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Was hat dich dazu gebracht, auf Fleisch zu verzichten? Gab es ein besonderes Ereignis? Hattest du gesundheitliche Gründe? Waren vielleicht deine Eltern Vegetarier? Hat dich jemand dazu inspiriert? Wurdest du vor oder nach Beginn deiner Yoga-Praxis zum Vegetarier?

Wie ist es dir ergangen bei der Ernährungsumstellung? Hast du das plötzlich gemacht oder schrittweise?
Wie geht es dir heute damit?

Ich bin schon gespannt auf eure Antworten.
Das kann dann auch viele andere inspirieren.

Liebe Grüße

Sukadev

Tags: vegan, veganer, vegetarier, vegetarisch

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Ich fand Vegetarier immer schon halbherzig und nicht hilfreich, deshalb bin ich gleich Veganer geworden!!!
(aus: http://www.facebook.com/vegetarisch.leben)
Ich war mit meiner Familie essen.. es gab Steak. Ich habe mich danach so schlecht gefühlt. Ich wusste, dass ich meinem Körper damit schade. Ich bin Vegetarier geworden, weil mein Körper die Signale gesendet hat. Bereut habe ich bisher absolut garnichts. Im Gegenteil - mir gehts viel besser wie früher!
(aus: http://www.facebook.com/vegetarisch.leben, wo die gleiche Frage gestellt wurde: Wie bist du zum Vegetarier geworden?)


yoginiharini schrieb:
Lieber Sukadev
Ich bin seit meiner Yogalehrerausbildung bei Euch Vegetarierin; das ist etwa 3 Jahre her. Die Anfänge waren recht einfach, da es in Bad Meinberg eine gute Küche gibt. Die Umsetzung zu Hause vollzog sich allmählich. Ich verzichtete gleich komplett auf Fleisch - kochte aber noch für Mann und Kinder "normal". Mit der Zeit merkte ich, daß ich für mich ganz anders kochen wollte, andere Zutaten, andere Gewürze - sehr international. Inspiration war mir die Veggi-Rezepte-Zeitung "Köstlich Vegatarisch", die immer genau die Gemüse verarbeitet, die gerade auch in meinem Garten wachsen oder die saisonal grade fällig sind. Damit besserte sich dann auch die eigentliche Ökobilanz unseres Essens. Vermissen tue ich das Fleisch bis heute nicht - manchmal kann ich den Geruch schon nicht mehr ertragen, wenn er mir in die Nase weht.
Wahrscheinlich Psycho-sch... aber es riecht nach Tod, Gewalt und Schmerz.
Meine Tochter lebt seit jetzt auch schon fast drei Jahren vegetarisch und jetzt auch vegan. Die Männer meiner Familie essen Fisch und ab und zu auch Fleisch - Schwierigkeiten bereitet es keinem von uns, den anderen mit seinen Essgewohnheiten zu akzeptieren. Im Kollegenkreis wird sich trotzdem noch munter lustig gemacht und in meiner größeren Familie wird noch schief geguckt.
Für mich ist wichtig, kein Lebewesen zu verletzen, nur weil ich Hunger habe, denn den kann ich mit so vielen anderen Sachen stillen. Dank Dir geht mein Bemühen ist die Richtung alle Lebewesen (nicht nur die Tiere) zu lieben, also auch die Fleischesser unter uns - wir sind eben alle Eins.
Liebe Grüße
Namasté
Beatrix Harini
Hallo zusammen,
es sieht so aus als ob die Mehrheit der Vegetarier durch Yoga zu dieser Ernährungsweise gekommen sind. Bei mir war es Reiki. Nach der dritten Einweihung mochte ich kein Fleisch mehr - das sind jetzt etwa 11 Jahre. Yoga habe ich erst danach begonnen. Zuerst war das Gefühl da, danach erst die übrigen Gründe vegetarisch zu leben in mein Bewusstsein gerückt. Einfach ist es jedoch auch heute noch nicht, es gibt in meinem Umfeld nur sehr wenige Vegetarier.Aber Dumme Bermerkungen gibt es glücklicherweise nur noch sehr selten.
Allen die vom Verstand ausgehend Vegetarier werden wollen: Fühlt in Euer Herz!!!
NAMASTE Monika
Hallo Monika, du sprichst mir aus der Seele. Cholesterinspiegel, Fleischskandale und Hunger in der dritten Welt rechtfertigen eine Entscheidung rational und helfen bei Diskussionen. Trotzdem kann es nur einen "wahren" Grund geben, Vegetarier zu werden: Liebe. Liebe zu jedem Lebewesen, das existiert, aber auch Liebe zum eigenen Wunderwerk Körper. Wenn letzteres fehlt, gerät man nämlich in Versuchung, auch mit jedem Salatkopf Mitleid zu haben und vor lauter Nachdenken über die ethischen Konsequenzen der eigenen Existenz zu verbiestern. Denn wenn wir ehrlich sind, müssten wir uns irgendwann entleiben, wenn wir unserer Umwelt gar keinen Schaden zufügen wollen. Auch eine Seidenraupe und eine Baumwollpflanze haben Bewußtsein und mit dem Sauerstoff, den wir wegatmen und dem Wasser, das wir trinken, könnten andere überleben, die das jetzt nicht tun. Schöner finde ich die Vorstellung, das alles im Leben seine Zeit, seinen Platz und seinen Sinn hat. Auch die Fleischesser, auch die Pelzträger, auch die Vielflieger. Wenn einfach jeder nach bestem Wissen und Gewissen handeln würde, wäre die Welt schon einen großen Schritt weiter. Und unser Wissen können wir Vegetarier und /oder Yogis/Yoginis nur überzeugend leben und weitergeben, wenn wir anderen mit Wohlwollen und Toleranz und Liebe begegnen, auch wenn sie (noch) in einer anderen Welt leben durch ihre eigenen Prägungen. Vegetarier, die anderen Menschen Aggression oder Ekel oder auch nur Überlegenheitsgefühle entgegen bringen, dienen der Sache nicht so, wie ein ausgeglichener, fröhlicher, in sich ruhender Mensch, der durch sein Vorbild überzeugt und nicht durch Missionierung. Dann braucht er auch keine rationalen Rechtfertigungen für sein Verhalten, sondern verändert von Herz zu Herz.
om shanti
Angelika
Hallo!
Ich fand bereits als Kind Fleisch essen ganz schwierig. Wenn man mich dazu zwingen wollte, hatte das meistens die Folge, dass ich mich übergeben musste. Den Metzger, der jährlich unsere zwei Schweine schlachten kam, verschimpfte ich als Mörder. Ich wurde als Kind häufig mit zur Jagd genommen. Wenn die Jäger etwas schießen wollten, setzten sie mich irgendwo aus, da nie jemand etwas mit mir zusammen geschossen hatte. Später träumte ich ganz schrecklich von Schlachthöfen. Bei der Zubereitung von Fleisch musste ich mich sehr häufig übergeben. In der Metzgerei bin ich oft ohnmächtig geworden. Als junge Erwachsene aß ich dann gelegentlich Fleisch, stellte jedoch fest, dass sich danach viele Schmerzen im ganzen Körper einstellten. Nun bin ich schon seit ein paar Jahren Vegetarierin und es ist eine Befreiung, kein Verzicht. Seit 10 Jahren praktiziere ich Yoga. Über die Auseinandersetzung mit Yogaphilosophie, aber auch Ernährungsphilosophien begann ich meine Abneigung gegen Fleischverzehr zu verstehen. Bei mir ging dieser Weg also schon eher über Leiden und Erfahrungen.
Om Namah Shivaya
Anandi
Om Namah Shivaya..

ich möchte eine ganz andere Geschichte erzählen....

Vor mehr als 20 Jahren bin eine Vegetariarin geworden wegen der Gänse, die am lebenden Leib ihre Federn verlieren müssen und sterben von den Schmerzen, die sie erleiden. Dann vegan.

Nun aber, jetzt ich habe gesundheitliche Schäden, weil ich mich einseitig ernähre.
Ich müsste nun alle abzählen. Aber ich mache das nicht öffentlich. Das wichtigste das mein Darm kann >nicht mehr die Kohlehydrate spalten. Pflanzliche Eiweisse sind nicht genug.
Ich bin entsetzt. Ich muss Fleisch essen, auch wegen Vit. B.

Ich bete für die Tiere und für mich.

Om Namah Shivaya
Shivapriya

Ich habe von Kindheit an Fleisch gegessen. Berichte über Gammelfleisch oder Hormone oder was sonst noch im Fleisch alles ist und da nicht hinein gehört, haben mich stets gerüttelt und sagen lassen: "eigentlich sollte man kein Fleisch mehr essen."

Erst durch Yoga habe ich ernsthaft darüber nachgedacht, tatsächlich kein Fleisch mehr zu essen. Die veröffentlichten Schlachthof-Filme haben mir den Weg zum Vegetarier geöffnet. Das klappt noch nicht immer so, wie ich es möchte, aber ich habe mir vorgenommen, grundsätzlich kein Fleisch, Wurst oder Fisch mehr zu essen. Allerdings erlaube ich mir, ab und zu zu "sündigen". So nehme ich mir das Gefühl gescheitert zu sein, sollte ich mich doch plötzlich mit einer Currywurst in der Hand zu erwischen.

Es ist jetzt vielleicht noch einmal in der Woche, dass ich Fisch oder Fleisch esse. Ich bemerke, dass ich mich gesünder fühle und auch ein anderes Verhältnis zur Tierwelt bekomme.

Om Shanti
Peter
Shivapriya Kessler schrieb:
Om Namah Shivaya..
Nun aber, jetzt ich habe gesundheitliche Schäden, weil ich mich einseitig ernähre.
Ich müsste nun alle abzählen. Aber ich mache das nicht öffentlich. Das wichtigste das mein Darm kann >nicht mehr die Kohlehydrate spalten. Pflanzliche Eiweisse sind nicht genug.
Ich bin entsetzt. Ich muss Fleisch essen, auch wegen Vit. B.

Liebe Shivapriya,

das klingt ja grausig. Wie kam's dazu? Was hast du denn gegessen, und was nicht?

Viel Glück und alles Gute!
Norbert
Hello, Norbert,
danke, dass Du mein Klagen gelesen hast.

Ich habe mich normal vegetarisch ernährt, was man so alles essen kann. Aber erst mal die Milchprodukte gegessen, ca. 11-12 Jahre. Danach min. 5 Jahre vegan.
Es war ein schleichender Prozess, man kann nicht genau sagen ab wann es schlechter ging, vielleicht während der veganer Fase.
Ich war nun bei mehreren Ärzten. Sie waren sich alle einig.

Ich habe jetzt ein Ernährungsplan bekommen und muss mich daran halten, wenn ich wieder gesund werden möchte.

Om Namah Shivaya.
...kann auch umgekehrt sein - wieder auf ärztl Rat Fleisch gegessen eher unbekömmlich und dann extrem zugenommen nach Nikotinentzug (Jahrzehnte her).

Dalai Lama nach Gallenblasenop ißt auch wieder auf ärztl Rat ein wenig ausgesuchtes Fleisch ...




Umstellung bei mir war überhaupt... um damals das heimliche Qualmen ohne Fressanfälle hoffentl. zu stoppen gewesen. War vielleicht zu viel zugleich und - ohne Yoga - war auch nicht empfohlen worden und ob man dann die richtige Richtung getroffen hätte? Seinerzeit wäre mir dessen Wirkung wohl evtl. zu langsam erschienen, .- verglichen mit Kaffee etc. - vielleicht auch zu teuer
.
....
Test
Hallo Shivapriya,

meine Frau ist Heilpraktikerin und hat mir gerade erzählt, daß es sehr unwahrscheinlich ist, daß durch Ernährung alleine der Körper die Eigenschaft zur Kohlenhydrataufspaltung verliert. Viel wahrscheinlicher ist, daß Medikamente oder Pilze dafür verantwortlich sind.

Ich persönlich würde den Arzt oder Heilpraktiker meines Vertrauens bitten, beim Institut für Mikroökologie (http://www.mikrooek.de/) meinen sogenannten "Kyberstatus" feststellen zu lassen. Das bedeutet, du gibst eine Stuhlprobe ab, die dann dein Arzt/HP zum Institut zurückschickt. Das Institut wertet den Status aus und schickt eine Diagnose deiner gesamten Darmflora zurück, verbunden mit Empfehlungen für verschiedene "Symbio"-Präparate (Bakterienkulturen, die deiner zerschossenen Darmflora wieder heilen helfen). Der Kyberstatus kostet 70 Euro, aber er ist jeden Cent wert.

Meine Mutter hatte jahrzehntelange massive Probleme mit Verdauung und Darm. Nach einer solchen Analyse und der anschließenden vier-Wochen-Bakterienkur waren die Probleme verschwunden.

Gute Besserung!
Om namah Shivaya!

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