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Vorurteile sind ein großes Hindernis auf dem spirituellen Weg.
Wenn wir über einen Menschen nicht gut denken, spüren wir es recht schnell:
Manchmal im Bauch, manchmal im Herzen oder woanders. Wir stulpen jemanden eine Mütze über.

Erste Hilfe bei Entstehen von Vorurteilen:
Bewusst werden lassen...
In jedem Menschen steckt das Gute. Und jeder handelt aus dem Guten heraus.
Auch wenn es erst einmal nicht so aussieht. Gehe in die Beobachterposition. Beobachte deine Gedanken. Warum haben ich diese Gedanken und wo kommen sie her?
Schicke Licht und Liebe zu diesem Menschen und suche mindestens eine Eigenschaft, die dir an ihr/ihm gefällt. Konzentriere dich mehr auf die Positiven Seiten.
So wirst du mehr Zufriedenheit für dich und deine Umwelt erreichen.
Fallen dir noch mehr Tipps gegen Vorurteile ein oder möchtest du eine Erfahrung mit uns teilen?

Om Shanti
Satyadevi

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Antworten auf diese Diskussion im Yoga Forum

Ja ich weiss ich schrieb ja schon: "alles ist brahman" das Boese ist "nur" die Kehrseite des Guten - nur in welcher W-I-R-K-L-I-C-H-K-E-I-T von der Palette der Moeglichkeiten? Haben wirklich alle auf diesem Planeten ausreichend Freiheit und Einkommen um nach Wunsch das naechste Yoga-Studio zu besuchen oder sich einfach in ihr Apartment zurueckzuziehen und auf dem Kopf zu stehen?

Warum dann Vegan leben oder Gewaltlosigkeit, yoga praktizieren, wenn im Grunde "Alles gut ist", fuer was geht die Occupy Bewegung auf die Strassen, warum gibt es Greenpeace, PETA.... etc. wofuer werden taeglich all die Mitmenschen ermordet - wenn ALLES GUT ist - um zu "lernen" das es kein "gut und boese" gibt, das sie einer Illusion aufgesessen sind?
Gerrit67 sagt:



mk sagt:

Ja, klingt ueberzeugend, werde mal bei Assad um darshan anfragen, schade das die un-boesen den Gaddafi so uebel hingerichtet haben, sonst haette ich glatt den um eine Audienz gebeten, bin Laden waere auch noch eine gute Chance gewesen, also an Auswahl fehlt es ganz gewiss nicht, nur liebe Menschen um uns die WIR und all deren Opfer nur verkennen, das GUTE und wahrhaft goettliche in ihnen uebersehen, dann ist doch schon alles ganz gut so wie es ist, das waere ja schon satyaloka - also alles Friede, Freude, Eierkuchen, wir sehen das nur verkehrt, weil wir nicht das GUTE in ALLEM erkennen - das verklicker ich mal dem Polizisten bei der naechsten Geschwindigkeitsueberschreitung - das nur ER das alles falsch sieht!

;-)


- prajñānam brahma -

hallo mk,

nach meiner spirituelle Lebensauffassung sind wirklich alle Ereignisse die uns Menschen auf der Welt, im großen und im kleinen passieren, irgendwie wichtig für unsere Entwicklung. In diesem Sinne gibt es dann kein gut und böse.

Gruß,
Gerrit

@Max: Ich weiss nicht ob das immer unabdingbar als Vor-Urteile zu werten ist oder ob es einfach So-Sein, das Leben, so wie wir es in all seinen Facetten wahrnehmen!

Eins ist ganz sicher es gibt salziges und bitteres, suesses und scharfes, kaltes und warmes, lichtes und dunkles... es gibt eine ungeheuerliche Palette von all diesen Dingen die wir taeglich erfahren - tamas, rajas und sattva im turbulenten Wandel - zu unterscheiden was gut und was schlecht ist die Grundlage fuer die Erkenntniss um Veraenderungen zu erstreben, sonst waere ein gut Teil der Sutren des Patanjali und so einiges Andere mehr, schlichtweg hinfaellig und nur Makulatur der weltlichen Ereignisse!

Je mehr Körperidentifikation desto mehr die Vor-Ur-Teile

@ honix: "Nur der mit vollen Bauch, kann gemaechlich sagen er habZ keinen Hunger!"

Die fruehe Jugend Siddharta's, er wuchs im Palast auf, alles war schoen, zugriff zu allen erdenklichen , wie erlesenen Speisen, Musikanten, Musen, Kunstwerke die Kurzweil schenkten, er war von Wachen und Soldaten beschuetzt, von Hofdamen, Vater und Mutter vor drohender Unbill geschuetzt, bis er dann mal ausserhalb des Palastes, mit dem pochenden Leben konfrontiert wurde....und Elend, Alter, Krankheit, Hunger, Siechtum zu sehen bekam...das trieb ihn an in die Fremde zu gehen, Palast, Haus, Familie, den behueteten Luxus der Palastmauern und deren Sicherheiten hinter sich zu lassen.... dann nach langer Zeit kam ihm allmaehlich die Erkenntniss.....

yo- und unterdruecken geht garnicht, das waere die alleruebelste Selbsttaeuschung, die wie Rost durch den Farbanstrich, wieder durchbrechen wird!

hare bhol!



Dieter Jahnke sagt:

Je mehr Körperidentifikation desto mehr die Vor-Ur-Teile

dieter, wenn es eines Tages soweit sein wird es ganz leicht sein die Koerperlichkeit zu leugnen und wie der Narr zu frohlocken, nur viele scheuen dann wie Wildpferde vor der Schlange auf dem Pfad, jetzt duerfen wir diese Koerperlichkeit bewerten wie es einem Jedem zu Gesichte steht - ist hier nicht schon der Urgrund aller Vor-Urteile zu finden?

@honix: ja der "alte Lessing", der "Westen" hat auch so einiges an hochkaraetigen Philosophen hervorgebracht, in Indien wissen das, scheinbar weit mehr Leute zu schaetzen als hier... hat auch was... there is a message there somewhere!

Das glaube ich nicht. Vorurteile sind ja letztlich a priori Urteile, die man hat, bevor man mit einem Menschen / Wesen auf irgend eine Art interagiert. Sie entspringen also dem Geist, der Körper spielt da imho keine hervorgehobene Rolle.

Dieter Jahnke sagt:

Je mehr Körperidentifikation desto mehr die Vor-Ur-Teile



Max sagt:

Geht es eigentlich nur mir so, dass ein vollständiges Ablegen von Vorurteilen alles andere als leicht ist?

Ich glaube, ich habe schon einige Fortschritte gemacht -- aber gegenüber den ultrakonservativen Muslimen, die hier im Viertel leben, merke ich, dass ich noch einige Arbeit vor mir habe. Bei mir funktioniert gut, einfach zu beobachten und die vielen Gemeinsamkeiten festzustellen.

Om Shanti
Max

Hallo Max,

du sprichst mir aus dem Herzen. Ich bin froh dass es nicht nur mir so geht dass ich viel alrbeit vor mir habe.

Gruß
Gerrit

naja... einfach Unwissenheit.. halt.

Honix sagt:

Balken im Auge? (there is a message there somewhere)

@m jaya jaya jaya brahman kî jaya

Ich meine jede Form von Vorurteil sollte vermieden werden, ob gut oder weniger gut. Man kann eine "vermeintliche Meinung" haben von einem Menschen, aber man sollte diesen Menschen oder allgemein Menschen nicht vorverurteilen. Da hat Dieter sehr recht, um so größer die Körperidendifikation ist, um so größer ist das Ich/Ego, somit ist Trennung da, was widerum einhergeht mit Vorurteil, die beiden gehören zusammen, und jede Tennung verursacht Leid. das heißt, solange wir ein Ego haben werden wir auch Vorurteile haben.
Wenn ich z.B. sage oder denke, ich kann das besser als du, oder der ist mir lieber usw., in dem Moment habe ich den anderen Vorverurteilt dass er schlechter ist. Vorurteilsfrei kann man nur sein wenn man ganz in der Gegenwart ist/lebt. Auch wenn ich von einem Menschen gute Vorurteile habe, habe ich mit meiner Geisteshaltung ein Vorurteil abgegeben. Ich stelle mich also über den anderen, und der andere ist dem oft hilflos ausgeliefert, und so bekommt dieser Mensch eine bestimmte Form oder Anschauung...

Interressant, wenn also jemand ein "Vorurteil" haelt, durch wen wird das entdeckt? Wenn nicht durch die Person selbst, durch eine 2. oder 3. Person, "entdeckt" diese Person dann nur den Fehler in der anderen Person, oder unterwirft sich 2./3. Person dann dem selben Debakel des vor-verurteilens?

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"Wie mangelhaft und falsch kann eines Menschen Wissen,

Von Himmelslaeufen seyn, Mondsonnenfinsternissen!

Die Sterne werden durch sein Irren irr nicht werden,

Weiss er nur selber was er hat zu thun auf Erden.

Und wenn er das nicht weiss; was hilft das er die Bahn

Des Himmels kennt, die er doch nicht wandeln kann!

Wenn du erkennen willst den Ruhm in seiner Bloesse,

Vergleich am Himmel ihn mit Sternen erster Groesse.


Die letzter Groesse sind die etwa mindergross,

sie scheinen kleiner dir durch ihre Hoeh bloss.

Drum laechle, rueckt man dich zum letzten Range nieder,

und rueckt man dich empor zumersten, laechle wieder!

Zwei Augen die getrennt im eigenen Kreise stehn,

und doch das selbe Dinge als EIns , nicht doppelt sehn,

Sie sind das schoenste Bild von zweier Seelen Innung,

Die ganz zu einer macht grundeinige Gesinnung,

Den gleichen Gegenstand sehn also gleich die Beiden,

Das sie als zwei ihn garnicht koennen unterscheiden.

Dies voellig gleiche Sehn hat aber zur Bedingung

Des inneren Sehgewebs Durchdringung und Verschlingung.

Anlag und Stimmung ist sich so harmonisch gleich,

Das ganz unmoeglich wird Zwiespalt in ihrem Reich.

Und nie wenn Krankheit nicht und Rausch den Frieden bricht,

kommt Doppelsichtigkeit in ihre Weltansicht!

-------------<>-----------

Der Bach zum Strome sprach: Du schlingst mich ein so jach,

Ich dacht ich waer, und fuehl, ich bin in dir, ach!

Der Strom sprach: Lass das Wort!

Zum Meere gehn wir fort, und wie du hier in mir, in ihm vergeh' ich dort!

------------<>-----------

Friedrich Rueckert "Die Weisheit des Brahmanen" (Vers.94,95,96)

Yo, so ungefaehr, denke das, mit dem "3. Auge beobachet" ist DAS der Schuetze, Pfeil, Bogen, Ziel und....Zeuge und um DEN Zeugen geht's, u.U. noch biss'l weiter... ganz OHNE Zeugen!

- ॐ -

Ich meine, Ja.
Die zwei Augen sind einmal der Geist (beschränkt) und die Seele (rein).
Eigentlich ist alle immer gleichzeitig da, aber unser Geist kann immer nur einen kleinen Teil davon wahrnehemen.

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