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OM Shanti, liebe Yoga-Lehrer-Kollegen,

ich habe ab Herbst 2 Yoga-Schülerinnen, die nach ihrer Hüft-Op (neues Hüftgelenk) wieder mit Yoga beginnen wollen. Habt ihr Erfahrung/Tipps, welche Übungen gut sind und welche sie auf keinen Fall machen dürfen?

Über Nachrichten würde ich mich sehr freuen.

Herzlichst Sabine

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Vielen herzlichen Dank für die Antwort. So ähnlich dachte ich mir das schon. Eine Bestätigung tut einfach gut.

Viele Grüße

OM Shanit

Sabine
Wenn du Hüft Operiert bist hast du alle andere Gesunde Körper Teile dort musst du die Yoga Übungen Ansetzen dann kannst du Alles sehr Gut überleben .Ich glaube du verstehst was ich meine.Mann Denkt nur die Kranke Teil wir Haben auch die Gesunde Körper .
Alles Gute
Om
Govinda

Sabine Schwarz schrieb:
Vielen herzlichen Dank für die Antwort. So ähnlich dachte ich mir das schon. Eine Bestätigung tut einfach gut.

Viele Grüße

OM Shanit

Sabine
Hari Om Sabine,

gut dass du diese Diskussion angestoßen hast.
Ich bin ein Betroffener, da ich als Yogalehrer eine künstliche Hüfte mein Eigen nennen darf.
Für mich stand es fest nach der OP weiter Yoga zu machen. Als ich die Ärzte fragt, welche Übungen ich machen oder vermeiden müsste gab es die unterschiedlichsten Antworten. Keine war absolut konkret. Also suchte ich in meiner eigenen Yoga Praxis Antworten.
Ich habe am Anfang festgestellt, daß alle Übungen, in denen die Beine übereinander gestellt werden, wie Drehsitz, Krokodilsdrehung und Kreuzstreckung, das Hüftgelenk übermäßig beanspruchen. Also vermeiden! Als Alternative: Drehsitz im Fersensitz und Krokodilsübungen mit aufgestellten oder geöffneten Beinen mit Kissenunterlage.
Kopfstand und Handstand mache ich nicht mehr, denn, wenn ich aus der Stellung heraus komme, kann es vorkommen das die Hüfte gestaucht wird.
Bei der Knie-beuge auf dem Rücken, das operierte Bein ganz vorsichtig zur Brust heranziehen. Hilfreich ist es das andere Bein am Anfang mit am Gesäß aufzustellen. Wenn das operierte Bein eine angenehme Haltung eingenommen hat, das aufgestellte Bein langsam ausstrecken.
Eine hilfreiche Übung für das Hüftgelenk ist die Psoas - Dehnung. Ebenso die Wadendehnung.
Bei der Beinstreckung/Hebung empfehle ich das operierte Bein nicht gestreckt nach oben zu heben, sondern erst am Gesäß aufzustellen und dann den Unterschenkel nach oben heben und das Bein dann erst ausstrecken.
Statt der halben Vorwärts-beuge mit angewinkelten Bein, praktiziere ich die ganze Vorwärts-beuge. Dadurch vermeide ich eine übermäßige Dehnung der operierten Hüfte.
Standwaage habe ich am Anfang vermieden um die Hüfte nicht zu überlasten.
Mit Sonnengebet erst dann beginnen, wenn durch Psoas Übungen eine ausreichende Hüftdehnung erreicht ist.
Ansonsten praktiziere ich alle anderen Übungen mit viel Achtsamkeit.
Wie heißt es so schön, höre auf deinen Körper!
Liebe Sabine, ich habe dir jetzt meine eigenen Erfahrungen mitgeteilt.

Meine Frage an dich wäre, sind die Schüler Anfänger oder haben sie schon Erfahrungen mit Yoga?
Danach würde ich meinen Unterricht ausrichten.
Gute Zusammenarbeit mit den Beiden, sie werden dir sicherlich dankbar für deine Unterstützung sein.

Liebe Grüße Werner Schmidt
( 70 J.)
Lieber Werner,

wunderbar, dass du mir geschrieben hast. Das sind genau die Infos, die ich gesucht habe. Ganz ganz herzlichen Dank! Jetzt kenne ich mich deutlich besser aus und kann den Mädels eine Orientierung geben. Beide haben übrigens schon Yoga-Erfahrung. Sie waren schon über ein Jahr in meinen Yoga-Kursen.

Ich wünsche dir alles Gute.

Herzliche Grüße
Sabine
Om namah shivaya Sabine,
sehr schön, daß das Thema mal zur Sprache kommt.
Ich bin seit 2001 Yogalehrerin und hatte letztes Jahr eine Hüft-OP und bekomme dieses Jahr im
Oktober das 2.Hüftgelenk. In der Woche unterrichte ich 3-4 mal Yoga.
Das Ausdrehen der Hüfte tut der Langlebigkeit des neuen Hüftgelenkes nicht gut, also gilt für mich
nur noch der Fersensitz anstatt kreuzbeinig sitzen. Der Kopfstand wurde meine Lieblingsasana,
weil die Leiste gedehnt wird. Man fühlt sich danach viel leichter im Hüftbereich.
Die Startposition im Sonnengruß ist für mich schwer und belastet meine kaputte Hüfte sehr.
Man sollte auch grundsätzlich niemals Übungen mit überkreuzten Beinen tun.
Also Asanas wie Drehsitz. Bei der Taube das gestreckte Bein nicht anwinkeln, auch den Bogen mit dem Flieger (die Beine nicht fassen)
tauschen. Der Tänzer sollte geändert werden (statischer als Gleichgewichtsübung).
Das gedehte Dreieck ist auch schwierig, evtl. vorsichtig mit einem Block beginnen.
Ich bin ständig auf der Suche nach neuen Asanas, die zur Rishikeshreihe und zu den Hüftgelenken passen.
Somit werden die Yogastunden zwar körperlich geradliniger und trotzdem kreativer.
In den Gruppen habe ich zwei Yogis mit neuen Hüftgelenken.
Ihnen gebe ich viel Freiheit und Ratschläge zum Üben, doch bin ich bei ihnen nicht fordernd, damit ihr innerliches Fühlen stark wird.

Viele Grüße und viele Om beim Unterrichten Revati aus Nürnberg (61 J.)
Liebe Revati,

auch dir herzlichen Dank für die Anregungen. So langsam entsteht aus vielen Puzzel-Teilen doch ein anständiges Werk. Ich habe mir auch deine Anregungen ausgedruckt, damit ich meinen Schülerinnen ja nicht vergesse alle Tipps zu geben. Schöne Zeit und alles Gute!!

OM Shanti

Sabine

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