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Corona - ein systemrelevantes Virus? Die Selbstheilung unseres Planeten

Corona – ein systemrelevantes Virus?
Die Selbstheilung unseres Planeten
Der Gesamtlebensraum unserer Erde, der Ozeane und den Erdboden umfassenden Biosphäre mit der sie umhüllenden Atmosphäre, bildet ein gigantisches, organisch rückgekoppeltes System. Seit dem Auftreten des Lebens vor etwa 3,5 Milliarden Jahren hat sich das Klima auf der Erde nicht wesentlich geändert. Davon zeugen fossile Organismen, die für ihre Existenz etwa die gleichen Lebensbedingungen brauchten wie die gegenwärtigen. Trotz des sich wandelnden Energieausstoßes der Sonne, trotz der Einbrüche kosmischer Strahlen, trotz der Änderungen des Erdmagnetfeldes, trotz tiefgreifender Umwälzungen auf der Erdoberfläche und Variationen der chemischen Zusammensetzung der Atmosphäre wurden weitgehend konstante Lebensbedingungen für die Evolution des Lebens aufrechterhalten. Der Salzgehalt der Meere zum Beispiel oder der Sauerstoffgehalt der Luft – nur geringe Abweichungen würden das Leben gefährden.
„Dass dies bloß zufällig so sein sollte, ist ebenso unwahrscheinlich, wie eine blinde Autofahrt durch den Stoßverkehr unverletzt zu überstehen“, sagt einer der namhaften Erforscher unseres sich selbst regulierenden Planeten, der englische Biophysiker James Lovelock. Tatsächlich deuten moderne Forschungsergebnisse darauf hin, dass sich das Ökosystem Bio- und Atmosphäre in seiner Ganzheit wie ein lebendes System verhält. Durch ständige Zufuhr hochwertiger Sonnenenergie und Abfuhr niederwertiger Restenergie in den Weltraum hält es sich wie jedes andere lebende System beständig in einem Zustand des Fließgleichgewichtes und schirmt sich gegenüber dem Weltraum ab. Die Gesamtheit der Organismen auf der Erde könnte in gemeinsamer Symbiose einen übergeordneten Organismus bilden.
Das organismische Verhalten der Erde gab Anlass zur sogenannten Gaia-Hypothese. Als Gaia, als große Mutter, bezeichnete man die Erde in der griechischen Antike. Tatsächlich hat die Erde, wie wir gesehen haben, während ihrer langen Entwicklungsgeschichte stets für gleichbleibende Lebensbedingungen für ihre Geschöpfe gesorgt, so wie eine Mutter für ihre Kinder sorgt. „Diese Phänomene sind nur verständlich, wenn der Planet als ein einziger lebendiger Organismus angesehen wird“, so Lovelock.
Alle lebenden Organismen haben die Fähigkeit, sich selbst zu regulieren. Wenn nun die Erde bedroht wird durch einen kurzsichtigen und profitgierigen ungefiederten Zweibeiner, dann wird sie sich wehren. Das Fließgleichgewicht muss gewahrt bleiben. Und da muss dann ein „systemrelevantes“ Virus herhalten wie Corona, um den Parasiten wieder zur Vernunft zu bringen, egal wie wir uns die Entstehung des Virus erklären. Möglicherweise bewirkt nachhaltiges kollektives Fehlverhalten gegenüber der Natur ein „morphogenetisches Feld“. Denn das, was der Mensch der Natur antut, ist krass kurzsichtig und selbstzerstörerisch. So kann es nicht weitergehen, und wir können, so berechtigt unsere Gegenwehr ist, in der letzten Konsequenz dem „heilsamen“ Virus dankbar sein. Es will uns zur Besinnung bringen. Nutzen wir die Chance.
Auch dem gemeinen Grippevirus gegenüber müssten wir, streng genommen, dankbar sein. Denn wenn unsere Immunabwehr geschwächt ist, wenn wir über unsere Kräfte gegangen, gestresst oder unausgeschlafen sind, dann kann das Virus bei uns andocken. Wir reagieren mit einem Lockdown, legen uns hin und trinken Tee (bis wir 2,5 Kamille haben!). In der Ruhe hat der Körper Zeit, sich selbst zu regulieren, und der Geist hat Zeit, sich über die Ursache der Grippe Gedanken zu machen. Wir lernen, wir wachsen, wir werden achtsamer.
Achtsamkeit ist das Hintergrund-Bewusstsein vom Inhalt unserer Aufmerksamkeit. Immer wenn wir merken, dass unser Bewusstsein von einem Sachverhalt oder von einer Situation vereinnahmt ist, wir uns also damit naiv identifizieren, können wir durch einen kleinen Rückstieg, einen sanften Shift im Bewusstsein, aufwachen und uns in die Gegenwart, in die Achtsamkeit holen: „Presencing“, eine Standort-Neuorientierung. Achtsamkeit an sich ist reines Bewusstsein, ist naturgegebene Intelligenz, ist Mitgefühl und Urteilsvermögen. Wir können sie fördern, beispielsweise durch Meditation, und sie mehr und mehr in den Alltag integrieren. Wir handeln in spontanem Einklang mit der Natur: integrales Bewusstsein. Gaia kann aufatmen, Corona wird überflüssig – eine durch wissenschaftliche Beobachtungen und Forschungen inspirierte Hypothese.
Vieles hat sich bereits geändert. Erstaunlich, wozu die Menschheit fähig ist, wenn ein bedrohliches Virus sie unter Druck setzt. Auf einmal hat der Schutz des Menschen Priorität gegenüber der Wirtschaft, die sich teilweise mit Schließungen und Kurzarbeit abfinden muss. Der Mensch rückt wieder in den Mittelpunkt, die Politik hat wieder das Sagen und greift der Wirtschaft unter die Arme mit Milliarden-Krediten.
Unser neoliberales Wirtschaftssystem hat dem im Menschen angelegten Egoismus und seiner potenziellen Gier Vorschub geleistet. Erziehung und Bildung haben es als Ausgleich versäumt, Achtsamkeitstraining auf breiter Basis anzubieten. Jetzt haben wir das Dilemma. Wir müssen erkennen, dass der Mensch jenseits von Gedanken und Gefühlen auch ein Selbstbewusstsein hat, dessen Wesen Achtsamkeit ist, und das es gilt zu fördern und zu integrieren. Denn Achtsamkeit ist Leben; es ist das Schöne, das Wahre und das Gute in seiner Ganzheit. Geben wir unserem Potenzial eine Chance, beispielsweise mit einer Achtsamkeits- oder Meditations-App auf unserem Smartphone. Rainer Langhans, Ikone der 1968er und Grimme-Preisträger, sieht die ganze Coronakrise als eine Chance zur inneren Einkehr und als eine „Meditationseinheit“. Er ist der Überzeugung, dass das Leben mit seiner „Wahnsinnsmobilität“ und dem „Tierefressen“ so nicht weitergehen kann. Ein Weiter-so wie bisher entspricht nicht dem evolutionären und kreativen Potenzial des Menschen.

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