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Namasté!

Ich quäle mich seit 5 Jahren mit einem Tinnitus herum, der im Moment sehr laut ist. Seit einem halben Jahr praktiziere ich mit viel Freude Yoga. Bei Tiefenentspannung und Meditation ist die Freude leider sehr eingeschränkt, da ich mich sehr oft auf das Ohrgeräusch konzentriere (ich kann nicht weghören) und somit Entspannung und Meditation sehr schwierig sind.
Hat jemand Erfahrung damit und kann mir helfen, dennoch zu entspannen?
Da ein Teil des Ohrgeräusches muskulär erzeugt wird (muskuläre Verspannungen und Schulter, Nacken und Kiefer): Wer kennt hilfreiche Übungen zur Entspannung dieser Bereiche?

Euch vielen Dank im Voraus.

Om Shanti
Kema.

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Antworten auf diese Diskussion im Yoga Forum

Mit meiner Frau bin ich seit einem Meditationsretreat von über eine Woche Länge vor ca. 15 Jahren liiert.

Sie hatte damals ein ganzes Dutzend verschiedene Ohrgeräusche, die sehr unterschiedlich, laut und quälend waren.

Da die Schulmedizin keine Lösung hatte, versuchte sie verschiedene alternative Methoden. Sie wurde Mitglied der Tinnitus-Liga und war über alles bestens informiert.

Sie nahm an Selbsterfahrungsgruppen teil. Dort wurde körperorientiert gearbeitet, also mit Bioenergetik nach A. Lowen sowie auch Osho-Meditationen wie z.B. die Kundalini-Meditation.

Sie ließ sich die Narben der Maldeloperation mit der Neuraltheraie abspritzen und erfuhr erste Linderung.

Sie Begann mit den Yoga-Asanas der Rishikesh-Reihe bis zu fortgeschrittenen Übungen.

Sie ließ sich die Zähne kieferorthopädisch behandeln. Dieser Arzt arbeitet mit einer 3-D-Kamera, die von allen Zähnen ein digitales Bild erzeugt und hat ein Programm entwickelt, was die Regulierung für jeden Zahn einzeln berechnet und steuert. Sie trug sehr lange diese Spange und hat noch immer ein Drahtverbindung hinter den Schneidezähnen zur Stabilisierung.

Besonders das "Schütteln" bei der Kundalini-Meditation uns auch Craniosakrale Massage haben sehr geholfen.

Sie erlernte sehr bald die Transzendentale Meditation und gerade die täglich 2x je 1/2 Std. "TM" nach den Asanas haben wohl den Durchbruch geschafft.

Es folgte eine vertiefte Arbeit bei einem erfahrenen Psychologen und Psychotherapeuten, der gleichzeitig seit über 30 Jahren TM- und Yogalehrer ist.

Die Arbeit an sich selbst dauert auch heute noch an und sie meditiert ebenso wie ich regelmäßig täglich 2x je 1/2 Std. ohne Ausnahme.

Bei mir hat diese Arbeit zu einer Ausbildung in Psychotherapie geführt und ich bin jetzt Heilpraktiker (Psychotherapie). Alleine bei diesem Therapeuten habe ich zwischen 1994 und 2007 ca. zweieinhalbtausend Stunden mit Therapie, Selbstanalyse, Selbsterfahrung, sowie Retreats für Yoga, Meditation und Ausbildung verbracht. Meine Frau hat ähnlich viele Stunden an sich gearbeitet und gönnt sich mind. 1x mtl. ihre Cranio-sakrale Massage.

Mittlerweile sind ihre Ohrgeräusche nahezu vollständig verschwunden und mit ihren neuen Hörgeräten hört sie sogar besser als ich.

http://lebensberatung.blog.de/2007/08/24/kieferfehlstellung_als_urs...

http://s-p-p-n.blog.de/2008/01/23/tinnitus_empfehlungen~3621284/

Hari Om liebe Kema,

Ich lese diese Diskussion heute zum ersten Mal.
Wenn ganz ruhige Entspannungsmethoden und Meditation (ohne Anleitung) durch einen Tinnitus schwer sind, kann man Entspannungstechniken ausprobieren, in denen man selber Geräusche erzeugt. Die beiden sehr entspannenden Atemtechniken Brahmari (Bienensummen beim Ausatmen) und Omkar (langes Ertönen von Om beim Ausatmen) fallen mir dazu ganz spontan ein. Bei diesen Pranayamas fällt es einem sehr leicht, die Ausatmung lange zu gestalten. Wenn die Ausatmung deutlich länger als die Einatmung ist, wird Entspannung im Körper erzeugt (Aktivierung des Parasympathikus). Die Geräusche, die bei der Ausatmung entstehen, können vielleicht dabei helfen, überhaupt zu entspannen, da dann die Ohrgeräusche nicht mehr so sehr im Vordergrund sind. Schulter-Nacken-Kiefer-Verspannungen deuten auf eine hohe Stressbelastung und /oder unbewusste Ängste hin. Daher sind die oben genannten Atemtechniken ideal. Sehr zu empfehlen bei Stress und Ängsten sind auch alle erdenden Maßnahmen, wie Mula Bandha und stehende Asanas. Sind die stehenden Asanas gleichzeitig noch Gleichgewichtsübungen (z.B. Tänzer & Baum), helfen sie auch noch bei der Schu-Na-Versp. an sich. Die Ausgleichsbewegungen, die durch solche Übungen im aufgesetzten Fuß entstehen, haben einen lockernden Effekt auf die Schu-Na-Muskulatur.

Alles Gute für Dich!
Om Shanti

Parameshwara

Hallo,

ich habe ihr einen Link für dich, der dir evtl. weiterhilft.
http://mein.yoga-vidya.de/video/video/search?q=tinnitus

Das sind zwei sehr wirkungsvolle Übungsvideos zu Yoga bei Tinnitus.

Om Shanti
Annemarie

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