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Vorurteile sind ein großes Hindernis auf dem spirituellen Weg.
Wenn wir über einen Menschen nicht gut denken, spüren wir es recht schnell:
Manchmal im Bauch, manchmal im Herzen oder woanders. Wir stulpen jemanden eine Mütze über.

Erste Hilfe bei Entstehen von Vorurteilen:
Bewusst werden lassen...
In jedem Menschen steckt das Gute. Und jeder handelt aus dem Guten heraus.
Auch wenn es erst einmal nicht so aussieht. Gehe in die Beobachterposition. Beobachte deine Gedanken. Warum haben ich diese Gedanken und wo kommen sie her?
Schicke Licht und Liebe zu diesem Menschen und suche mindestens eine Eigenschaft, die dir an ihr/ihm gefällt. Konzentriere dich mehr auf die Positiven Seiten.
So wirst du mehr Zufriedenheit für dich und deine Umwelt erreichen.
Fallen dir noch mehr Tipps gegen Vorurteile ein oder möchtest du eine Erfahrung mit uns teilen?

Om Shanti
Satyadevi

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Antworten auf diese Diskussion im Yoga Forum

Hallo Satyadevi,

ein schöner Denkanstoss. Ich selber bekomme fast täglich solche Übungssituationen.

Gruß
Gerrit

Grundursache fuer solche Tendenzen ist die voellig normale Dualitaet der unterscheidenden Wahrnehmung, der "Kampf" des Dunkeln und des Lichten, der "Daemonen und der Goetter", des Guten und des Boesen, kalt und warm... Abneigung und Anziehung (raga und dvesha)... in Allem steckt von dem Allem etwas... Zwischen gut und boese zu unterscheiden ist ein menschlicher Reflex der uns auch als Ueberlebenstaktikk dient(e)!



Karma sagt:

Vor-urteile entstehen, wenn du nicht bei dir Selbst bist und bleibst.

Karma

OmMaNiPadMeHum

Hallo Karma,

bei mir bleiben ja, aber es ist m.E. die halbe Wahrheit. In der alltägliche Praxis lerne ich gerade, dass es sinnvoll ist, empatisch bei dem Anderen zu sein und zu verstehen, dass immer ein Bedürfnis dahinter steckt. Ich übe mich gerade in der Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg.

Herzliche Grüße
Gerrit

Gruß



Eduard Heinrich Alfons Jolmes sagt:

Was ist denn eigentlich schlimmer?

Wenn ich gegen jemand Vorurteile habe?

Oder wenn ich jemand verurteile?

Hallo Eduard,

erstens finde ich es überraschend, dass sich an diese Diskussion bisher nur Männer beteiligen. Vorurteile sind, wie das Wort schon sagt, Urteile im voraus. Verurteilen bedeutet für mich jemanden zu beschuldigen, die Schuld geben von etwas.
Was ist schlimmer? Ich kann nur dazu sagen dass beide, wenn es mir (leider noch viel zu oft) passiert, mir sehr viel Kraft und Energie kostet. Es tut mir dann nicht gut. Deshalb versuche ich, empatisch bei den Anderen zu bleiben, damit ich wirklich diesen Menschen und seine Bedürfnisse verstehe. Wenn ich es (durch die häufige Lehrmeister auf meinem Wege) schon öfter schaffe gewaltfrei zu kommunizieren, bemerke ich, wie es mir kraft gibt, es geht mir dann richtig gut.

Herzliche Grüße
Gerrit

Vor-urteil zu haben ist kein ver-urteilen im direkten Sinne, das sind Aepfel und Birnen!

Vor-urteile zu hegen heisst .m.E. jemanden/etwas in eine bestimmte Kategorie einzuordnen (z.B. "Spinnen sind gefaehrlich, Zigeuner klauen alle, Muslime sind alle Terroristen, Amis sind doof)".., was der Denkapperat unentwegt mit ALLEM tut, daraus bildet sich dann das sogenannte "Weltbild" das jeder mit sich traegt und das ist Illusion, sprich Maya, die Welt der Taeuschung, weil das Wahrgenommene nicht so aufgenommen wird wie es ist, sondern interpretiert und dementsprechend eingeordnet wird, folglich nicht mehr das ist was es eigentlich ist - leer oder auch So Sein - ohne bestimmte Attribute!

Om namah shivaya.. hara hara bhole...bhole... om namah shivaya..

*

___/\___

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Eduard Heinrich Alfons Jolmes sagt:

Was ist denn eigentlich schlimmer?

Wenn ich gegen jemand Vorurteile habe?

Oder wenn ich jemand verurteile?

Kann mir das jemand sagen?

Gruß Eduard

Ein Vorurteil muss nicht immer ein negatives Stereotyp sein. Ein Vorurteil kann z.B. auch eine positive Erwartungshaltung sein, die ich einem bestimmten Menschen entgegenbringe, ohne ihn/sie zu kennen, vielleicht eine Idealisierung.
Wenn ich merke, dass ich ins Erwartungsnetz - positiv oder negativ - hineingetappt bin, frage ich mich, wozu das jetzt gut ist, warum ich das brauche.
Wenn ich dann merke, dass mir die konstruierte Erwartung die "Erlaubnis" gibt in alten Verhaltensmustern zu verweilen, frage ich mich, ob ich dass in diesem Moment so will oder ob es nicht mal Zeit für was Neues wäre.
Und dann kann ich experimentieren und beobachten, ob mir dass, was ich an Veränderungen wahrnehme, gefällt oder nicht.

Lieber Gerrit, sehr schöner Beitrag :-) Sehr inspirierend.
Lieber MK, huuuu...... bei der Aussage: ...voellig normale Dualitaet der unterscheidenden Wahrnehmung, der "Kampf" des Dunkeln und des Lichten, der "Daemonen und der Goetter", des Guten und des Boesen... habe ich fast Gänsehaut bekommen ;-). Meinst du wirklich, dass die Welt dualistisch ist? Und dass zw. Gut und Böse zu unterscheiden ein menschlicher Reflex ist? Kannst du dir vorstellen, dass es Menschen gibt, die nicht so denken? Swami Sivananda? Ich denke, dass die dualistische Weltanschauung sich bei manchen in den Geist eingeschlichen hat und dass sich das dann langsam auch im Sprachgebrauch ausgedrückt hat. Grund für die Kriege ist die dualistische Weltanschauung.
Das sehen wir in der menschlichen Geschichte. Heutzutage gibt es einige, die versuchen das DUALE DENKEN mit ihren Vorwürfen/Vorurteilen zu verscherfen.
Du bist böse. Das ist böse.... Ich behaupte das es das Böse nicht gibt. Oder kennt jemand eine Gruppe, die von sich behauptet: Wir wollen das Böse! Oder nur einen einzigen Menschen. Ich kenne keinen. Der Mensch stebt nach Frieden und Harmonie...
Ich freue mich über weitere Kommentare. Wie die anderen darüber denken, auch die Frauen :-)
Om Shanti
Satyadevi

@satyadevi: Ich "meine" in erster Linie garnichts - wollte, bezueglich der Eingangsfrage, damit voellig wertfrei eigentlich, zum Audruck bringen das aufgrund des dualen - sich getrennt sehens-begreifens - Vor-urteil-belastetes Denken - das "Schauen, Begreifen" der Welt diese Phaenomene hervorbringt - sonst nichts!

Du schreibst ja selbst: "

Ich denke, dass die dualistische Weltanschauung sich bei manchen in den Geist eingeschlichen hat und dass sich das dann langsam auch im Sprachgebrauch ausgedrückt hat. Grund für die Kriege ist die dualistische Weltanschauung.
"

Und bestaetigtst eigentlich ohne das "Boese, Dunkle, Schlechte, Zerstoererische" (Krieg) boese zu benennen die These, die nicht auf meinem "Mist" gewachsen ist - sondern EINE Form der Welt der Erscheinungen stellt... den gegenteiligen Aspekt von parvati - kali maa - oder von shiva - nataraj... was darauf hindeutet das es sich "nur" um einen anderen Aspekt, andere Attribute, Ausdrucks-Erscheinungsformen der EINEN Wirklichkeit handelt. - sonst nichts.

Das "der Mensch im einzelnen nach Frieden und Harmonie strebt" oder ebenz.B. in Syrien hunderte von Mitbuergern gnadenlos niedermetzeln laesst liegt in begleitenden Umstaenden - wenn dem i.d.T. nicht so waere, waeren die gesamte Menschheit schon mindestens in satyaloka und es waeren Einrichtugen wie YV etc. darshan, satsang, die Gita und der Weg des Yoga im Gesamten bereits ueberfluessig - meinst du nicht auch?

hari om

Lieber MK, ich glaube alle streben nach Frieden und Harmonie, auch die in Syrien. Wenn man da mal zurückverfolgt, wie es dazu gekommen ist, würde man staunen... spirituelle Einrichtungen halte ich immer für sehr wertvoll. Wenn die ganzen Menschen sich in Satyaloka befinden, dann werden wir bestimmt ein sehr friedensbringender, spiritueller Planet. Das würde sich bestimmt im ganzen Universum rumsprechen ;-) OM Shanti Satyadevi

Ja, klingt ueberzeugend, werde mal bei Assad um darshan anfragen, schade das die un-boesen den Gaddafi so uebel hingerichtet haben, sonst haette ich glatt den um eine Audienz gebeten, bin Laden waere auch noch eine gute Chance gewesen, also an Auswahl fehlt es ganz gewiss nicht, nur liebe Menschen um uns die WIR und all deren Opfer nur verkennen, das GUTE und wahrhaft goettliche in ihnen uebersehen, dann ist doch schon alles ganz gut so wie es ist, das waere ja schon satyaloka - also alles Friede, Freude, Eierkuchen, wir sehen das nur verkehrt, weil wir nicht das GUTE in ALLEM erkennen - das verklicker ich mal dem Polizisten bei der naechsten Geschwindigkeitsueberschreitung - das nur ER das alles falsch sieht!

;-)


- prajñānam brahma -



mk sagt:

Ja, klingt ueberzeugend, werde mal bei Assad um darshan anfragen, schade das die un-boesen den Gaddafi so uebel hingerichtet haben, sonst haette ich glatt den um eine Audienz gebeten, bin Laden waere auch noch eine gute Chance gewesen, also an Auswahl fehlt es ganz gewiss nicht, nur liebe Menschen um uns die WIR und all deren Opfer nur verkennen, das GUTE und wahrhaft goettliche in ihnen uebersehen, dann ist doch schon alles ganz gut so wie es ist, das waere ja schon satyaloka - also alles Friede, Freude, Eierkuchen, wir sehen das nur verkehrt, weil wir nicht das GUTE in ALLEM erkennen - das verklicker ich mal dem Polizisten bei der naechsten Geschwindigkeitsueberschreitung - das nur ER das alles falsch sieht!

;-)


- prajñānam brahma -

hallo mk,

nach meiner spirituelle Lebensauffassung sind wirklich alle Ereignisse die uns Menschen auf der Welt, im großen und im kleinen passieren, irgendwie wichtig für unsere Entwicklung. In diesem Sinne gibt es dann kein gut und böse.

Gruß,
Gerrit

Geht es eigentlich nur mir so, dass ein vollständiges Ablegen von Vorurteilen alles andere als leicht ist?

Ich glaube, ich habe schon einige Fortschritte gemacht -- aber gegenüber den ultrakonservativen Muslimen, die hier im Viertel leben, merke ich, dass ich noch einige Arbeit vor mir habe. Bei mir funktioniert gut, einfach zu beobachten und die vielen Gemeinsamkeiten festzustellen.

Om Shanti
Max

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