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Was stellst Du dir unter Erleuchtung vor? Soll man sie im Alltag erstreben?

Auf Anregung eines netten Members hier zwei Fragen die wir mal beantworten können.

1.) Was stellst Du dir unter Erleuchtung vor?

2.) Soll man sie im Alltag erstreben?

Bin gespannt wer hier aktiv wird und was dabei raus kommt.

om shanti - Nanga Parbat alias Diamir

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Hier ein bisschen Input von Ron Smothermon.

You will not depend on others to pronounce your life worthy.
You will not depend on others to pronounce your life worthy.

Du wirst nicht von Anderen abhängig sein dein Leben für wertvoll zu erachten. (wird wiederholt entweder aus Versehen oder weil es besonders wichtig ist).

Criticism will be of no concern to you.

Kritik wird dich nicht berühren.

You will not be criticizing others and you will not be attached to their criticism of you.

Du wirst Andere nicht kritisieren und du bist nicht verhaftet an ihre Kritik an dir.

You will be in the experience of loving others.

Du wirst die Erfahrung haben das du Andere liebst.

You will know that life is not serious and that it is profoundly significant.

Du wirst wissen das das Leben nicht ernst ist und das es in großem Maße bedeutungsvoll ist.

You will know that others contribute to your life and you will acknowledge them for it.

Du wirst wissen das Andere zu deinem Leben einen Beitrag leisten und du wirst sie dafür anerkennen.

You will truly have what you own in life through a willingness to not have it and a willingness to share it with others.

Du wirst wahrlich haben was du hast im Leben durch die Bereitschaft es nicht zu haben und es mit Anderen zu teilen.

You will live in the present moment and not be attached to your memories of the past or your schemes for the future.

Du wirst in der Gegenwart leben und nicht verhaftet sein an deine Erinnerungen an die Vergangenheit und deine Vorstellungen der Zukunft.

Das ist eine Menge Stoff was Ron da schreibt. Wie gefällt euch das?

Wenn Erleuchtung das ist, was Smothermom hier beschreibt, dann scheint mir das ein durchaus erstrebenswerter Zustande zu sein. Das, was hier beschrieben wird, befähigt eine ja zu einem guten Umgang mit den Mitmenschen.
Bislang hatte ich immer den Eindruck, dass Menschen, die sich für erleuchtet halten, sich anderen haushoch überlegen fühlen.....und dachte: so was braucht kein Mensch.
Aber das, was ich hier gelesen habe, kann man auch als Christ unterschreiben.
Überhaupt glaube ich, dass eine religiöse/spirituelle Erfahrung, wenn sie echt ist, einen Menschen nicht arrogant, sondern demütig macht.

Hallo Maeggie,

Überheblichkeit bewirkt eigentlich das Gegenteil von dem was hier Topic ist.

Es baut Mauern und kann auch als Egozentik bezeichnet werden.

Mein Lehrer sprach nicht von erleuchtet. Er spach von "going gonzo" was heißt das man im Zustand der Ganzheit ist.

Leider kann ich meine Antworten - so wie früher - nicht mehr revidieren seit dem das Masterpasswort geändert wurde.

Ich würde sonst eine Formulierung ändern:

You will be in the experience of loving others.

Du wirst die Erfahrung haben das du Andere liebst. Diesen Satz würde ich ändern in

Du wirst in der Erfahrung sein das du Andere liebst.







Maeggie sagt:

Wenn Erleuchtung das ist, was Smothermom hier beschreibt, dann scheint mir das ein durchaus erstrebenswerter Zustande zu sein. Das, was hier beschrieben wird, befähigt eine ja zu einem guten Umgang mit den Mitmenschen.
Bislang hatte ich immer den Eindruck, dass Menschen, die sich für erleuchtet halten, sich anderen haushoch überlegen fühlen.....und dachte: so was braucht kein Mensch.
Aber das, was ich hier gelesen habe, kann man auch als Christ unterschreiben.
Überhaupt glaube ich, dass eine religiöse/spirituelle Erfahrung, wenn sie echt ist, einen Menschen nicht arrogant, sondern demütig macht.

Zu der zweiten Frage, soll man das im Alltag anstreben?

Ein 100%iges Ja.

Wann sonst? Im Urlaub? Am Sonntag?

Natürlich soll man im Alltag destruktives Verhalten ablegen und in Wonne und Verbundenheit leben.

Symptome des Erwachens / der Erleuchtung

Jeder ist erwacht, nur der Grad der Realisierung ist unterschiedlich.

Von Erleuchtung wird meist erst bei 100 % Realisierung gesprochen, am Weg dorthin werden wir reifer und bewusster und es ist jedem selbst überlassen, bei wieviel Prozent er sich schon als erwacht sieht oder nicht.

Es gibt die Zeit vor dem Erwachen und die nach dem Erwachen.
Beide haben ihre Symptome und unterliegen eigenen Gesetzmäßigkeiten.
Hier schreibe ich nur von den Anzeichen, die auftauchen können, wenn wir uns der Erleuchtung nähern.

Das Leben davor, ist grundsätzlich das, was jeder Mensch lebt, denn alle befinden sich schließlich bis zum Erwachen in diesem Abschnitt.
Doch hier ist es ein großer Unterschied, ob du spontan und unvorbereitet erwachst oder jahrelang danach gestrebt hast.

Für spontanes Erwachen kann es natürlich keine Symptome geben, es geschieht ohne Ankündigung. Das ist ein sehr interessantes anders Thema, besonders die Reaktion darauf und der Umgang damit, nachdem es geschehen ist. Dazu ein andermal.

Nun zu den Anzeichen, die sich zeigen können, wenn wir uns der Schwelle des Erwachens nähern:

Verlust bisheriger Werte

Irgendwie werden Dinge weniger wichtig. Dadurch erleben wir uns als lockerer und
sind entspannter. Wir müssen dafür nichts direkt tun, es ist Ergebnis unser bisherigen
Bemühungen wie Meditation, Selbsterfahrung oder Therapie, wir haben dazugelernt
und lassen nun altes los. Unsere Konditionierungen beginnen aufzuweichen.

Ahnungsvolle Vorfreude

Weil altes seine Macht über uns verliert öffnet sich ein neuer Raum. Dieser ist noch
nicht zugängig, wir merken bloß, dass vor uns etwas Neues, größeres liegt. Es kann
sein, dass wir uns grundlos freuen und Lust haben, Dinge anders zu machen oder
neues auszuprobieren.

Zweifel

Es ist ja ganz nett, wenn alles leichter wird, doch wir beginnen zu zweifeln wo es noch
hinführen wird. Die Anfangseuphorie schwindet und altes entgleitet uns aus den
Händen. Wir sehen vieles mit anderen Augen und passen daher nicht mehr ganz
so in das Bild einiger Menschen. Wir spüren, wenn wir weiter loslassen, verlieren wir
vielleicht bestimmte Menschen, unseren Job, … die Kontrolle. Jetzt zeigt sich
wieviel Urvertrauen da ist.

Angst

Waren wir bereit bisher zu gehen, begegnet uns jetzt richtige Angst, denn die Schwelle
der Erleuchtung ist nahe. Wir spüren den Sog unserer tiefsten Sehnsucht und wissen
irgendwie, dass alles anders sein wird, wenn wir jetzt nicht umkehren. Wir wägen was
wir bereit sind zu verlieren: unseren Job, unser soziales Umfeld, die Freunde, … Wir
fragen uns ob wir bereit sind den Preis zu bezahlen. Auf der einen Seite ahnen wir
tiefsten Frieden, nach Hause kommen in unsere wahre Natur, Einswerdung mit dem
Göttlichen, dem Absoluten, auf der anderen Seite haben wir Angst um den Verlust
unserer geliebten Katze, unseres Partners, der Zugehörigkeit,…

Panik

Wir spüren, erst wenn wir bereit sind alles aufzugeben, können wir die Schwelle
überschreiten. 99 % genügen nicht, dass ist uns jetzt klar. Panik macht sich breit, denn
jetzt kommt es wirklich darauf an. Du realisierst, dass die letzte Entscheidung ansteht:
„Bin ich bereit meinen Körper und meinen Verstand zu verlieren, alles zu
verlieren. Auch dieses Ich, dass mich bis hierhergebracht hat, dem Menschen adieu zu
sagen, der ich bisher war. Im vollen Bewusstsein der Möglichkeit, dass nichts mehr
der bisherigen Welt wie ich sie kenne verfügbar ist?“
Ja, du bist beriet, bist Gast auf deinem eigenen Begräbnis und lässt vollkommen los ….

Nichts

Und dann geschieht … nichts.
Panik und Angst sind verschwunden, Zweifel und Vorfreude sind weg. Es ist nur still.
Auf eine Art und Weiße wie du es noch nie erlebt hast.
Du müsstest dich wundern oder freuen. Du müsstest überrascht sein oder erleichtert.
Doch DU bist nicht mehr hier.

Alles

Dennoch hebst du den Arm. Dennoch bewegt sich der Körper, werden Gedanken
gedacht, Gefühle, gefühlt und Worte gesprochen. Und langsam dämmert es, dass das
einzige was verlorengegangen ist, die Identifikation ist. Die Identifikation mit dem
dem Ich. Denken findet immer noch statt, doch das was du jetzt bist, erlebt es nicht
mehr als SEIN Denken, SEINE Gefühle, SEINE, Worte, SEIENEN Körper.

Alles ist wie früher, doch nichts ist mehr wie es einmal war.
Und losgelöst von jeglicher Anhaftung fließt dieses FREIE DU mit dem Strom des
Geschehens.
Kontrolle kehrt zurück, doch nicht mehr zu dir, Angst weicht, aber nicht mehr von dir.
Als FREIES ICH hast du klare Sicht auf alles und gehst den Weg, der beim Gehen erst
entsteht.
Kein Plan mehr den du folgst, keine Erwartung, die es zu erfüllen gäbe, keine
Sehnsucht mehr die zieht, keinen Druck mehr der beschwert. Leicht wie eine Feder
und stabil wie ein Berg und voller Dankbarkeit bist du jetzt im vollen Umfang das, was
du immer schon warst – Gott, Liebe, Brahman, höchstes Bewusstsein, verkörpert als
Mensch. Und solange du mit diesem Körper lebst, trägst den Mantel des Ichs, die
Maske der Person und bist Teil von Liila, dem göttlichen Spiel.

Namaste, Ananda

www.open-mind-akademie.de

Erleuchtung ist der tiefere Sinn des Lebens. Deshalb ist sie grundsätzlich erstrebenswert. Erleuchtung bedeutet Frieden, Liebe, Glück und Einheit. Aus meiner Sicht gibt es viele Stufen der Erleuchtung. Durch Yogaübungen, positives Denken und Meditation kann sich jeder Mensch in einen Zustand des Friedens und des inneren Glücks bringen. Wer allen Menschen Gutes tut und eine glückliche Welt wünscht, kommt in einen Zustand der umfassenden Liebe. Wenn die Kundalini erwacht, kann ein tiefes inneres Glück entstehen. Und ein großer innerer Frieden. Manche Menschen sind dann nur noch begrenzt fähig in der Welt zu handeln und einen normalen Alltag zu haben. Wenn sich das Ich.Bewusstsein auflöst und alle Wünsche verschwinden, hat man nur noch begrenzt Lust am Spiel der weltlichen Menschen teilzunehmen. Man verweilt lieber in der Ruhe und im Glück. Aber man kann immer aus Liebe handeln. Man kann handeln, wenn man nicht an sich, sondern an seine Mitwesen denkt. Es kann Angst machen, wenn sich das Ego auflöst. Aber wer es einmal erfahren hat, weiß, dass sich dahinter Frieden und Glück verbergen. Erleuchtung kann spontan entstehen, aber normalerweise ist es ein langer Weg. Unsere Aufgabe ist es auf unsere Weise den Weg zu gehen, Dann stellt sich der Erfolg irgendwann von alleine ein. Gut ist es einen erleuchteten Meister zu haben. Dann wird man auf seinem Weg beschützt. ich verbinde mich jeden Tag mit meinen erleuchteten Meistern.

"Erleuchtung": Gewahrsein im ALL-EINEN, die Verschmelzung von Subjekt und Objekt, nicht umsonst bedeutet der sanskrit Begriff Yoga - Einheit, Einssein,Ver-ein-igung, das ist ganz sicher auch im "Alltag" durchaus erstrebenswert, wie hier schon von Diamir angemerkt: "Wann, wo sonst?"

Siva shambo!

Für mich ist Erleuchtung ein spekulatives Konzept, dessen Ausgestaltung abhängig ist von Erfahrung,Wissen, Vorurteil,Kultur des Spekulierenden. Die einzelnen Konzepte(und Texte) für Erleuchtung durchzugehen ergibt spannende Einblicke in die verschiedensten Weisen menschlicher Vorstellungen und des Denkens.

Aus diesem Grund halte ich es für wenig sinnvoll "Erleuchtung" anzustreben. Vielleicht ist der frühbuddhistische Begriff des "Erwachens" (bodhi) handhabbarer: Ich bin als "normaler" Mensch in einer Art Schlafzustand- nicht offen für alle Aspekte des Seins. Durch Erkennen meiner mir innewohnenden Kräfte bin ich in der Lage ein selbstverantwortetes Leben zu führen in Anerkennung des Anderen (Mensch als auch Welt)- eben als "Erwachter" durchs Leben gehen. Das Bild wird ja auch im Konzept der fünf Koshas ähnlich verwand, die als Hüllen das Eigentliche verbergen.

Der Weg dahin wird durch die Yoga Praxis ,wie im achtfachen Pfad des Patanjali beschrieben erleichtert, da hierdurch Selbsterkennung, Lebenskompetenz und innere Freude entsteht. Insofern ist es mir genug den Weg zu gehen und mich nicht zu grämen weil ich das "Ziel" nicht erreiche. :-)

Ein wichtiger Bestandteil des Yogaweges ist es zufrieden zu sein mit dem was ist. Es genügt einfach nur den für uns richtigen Weg zu gehen. Das Leben ist schwierig genug. Wer es meistert, kann mit sich zufrieden sein. Allerdings ist es natürlich schöner, im tiefen inneren Frieden, im Glück und in der Liebe zu leben. Insofern ist es gut, diese Potentiale in sich selbst zu entwickeln. Dabei helfen Yoga, Meditation und positives Denken. Es ist wichtig uns innerlich zu heilen und in eine gute Energie zu kommen. Dann bringt das Leben deutlich mehr Spaß.

Ich unterscheide zwischen Erwachen und Erleuchtung. Erwachen bedeutet in eine Einheitssicht des Lebens zu kommen. Nach meiner Erfahrung ist auch das ein schrittweiser Weg. Ich gehe spazieren und gelange dadurch in Harmonie mit mir und der Natur. Je mehr meine Energie zu nimmt, desto mehr fühle ich mich ein mit der Natur und allen Wesen. Kleine Übungen wie die Naturbetrachtung, das Zur Ruhe Kommen und das Loslassen aller Problem können helfen.

Erleuchtung bedeutet dem Wortsinn nach mit Licht gefüllt zu werden. Mit dem Begriff Licht ist hier die spirituelle Energie gemeint (Chi, Atman, Odem, der Heilige Geist, das Licht Gottes). Wenn wir durch spirituelle Übungen unsere inneren Verspannungen auflösen, dann kann die Lebensenergie in uns fließen. Unsere Chakren öffnen sich und die Energiekanäle werden aktiviert. Je mehr die Energie fließt, desto größer wird das Glück, der Frieden und die Liebe in uns.

Ich mache jeden Tag Übungen, um die Kundalini-Energie in mir zu aktivieren. Was mir jeweils hilft, ist unterschiedlich. Das kann eine Visualisierung, ein Mantra, eine Atemübung oder eine Körperbewegung (Yoga, Buddhahaltung) sein. Gut ist es allen Wesen Licht zu senden und so in die Einheitsdimension zu kommen. Die Kundalini-Energie erwacht durch Übungen und aus Gnade. Dann ist man mit Licht gefüllt, lebt in einer Wolke aus Licht und strahlt Licht aus. Wenn ich voller Licht bin, dann entstehen tiefes Glück und tiefe Zufriedenheit in mir.

Nach meiner Erfahrung reicht das Erwachen nicht aus. Erwachen führt zu tiefen Frieden und der Überwindung aller Ängste. Mein Ziel ist es im Glück und in der Liebe zu leben. Dafür brauche ich die Kundalini-Energie. Ist die Energie umfassend, gelange ich automatisch in eine Einheitsbewusstsein. Erleuchtung geht weit darüber hinaus. Es öffnen sich immer neue Dimensionen der Energie bis hin zu einem Zustand der höchsten Glückseligkeit, den wir Paradies, Nirwana oder ein Leben in Gott nennen können. Der spirituelle Weg ist unbegrenzt und es lohnt sich ihn zu gehen. Es gibt nichts besseres.

Ein Deutscher Therapeut, der sich intensiv mit Büchern und Seminaren mit dem Erwachen befasst ist Christian Meyer.

Er hat ein paar Videos auf Youtube. Hier eins davon:

Drum: Zufriedenheit in der Genügsamkeit = Glückseligkeit!
Oder
Drum: Zufriedenheit in der Genügsamkeit = Glückseligkeit!
Oder: "Wo ich schaue, wo ich schreite, offene Weite!"


Siva shambo!

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