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Heute war ich schlecht drauf. Gestern kam ein Heizungsmonteur und versuchte die Gasheizung zum Laufen zu bringen. Sie lief aber nicht. Sie hat zu hohe Abgaswerte. So nimmt sie der Schornsteinfeger nicht ab. Seit zwei Wochen versuchen die Heizungsmonteure das Problem zu finden. Sie finden es aber nicht. Zum Glück haben sie noch einige Monate Zeit dazu, bis der Winter kommt. Dann möchte ich eine funktionierende Heizung haben. Schließlich habe ich viel Geld dafür bezahlt.

Das Problem belastete mich. Das sollte es nicht. Ich bin ein Yogi. Ein Yogi sollte sich über alle äußeren Probleme erheben. Das tut dieser Yogi aber nicht. Dieser Yogi schlief schlecht ein und wachte schlecht auf. Dabei bin ich ein Gute Laune Guru, wie mir im Internet bestätigt wurde. Was tun? Schnell ins Altersheim. Heute war wieder Besuchstag. Ich sollte die Alten durch mein Harmonium mit guter Laune versorgen. Vielleicht konnte ich dabei mein Problem loslassen.

Natürlich regnete es auf dem Hinweg. Das äußere Wetter spiegelte mein inneres Wetter. Ich packte mein Harmonium gut ein, damit es auf dem Fahrrad nicht nass wurde. Mir selbst macht Regen nicht viel aus. Ich bin das in Norddeutschland gewohnt. Öfter treibt der Wind von der Nordsee dunkle Wolken über das Land, die sich dann über meinem Haus abregnen.

Meine Mutter trank mit ihrer Bettnachbarin Kaffee. Die beiden verstehen sich gut. Das ist sehr glücklich. Vorher hatte meine Mutter als Bettnachbarin einen alten Drachen, der ständig mit ihr schimpfte. Jetzt lebt sie mit einer jungen Frau zusammen, die zwar auch dement ist, aber sehr liebevoll mit meiner Mutter umgeht. Wenn man meine Mutter fragt, wie es ihr geht, antwortet sie immer: "Mir geht es gut." Sie ist gut umsorgt im Altersheim.

Nur an der positiven Energie könnte das Altersheim noch arbeiten. Im Rundgang kreisen viele schlecht gelaunte Alte mit ihren Rollatoren oder Rollstühlen. Ich kann das verstehen. Viele sind körperlich und seelisch krank und bekommen kaum Besuch von ihren Verwandten. Ich bin der Retter. Ich baue ihre Energie jede Woche wieder auf. Das hat auch die Heimleiterin erkannt. Sie lächelte mich heute freundlich an.

Ich brachte meine Mutter zu unserem Singplatz im Altersheim. Dort warteten schon meine alten Freundinnen. Heute waren sie irgendwie auch schlecht drauf. Ich brauchte eine Stunde, damit die Stimmung langsam in Gang kam. Zwischendurch entwischte meine Mutter. Sie war unruhig, unkonzentriert und hatte gelernt ihren Rollstuhl mit den Füßen fortzubewegen.

Ich fing sie wieder ein und brachte sie an ihren Platz zurück. Ich konzentrierte mich auf ihre Lieblingslieder. Und jetzt zündete die Gute-Laune-Rakete. Glücklich schmetterte der kleine Altenkreis Kinder- und Wanderlieder. Andere Alte und Besucher blieben stehen, freuten sich und sangen laut oder leise mit. Nur eine Alte meckerte, dass ihr mein Harmonium nicht gefiel. Sie war ein Fan des morgendlichen Altenheim-Singbetreuers, der Akkordeon spielte. Ich fragte sie, was ihr Lieblingslied ist. Sie mochte die Zauberflöte von Mozart gerne. Also werde ich zum nächste Mal die Zauberflöte üben und damit auch diese alte Dame verzaubern. Ein kleiner Scherz.

Das Lieblingslied meiner alten Frauen ist inzwischen: "Hallo, hallo, schön, dass ihr da seid." https://www.youtube.com/watch?v=qv3cn-dP6vw Dadurch fühlen sie sich gesehen und geliebt. Da es ein christliches Heim ist, habe ich auch ein christliches Lied in mein Repertoire aufgenommen: "Gottes Liebe ist so wunderbar." Ich musste den Refrain weglassen, weil die alten Menschen sich das nicht merken konnten. Jetzt ist das Lied ganz einfach: Gottes Glück ist wunderbar. Gottes Frieden ist wunderbar. Gottes Liebe ist wunderbar. Gottes Erde ist wunderbar. Gottes Paradies ist wunderbar. Gottes Gegenwart ist wunderbar." Jede Strophe wird mehrmals wiederholt.

Mit dem Paradies fremdeln die Senioren. Dabei kann eine Paradiesvisualisierung die Kundalini-Energie erwecken. Besser geht das im Altersheim mit der Strophe "Gottes Erde ist wunderbar." Da stellen sich alle Menschen schöne Blumen, eine strahlende Sonne und nette Menschen vor. Schwierig wird es wieder bei der Gegenwart Gottes. Was ist das? Wie fühlt sich das an?

Wer in Gott lebt, lebt im Frieden, im Glück, in der Liebe und in der Einheit. Er hat sein Ego losgelassen. Er kann alle Dinge so annehmen wie sie sind. Auch nicht funktionierende Gasheizungen. Plötzlich war mir die Heizung egal. Ich hatte mich durch die Energie des Singens über mein derzeitiges persönliches Problem erhoben. Gottes Frieden ist wunderbar. Gottes Glück ist wunderbar. Die Liebe Gottes in sich und seinen Mitmenschen zu spüren ist wunderbar.

Voller Glück fuhr ich wieder nach Hause in den Yogiwald. Es hatte aufgehört zu regnen. Aber etwas nieselte es noch. Ich merkte, dass ich nicht nur viele alte Menschen für eine gewisse Zeit glücklich gemacht hatte, sondern auch viel schlechte Energie übernommen hatte. Die klebte jetzt an mir. Was sollte ich tun. Ich meditierte etwas und machte dann einen langen Spaziergang im Wald. Dadurch reinigte ich mich von allen schlechten Energien und gelangte nach kurzer Zeit wieder in die Einheit und in das Licht Gottes. Ich spürte, wie ich im Herzen mit den alten Menschen verbunden war. Ich reinigte auch ihre Energien beim Spazierengehen und stabilisierte so ihr Glück.
https://www.youtube.com/watch?v=16wtMvuqsHg (Video Gottes Liebe)

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Kommentar von Diamir am 4. August 2016 um 10:46am

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