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Hat dir Yoga schon mal bei Angst, Lampenfieber, Phobie, Panik etc. geholfen? Kennst du jemanden, dem Yoga dabei geholfen hat? Dann schreibe doch darüber:

  • Wie hilft Yoga bei Ängsten?
  • Welche Übungen sind besonders geeignet?
  • In welchen Situationen kann Yoga helfen/hat Yoga dir oder anderen geholfen?

 

 

Tags: Angst, Angststörung, panik, psychologie, psychotherapie, ängste

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Wenn ich Angst habe, Lampenfieber oder innerlich unruhig und unsicher bin helfen mir folgende Yoga-Übungen:
1. Tiefe Bauchatmung
Ich nehme mehrere tiefe Atemzüge bis tief in den Bauch, dabei wölbt sich die Bauchdecke beim Einatmen heraus, beim Ausatmen wieder hinein. Zunächst kann ich gar nicht tief atmen, denn bei Angst ist die Atmung flach und oberflächlich. Nach einigen Atemzügen wird sie dann tiefer. Oft reicht das schon, denn um es überhaupt machen zu können, muss ich mir ja zuvor klar darüber werden, dass ich Angst habe. Wenn ich das spüre und mir eingestehe ist das schon einmal die halbe Miete. Die Tiefen Atemzüge lösen die Angst dann in der Regel auf.
2. Der Fisch
Ist die Angst durch das Atmen noch nicht ganz weggegangen, mache ich zusätzlich den Fisch. Durch das Dehnen des Brustkorbes und das Kopf weit in den Nacken nehmen, öffne ich mich dem Leben, dem Sein, mache also genau das Gegenteil von Eng (was ja zur Angst gehört). Nach einigen tiefen Atemzügen in die gedehnte Brust hinein ist die Angst und die Unruhe garantiert weg, jedenfalls bei mir.
Liebe Grüße von Hildegard Sherina

Namasté,
danke für dieses Diskussionsthema und danke an alle, die einen Beitrag dazu leisten oder Interesse an diesem Thema zeigen!
Ich litt vor ca. 10 Jahre unter schweren Depressionen und sah in meinem Leben keinen Sinn mehr, hatte ich doch augenscheinlich alles erreicht, was mich glücklich und zufrieden machen könnte. Auch war ich offensichtlich gesund, da kein Arzt bei mir irgendeine "Krankheit" diagnostizierte oder mir einen Hinweis geben konnte, was ich tuen könnte, um mich auch so gesund zu fühlen, wie mein Leben nach außen hin aussah.
In Wahrheit nahm ich nicht mehr am Leben teil. Ich nahm mich gar nicht mehr wahr! Tagsüber versuchte ich, mich mit größter Anstrengung "aufrecht" zu halten, nachts wälzte ich mich atemlos im Bett hin und her. Ich hatte regelrecht Angst vor dem Einschlafen, da ich glaubte, ich würde nicht mehr aufwachen, könnte im Schlaf ersticken oder mein Herz könnte stehen bleiben.
Meiner Yogalehrerin fiel mein verändertes Verhalten auf. Sie ermutigte mich einfühlsam, meine Yogapraxis auszubauen und schlug mir vor, doch auch eine Ausbildung zur Yogalehrerin zu machen, was ich dann auch tat.
Ich muss dazu sagen, dass ich mich zunächst einmal in fachärztliche Betreuung begab. Der Facharzt stellte bei mir eine behandlungsbedürftige Diagnose und erarbeitete mit mir zusammen einen Therapieplan, der mein Leben völlig veränderte. Als ich ihm mitteilte, dass ich Yoga übe und selbst Yogalehrerin werden wollte, unterstütze er mich so gut er konnte.
Ich habe Glück gehabt! Danke dafür!
Die täglichen Yogakörperübungen, die Atemübungen, die Achtsamkeitsübungen, die Entspannungsübungen, die Meditationen, der disziplinierte Tagesablauf, die Ernährung, die Bewegung an frischer Luft, alles das, was mit positivem Denken zu tuen hat und die Erkenntnisse, das Wissen und Vestehen von Zusammehängen, Ursachen und Wirkungen haben einen neuen Menschen aus mir gemacht.
Mein Yogaweg wird noch lange nicht enden, wenn er es übehaupt irgendwann einmal tut. Ich bin wieder mittendrin im Leben und wünsche jedem, der in einer Krise steckt, die Kraft und Geduld, die er braucht, um für sich den Weg zu finden, den er leben kann.
Versucht es mit Yoga! Es ist phantastisch, welche unerwarteten Dinge euch begegnen!
Namasté
Om shanti
Yogalilie

Hallo zusammen,

das hat zwar nicht direkt was mit Phobien zu tun, aber mit "unumstößlichen" Glaubenssätzen und negativen Überzeugungen. Ich finde dieses Video sehr inspirierend.

http://www.youtube.com/watch?v=TmVdfFKiaLU

Hallo Deedan,
danke für dieses großartige, für mich überwältigende Video. Es macht sehr viel Mut und ist in der Tat eine super Inspiration.
Om

Hallo ihr lieben,

der Yoga hat in den letzten Jahren mein Leben derart positiv beeinflusst dass ich versuche, den Weg immer intensiver zu gehen. Ich hatte starke körperliche Probleme, konnte vor lauter Blockaden, Schmerzen in Muskeln kaum noch gehen oder ein Essen kochen, war sehr oft schlapp, erregt, furchtbar gereizt, hatte Alpträume u.s.w. Die starken Medikamente, die mein Arzt mir verschrieb, wollte ich nicht nehmen - das musste auch anders gehen.
Bereits nach der 3. Yogastunde ging es mir dann besser - ich konnte es kaum glauben. Ich habe gelernt, dass ich mit meinem Körper, meinem Geist ein mächtiges Instrument bekommen haben, dass ich sorgsam und sinnvol nutzen sollte.
Den heillosen Stress, auch Ängste, überwältige ich am Besten mit einer Kombination von Pranayama, Meditation und Asanas, wobei es mir sehr viel Hilft, Asanas lange zu halten. Hierbei versuche ich mich z.B. auf ein bestimmtes Mantram zu konzentrieren und dies im Geist immer wieder zu wiederholen. Hierbei lächle ich immer zu mir selbst und zu meinem Gegenüber !!! Ich gehe so oft wie möglich zum Yoga-Unterricht. Hier sind die Menschen, die mir während der Yogastunde durch das gemeinsame Praktizieren die Kraft geben, um eine ganze Woche relativ gut gelaunt zu sein. Ich lebe vegetarisch, meide Alkohol und Tabak und versuche mich nur mit den Menschen zu umgeben, die für mich "positiv", gut sind - keine Schwätzer, Proleten, Angeber ........ und es Hilft !

Om Shanti
Namaste

Wolfgang

Namaste!
Wenn etwas wirklich mit ständiger Angst beladen ist, dann ist das wohl der Zustand ab der Diagnosestellung "BRUSTKREBS" oder jeglicher andere Krebs. Diesen Dauerzustand der Angst, Unsicherheit und teilweise auch Panikzuständen wird man wohl sein ganzes Leben nicht wirklich los. Mal mehr, mal weniger...
2004 bekam ich das erste Mal die Diagnose" Krebs". Zu diesem Zeitpunkt hatte ich und meine Familie noch keinerlei Kontakt mit dieser Krankheit gehabt und im ersten Moment, stand natürlich auch das Wort " Sterben" im Raum und all die schlimmen Bilder, die man von Krebskranken hat... und auch das kotzen natürlich! Mein ältester Sohn war erst 12 und kurz vor der Pubertät und mein kleinster Sohn gerade erst 4 geworden. Angst bestimmte unser Leben.
Während der 9 Monate die dann folgten, lernte ich was Demut heißt und mußte wohl oder übel feststellen : Du hast keinerlei Kontrolle über dein Leben . Es kommt immer anders als du denkst!.... Also lass los!
Die Monate verflogen, OP, Chemo, Bestrahlung, Hormontherapie... und alle 3 Monate die wiederkommende Angst, dass dir bei der nächsten Kontrolluntersuchung wieder der Boden unter den Füssen weggezogen wird und du nichts dagegen machen kannst.
Zu dieser Zeit lagen nicht nur meine Nerven blank,´und die ständige kriechende Angst saß im Nacken, sondern meine Beweglichkeit betreffend den rechten Arm, ließ stark zu wünschen übrig. Ich fing damals mit Yoga an. Morgens, im schlimmsten Winter um 5 Uhr, drei Mal die Woche. Kundalini Yoga allerdings... nicht ganz mein Ding. Aber ich merkte mit der Zeit, wie meine Beweglichkeit besser wurde, meine Stimmung sich hob und ich immer besser aus dieser Angst-Gedankenspirale heraus kam.
Ein Jahr später, war ich auf den Weg nach Bad Meinberg und machte die Ausbildung zur Yogalehrerin. Während dessen gründetet ich mit einer Freundin ( Kundalini-Lehrerin) eine Yogaschule und begann direkt 2 Wochen nach der Ausbildung mit dem unterrichten an. Nach zwei Jahren war die Beweglichkeit meines rechten Armes zu 98% wieder hergestellt und meine Angstzustände weitgehend " weggeatmet". Mit der Zeit war das nämlich zu meiner besten Gegenwehr bei aufkeimenden Angstzuständen oder heran kriechenden Panikattacken ( wenn es mal wieder irgendwo zwickte) geworden. Die Konzentration auf die tiefe Atmung - die damit verbundene körperliche Entspannung und das Bewusstmachen, im Hier und Jetzt zu sein- halfen mir zum Beispiel durch die ängstlichen Wartezeiten vor einer Kontrolluntersuchung oder beim Warten auf ein Ergebnis. Entspannung und die Konzentration auf das Hier und Jetzt wurden immer mehr auch zu den Schwerpunkten in meinen Kursen. Durch eigene Erfahrungen konnte ich einigen Frauen auch bei ihren Angstbewältigungen helfen.
Die Zeit verging... ganze 5 Jahre und obwohl ich immer bedacht darauf war, keinen negativen Stress zu haben und jeden Monat eine Kontrollaufnahme dessen machte, erwischte mich dann doch ein Hautkrebs am hinteren Halsbereich im Haaransatz. Auf alles hatte ich geachtet: Nie in die pralle Sonne, immer Lichtschutzfaktor 50, Mittagssonne meiden... und trotzdem erwischte es mich eiskalt. Wieder kam mir der Gedanke der Demut und dass du keinerlei wirklichen Einfluss auf dein Leben hast. Nicht wirklich! Allerdings mußte ich mir eingestehen, dass ich vielleicht zu diesem Zeitpunkt schon "zuviel am Hals" hatte. 5 Abende Kurs, 3 Vormittagskurse, 2 Kinder, Haus, Garten,Haushalt..... das sollte vielleicht ein Warnschuß sein, denn dieses Mal kam ich mit einem "blauen Auge" davon. Außer einer zweiten OP geschah rein körperlich nicht viel. Allerdings im Kopf waren die Angstzustände und die Unsicherheit wieder voll da.
Auch dieses Mal halfen mir nur die Atemtechniken und die Konzentration auf das Hier und Jetzt... und Ruhe.
So gingen wieder 2 Jahre ins Land.... und ich hatte, so glaube ich heute, eigentlich meine Lektion immer noch nicht wirklich gelernt!
Jeden Monat machte ich wieder Bestandsaufnahme... war mein Stress positiv? Machte mir meine Arbeit Spaß? War es immer noch das was ich machen wollte? War es immer noch so, dass ich anderen Menschen durch meine Erfahrungen und dem Yoga helfen konnte? All das konnte ich immer mit JA beantworten und so war meine Welt für mich in Ordnung. Ich gab Unmengen an Geld für Biolebensmittel und Biokosmetik aus. Mein Haus war unter biologischen Gesichtspunkten renoviert worden, 5 Tage die Woche war auch ich nach meinen Kursen sehr entspannt, kein negativer Stress.... also alles im Reinen....dachte ich. Was ich allerdings nicht bedachte war, das zwischen geistigem und körperlichem Stress ein himmelweiter Unterschied ist. Meinem Geist ging es gut. Ich war fast immer gut drauf, hatte Spaß an meinem Leben und dem was ich tat, meine Ängste hatten sich zurück gezogen und wurden weniger, ich hatte wieder Vertrauen in das Leben... aber was ich völlig unterschätz hatte war, dass mein Körper jeden Morgen um halb sieben aufstand und erst abends gegen 11 wieder zur Ruhe kam. Die Zeit dazwischen.... Vollgas!
Und so musste wahrscheinlich das " Unvermeindliche" passieren.... 2012 ein Brustkrebs-Rezidiv! Das dritte Mal die Diagnose: Krebs!..... und jetzt leb mal damit...
Ich kam mir vor, wie auf dem Prüfstein. All die Jahre hab ich immer wieder gepredigt: Wenn euch etwas Angst macht, konzentriert euch auf den tiefen, gleichmäßigen Atem. Entspannt dabei die Muskeln... seit im Hier und Jetzt. Es kommt immer anders als man denkt....Meist passiert die ausgemalte Horrorszenerie gar nicht! Gedankenspirale unterbrechen... Gottvertrauen haben. Auch in schlechten Zeiten gibt es positive Sachen... erkennen!
All die Jahre hatte ich das gepredigt. Vielen Leuten damit geholfen und jetzt sollte ich zeigen, ob ich auch das lebe, was ich da so von mir gebe...
Ich habe jetzt ein Jahr Therapie hinter mir. Körperlich bin ich jetzt natürlich sehr eingeschränkt ...erstmal ( Brust- und Armbereich) und ich hätte nie gedacht, wie schnell man wieder steif und unbeweglich wird. ( Wieder etwas gelernt) Trotzdem bin ich ganz zuversichtlich, das mit der Zeit wieder in den Griff zu kriegen. Meine Psyche hat natürlich dieses Mal noch mehr gelitten wie die anderen beiden Male, denn 70% der Krankheit sitzt im Kopf... die Angst... trotzdem haben mir auch dieses Mal wieder meine drei "Werkzeuge" Atmen und Meditieren, sowie im Hier und Jetzt zu sein durch die letzten 12 Monate geholfen. Ich weiß, dass ich auch weiterhin mit voller Überzeugung diese Schwerpunkte in meinen Kursen weitergeben kann.... ich unterrichte nämlich schon wieder. Habe allerdings die Yogaschule aufgegeben, um mir einfach eine Plattform zu nehmen, um nicht wieder in diese Stressspirale zu geraten. So bin ich jetzt die nächsten 2 Jahre erstmal Rentnerin und habe so Gelegenheit, ganz ausgewählt zu unterrichten. Ich gebe im Moment 2 Kurse für die VHS und noch einen Kurs die Woche für Frauen in der Krebsnachsorge.
Ich weiß nicht, wie ich die Zeit ohne Yoga überstanden hätte. Auch die spirituelle Anschauung hat mir einiges klar gemacht, das Leben einfach mal aus anderer Sicht zu sehen und sein eigenes Ego vielleicht etwas mehr hinten an zu stellen. Dem Leben seien Lauf zu lassen und auch in dunklen Zeiten noch etwas Galgenhumor zu beweisen und auch dann noch schöne Sachen im Leben sehen können und zu geniessen. Es gibt immer etwas Positives! Man muß es nur in den Vordergrund holen.
Ich hab in der Zeit mal einen Spruch gelesen, der jetzt an meiner Wand prankt: Êrzähle Gott von deinen Plänen ... und er wird sich schenkelklopfend königlich amüsieren!
Ich weiß dass es im Leben meist anders kommt als man denkt oder plant... trotzdem im Nachhinein betrachtet, hat jede Phase im Leben, auch wenn sie noch so scheiße erscheint, etwas gutes bewirkt. Leider sieht man das erst in der Rückschau!
In diesem Sinne..... schönes Leben noch und ....NAMASTE

Auf dem Weg des Yoga zu sein macht das Leben nicht leichter und doch intensiver und bewusster. Ich kann die Dinge in meinem Leben oft annehmen und so vergeht das Leiden und die Angst. Zuversicht taucht immer wieder am Horizont auf, liebevolle Menschen begegnen mir und füllen mein Herz. Wir teilen unseren Schmerz und unsere Ängste miteinander, so helfen wir uns, sind miteinander. Immer wieder darf ich erleben und spüren wie richtig sich das anfühlt , eie es heilt, Ängste dürfen wahrgenommen werden und auch wieder gehen- wie alles auf dieser Erde wieder geht. Namast'e.

Hallo, mir hat Yoga tatsächlich schon einmal wider eine aufkeimende Panikattacke geholfen, und dieses auf völlig unerwartete Weise: in einer Situation, in der ich mich einsam fühlte und die mich in massive Verunsicherung versetzte, schlich sich -ungerufen !- ein Mantra in meinen Kopf, das ich aus dem Yogaunterricht kenne. Ich habe es aufgenommen und innerlich so lange rezitiert, bis sich die Angstgefühle wieder auflösten. Seitdem nutze ich dieses Mantra, wann immer es angezeigt erscheint und darüber hinaus auch andere, um den inneren Frieden wieder herzustellen.

Probiert Mantren einmal bei Bedarf aus ! Sie stehen immer zur Verfügung.

Namaste
Im Winter 2004 wachte ich Nachts auf mit starken Schmerzen in allen großen Gelenken.Im laufe der nächsten Wochen kamen mir unerklärliche Symptome wie Muskelschmerzen,Herzrasen und eine unglaubliche Erschöpfung dazu.Bis dahin hatte ich ein schwieriges Leben mit gescheiterten Beziehungen,Alleinerziehende Mutter,gerade wieder in einer neuen komplizierten Beziehung.Die Ärztlichen Untersuchungen ergaben nichts ,außer mir das Gefühl ich bin nicht ganz richtig.Es folgten meine schwersten Jahre.Die Schmerzen bestimmten von nunan mein Leben und denken.Werde ich am nächsten Tag meine Arbeit schaffen,kann ich eine Einladung annehmen,wie wird es mir morgen gehen?Ich lebte nur noch jeden Tag in der Angst bis er vorbei war und ich mich hinlegen konnte.Isolation und Depression folgten,viele Tage wo ich mir einfach nur wünschte tot zu sein.2008 bekam ich die Diagnose Fibromyalgie.Eine Schmerzkrankheit die hier in Deutschland nur Symtomatisch behandelt wird und für viele Ärzte rein psychosomatisch ist.Nun kam noch die Scham hinzu.Ich tue mir das alles selbst an,ich bin nicht ganz dicht!
Bis dahin hatte ich alles versucht,von unsinnige Mittelchen aus dem Internet bis zur Schmerzterapie.Ich war psychisch am Ende!Meinen geliebten Sport wie joggen,Gmnastik und Fitnessstudio hatte ich schon lange aufgeben müssen,nachdem sich ein Bandscheibenvorfall dazu gesellte .Ich las viele Bücher über psychosomatische Schmerzen,ein Buch nach dem anderen fand mich und mein Denken über mich und mein bisheriges Leben veränderte sich.So fand mich auch die Meditation und ich übte regelmäßig mit geführten Meditationen.Durch eine Fibromyalgie Gymnastik DVD kam ich zum Yoga.Ich übte jeden Tag mit DVDs und ich entspannte mich damit vor allem auch geistig.Das Gedankenkarusell drehte sich immer langsamer und kam auch oft zum stehen.Mit meinen ersten Yogaübungen wie z.B. Der Drehsitz machte ich konkrete körperliche Erfahrungen.Mein Herzschlag erhöhte sich rasant und der Speichelfluss wurde sehr stark angeregt.Meine Hausärztin sagte dies käme von dem vegetativen Nervensystem.Meine Angst verlor sich mit jeder sitzenden und stehenden Vorwärzbeuge mehr.Ich gab mich hin,nahm meinen Körper und mein Leben so an wie es gerade war und dankte Ihm das er mich durch die Krankheit zu einem tieferen Bewusstsein und Lebensverständniss geführt hat.Seit einigen Jahren mache ich eine erfolgreiche Therapie durch die ich im Internet aufmerksam wurde und befinde mich im 3ten Yogalehrerausbildungsjahr.Die kleinen Anfänge vor mit der DVD sind lange her und doch haben sie mir den Weg geöffnet mich dem ganzheitlichen Yoga zuzuwenden.Meine größte Freude wäre ,einmal Menschen mit ähnlichen Schmerzkrankheiten zu tieferen Erfahrungen durch Yoga zu helfen.
Grüße Monika



iris wirth sagt:

Yoga als Weg aus Angst und Depression
Ich bin ein Mensch welcher immer den Spruch zu hören bekam: „Nehm es Dir nicht so zu Herzen, Du bist viel zu sensibel, lerne Dir eine dicke Haut zuzulegen.“
Mit 52 Jahren weiß ich nun, das ich mich in dieser Form nicht anpassen kann: ich kann mir keine dicke Haut zulegen, ich empfinde tiefes Mitgefühl, ich schwinge mit kleinsten Emotionen mit, ich kann nicht weg sehen wenn Unrecht geschieht.
Alles was mir die gutgemeinten Ratschläge einbrachten waren Phasen tiefster Verunsicherung. Ich musste lernen mit Phasen von Depressionen zu leben. Phasen der Antriebslosigkeit, der Verzweiflung und der Sinnlosigkeit und tiefster Angst.
Heute habe ich einen Weg gefunden wie ich meine Identität leben kann ohne daran zu zerbrechen
Mit 17 Jahren begann ich in der Sauna mit Meditationen, ich versuchte an nichts zu denken. Meinen Kopf leer zu bekommen. Meine Gedanken konnten meine Gefühle nicht fassen.
Das erste Mal, vor 30 Jahren, las ich in einer Zeitschrift von einem Yoga Praktizierenden, welcher seine Harmonie in Asanas fand. Diesen Artikel fand ich sehr interessant. Aber das Praktizieren von Asanas im Täglichen fand ich ein wenig skurril. Während eines Gespräches in die Kriegerstellung zu gehen, fand ich absurd und für mich nicht praktikabel.
Oft sind es die kleinen Momente, welche mich fordern, mich zur Ruhe zwingen, um die Situation auf Grund meiner Emotionen nicht zur Eskalation zu bringen. Da schien mir die Kriegerstellung wenig geeignet und nicht alltagstauglich.
Nach weiteren zehn Jahren, in einem Lebensabschnitt enormer Belastung, ich begann ein Studium, hatte eine zweijährige Tochter, war in einer Trennungssituation vom Vater und hatte finanzielle Sorgen, lief ich im Hamsterrad. Meine äußere Welt zerbrach. Es gab keinen Horizont. Ich litt unter starken Kopfschmerzen, psychosomatische Beschwerden. Aus der heutigen Sicht eine körperlich manifeste Depression.
In einer Kur lernte ich dann Yoga kennen. Ich genoss die Ruhe und Gelassenheit nach diesen Stunden.
Nach dieser Kur praktizierte ich autodidaktisch die Rishikesh Reihe.
Aber der Zeitpunkt war für mich noch nicht reif.
Innerlich voller Aggressionen, welche sich zu diesem Zeitpunkt den Weg bahnten ging ich den Weg der Kriegerin. Ich praktizierte 9 Jahre Kung Fu.
Dabei wurde eine Sehnsucht innerhalb dieser Trainingseinheiten geweckt. Das Gefühl von innerer Ruhe Ich lernte die Meditation, als Einstimmung für das Training kennen.
Intuitiv suchte ich weiter und nahm Yogaunterricht. Es tat mir gut und ich wollte mehr wissen. Ich ließ mich zur Yogalehrerin ausbilden. Danach gab es wieder eine Pause.
Vor gut 3 Jahren war wieder eine Phase der Neuorientierung. Eine Trennung vom langjährigen Partner stand bevor, meine Tochter zog aus. Ich war auf mich zurückgeworfen. Es stellte sich die Sinnfrage und ich fiel wieder emotional in ein Loch.
Vor einem Jahr begann ich täglich zu meditieren, Pranayama und Asanas zu praktizieren. Meine fast unerschöpfliche Energie, welche ich freisetzte, motivierte mich dran zu bleiben. Inzwischen habe ich keinen starren Zeitrhythmus, wie anfangs morgens um vier Uhr: Meditation, Pranayama und Asanas. Ich integriere meine Yogapraxis in meinen Tag.
Ich habe seither keine Phasen tiefster Verzweiflung mehr erlebt, so wie ich sie aus depressiven Phasen her kenne. Meine Kollegen sind oft irritiert nach dem Motto ihr muss es doch mal schlecht gehen. Sicher gibt es Stimmungstiefs, aber ich fühle mich stark, mit Zuversicht und Hoffnung. Ich genieße und das ist toll. Es fällt mir nicht mehr schwer, den Inneren, welcher immer noch zur Bequemlichkeit ruft zu besänftigen. Ein innerer Impuls läßt mich praktizieren, mal weniger und mal mehr aber täglich.
Ich habe meinen Weg gefunden und bin glücklich. Ich kann mich öffnen, gebe Mitgefühl, verstehe und fühle mich stark.
Gelassenheit und die Akzeptanz des Augenblicks geben mir eine Vorahnung der absoluten innerlichen Stille ohne dem Alltag zu entsagen.
Und wieder ist Angst da. Soll ich verzichten? Mein Weg drängt mich.
Schaun wir mal…ich praktiziere.

Lieber Deedan, vielen lieben dank für das schöne Video, dass ist mal was handfestes.
Namaste Sherina

Deedan sagt:

Hallo zusammen,

das hat zwar nicht direkt was mit Phobien zu tun, aber mit "unumstößlichen" Glaubenssätzen und negativen Überzeugungen. Ich finde dieses Video sehr inspirierend.

http://www.youtube.com/watch?v=TmVdfFKiaLU

mal im Ernst. Ich traue Yoga eine ganze Menge zu, aber ist das wirklich und in der angegebenen Zeit möglich?
Zum Beispiel auch die immense Gewichtsabnahme? nur mit Yoga?
Voraussetzung muss der Glaube an sich selbst sein und das Bestreben, dran zu bleiben, d.h.nicht aufzugeben. Klar.
Was noch?

Da ich in der Woche 13 Yogakurse unterrichte, kann ich einen Beitrag zu Angstzuständen ergänzen.
Eine Schülerin mit Platzangst, sollte wegen eines Verdachts eines Bandscheibenvorfalls in die
Röhre. Diese Untersuchung dauert ca 30 -40 Minuten und ist für Menschen mit Platzangst schier unmöglich.

ABER--sie ist schon recht lange in meinem Kurs und wir haben mit Atemtechnik und Affirmationen
sie vorbereitet und mit der Ausdehnungsmeditation konnte sie ohne Medikamente diese Unter-
suchung geduldig ertragen. Ihre Aussage: OHNE Yoga hätte ich es nicht geschafft! So wirkt Yoga , wenn man bereit ist , sich ganz darauf einzulassen und die Sicherheit zu bekommen= es wirkt !!!! Liebe Grüße von Chandi aus Giessen

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