegerin zu tanzen. Ich hatte wohl die Ausstrahlung eines tollen Tangotänzers. Sie wollte keine Erwartungen erwecken und betonte, dass sie nicht gut tanzen könne.

Da war sie genau die richtige Partnerin für mich. Etwas Tanzen habe ich inzwischen gelernt. Dem Tangolehrer sei Dank. Ich bewegte mich mit ihr sicher und routiniert über die Tanzfläche. Gleichzeitig plauderten wir angeregt. Es ist fast schade, dass jetzt meine Karriere als Tänzer endet. Aber alles im Leben geht einmal zuende. Und so bedankte ich mich bei ihr für den letzten Tango und liess das Tanzen los.

Ich ging zu meiner Mutter und machte noch etwas Musik für sie und ihre Zimmerkollegin. Die Zimmerkollegin freute sich sehr. Meine Mutter schien zuzuhören, aber genau wusste ich es nicht. Immerhin erkannte sie mich heute, als ich sie begrüßte. Dafür bin ich dankbar. So wurde es ein schöner letzter Tangoabend. https://www.youtube.com/watch?v=h3ZeEvGTCb8

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