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Chatushta heißt vier, Chatushtaya ist die Vierheit. Jede Gruppe von vier ist Chatushtaya, Vierergruppe ist Chatushtaya. Besonders bekannt ist Sadhana ChatushtayaSadhana – die spirituelle Praxis, Chatushtaya – die Vierheit. Sadhana Chatushtaya sind die vier Eigenschaften, die ein Aspirant haben sollte, um zur spirituellen Verwirklichung zu kommen. Die vier sind: Viveka, die Unterscheidung zwischen dem Wirklichen und dem Unwirklichen, die Unterscheidung zwischen dem Selbst und dem Nicht-Selbst, die Unterscheidung zwischen dem Ewigen und dem Vergänglichen, die Unterscheidung zwischen wahrer Freude und vergänglichem Vergnügen. Das erste der Chatushtaya für Sadhana ist also Viveka.

Das zweite von Sadhana Chatushtaya ist Vairagya. Vairagya ist die tiefe innere Überzeugung, dass Äußeres einen nicht dauerhaft glücklich macht, dass weder die Welt noch die Dinge in der Welt einen dauerhaft glücklich machen. Vairagya, daher Losgelassenheit, Verhaftungslosigkeit, inneres Loslassen. Vairagya ist eigentlich WunschlosigkeitRaga heißt Wunsch, Ragya wäre, wunschbehaftet sein, Vairagya, losgelöst sein von Wunschbehaftetheit.

Dritte der Sadhana Chatushtaya ist Shatsampat, die sechs edlen Tugenden, auch Shatakam genannt oder Sama Shatakam, das heißt, die Sechsheit im Sama usw., je nachdem welche Schrift von Shankaracharya man liest. Aber normalerweise sagen wir, Shatsampat, die sechs edlen Tugenden der Gelassenheit.

Als viertes dann Mumukshutwa, intensiver Wunsch nach Befreiung. Viveka – Unterscheidung. Übe Unterscheidung, laufe nicht einfach allem hinterher, was der Geist dir so erzählt. Vairagya – löse dich von Wünschen, insbesondere von dem Glauben, dass irgendetwas Äußeres dich glücklich machen kann. Entwickle Shatsampat, eine gewisse Gelassenheit des Geistes. Und tiefe Sehnsucht nach der Wahrheit, Mumukshutwa, Sehnsucht nach dem Höchsten, Sehnsucht nach ewigem Glück. Das sind die Sadhana Chatushtaya, die Vierheit, die dich zum Sadhana befähigt.

Wenn du diese Vierheit hast, diese Chatushtaya, dann wirst du zügig in deinem spirituellen Leben Fortschritte machen. Swami Vishnu hat auch gerne gesagt: „Wenn du herausfinden willst, ob du Fortschritte machst, schaue, wie weit bist du in Chatushtaya entwickelt. Deine Meditation mag schöner oder nicht so schön sein, die Erfahrung in Asanas und Pranayama mag intensiver oder weniger intensiv sein. Das ist nicht ganz so erheblich. Erheblich ist, wie weit bist du in diesem Chatushtaya. Wie weit bist du im Loslösen von deinen Wünschen, in der inneren Unterscheidungskraft, in der Gelassenheit inmitten der Höhen und Tiefen des Lebens, in der Sehnsucht nach Wahrheit?“ Und vielleicht hast du schon einiges der Wahrheit erfahren, verstanden. Und das führt dazu, dass du die Sehnsucht hast, wirklich die Wahrheit vollständig zu erfahren. Chatushtaya – Vierheit. Natürlich gibt es Chatushtaya auch noch auf andere Weise. Es gibt die vier Yogawege, es gibt vieles andere vier. Also, jede Vierheit ist Chatushtaya. Chatushtaya – Vierheit.

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Tags: Chatushtaya, Vierheit, Yoga Vidya Sanskrit-Lexikon, Yoga Vidya Sanskrit-Wörterbuch

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