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Om Shanti,
meine Mutter (heute 70) hatte vor 1 Jahr und 3 Monaten einen schweren Schlaganfall. Einen körperlichen Grund dafür hat man nach langen Untersuchungen bis heute nicht gefunden. Alternative Heiler vermuten, dass sie sich aufgrund seelischer Eheprobleme so verhärtet hatte, dass ihr Körper sich selber zerstören wollte und "implodiert" ist.
Leider hat sie sich gar nicht gut von dem Schlaganfall erholt. Sie ist weiterhin halbseitig gelähmt, der linke Arm lässt sich gar nicht bewegen, manchmal kann sie auf dem linken Bein stehen oder ein paar Schritte machen, hat aber viel Angst vor Stürzen. Daher liegt sie viel oder sitzt im Rollstuhl. Das Gesichtsfeld ist eingeschränkt, sie sieht links schlechtt, auch der linke Mundwinkel ist noch verzogen. Leider hat sich auch ihr Charakter / Wesen geändert, sie ist permanent unruhig und unzufrieden, will immer sofort ihren Willen durchsetzen und schickt alle Menschen permanent herum, damit sie Handreichungen vornehmen. Daher wohnt sie nun im Pflegeheim mit Pflegestufe 2, da mein Vater bei der Pflege einen Nervenzusammenbruch bekam. Auch ihr Gehirn ist weiterhin beeinträchtigt, das EEG zeigt, dass es nicht ordentlich funktioniert und das bemerkt man auch in Gesprächen, sie kann sich kaum darauf konzentrieren und ihr Kurzzeitgedächtnis ist fast weg, sie weiß nie, welcher Tag ist und wen sie gesehen hat ect. Großes Problem ist auch ihre Blase, die sie seitdem nicht unter Kontrolle hat, sie muss ständig, auch 4x in der Nacht, was ihr Probleme mit den Pflegerinnen macht.

Früher hat meine Mutter Yoga gemacht und war spirituell. Seit dem Schlaganfall hat sie sich aufgegeben, macht nichts mehr, hat an alles den Glauben verloren, kämpft nicht mehr.

Können Sie Empfehlungen geben, was ich ihr besorgen kann, damit sie ein wenig Yoga üben kann? Vielleicht einfach Atemübungen und Phantasie-Yoga?
Kann sie als Behinderte Rollstuhlfahrerin auch eine Yogatherapie in Bad Meinberg machen? Sie wohnt in 21465 Reinbek, gibt es dort in der Nähe erfahrene Yoga-Therapeuten, die sie unter ihre Fittiche nehmen könnten?

Herzlichen Dank und Gruß
Tine

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Antworten auf diese Diskussion im Yoga Forum

Ich bin seit 40 Jahren Examinierter Krankenpfleger, ein Mensch der solch hartes Schicksal getroffen hat, ist mit liebe und Vertrauen in Gott bestens beraten. (Jesus Christus ) Ich würde keine Übungen mehr Empfehlen....Vertrauen in Gott Gott Gott ! ! !
om

Hallo Dieter, danke für deine Antwort. Vertrauen in Gott hatte meine Mutter vor dem Schlaganfall sehr, sie war sehr gläubig, hat viel Spirituelles gelesen, war in der Kirche aktiv, hat den Kranken und Schwachen geholfen, jedem christliche Briefe geschrieben etc. Seit dem Schlaganfall jedoch ist alles anders, nichts hilft ihr mehr, sie versteht nicht, warum ihr das passiert ist und hat den Glauben etc. verloren. Auch der Kontakt zu Pastoren und Psycho-Therapeuten hat da nicht geholfen. Ich weiß langsam auch nicht mehr, wie ich noch helfen kann, nach einem WE in Bad Meinberg dachte ich an Yoga inkl. der spirituellen Komponente, um sie ggf. aus der Lethargie zu reissen....
Om

Dieter Jahnke schrieb:

Ich bin seit 40 Jahren Examinierter Krankenpfleger, ein Mensch der solch hartes Schicksal getroffen hat, ist mit liebe und Vertrauen in Gott bestens beraten. (Jesus Christus ) Ich würde keine Übungen mehr Empfehlen....Vertrauen in Gott Gott Gott ! ! !
om

Ich habe das GANZE- ALLES verstanden, Sie macht eine Phase durch, da sollte man Sie in Ruhe lassen, und mit Feingefühl wieder an den Weg Erinnern, mehr nicht, alles andere ist Übervorderung dieser Menschen Seele, Das ist dann NERVEND, im wahren Sinn des Wortes. Lese Ihr, wenn sie möchte, kleine -kleine Geschichten vor, Du wirst ja mit der Zeit eine Reaktion bekommen. Alles mit LIEBE ! OM

Tine6056 schrieb:

Hallo Dieter, danke für deine Antwort. Vertrauen in Gott hatte meine Mutter vor dem Schlaganfall sehr, sie war sehr gläubig, hat viel Spirituelles gelesen, war in der Kirche aktiv, hat den Kranken und Schwachen geholfen, jedem christliche Briefe geschrieben etc. Seit dem Schlaganfall jedoch ist alles anders, nichts hilft ihr mehr, sie versteht nicht, warum ihr das passiert ist und hat den Glauben etc. verloren. Auch der Kontakt zu Pastoren und Psycho-Therapeuten hat da nicht geholfen. Ich weiß langsam auch nicht mehr, wie ich noch helfen kann, nach einem WE in Bad Meinberg dachte ich an Yoga inkl. der spirituellen Komponente, um sie ggf. aus der Lethargie zu reissen....
Om

Dieter Jahnke schrieb:

Ich bin seit 40 Jahren Examinierter Krankenpfleger, ein Mensch der solch hartes Schicksal getroffen hat, ist mit liebe und Vertrauen in Gott bestens beraten. (Jesus Christus ) Ich würde keine Übungen mehr Empfehlen....Vertrauen in Gott Gott Gott ! ! !
om

hari om....liebe tine,
jemanden unter seine fittiche zu nehmen hört sich für mich nach "überstülpen" , "fremd bestimmen" an.
der freie wille ist unbedingt zu respektieren und es stellt sich daher für mich die frage,
in wieweit du die krankheit /zustand/verhalten deiner mutter selber akzeptierst?
ich glaube, dass man als tochter immer das beste möchte, genauso wie als mutter- was sehr wichtig ist.
loslassen von eigenen problemlösungsansätzen ist daher nicht unbedingt der erste punkt auf den man kommen mag.
solche gesundheitlichen und familiären umstände bringen einen durchaus auch mal an den rand
und erfordern von jedem, dass er/sie seine strukturen neu beleuchtet und einen umgang damit findet, daran wächst aber nicht zerbricht.

ich arbeite mit leicht bis schwerst behinderten menschen und täglich muss ich mich im umgang mit den
menschen, die teilweise weder reden noch antworten können, fragen:
handle ich im sinne, im besten mir möglichen sinne desjenigen, den ich betreue?
ist der von mir abhängige mensch trotzdem noch frei?
entscheide ich für ihn oder entscheidet er selber?
akzeptiere ich seinen freien willen und vertraue darauf, dass er selber am besten weiß was ihm gut tut?
wann überschreite ich ethische grenzen?
sind meine bedürfnisse gleichwertig mit denen anderer?
macht uns alle das gleiche glücklich?
wie würde es mir gehen, wenn ich nicht mehr reden/laufen könnte?
welchen umgang würde ich mir wünschen?
was hilft dem menschen als patient?
eine handmassage oder ein spaziergang, ein eis, schlaf, ein film, besuch der freundin????
stille? laute musik? ein boxsack? das ist sehr individuell... täglich anders....entwickelt sich....

zugewandheit.... respekt.... annahme.... dasein.....begleiten.....liebevoll sein.....
vertrauen.... gemeinsame zeit geniessen.......momente des humors schaffen....

das ist die spiritualität im alltag, die manchmal eine größere herausforderung ist,
als 90 minuten power-yoga...:-)))
liebe tine, ich sende dir ganz gute gedanken und inseln der ruhe und vorallem
das vertrauen und den glauben, das in jeder minute das beste passiert und ist, was sein kann.

herzlichst
tanjasita

Liebe Tanjasita, herzlichen Dank für deine liebe Antwort. Es ist in der Tat schwer, so ein Schicksal zu akzeptieren. Vor allem aber meiner Mutter geht es sehr schlecht, sie ist depressiv, weint viel, sagt, sie hätte ihren Lebensmut und alle Lebenskraft verloren. Daher versuche ich seit dem Tag des Schlaganfalls Hilfen für sie zu finden.
Im Alltag selber unterstützen kann ich sie leider nicht, sie wohnt über 400km entfernt und ich habe ein Kleinkind & einen Mann zu versorgen sowie einen Job. Hierher zu mir ziehen möchte sie nicht, da sie sich an ihrem Wohnort wohler fühlt. Also kann ich nun wenig tun und habe auch schon weitgehend die Hoffnung aufgegeben, etwas bewirken zu können. Die ganzen lieben Massagen, Heilsteine, Heilchakras etc. habe ich in den ersten Monaten nach dem Schlag, als sie hier in der Gegend war, verrichtet. Doch nichts hat ihr geholfen, sie ist nur unzufrieden und kommandiert alle rum. Aber sie weitgehend aufgeben und nur noch sporadisch telefonieren ist ja auch keine schöne Lösung. Daher hofft ein Teil von mir doch noch, dass sich ein Weg für sie findet. Om, Tine

liebe tine, ich hatte auch im februar letzten jahres ein schädel-hirn-trauma (3/15) mit einer rechtsseitigen lähmung, da mein kleinhirn auf der linken seite geblutet hat. (verkehrsunfall). ich bin viel jünger als deine mutter, aber sie ist auch noch zu jung zum sterben..im moment besuche ich das 2.mal dir reha und danach gehe ich wieder arbeiten..was mir geholfen hat, war unter anderem REIKI. natürlich wirkt es am anfang am besten, aber es ist auch nie zu spät. es aktiviert die selbstheilungskräfte deiner mama und gibt ihr vielleicht neuen lebensmut und kraft um doch noch die kurve zu kriegen und wieder die "alte" zu werden. dann ist mir noch aufgefallen, dass sie vorher spirituell und sehr hilfsbereit war und jetzt die rechte gehirnhälfte betroffen ist. vielleicht ist das echt ihr lernfeld...gib ihr und dir zeit. hari om tat sat, daya devi

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