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Das Yoga Forum für Ayurveda, Yoga, Meditation und Spirituelles Leben

Der Wege sind viele, besonders beim Yoga. Es ist immer wieder erhebend zu erfahren, wie Menschen zum Yoga gekommen sind. Schreibe doch darüber:

  • Wie bist du zum Yoga gekommen? Oder zu Ayurveda oder Meditation?
  • Welche Erfahrungen hast du gemacht?
  • Was war am Anfang schwer, was leicht?
  • Wer oder was hat dir geholfen?
  • Was hat sich in deinem Leben verändert?

 

Es kann eine interessante Übung sein, über seine Yoga Anfänge zu schreiben. Manchmal hilft es einem selbst, sich bewusst zu machen, warum man mit Yoga begonnen hat, und welche Wirkungen es gehabt hat. Manchmal ist das Zurückbesinnen auf seine spirituellen Anfänge eine gute Grundlage für geeignete Vorsätze.

Es ist auch hochinteressant darüber zu lesen, wie andere zum Yoga gekommen sind. Das kann dir selbst neue Anregungen für deine Yoga Praxis, für das Unterrichten von Yoga geben. Und das kann Yoga Anfänger ermutigen, überhaupt anzufangen, vielleicht durch Besuch eines Yogakurses, oder in einem Yoga Urlaub.

Lies die vielen Beiträge hier durch und lass dich inspirieren. Und schreibe selbst etwas...

Tags: Yoga, anfänger, erfahrung, erfahrungsbericht, preisausschreiben

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Meine Yoga-Geschichte:

Meine erste Begegnung mit Yoga ist bereits 31 Jahre her. Ich war 19, hatte damals gerade mein Abitur gemacht und hatte, weil ich mich ziemlich ausgebrannt fühlte, einen Yoga-Kurs bei der Volkshochschule begonnen. Bis dahin war ich körperlicher Bewegung gegenüber eher ablehnend gegenüber gestanden. Meine Schulnoten in Sport bewegten sich immer zwischen 4 und 5.
Yoga war für mich eine Offenbahrung. Hier habe ich mich zum ersten mal ganz zuhause gefühlt. Endlich rief mich jemand dazu auf, mich in meinem eigenenen körperlichen Rahmen und nicht in ständigem Wettbewerb und Konkurrenz mit anderern zu bewegen.

In den folgenden 30 Jahren habe ich immer wieder Yoga-Kurse besucht, habe aber auch viel alleine, meist nach Büchern, geübt. Ich wurde ruhiger und körperlich ging es mir gut, nie hatte ich Rückenschmerzen oder Verspannungen oder ähnliches. Sport begann mir Spaß zu machen und ich fing sogar das Marathonlaufen an.

Mit der Zeit wurde in mir der Wunsch immer größer, eine Ausbildung zur Yogaleherin zu machen. Da ich dann aber Mutter von 2 Kindern wurde ergab sich nie die Gelegenheit. Erst vor 4 Jahren faßte ich den Entschluß mich für eine Ausbildung anzumelden.

Noch bevor ich dies umsetzen konnte, wurde ich am 30.11.2006 nach dem Lauftraining auf der Straße von einem Auto angefahren. Ich kam mit einem dreifachen Beckenbruch ins Krankenhaus und mußte drei Wochen dort verbringen. In zwei größeren Operationen wurden mein Becken mit 5 Schrauben fixiert. Eine Bruchstelle ging durch den ganzen Beckenknochen bis ins rechte Hüftgelenk. Als ich dann endlich vor Weihnachten nach Hause durfte, waren die Prognosen meiner Ärzte niederschmetternd. Ich müsse damit rechnen, dass ich eine Arthrose bekäme und irgendwann ein künstliches Hüftgelenk bräuchte. Es wäre auch wahrscheinlich, dass ich nicht mehr schmerzfrei laufen könnte. Mit Joggen wäre auf jeden Fall Schluß. Eine 30-40%ige Schwerbehinderung wäre wahrscheinlich.

Da ich durch meine Yoga-Erfahrung ein sehr gutes Körpergefühl aufgebaut hatte, habe ich mich nicht entmutigen lassen. Ich nahm meine Genesung in die eigene Hand und baute auf meine eigene Erfahrung. Zuhause angekommen habe ich dann in Absprache mit meinem Krankengymnasten statt Krankengymnastik meine angepassten Asanas aus der Yogavidya-Grundreihe gemacht. Zu der Zeit mußte ich mich noch auf zwei Krücken fortbewegen und Standübungen waren nicht möglich, aber die Rückwärtsbeugen, Schulterstand, schiefe Ebene, und ein paar andere Asanas gingen sehr schnell wieder. Bald gewann ich durch tägliches Üben mein Vertrauen in meinen Körper wieder zurück. So verging die Zeit bis zur Reha .

Durch einen Zufall traf mein Mann im Februar 2007 Shanti, die Ausbilderin vom Yoga-Zentrum Karlsruhe und erzählte ihr meine Geschichte. Am Ende des Gespräches sagte Shanti, es wäre noch nicht zu späht. Ich könnte immer noch in die Ausbildung einsteigen. Noch am gleichen Abend ergriff ich meine Chance, rief im Ausbildungszentrum an und sagte, dass ich noch für 3 Wochen in die Reha müßte und danach sofort die Ausbildung zur Yogalehrerin beginnen würde.
So war es dann auch. Am 19. März wurde ich aus der Reha entlassen und am Dienstag, den 20. März bin ich noch mit Krücken ins Ausbildungszentrum gegangen und habe meinen Ausbildungsvertrag unterschrieben.
In den folgenden 7 Wochen mußte ich dann noch einmal operiert werden und noch eine ambulante Reha durchführen. Gleichzeitig nahm ich meine Yogalehrerinnen-Ausbildung auf und begann mit der Wiedereingliederung in meine Angestelltentätigkeit .

Schon nach wenigen Wochen konnte ich die Krücken weglegen. Ich gewann schnell meine alte Beweglichkeit und mein inneres und äußeres Gleichgewicht zurück. Die Heilung verlief rasch und vollkommen komplikationslos.

Nach meiner zweijährigen Aubildung habe ich sofort mit dem Unterrichten begonnen.Heute leite ich 3 Yogagruppen, die ich mit großer Begeisterung unterrichte. Körperlich habe ich überhaupt keine Probleme. Ich mache täglich meine Asanas, gehe Wandern und Jogge auch wieder.

So hat Yoga mir geholfen nach dem Unfall meinen eigenen Weg zu gehen und meine Aufgabe zu finden.

Anneliese H., 50 Jahre alt

(per Email eingegangen)
Meine Erfahrungen auf dem Weg mit und zum Yoga waren und sind sicherlich nicht so spektakulär wie einige andere, von denen hier berichtet wird.
Die Yoga Vidya Seminarhäuser und die Kurse, an denen ich teilgenommen habe, waren sehr wertvoll für die Entwicklung meiner Vorlieben, die sich eher auf Energiearbeit als auf „das Yoga an sich“ beziehen. Zur regelmäßigen Yoga-Praxis benötige ich nach wie vor von außen angebotene Übungsstunden, was soviel heißt wie: „keine Termine, kein Yoga“.
Aber ich bin sicher, dass viele andere ebenfalls Mühe haben, sich in der eigenen Wohnung zu regelmäßigen Übungen zu motivieren, so dass ich mich darüber nicht wirklich ärgere.

Kontakt zum Thema bekam ich vor ein paar Jahren, als eine Freundin nach einer schweren Krebserkrankung auf der Suche nach einer anderen Lebensführung war. Sie hatte ziemlich spontan eine mehrjährige Yoga-Lehrerausbildung bei Yoga Vidya angefangen. Das Programmheft, das sie mir mitgegeben hatte, lag allerdings mehrere Monate unbeachtet im Schrank. Eines Tages meinte sie aber, wir könnten uns für ein Wochenende im Seminarhaus Bad Meinberg verabreden. Sie wäre sowieso dort, um einen Baustein ihrer Ausbildung zu absolvieren, und ich könnte für das Wochenende hinzukommen. Mit dieser Idee, mit der sie einige Monate vor dem fraglichen Termin ankam, hatte sie wohl einen passenden Augenblick erwischt, denn ich holte das Programmheft endlich aus dem Schrank.
Da ich damals näher am Westerwald wohnte, buchte ich kurz entschlossen ein Wochenend-Einführungsseminar dort, um mir die Sache anzusehen. Völlig unbeleckt, wie ich war, fand ich es sehr gewöhnungsbedürftig, und der Kaffee-Entzug bereitete mir ordentlich Kopfschmerzen.
Nichtsdestotrotz war es eine gute Entscheidung, mir die Sache vorab im kleineren Rahmen im Seminarhaus Westerwald anzusehen, so dass ich für das Wochenende mit meiner Freundin (und ihrer uneingeschränkten Begeisterung) schon einmal vorbereitet war.
Seitdem komme ich häufiger zu Kursen, wobei ich darauf achte, es (damit meine ich die spirituelle Lebensweise, die Anpassung an das Rahmenprogramm usw.) nicht zu übertreiben, denn bei einem Zuviel vergeht mir schnell die Lust. Ich gehe davon aus, dass ich mit dieser maßvollen Einstellung langsam aber sicher weiterkomme, und dass ich im Programmheft interessante Kurse finden werde, die diesen Prozess unterstützen.

M.

(per Email eingegangen)
Anfangs habe ich gedacht, das Yoga nur etwas für Frauen ist. Männer gehen zum Gerätetraining und Frauen zur entspannten Yoga Stunde. Irgendwann habe ich mich in den von hauptsächlich von Frauen besuchten Yoga Kurs meines Fitnessclubs getraut und musste mich einer Besseren belehren lassen. Zu Yoga gehört einiges mehr als Entspannungsmusik. Dem gesamten Körper wird alles abverlangt. Ich hätte nie gedacht, dass so viel Körperbeherrschung dazu nötig ist, um die Yoga Übungen zu bewältigen. Mittlerweile bin ich zum Yoga Fan geworden und pilgere zu jeder Stunde in meinem Fitnessclub. Yoga hat mir geholfen mit mir ins Reine zu kommen und ganz nebenbei, der Muskelkater den ich immer hinterher habe,
ist nicht zu verachten. Ich habe mir einigen Übungen noch Probleme wie mit dem Hand und Kopfstand etc. aber vielleicht bin ich in ferner Zukunft mal annähernd so gut wie meine Trainerin Tanja Tzschetzsch. Durch Yoga habe ich viele Menschen getroffen, die das Prinzip von Yoga verinnerlich und ausgeglichen sind.

R.
aus Lübeck

(per Email eingegangen)
Vor 23 Jahren lernte ich meine Yoga-Lehrerin beim Lauftreff kennen, ihre offene Art und ihre Ausstrahlung vielen mir gleich auf. Sie erzählte mir sie sei Yoga-Lehrerin und ich hörte ihr interessiert zu.

Sie lud mich ein zum Schnupper-Yoga. Seitdem war ich wöchentlich bei ihr auf der Yoga-Matte. Ich merkte schnell wie ich den Alltagsstress ausblenden konnte, wie ich innere Ruhe und Zufriedenheit spürte und es war wie eineinhalb Stunden Urlaub.

Auch Zuhause praktizierte ich jetzt Yoga. Die Sonnengrüße und die fünf Tibeter unterstützen mich bei den Aufgaben in der Familie und im Arbeitsleben, ich war belastbarer und konnte ruhiger und konzentrierter arbeiten. Das Buch Yoga mit Heilwirkungen von Werner Vogel und Marlies Dorschner half mir bei kleinen Beschwerden, die Asanas kannte ich ja von meiner Yoga-Lehrerin.

Nach 29 Jahren Betriebszugehörigkeit bekam ich wegen Rationalisierungsmaßnahmen die Kündigung. Es zog mir den Boden unter den Füßen weg. Ich konnte nicht mehr arbeiten, habe oft geweint und fühlte mich nutzlos. Meine Familie gab mir großen Halt.

Da meine Yoga-Lehrerin aus familiären Gründen ihre Kurse nicht mehr machen konnte, machte sie mir den Vorschlag doch die Yoga-Lehrerausbildung zu machen. Sie würde mir gerne ihre Gruppen anvertrauen. Ich war gerührt, hatte aber auch Angst vor der Aufgabe.

Ich fasste mir ein Herz und habe im Februar 2008 bei Yoga Vidya in Bad Meinberg die 4-wöchige Intensiv-Ausbildung zur Yoga-Lehrerin mit Erfolg abgeschlossen. Ich war noch nie in meinem ganzen Leben so stolz auf mich und so zufrieden mit mir.

Seit April 2008 gebe ich Yoga-Kurse bei verschiedenen Trägern, Einrichtungen und Vereinen. Die Gruppen von meiner Yoga-Lehrerin habe ich mit großer Zustimmung der Teilnehmer übernommen. Auf Anfrage des Caritas-Verbandes leite ich seit über 2 Jahren eine Gruppe mit geistig behinderten Erwachenen mit denen ich sanftes Yoga übe. Über dieses Thema gebe ich im Dezember 2011 ein Yoga-Lehrer Weiterbildungs-Seminar bei Yoga-Vidya in Bad Meinberg.

Zwischenzeitlich habe ich mehrere Weiterbildungen besucht und freue mich auch dieses Jahr wieder auf Yoga Vidya.

Mein Leben hat sich dank Yoga sehr verändert, ich bin selbstbewusster und offener geworden und sehe viele Dinge mit anderen Augen.

Der Kontakt zu meiner Yoga-Lehrerin ist noch intensiver geworden, wir haben mittlerweile das Joggen gegen Nordic Walking ersetzt und es tut so gut sich mit ihr auszutauschen, denn sie blickt auf eine 40-jährige Yoga-Praxis zurück und steht mir immer mit Rat und Tat zur Seite.


Om Shanti und liebe Grüße

J.M.

(ging als Nachricht ein)
Wie bist du zum Yoga gekommen? Oder zu Ayurveda oder Meditation?
Meine Freundin hat mir erzählt, das wir mal an einem Yoga Schnupperkurs teilnehmen können.
Sie hatte schon soweit alles vorbereitet und wir sind dann nach Haus Westerwald gefahren.

Welche Erfahrungen hast du gemacht?

als wir ankamen war ich etwas überrascht und glaubte hier in einer Sekte gelandet zu sein.
Meditation, Sing-Sang. uÄ.
Aber schon nach ganz kurzer Zeit bemerkte ich das man hier nicht aufgefordert wird an irgend etwas teilzunehmen. Also schnupperte ich und wurde angenehm überrascht. Jeder, aber wirklich jeder ,beantwortete meine Fragen und diese waren sehr viel. Als ich das erste mal an einem Satsang teilnahm wurde mir klar, dass ich einiges im Leben versäumt habe, nämlich die Freiheit in einer Gemeinschaft zu singen, plötzlich mal was vernünftiges zu hören, als nur den negativen Berichten der Tagesschau. Hier ging es um mich und was ich mit meinem Körper verändern kann. Als ich das begriffen habe, war der Schnupperkurs auch schon zu Ende. Aber wir besuchten Bad-Meinberg und ich bin heute ein positiv eingestellter Mann, der diese Art der Wiedergabe von Yoga voll unterstützt.

Was war am Anfang schwer, was leicht?
Die Art sich mit fremder Religion zu befassen. Aber schon nach kurzer Zeit habe ich verstanden das es schön ist, diese Art wahrzunehmen. Die Freundlichkeit, das gelassene, die positive Einstellung und das weitergeben der Freundlichkeit, genial.

Wer oder was hat dir geholfen?

Im Grunde alle beteidigten, auch meine Freundin. Ich wurde aufgerüttelt, habe verstanden das ich auf meinen Körper hören muß. Ich habe großes Übergewicht und habe Dank Yoga so langsam wieder einen Körper der mir gefällt.

Was hat sich in deinem Leben verändert?

Die innere Einstellung. Ich lebe gesunder. Esse mehr Gemüse, auch sehr viel Obst. Ich kann meine Gelenke besser bewegen, habe kaum noch Rückenbeschwerden. Auch meine Einstellung zu anderen Menschen ist nicht mehr so agessiv.

Danke
A.

(kam per Community-Nachricht)
Vor zwanzig Jahren saß ich mit einer Arbeitskollegin in Ulm direkt an der Blau auf der Wiese. Plötzlich kam ich spontan auf die Idee, einen Kopfstand zu versuchen, indem ich die Unterarme zu Teilen eines gleichseitigen Dreiecks anordnete. Ich legte meinen Kopf in die Hände, streckte meine Beine und lief mit gestreckten Beinen so lange nach vorne, bis sie wie von selbst in die Höhe kamen. In dieser Position "wusste" ich, dass dies wohl der Yogakopfstand sein musste und kaufte mir unmittelbar darauf ein Yogabuch: "Yoga für alle Lebensstufen", aus dem ich fasziniert die weiteren Asanas lernte und nach dem ich die nächsten 15 Jahre autodidaktisch fast täglich und fast ausschließlich im Freien praktizierte.
Meine Ausbildung zur Yogalehrerin habe ich erst später gemacht, nach einer Yoga-Pause (leider) von fünf Jahren.
Jetzt gehört Yoga glücklicherweise wieder zu meinem Leben, auch in geschlossenen Räumen.
Om shanti
Herzlichen Gruß

C.

(Kam per Community Nachricht)

1 Kontakt 2006 als es schon zu spät war. Schneller, höher, weiter. Ich war schon mitten in der Streßspirale, sportsüchtig, überspannt und wurde spontan von einer Freundin zu einer Schnupper-Stunde "Yoga für den Rücken" in ein Yoga Yidya-Studio mitgenommen. Unsere Eindeutige Meinung war damals (vor ca. 5 Jahren): Das war ja garnix! Wir fanden es zum einschlafen, zu wenig Action, Schweiß und Muskelbrennen. Und doch hat mich die friedvolle Atmosphäre schon fasziniert-war damals nur überhaupt nicht zugänglich.
2007 war mein Burnout (was sich über Jahre in mir aufgebaut hatte) nicht mehr zu ignorieren. Totale Überforderung durch Hetze; Druck und Stress- dadurch auch partnerschaftliche Probleme. Ich war nicht mehr ich selbst und konnte mich auch körperlich nicht mehr spüren, vor lauter Überspannung. Mein Körper sendete seine Hilfeschreie:Schwindel, Übelkeit, Tinnitus, Schlaflosigkeit, Panikattacken bis zur Depression und Nervenzusammenbruch.Den eritt ich, als ein Arzt endlich hinter meien Zustand kam und sagte: Sie haben nicht Rücken! Sie haben Burnout. Ich hab´s nicht wahrhaben wollen und steckte schon so weit ´drin dass ich dachte: Ich werde verrückt!
Dennoch war die schonungslose Wahrheit wichtig, denn von da an wusste ich, woran ich arbeiten musste und wogegen ich ankämpfen musste. Ich bin jahrelang jeden Morgen in einem Alptraum aufgewacht.
Ich hab´s alleine geschafft (ohne professionelle Therapie)bzw. befinde ich mich noch auf meinem Weg zurück ins Leben...und dafür braucht man Geduld. Der Weg zurück dauert nun schon 4 Jahre. Es wird jeden Tag besser, aber es wird nie mehr so wie vorher sein! Und auf dem Weg meiner "Selbsttherapie" forscht man nach Möglichkeiten endlich wieder von der Überspannung in die Entspannung zu kommen. Und da tauchte immer wieder Yoga als Therapieform auf. Mein Gedanke war: Da gehst du hin, das probierst du nochmal, wenn es dir wieder gut geht! Genau falsch! Den entscheidenden Stups erhielt ich letzten Sommer bei einer Massage: Der Masseur erkannte meinen Zustand und fragte: Was tun Sie für sich zur Entspannung? Ich gönnte mir ab und zu eine Massage und ging zur Kosmetik und joggen, walken. Und er sagte wieder: Nein, nein, und fragte mich eindringlich nochmals: Was tun SIE für sich? und da ging mir ein Licht auf. Entspannungsbehandlungen zu buchen war eine Sache, aber die Entspannung aktiv in die Hand zu nehmen und daran mitzuarbeiten ist wichtig! Er empfahl mir Yoga und ich meldete mich umgehend für einen Anfänger-Kurs bei Yoga-Vidya an. Mittlerweile sind wir die Mittelstufe.
Schon gleich nach der 1 Stunde war ich "angekommen" und ging geerdeter nach Hause. Yoga hirlft mir, zumindest in den 90 Minuten so gut es geht im "Hier und Jetzt" zu sein. Die tiefe Bauchatmung vertreibt meine Angst. Die Atemübungen beruhigen meine Seufzeratmung. Die Asanas geben meinem Körper die Flexibilität zurück. Die Entspannung lockert meine Muskeln und in der Meditation spüre ich Frieden und Liebe und "*". Ich bin noch Yogi Anfänger aber ich setzte meine Hoffnung in Yoga, weil ich mich im Yoga durch das "nachspüren" endlich wieder spüre und Yoga meine körperlichen und seelischen Bedürfnisse befriedigt. Ich fühle mich wieder ganz und merke wohl mehr als jeder andere wie die Entspannung wirkt, da ich immer noch überspannt bin- aber ich kann daran arbeiten und Yoga unterstützt mich hier sehr.

A.

(kam per Community Nachricht)

Hallo,

Ich war sehr sportlich und habe immer gedacht Yoga ist für alte Leute...bis meine beste Freundin, vor 13 Jahre, sagte mir mit ihr eine Yogaunterricht zu probieren. Seit dieser Tag, habe ich immer mehr yoga gemacht und bin Yogalehrerin geworden.
Mit Yoga, lebe ich jeder Momente Bewusst, kenne mein Körper und kann einfach und schnell entspannen, kann meine Mental beeinflussen, bin Gesund, helfe andere Leute, und habe Spiritual entwickeln ...Yoga ist genial!
Meine beste und wichtige Erfahrung war den Reise,die ich gemacht habe vor 4 Jahre im India an dem Satyananda Ashram in Rykkia; diese Reise ist immer present mit mir und helfe mir jeden Tag um ein ganz grosse Tag zu leben....

Sorry für mein schlechte Deutsch. Gruss aus Spanien
Cécile
Wie ich zum Yoga kam:
darauf gibt es mehrere Antworten:
erstmals las ich mit 14 (1976) in der Zeitschrift "Mädchen" einen Artikel über eine Jugendliche, die sich mit Yoga von einer Krankheit (ich glaube, es war Asthma) geheilt hatte. Sie wurde in einer völlig verknoteten Körperhaltung gezeigt. Ich war völlig fasziniert und besorgte mir, was der damalige Büchermarkt und mein Taschengeld hergaben. Und fing an danach zu üben. Bald schon hatte ich raus, wie der Kopfstand ging (und habe es seither auch nie mehr "verlernt") und probierte mich durch alle Übungen durch, was mir damals mit meinen sehr beweglichen jungen Gelenken und Muskeln sehr leicht fiel. Aber auch die ganzheitlichen Yogawirkungen faszinierten mich damals schon. Ich las über Wirkungen auf die Leber, auf den Stoffwechsel, auf Atmung usw. Nachdem ich dann mit 18 einen Führerschein besaß besuchte ich erstmals einen Kurs in einer benachbarten Stadt (Neuss). Allerdings fand ich damals, dass ich dabei viel zu viel "nur rumliegen" musste. Mir gefiel es damals dynamischer besser. Mit Beginn meines Medizinstudiums kam erstmals die Idee zu einer Yogalehrerausbildung auf, die ich mir allerdings nicht leisten konnte.

Mit Beginn der Arbeit kam das Yoga dann immer mehr in Vergessenheit. Bis zur ersten Schwangerschaft 1992. Ich besuchte in Kiel einen Kurs Yoga für Schwangere und genoss es! Entsprechend wiederholte ich dies bei allen drei Schwangerschaften und profitierte sehr davon. Auch bei der letzten, einer Zwillingsschwangerschaft.

Und vor siebene Jahren begann ich dann endlich, regelmäßig "erwachsenes" Yoga zu praktizieren.

Zu YV kam ich ganz profan: durch einen Gutschein über ein Wochenende in Bad Meinberg. Aber einmal dort gewesen wusste ich: davon brauche ich mehr. Durch meine hohe zeitliche Belastung brauchte ich mehr als 1,5 Jahre, um die 4-Wochen-YLA zu beenden, aber im Mai letztes Jahr war es dann soweit. Ich hatte das Gefühl, da schließt sich jetzt der Kreis. Und bin mal gespannt, wo es noch hingeht mit mir und dem Yoga...
Zurückschauend ist mein unbewusster Weg die Vorbereitung für den bewussten Weg des ganzheitlichen Yoga.

Meditation im Schwimmbad, Wolken schauen, ein Schwimmer zieht regelmäßig die Bahnen, dabei schwappt und plätschert das Wasser über den Beckenrand. Frieden.
Über Kopfhörer höre ich ein CD mit Musik, kenne diese Art Musik nicht, die Repeat-Taste am Abspielgerät ist gedrückt, und immer wieder das gleiche Lied. Singe stumm mit (zu Hause laut), verstehe den Text nicht: OM TARE TU TARE TURE SOHA egal. Einfach schön, Silben, Klang, Rhythmus, meine Seele schwingt. Einklang. AHA - das sind Mantras, erfahre ich erst Jahre später.

Spreche mit und über Gott und die Welt, lese Bücher, gehe mit Zarathustra hinab in die Tiefe (m)einer Seele. Spiritueller Weckruf, für eine kurze und dennoch unendliche Zeit. Wahrheit, nur ein Körnchen, für mich unendlich. Dieses innere Wissen ist Samen.

Begegnung mit einem lieben Menschen. Emotionale, inspirierende, spirituelle Gespräche und im Anschluss- eine halbe Stunde Kopf-Knie-Stellung auf einer Parkbank – meditativ. Stille.
Bin erstaunt und neugierig, frage mich, wie kann ein Mensch in solcher Haltung in Meditation sein. Noch mehr solcher Körperstellungen. AHA - das sind Asanas. AHA - das ist Yoga, Hatha-Yoga, erfahre ich. Herausgefordert unter dem Yoga-Motto: "mein Joch ist sanft" übe ich, als ehemals Sportliche und derzeit Ungelenke, durch das Motto ermutigt. Kein Leistungs- oder Erfolgsdruck. Körpergefühl. Entspannung und Anspannung. Halten und Loslassen. Nicht für möglich gedachte Beweglichkeit.
Atemübungen. Einatmen und Ausatmen. Halten lernen. Bewusst atmen. Ausgeglichenheit. Lebensenergie.
Höre vom yogisch-gesund-leben/sattwig-sein-Prinzip. Einleuchtend und machbar. Theoretisch. Praktisch, ganz neue Herausforderungen. Disziplin. Stufe für Stufe für Stufe für... in die Mitte...ungeahnte Lebenskräfte entfalten sich.

Mein erstes Yogabuch, schaue mir die Bilder an. AHA- kenne ich einiges aus meiner Schulzeit - unter anderem Namen - im Turn/Sport/Gymnastik-Unterricht und doch Yoga-Übungen. Fußgängerzone, ein Buchgeschenk, Bhakti-Yoga. Liebe. Ohne Forderung, ohne Bindung. Bedingungslos.
Es folgen weitere Bücher und Schriften von Meistern, Verwirklichten, Gurus. Inspirierend.
Swami Sivananda sagt: „ein Gramm Praxis ist mehr wert als eine Tonne Theorie.“ Suche Yoga im Internet. Finde Yoga-Vidya. Menschen mit Wissen. Menschen mit Gottesbewusstsein. Menschen, die ganzheitliches Wissen in Theorie und Praxis liebevoll leben und vermitteln. Yoga - Lebenshilfe aus der Ferne und doch ganz nah. Sterbehilfe für das Ego. Ich übe und meditiere. Eine bewusste Entscheidung den ganzheitlichen Yoga-Weg zu gehen. Alles ist im Yoga enthalten – alle Lebens- und Entwicklungsstufen sind hier aufgetan. Yoga mit ALLEN teilen. Hinaus in die Welt. Yoga mehrt sich und eint wenn es miteinander geteilt wird - wie die Liebe. Ein Segen.

Gott schenkt sich

Yoga ist ein Geschenk Gottes an den Menschen

miramuun
Meine erste Yogaerfahrung war ein Witz. Ehrlich! Ich war ungefähr 20 Jahre alt und total sportbegeistert. Ob es aber wirklich eine Begeisterung oder vielmehr ein Zwang war, vermag ich gar nicht mehr zu sagen. Ich wollte, wie die meisten 20-Jährigen, gut aussehen, fit und leistungsstark sein. Ich verglich mich viel mit anderen Menschen und strebte nach Perfektion. Beinahe täglich ging ich ins Fitnessstudio, um meine Übungen zu absolvieren. Meist bestanden diese aus einer Kombination von Ausdauer- und Kraftübungen. Ich quälte mich. Kein Schweinehund der Welt hielt es lange mit mir aus. Selten sah man mich ohne Pulsuhr - es ging um den optimalen Trainingsbereich und um verbrauchte Kalorien. Meine Welt war klein. Es gab schön und hässlich, sportlich und faul, dick und dünn. Ich war mit Vielem an mir unzufrieden. Natürlich! Denn nur so hatte ich echte Antreiber. Ich war Sklave meiner eigenen Welt.

In dem Fitnessstudio gab es natürlich viele Kurse, so also auch Yoga. Die Trainerin war mir bekannt und sie empfiehl mir, mal bei ihr im Yogakurs reinzuschauen. Meine Neugier betrachtete das als eine gute Idee und schon saß ich auf einem Stuhl mitten im Kursraum. Wieso Stühle? dachte ich. Und irgendwie frage ich mich das auch heute noch. Die Trainerin hatte sich eine Übungsreihe auf Stühlen ausgedacht und ich fand mich seichte Bewegungen machend zwischen alten Damen wieder. Kein Schweiß. Puls im Ruhebereich. Mein Verstand unruhig. Ich fand es albern. Aber nicht einmal dazu stand ich wirklich und gab der Trainerin die Rückmeldung, dass es „ganz nett“ gewesen sei.

Danach folgten einige Jahre yogafreie Zeit. Yoga ist etwas für Omas. Für Waschlappen.

Das Universum – oder wer auch immer für so etwas zuständig ist – hat mich dann jedoch überlistet. Nach dem ersten gescheiterten Versuch setzten sich vermutlich mehrere Instanzen um den göttlichen Tisch, um zu überlegen, wie ich aus meinem Dilemma noch zu retten sei. Sie gaben mir eine Zeitschrift in die Hand, in der ich über Trainingserfolge nachlesen konnte. Gierig, zu erfahren, mit welchen Übungen ich am schönsten, straffsten und fittesten werden könnte, verschlang ich Zeile für Zeile und blieb hängen: Es gebe keine deutlichen Unterschiede und schon gar keine wirklichen Erfolge durch die meisten Kurse. Die Kursteilnehmer nahmen nicht signifikant ab oder wurden wirklich straffer. Wie enttäuschend! Aber Yoga, ja Yoga habe eine herausstechende Wirkung! Die Teilnehmer eines Yogakurses fänden nämlich zunehmend Ruhe und Gelassenheit in ihrem Körper und seien überhaupt nicht mehr darauf bedacht, Ziele wie „Gewichtsverlust“ oder „einen perfekten BMI“ zu erreichen.

Wow.

Eine leise Stimme in meinem Kopf flüsterte: „Hey! Hey, du! Das wäre doch toll! Schau mal, du ackerst und schwitzt und willst toll aussehen. Und dass du das bereits tust, merkst du sowieso nicht. Wie wär’s also mal damit, wenn du nicht an deiner Figur, sondern an deiner Einstellung arbeiten würdest? Mann, stell dir doch mal vor, wie es wäre, wenn du total zufrieden aus dem Kurs kämst und dir egal wäre, wie die anderen Frauen aussehen oder ob du ein Kilo schwerer bist als letzte Woche! Stell dir vor, wie es wäre, wenn du zufrieden wärst! Das wär’ doch mal was!“

Ja, das wäre was! Das will ich. Ich will nicht gegen Windmühlen kämpfen. Ich will in mir ruhen und mich fühlen. Ich will mit mir sein und nicht gegen mich. Ich will liebevoll sein. Ich will nicht vergleichen. Ich will ich sein. Oder viel mehr – ich will mich kennen lernen!

Ich begann also mit Yoga. Kundalini-Yoga. Wundervoll! Es wird gesungen. Mein Herz geht auf. Aber ich gehe nicht regelmäßig hin. Mein Verstand kritisiert weiter.

Und dann bricht meine Welt zusammen. Ich verliere meine ganze Kraft und bekomme Kopfschmerzen. Ich empfinde es als Lähmung, weil ich im Alltag meinen Kopf vor allem beruflich benötige. Das himmlische Gremium hat entschieden, dass ich ein besonders harter Fall sei. Wer nicht hören will, muss fühlen. Ich kann nichts mehr. Selbst Duschen fällt mir schwer. Es ist Yoga, was ich noch kann. Hier liege ich auf der Matte und kann weinen. Jedoch fehlt mir die Motivation, der Glaube oder die Kraft, weiterzumachen, dranzubleiben.

Aber etwas bleibt hängen. Yoga tut mir gut. Und ich komme meinem Gefühl immer näher. Durch das tiefste Tal bin ich durch, aber auch heute noch, Jahre später, tu ich nicht immer das, was mir gut tut. Ich gehe nicht auf die Matte. Weil sie mir meine Themen zeigt und mich begrüßt mit: „Na, hast du eigentlich schon dein Seelenthema von neulich geklärt? Nein? Na, dann zeig ich es dir doch noch mal.“ Und schon piekt und ziept es und Wut steigt auf, mit der ich mal besser und mal schlechter umgehen kann.

Ich habe nun schon die Hälfte meiner Yogalehrer-Ausbildung hinter mir. Natürlich halten mich meine Schüler für eine gute Lehrerin. Und ich denke dabei immer wieder an den Spruch: Was man nicht kann, lehrt man und was man gut kann, lebt man. Noch lehre ich Yoga. Ich lebe ihn noch nicht. Vielleicht, weil ich einiges noch nicht sehen will? Antworten finden ist ein ähnlicher anstrengender Kampf wie Pulszonen einhalten – ich bin es leid!

Ich liebe Yoga. Ich liebe Yoga. Ich liebe Yoga. Aber es kriegt mich nicht täglich auf die Matte, obwohl ich es mir wünsche und doch immer wieder höre, wie fleißig und ausdauernd andere Praktizierende sind. Vielleicht ist mir die Disziplin verloren gegangen, als ich bemerkt habe, wie sehr ich mich früher mit Sport gequält hatte. Die Balance zwischen Quälen und Aufraffen zu finden, ist eine Kunst. Aber vielleicht hat sich ja auch nur mittlerweile ein sehr anhänglicher Schweinehund bei mir breit gemacht, wo ich ihn doch so viele Jahre nicht an mich herangelassen hatte.

Marie
(per Email eingegangen)
Im polnischen Schlesien als zweites von fünf Kindern geboren, als Fünfjährige in den Westen gezogen, habe ich nur selten Ruhe gefunden, da ich auch fast immer meine zwei Jahre jüngere Schwester überall hin mitnehmen musste. Unsere Familie war laut. Ich glaube, ich war oft überfordert, da von mir immer Erwachsenenvernunft erwartet wurde. Musik, Sport (vor allem Turnen) und Kunst waren schon recht früh Zufluchtsorte für mich. Durch häufige Umzüge habe ich immer wieder meine Wurzeln (sind in der Malerei auch heute noch ein Thema für mich) gesucht. Ich hatte kein Selbstbewußtsein, versuchte immer zu gefallen, mich immer anzupassen und habe so oft meine wahren Bedürfnisse und Gefühle unterdrückt, mich selbst abgewertet und verleugnet. Ich wußte einfach nie, was richtig für mich war und habe auf die Meinung anderer großen Wert gelegt, bin über meine Grenzen gegangen.
Als mein späterer Mann dann erklärte, dass es keinen Gott gäbe, habe ich auch das geglaubt. Aber das war nicht meine Überzeugung, denn ich bin katholisch erzogen worden. Nun hatte ich aber Probleme, meinen Kindern Gott nahe zu bringen, spürte aber, dass es meine Pflicht war. Materielles und Prestige waren mir damals wichtig. Ich fing wieder an, mich zu überfordern, wir hatten Erbschafts- und Nachbarschaftsprobleme. Ich fühlte mich von meinem Mann belogen und immer wieder im Stich gelassen. Es folgten drei Jahre lang massive Schlafstörungen, dann kamen Hautprobleme dazu. Ich fühlte mich total ausgelaugt, litt an Bandscheiben- und Magenproblemen.

(Das war meine Vorgeschichte. Nun beginnt mein eigentlicher Yogaweg:)

Ein Hautarzt riet mir, autogenes Training zu üben. Diesen Rat nahm ich auch dankbar an. Ich belegte einen Kurs, übte jeden Tag mindestens einmal, und am Ende des Semesters hatte ich meine Schlafstörungen überwunden. Es ging mir wieder viel besser, war positiver geworden, und ich übte weiter, war begeistert.
Im Anschluß an diesen Kurs wurde ein Yogakurs angeboten. Ich wußte damals nicht, was Yoga war, wollte aber schon lange wissen, welches Geheimnis sich hinter diesem Namen verbarg. So belegte ich auch diesen Kurs und wußte gleich am ersten Abend, dass es etwas war, was ich schon lange gesucht hatte. Zunächst interessierte mich nur der körperliche Yoga, erinnerte mich ja auch etwas an meine schöne Turnerzeit. Spirituelles habe ich damals befremdlich empfunden, spürte manchmal sogar Angst davor, zumal es mein Mann vollkommen ablehnte.
Ich genoß meine Yogastunden, zuhause übte ich nur selten, hatte immer noch massive Nackenprobleme. Die Schmerzen machten es unmöglich, dass ich wieder in meinem Beruf als Grafikerin hätte arbeiten können.
Wieder kam ein Ortswechsel, diesmal nach Bayern, wieder ein neuer Lebensabschnitt . Unsere Wochenendehe begann. Ich habe es geduldig angenommen. Es sollten elf Jahre werden. Durch das viele Alleinsein konnte ich mir aber mehr Zeit für mich nehmen. So begann ich täglich Yoga zu üben und erlebte mich immer bewußter, nahm Empfindungen wahr, die ich vorher nicht für möglich gehalten hätte. Ich war begeistert. Meine Schmerzattacken wurden seltener und verschwanden schließlich ganz. Was die schulmedizinischen Ärzte nicht für möglich gehalten hatten, war mir gelungen, nur durch das Üben der Asanas .
Jetzt entstand in mir der Wunsch, das weiter zu geben, was mir geholfen hatte. Also machte ich 1996 im österreichischen Scheffau bei den Sivanandas die vierwöchige Yogalehrer-Ausbildung.
Danach bot ich gleich einen Vormittags- und einen Abendkurs bei unserer VHS an. Jedoch, während meine Zeichenkurse gut liefen, meldeten sich hier nur je zwei Leute an. Ich war enttäuscht. Die damalige VHS-Leiterin riet mir, dem Kurs einen anderen Namen zu geben, da ich als Yogalehrerin ja noch nicht bekannt sei. So bot ich für das nächste Semester zwei "Hatha Yoga"- Kurse an. Nun wollten viele wissen, was denn Hatha Yoga sei, und meine Kurse waren ab jetzt gut besucht.
Seitdem lehre ich Hatha Yoga für die VHS und die AOK.
2004 erfuhr ich, dass in Bad Meinberg Yoga Vidya interessante Fortbildungen anbot. So machte ich gleich die Atemkursleiter-Ausbildung. 2005 folgten die Entspannungs-, die Meditations- und die Kirtan- und Mantra-Gesangs-Kursleiter-Ausbildung. Jedes Jahr gönnte ich mir eine weitere Fort- oder Ausbildung. So wurde ich auch Yogatherapeutin und Ayurveda-Gesundheitsberaterin. Die Spiritualität ist mir heute sehr wichtig, gehört einfach dazu. Das Mantrasingen faszinierte mich ja sofort, kam meiner Liebe zur Musik sehr entgegen.
Yoga hat mir Selbstbewußtsein geschenkt, viele Erkenntnisse, Ausdauer und Frieden. Es sah eigentlich alles sehr gut aus.
Doch leider wurde ich meinem Mann zu fremd, eine jüngere Frau gefiel ihm besser. Im letzten Jahr wurden wir geschieden. Oft habe ich mich in den letzten Jahren gefragt, ob es vielleicht doch ein Fehler war, so tief in das Thema Yoga einzutauchen. Meditationen haben mir in dieser schweren Zeit des Loslassens sehr geholfen und helfen mir immer noch.

Ab dem Sommer dieses Jahres werde ich für die AOK keine Yogakurse mehr geben dürfen, da ich als Grafikerin angeblich nicht den "richtigen Vorberuf" habe. Hier spielt es keine Rolle mehr, welches Wissen und Können ich mir im Laufe der letzten Jahre angeeignet habe und was ich investiert habe. Gestern hat mir ein befreundeter Zahnarzt erzählt, dass diese Krankenkasse sich in ihrer Werbung jetzt als die "Kompetenz-Krankenkasse" darstellt. Ich habe mich jahrelang als Werbekaninchen für diese Krankenkasse benutzen lassen, zum Dank dafür werde ich jetzt so abgewertet von Menschen, die eigentlich keine Ahnung vom Yoga haben, die eigentlich auf unsere Kosten ihr finanzielles Fehlverhalten vertuschen wollen. Damit geht es mir gar nicht gut. Ich werde jetzt meine Matte ausrollen und Asanas genießen, damit es mir danach wieder besser geht.

H.

(ging per Email ein)

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