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Ich liebe die Wechselatmung, mag aber kein Kapalabhati.
Muss man eigentlich immer Kapalabhati vor der Wechselatmung machen? Oder kann man die Wechselatmung auch ohne Kapalabhati gut üben?

Tags: Kapalabhati, Wechselatmung

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hallo,

da hier noch niemand geantwortet hat, melde ich mich mal zu wort *g*

wechselatmung kannst du ohne kapalabhati machen. es gibt verschiedene ausführungen von nadi shodana. egal welche ausführung, kapalabhati ist nicht zwingend vor/mit/nach/bei nadi shodana anzuwenden.
Namaste,

zu einer "vollständigen" Pranayamarunde gehört Kapalabathi eigentlich immer dazu. Allerdings probiere ich auch viel aus und kombiniere unterschiedliche Atemübungen miteinander. Es funktioniert genau das, womit du dich wohlfühlst - Yoga paßt sich immer dem Menschen an, nie der Mensch dem Yoga.
Aber, aber - du solltest dich mal fragen, warum du diese Übung nicht magst bzw. meidest. Vielleicht kannst du dich damit auch ein Stück weiterbringen, wenn du es mal eine Weile durchhälst. Oft ist es das eher unangenehme, was dir zu einem Durchbruch oder Erlebnis verhilft.

yogische Grüße

Shivaram
Namaste ! - Hallo Maxim, Hallo Yogis/Yoginis,

mit meiner Antwort v. 06. März habe ich mich auf das bezogen, was bei Yoga Vidya gelehrt und durchgeführt wird. Kapalabathi zählt zwar zu den Shatkriyas, wird aber auch dem Pranayama zugerechnet - übrigens auch in anderen Traditionen - da bei der Ausübung natürlich auch Prana aufgenommen wird.

Von der Vorstellung, dass man einfach eine Yogaschrift nehmen und nachlesen kann "dieses oder jenes wird so und so gemacht" habe ich mich schon seit längerem verabschiedet, spätestens seit der Lektüre des wundervollen Buches v. Georg Feuerstein "Die Yoga Tradtition". Hatte ich gedacht, eines verstanden zu haben, wurde es in einer anderen Yogaschrift anders dargestellt, bewertet und/oder ausgeführt.

Nachlesen meiner eigenen Yogaschriften brachte dann ebenfalls zutage, dass in der einen Übersetzung z.B. der Hatha Yoga Pradipika stand "rechts einatmen - links ausatmen" - in der anderen Übersetzung der HYP genau anders herum. Das setze sich dann in den Yogabüchern verschiedener Autoren beim selben Thema so fort. Entweder wurde "falsch" übersetzt, fehlerhaft abgeschrieben oder anders gedeutet. Das Ergebnis war dasselbe: keine eindeutigen Antworten auf meine Fragen, was eben richtig ist !

Die Kosequenz hieraus habe ich für mich folgendermaßen gelöst: Ich schaue mir das an, was in "meiner" Tradition unterrichtet wird und versuche in Übereinstimmung mit meinem Körper zu kommen. Wenn es sich für mich richtig anfühlt, ist es gut, wenn nicht, lese ich nach, was andere zu diesem Thema schreiben. Aber ich glaube mittlerweile, dass es ein "richtig" oder "falsch" oder das macht man "so oder so", nicht gibt.

Übrigens, in einer Übersetzung der HYP, Herausgeber Sivananda Yoga Vedanta Zentrum, 1987, Vers 44 steht geschrieben: "Es gibt acht Kumbhakas: Suryabheda, Ujjai, Sitkari, Sitali, Bhastrika, Moorcha und Plavini. - sind nach meiner Rechung nur sieben. Was ist der achte ?

an Maxim:
mich würde sehr interessieren, was eine "vollständige" Pranayamarunde nach deinem Wissen beinhaltet, da mir Pranayama auch sehr am Herzen liegt. Bin ich für alle Infos zu diesem Thema dankbar. Ich kann aus der HYP nicht herauslesen, was zu einer Runde gehört, nach meiner Ansicht wird darin nur aufgezählt, was grundsätzlich zu den Pranayamas gehört. Antworten auch auf e-mail Shivaram@gmx.de möglich. Vielen Dank schon einmal.

und viel Spaß beim Atmen :-)

Shivaram
Om namah shivaya lieber Shivaram, der achte ist Brahmari.Brahmari (Biene)= Einatmen mit Schnarchton, Ausatmen mit Summton (vollständige Yoga-Atmung), kann mit oder ohne Bandhas u/o Kumbhaka gemacht werden. Wirkungen: Zur Entwicklung von Stimme, Reinigung von Kehle, Stimulierung der Chakras, Verbesserung der Atembeherrschung, nachweislich gut in der Schwangerschaft.
Om Shanti PetraRattay
Hallo Petra !

:-) , auch Brahmari ist mir bestens bekannt. Aber es entstand bei mir die Frage, wie so etwas zustande kommen kann, in einer Übersetzung?

Aber das ist bei weitem nicht der einzige Fehler (so man es nennen will), der mir in verschiedenen Übersetzungen der Schriften aufgefallen ist. Oft wird das beim Lesen schnell übersehen. Wenn man aber mal gezielt recherchiert, ist schon auffällig, wie unterschiedlich Textpassagen ausfallen können. Damit meine ich nicht nur die Deutung der Schriften, die ja unterschiedlich ausfallen kann, da viele Originalzeilen einfach "verschlüsselt bzw. vieldeutig" vom Verfasser formuliert wurden, sondern einfach Fehler in Aufzählung, Art und Weise, Abschreibefehler etc..

Um das Kapitel für mich abzuschließen, - ich bin einfach nur vorsichtig geworden und übernehme spezielle Textpassagen (die für mich wichtig sind) nicht mehr einfach so mit vollem Vertrauen, dass diese unumstössig so richtig sind. Om Shanti - danke für deine Antwort Petra !

Om Namah Shivaya


Shivaram
Om OM OM !

Ich möchte mich nochmal melden, um Aditi vielleicht eine Antwort zu geben, die ihr weiterhilft. Wenn du z.B. einmal Bhastrika üben möchtest, wird gelehrt, dass zuvor nach Kapalabathi mindestens 20 min Wechselatmung gemacht werden sollte. Dies sind jedoch Übungen, die mit der entsprechenden Erfahrung angegangen werden sollten - und !, wenn du dich soweit gut fühlst und dein ganzes Sadhana darauf abgestimmt ist. Dies bedeutet (zumindest für mich), auch Verzicht auf bestimmt Lebensmittel und eine sehr regelmässige Übungspraxis bei Anleitung durch einen erfahrenen Lehrer. Sollten dann Erfahrungen auftauchen, die du nicht kennst, kannst du dich immer an diese Vertrauensperson wenden.

Aber Nadi Shodana kann ohne Probleme meiner Meinung nach für sich allein geübt werden.

Shanti

Shivaram
Namaste !

Danke Maxim, für die Zeilen, denen ich nur zustimmen kann ! Da ich aber auch noch arbeiten muss :-), komme ich an solch eine Praxis nicht heran.

Aber genau das ist der "springende Punkt"! - andere Schriften lassen erkennen, dass nichts von all dem erforderlich ist und ! das göttliche Gnade hinzukommen muss, um das Ziel der Ziele zu erreichen.
Daher kann nur jeder selbst seinen persönlichen Weg wählen.

Shanti, Shanti Shanti

Shivaram
Hallo Maxim,

vielen Dank für die informativen Beiträge :) ... da lerne ich jedes Neues.

Könntest Du mir bitte das neue Detail zu Agni-Sara erklären? Ich habe die Übung seitdem beibehalten und würde mich über neue Erkenntnisse sehr freuen.

Glück ab :)
Ich empfinde so auch ein anderes Feeling. Und gut aufs Klo muss ich danach. Das ist aber nicht neu. :D

Ich beschreib mal mein Prozedere
Zuerst Uddiyana und dann drücke ich den Bauch aktiv von innen und nach außen und zurück. Durchgängige Spannung und dabei schön durchkneten. Den Bauch locker lassen tu ich nur beim atmen zwischen den Durchgängen.

Nauli ist in der HYP als wahre Schrotflintenladung gegenüber Krankheiten jeglicher Art angepriesen. Und auch als ausgleichend für die drei Humores. Galle, Wind, Schleim. äääähhh ... Kann ich mir darunter Vata, Pita und Kapha vorstellen? Oder hab ich mich da nun verspekuliert? :)
Hallo Yogis !

kann mir jemand bitte mitteilen , welche Übersetzung der HYP du nutzt bzw. empfehlen kannst. Ich nutze eine aus d. Phänomen Verlag, Herman Walter, 1893 übersetzt, herausgegeben 2007 und die HYP, die v. d. Sivananda Yoga Vedanta Centers, 1987, herausgegeben wird - beide mit Kommentaren. Aber beide sind doch schon sehr alte Übersetzungen, gibt es was neueres in deutsch ??? Ebenso geht es mir mit den Upanishaden-Übersetzungen, -nutze u.a. die v. Paul Deusen - finde aber, das Feuerstein gefälliger und lesbarer übersetzt, leider liegen seine Übersetzungen nur in Auszügen in seinem Buch vor.

Übrigens: morgens als erstes einen halben Liter Kräutertee, dann Toilette - und dann erst Pranayama, sonst brauche ich gar nicht erst anfangen :-), abends gehts eigentlich ! Aber i.d.R. mache ich nur morgens Pranayama und Surya Namaskar und abends mehr Asanas und Meditation. Das langt eh, mehr Zeit ist nicht drinn :-(

Om Namah Shivaya -
Die müssten Shit-Karmas heißen ... :)

Einige Übungen mache ich sehr gerne. Kapalabathi, Agni Sara, Tratak, Nasenspülung, Zungenschaber. Aber nicht alle.

Dhauti
Was bringt das Mullbindenschlucken überhaupt? Das ist mir echt schleierhaft.

Basti
Dazu konnte ich mich noch nicht wirklich durchringen ... für so eine Session muss man ja besser richtig Zeit einplanen? Wie läuft das eigenlich genau ab?
Dhauti soll Schleim und Verunreinigungen aus dem Magen entfernen, die sich an der Mullbinde festsetzen und dann mit Herausziehen dieser Binde entfernen lassen. Ich selbst kriege die Binde nicht runtergeschluckt. Habe in der Ausbildung auch nur einen Yogi gesehen, der ungefähr 20 cm schlucken konnte. Ich denke, dass dies auch nicht ganz ungefährlich ist und ein erfahrener Yogi schon dabei sein sollte.

Grundsätzlich sind meiner Meinung nach schon einige der Reinigungsübungen fraglich, da wir bei unseren hygenischen Bedingungen eigentlich keine Würmer, Parasiten oder ähnliches mit uns rumtragen, die damit früher wohl entfernt werden konnten.

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