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Was hat dich dazu gebracht, auf Fleisch zu verzichten? Gab es ein besonderes Ereignis? Hattest du gesundheitliche Gründe? Waren vielleicht deine Eltern Vegetarier? Hat dich jemand dazu inspiriert? Wurdest du vor oder nach Beginn deiner Yoga-Praxis zum Vegetarier?

Wie ist es dir ergangen bei der Ernährungsumstellung? Hast du das plötzlich gemacht oder schrittweise?
Wie geht es dir heute damit?

Ich bin schon gespannt auf eure Antworten.
Das kann dann auch viele andere inspirieren.

Liebe Grüße

Sukadev

Tags: vegan, veganer, vegetarier, vegetarisch

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Hallo an @lle,

Ich wurde zum Vegetarier ab dem 01.01.1982 – indirekt angeregt durch meine Großmutter, welche als Mitarbeiterin einer Metzgerei unsere Familie mit Unmengen an Wurst und Fleisch eindeckte. Es war auch die Zeit, indem die Industrie im großen Stil mit den Zusatzstoffen in Lebensmittel und Überzüchtung der Lebensgrundlagen begannen. In meiner Familie griffen deshalb die Allergien und Unverträglichkeiten heftig um sich: u.a. Müdigkeit, Antriebslosigkeit, diffuse Aggression u.a.m. Ich bekam Leberwerte wie ein Alkoholiker – obwohl ich kein Alkohol trank!

Da beschloss ich an 31.01.1981: ab Neujahr mich nur noch vegetarisch zu ernähren. Das war eine Zeit, wo Vegetarier genauso angesehen war wie E.T. und China ohne Mao undenkbar war. Ich bekam in diesem Zuge
• von meinen Eltern nur trockene Nudeln mit Salat zu Mittagessen. Abends Brötchen mit Tomaten etc. vorgesetzt.
• in sogenannten „guten Restaurants“ meiner damaligen Zeit, setzte man mir Fisch oder Hühnchen vor mit den Worten: „da ist ja kein Fleisch drin!“ Später noch, bei den damaligen Avantgardisten des deutschen Restaurantbetriebes zumindest ein Eieromelett vorgesetzt (wo man aufpassen musste, das kein Schinken dabei war!). Was hat da jemand diese A. gesagt: „Avantgardisten sind Leute, die nicht genau wissen, wo sie hinwollen, aber als erste da sind“.
• In diversen Mensas, Firmenrestaurants usw. bekam ich Kaiserschmarrn und anderen Süßkram als Mittagsessen vorgesetzt – da hätte ich damals vor Wut als umgangssprachlich „die Enten füttern“ können.
• Meine bucklige Verwandtschaft :-) und deren verbundenen Anhang haben mir ein furchtbares Ende vorausgesagt. Jedoch war allen diesen Unkenrufer, nach über 30 Jahren meines Vegetarismus, traurigerweise selbst kein gesundes Ende beschieden.

Inzwischen ernähre ich mich auch sogar gluten- und milchfrei – größtenteils sogar vegan, was ich den Umstand meiner gesundheits- und ernährungsgewandten Reiselust zu verdanken habe. Ich brauche auch keine Ärzte mehr und ich sorge auch dafür das diese mich auch nicht bekommen.

Zumindest haben sich hier die Zeiten zum positiven geändert - in meiner Verwandtschaft ist sogar der Veganismus verbreitet. Ein schwacher Trost: Somit war ich Pionier in der Vegetarierbewegung.

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