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Tendenziell unterscheidet der normal funktionierende Geist zwischen einem Ich, einem Du, einem Innen und einem Aussen und der daraus resultierenden Neigung grundsaetzlich Alles in "plus" oder "minus", "gut", "schlecht", "hell", "dunkel" zu trennen!

Aufgrund dieser scheinbar recht einfachen Grundlage befinden wir uns seit anfangsloser Zeit in der Welt der Dualitaet, erfahren Getrennheit im Gesamt.

Ursache fuer diese Art der Wahrnehmung ist die grundlegende Unwissenheit des Geistes (avidya) und vor allem des sich mit dem Er-lebten, Geschauten identifizierende Nutzer: Der Geist funktioniert wie ein Auge, das zwar nach aussen, sich aber (i.d.R.) nicht selbst sehen kann!

Aus dieser Unwissenheit heraus entsteht die Trennung zwischen ich und du, aussen und innen, hier und dort.

Als Folge davon wollen wir bestimmte Dinge, die wir als von uns getrennt erleben, haben - es entsteht Anhaftung -, und bestimmte Dinge wollen wir nicht haben - es entsteht Abneigung (die den Geist truebenden Liedenschaften, die kleshas sind geboren!). Aus Anhaftung wiederum entsteht Gier, aus Abneigung Eifersucht und aus Unwissenheit Stolz!

Diese fuenf Stoeren-friede veranlassen uns, bestimmte Dinge zu sagen und zu tun und ein "Ich" samt Meinung, Ansicht und Standpunkt zu projezieren.

Unsere Taten begegnen uns aufgrund des Gesetzes von Ursache und Wirkung (karma) spaeter unwiederruflich wieder, und unsere vermeintlich guten wie schlechten Gewohnheiten fuehren dazu, dass wir wieder und wieder durch die 5 Stoeren-friede motiviert handeln und uns in einem der 6 Dasseinsbereiche, der Welt der Goetter ..."Ich bin toll, mir geht es gut, Ich habe ein angenehmes Leben... der Welt der Halbgoetter "Wir sind auch toll, aber die "da oben" haben unsere Fruechte. Der Baum waechst bei uns!!! Wir muessen drum kaempfen!", der Welt der Menschen ..."Ich will dies und dies nicht und vielleicht auch das..." der Welt der Tiere: "Ich muss mein Futter suchen und staendig auf der Hut-flucht-kampfbereit sein.", der Welt der ewig hungrigen Geister: "Nie kriege ich genug! Ich werde nicht satt!" und der untersten Stuf, der Welt der Daemonen und Geister: "Ich bin gegen alle, alle sind gegen mich!".... wiederfinden, das sind die Bardo Zustaende die sich nicht erst im Zustand des Sterbens zeigen, sondern auch schon im gegenwaertigen Leben er-lebt und er-fahren werden!

Wir haben ALLE die freie Wahl!

Wir befinden uns damit in samsara und kommen aus dem begrifflichen "Fuehlen", dem "Denken" nicht heraus.

So projeziert der Geist durch das Denken, Handeln und das zeitigt unweigerlich Ergebnisse, eines der grundlegenden Ergebnisse ist die "Ich-Erfahrung", nichts weiter als eine Indentifikation mit den Fruechten des Denkens und der Ergebnisse dieser Handlungen, wir befinden uns in Ver-haft-ung, durch diese Dinge, zu diesen Dingen, zu einem vermeintlichen "Ich", zu einer projezierten Persoenlichkeit die nicht-existent , die der Vergaenglichkeit unterworfen ist und automatisch auch durch Anhaftung bindet - daraus entsteht Leid!

Egal um was fuer "edles Ansinnen" es sich bei den Verhaftungen und Abstossungen handelt!

Das "Boese ist immer und ueberall" - das "Gute" aber auch!

Es handelt sich damit wiederum NUR um 2 polare, gegensaetzliche Wahrnehmungsformen der phaenomenalen Welt der Erscheinungen, die wie das Spiel von Licht und Schatten erst diese Erscheinungen, als "Zirkus auf der Netzhaut und den Synapsen", dem ewigen Drama unserer Wertvorstellungen dieser Welt; die genauso, ewig erscheinend, wie ALLES in Erscheinung getretene und in Erscheinung tretende, unumgaenglich vergaenglich ist; zugaenglich machen!

Darum die Lehre vom "dritten Auge" der Versenkung, mit dem Innenschau gehalten werden kann und durch welche zu tieferen Verstehen all dieser Zusammenhaenge gelangt werden kann und das was als "Selbst" verstanden wird erfahren werden kann, der innerste Wesenskern, der stille, stumme Zeuge, der stille, unberuehrte Geniesser!

Darum geht's - um nichts ANDERES!

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