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Hallo Leute,
eine Freundin von mir hat gerade ein Yogastudio eröffnet und hat jetzt ein Verwaltungstool für Yogastudios namens „almigo“ entdeckt. Man kann seine Kurse online eintragen und Kunden können sich dort direkt dafür anmelden und auch bezahlen.
Meine Frage wäre ob jemand schon Erfahrung mit almigo hat.
Ich freue mich auf eure Antworten und bin dankbar für jeden Tipp!
P.S.: Hier ein link zur Website https://www.almigo.at/

Tags: Studio, Verwaltung, Yoga, Yogastudio, hilfe

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Das scheint auf den ersten Blick eine gute Idee zu sein, und mag auch für viele Anbieter eine sinnvolle Entlastung darstellen. Tanzschule, Kurse in Fitness-Studios, Gymnastikgruppen... etc.

Während meiner nun über 8 jährigen Tätigkeit als vollzeit-selbstständige Yogalehrerin habe ich jedoch die Erfahrung gemacht, dass es für die Interessenten/TeilnehmerInnen und mich als Unterrichtende extrem wichtig ist, ein ausführliches Informations- und Beratungsgespräch VOR der Anmeldung zu einem Kurs zu führen. In der Regel erfolgt dies telefonisch und dauert 30-45 Minuten, in Ausnahmefällen auch länger.

Die Gründe die dafür sprechen:
- ich möchte die Motivation und Erwartungshaltung des Interessenten kennen
- welche Vorkenntnisse sind vorhanden? Langjährige Yogapraxis, welche Richtung, "mal einen Kurs gemacht", vor 30 Jahren in der Reha..., autodidaktisch mit Hilfe einer DVD oä, und so weiter.
- gibt es gesundheitliche Besonderheiten: Bandscheibenvorfall, Migräne, Psyche... Liste beliebig erweiterbar

In meinen Kursen ist derzeit eine Dame mit einer Unterschenkelprothese, eine Dame nach Lungentransplantation, ich hatte eine 82 jährige Teilnehmerin und ein 13 jähriges Mädel - bei solch großen Unterschieden ist für MICH eine Anmeldung über ein Portal wie oben vorgestellt nicht denkbar.
Immer wieder mache ich die Erfahrung, dass ein/e InteressentIn in einem anderen Kurs als dem ursprünglich von ihr/ihm ausgewählten besser aufgehoben ist, und berate dahin gehend am Telefon.

Mein Ziel ist, den für jeden TeilnehmerIn besten Kurs zu finden, damit der Nutzen und der positive Effekt immer optimal ist.

Dazu ist es unerläßlich, mit möglichst viel Information über den Menschen, der Yoga praktizieren möchte, den passenden Kurs zu finden: eine 20 jährige wäre in dem Kurs, der aus TeilnehmerInnen >65 besteht sicher nicht glücklich.
Und die 72 jährige würde sich unter 20-30 jährigen Fehl am Platze fühlen.
Die alleinige Einteilung in Altersklassen ist jedoch auch nur bedingt hilfreich: ich habe eine 67 jährige Dame, die seit 8 Jahren durchgehend bei mir Yoga praktiziert und sie macht den meisten 30 jährigen locker was vor ;-)

Fazit:
Für mich ist ein ausführliches Telefonat Pflicht, ich nehme keinen Teilnehmer an, ohne mit ihm/ihr gesprochen zu haben.

Der Zeitaufwand ist erheblich, aber nur ein einziges mal pro TeilnehmerIn, und es lohnt sich für beide Seiten.

Darüberhinaus bin ich der Meinung, sollte sich ein Yogalehrer nicht von der allgemeinen Hektik und dem Leistungsdruck "Zeit zu sparen" vereinnahmen lassen.
Man kann Zeit nicht sparen - nur sinnvoll nutzen!
Für mich ist das Beratungsgespräch keinesfalls durch ein Anmelde-Tool zu ersetzen.

Om namah shivaya

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