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Das Paradies-Bewusstsein als Weg zur Erleuchtung

Es gibt verschiedene Wege zur Erleuchtung. Es gibt den Weg des inneren Glücks. Wir erwecken durch bestimmte spirituelle Techniken wie Kundalini-Yoga, Meditation und Gedankenarbeit unser inneres Glück. Wir visualisieren uns als Buddha und werden ein Buddha.

Neben dem Weg des inneren Glücks gibt es auch den Weg der positiven Visualisierung der äußeren Welt. Das hängt damit zusammen, dass eine bestimmte Vorstellung und Erfahrung der äußeren Welt auf unser Inneres wirkt. Des weiteren bildet die äußere Welt das Gottes-Chakra, ein Mandala, bei dessen Aktivierung starke Energien in uns fließen können.

Im tibetischen Buddhismus visualisieren wir den Kosmos als Sternenhimmel. Im indischen Yoga sehen wir alles was uns umgibt als Gott. Wir überlassen uns dann dem Willen Gottes (des Lebens). Wir können uns auch einfach auf die uns umgebende Natur konzentrieren und uns als Teil des Lebens begreifen. Alles wird uns innerlich entspannen. Es wird uns auf eine geheimnissevolle Weise glücklich machen, wie die Betrachtung der Natur, einer schönen Landschaft oder sogar einer Blume. Die kürzeste Rede Buddhas bestand darin, dass er eine Blume hochhob. Kassapa verstand als einziger den Sinn dieser Geste.

Eine wichtige spirituelle Technik ist das Paradies-Bewusstsein. Wir visualisieren unsere äußere Welt als Paradies. Wir integrieren alles Leid und konzentrieren uns auf das Wesentliche. Das Wesentliche ist das Erleuchtungsbewusstsein. In der Erleuchtung erfahren wir unsere äußere Welt als Paradies. Alles ist richtig so wie es ist. Alles ist gut so. Alles strahlt aus sich selbst heraus.

Wir können deshalb inneren Frieden, Glück und Erleuchtung erfahren, wenn es uns gelingt ein Paradies-Bewusstsein zu entwickeln. Ein erster Schritt ist das positive Denken. Wir konzentrieren uns auf das Positive in unserem Leben. Wir begreifen unser Leben als im Wesentlichen glücklich. Wenn wir dann noch das Leid integrieren, der Glückserfahrung unterordnen können, können wir zu einem Paradies-Bewusstsein kommen.

Im Buddhismus gibt es dafür die Reine-Land-Technik. Teilweise wird auch mit dem Begriff Paradies gearbeitet. Wir visualisieren die uns umgebende Welt als grundlegend glücklich. Sie ist deshalb grundlegend glücklich, weil wir in jeder Welt spirituell praktizieren können. Jedes Leben gibt uns damit die Chance zur Erleuchtung zu kommen. Gerade Leid ist oft der schnellste und stärkste Weg zur Erleuchtung. Wir nehmen das Leid auf einer tiefen Ebene an, opfern uns Ego und sind im inneren Frieden.

Es ist nicht leicht die äußere Welt als Paradies zu erkennen. Wir brauchen dazu eine starke Vorstellungskraft. Wir sollten gut visualisieren können. Viele Menschen können das, wenn sie eine schöne Landschaft betrachten. Wir können uns auch als Teil der Natur betrachten und so zum inneren Frieden finden.

Des weiteren brauchen wir die vier Eigenschaften Weisheit, Frieden, Liebe und Kraft. Unsere Weisheit läßt uns das Wesentliche im Leben erkennen. Wenn wir uns dem Willen des Lebens unterordnen, erlangen wir inneren Frieden. Wenn wir uns auf das Positive konzentrieren, entsteht inneres Glück. Wenn wir allen Wesen Gutes wünschen und tun, kommen wir in die umfassende Liebe. Unser Herz-Chakra öffnet sich. Wenn wir mit Selbstdisziplin unseren spirituellen Weg gehen, auf unsere Gedanken achten und positive Eigenschaften entwickeln, entsteht Kraft in uns. Wir brechen zum Paradies-Bewusstsein durch.

Im Christentum stehen vor dem Paradies die vier Cherubim Löwe (Kraft), Adler (Weisheit), Stier (Egoopferung) und Engel (Liebe). Wenn wir diese vier Eigenschaften üben, öffnet sich für uns die Tür zum Paradies (Paradies-Bewusstsein). Im Buddhismus gibt es die fünf Meditations-Buddhas. Wenn wir auf ihre Eigenschaften meditieren, können wir in ihr Reines Land eintreten. Die fünfte Meditation ist dann die Meditation auf das Reine Land. Wir visualisieren unsere Umwelt als schöne Landschaft aus Tempeln, Bäumen, Flüssen und Tieren.

Die Hauptparadies-Praxis der meisten Buddhisten ist der Amitabha-Buddhismus. Sie stellen sich vor, dass sie nach ihrem Tod in das Paradies von Buddha Amitabha kommen, wenn sie jeden Tag den Namen Amitabhas als Mantra denken. Wenn die Praxis tiefgehend ist, verwandeln wir uns schon während unseres Lebens in den Buddha Amitabha und erfahren unsere Welt als das Reine Land Amitabha (Sukhavati, das Glücksland).

Da die meisten Buddhisten nicht genug Zeit und Kraft für einen intensiven spirituellen Weg haben, genügt im Amitabha-Buddhismus eine kleine tägliche Praxis. Wir müssen nur einmal am Tag uns mit Amitabha verbinden und uns bemühen als guter Mensch zu leben. Auch das wird uns spirituell verwandeln. Wir häufen gutes Karma an und gelangen bereits in diesem Leben, nach dem Tod oder in unserem nächsten Leben in eine glückliche Lebenssituation, die es uns ermöglich so lange spirituell zu wachsen, bis wir das Ziel der Erleuchtung erreicht haben.

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