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:)
Ich bin mitten in der Einführung von Vastra Dhauti und möchte das bisher erlebte beschreiben. Über Eure Gedanken und Erfahrungen diesbezüglich würde ich mich sehr freuen.

Ich führe Vastra Dhauti morgens aus. Allgemein beruhigende Bewegungen für Gelenkmobilität und Atmen (9 little heaven qigong) Agni Sara, Nauli, Munde und Zungenreinigung sowie melken der Zunge, Gesicht waschen, Kaphalabati, Nadi Shodana und Meditation führe ich vorab aus. Hinterher noch einige Asana wie Pfau oder Kopfstand, Tiefenentspannung, Surya Namaskar gelegentlich. Bei den morgen-Asanas sind sehr, sehr unterschiedlich- Während ich einige Shat Kriyas mehrfach täglich praktiziere, so ist meine Zeit für Asana Abends. Mein Körper ist ansonsten zu locker, entspannt und aufgedehnt für Sport :))

Dies ist also mein Rahmen in dem nun Vastra Dhauti eingebettet ist. Ist ja eine der Übungen die mir zu Beginn Bauchgrummeln verursacht hat. Wenn ich die auf Fotos sah, dann: ürgs. Angstvolle Gedanken von epischen Würgereflexen suchten mich heim und schüttelten meinen Körper regelrecht.
Auf der anderen Seite ist es eine der Vorbereitungen und Bestandteile von Hatha Yoga.

Allgemeine
Ich nehme eine Mullbinde und koche sie für einige Minuten in Wasser. Das abkochen mache ich vorher und hinterher. Ich übe einmal pro Tag damit der Würgereflex wegkonditioniert wird und zwischendurch die Speiseröhre Zeit für Beruhigung hat.

Tag 0
Ich gehe in eine Apotheke kaufe eine Mullbinde von 8cm Breite und 5m Länge. Auf die Frage was ich damit machen möchte antworte ich Wahrheitsgemäß und ernte Unverständnis.


Tag 1
Der große Moment ist gekommen. Ich nehme mir vor locker zu Beginnen und nur wenige Zentimeter zu schlucken. Sofort überkommt mich großer Brechreiz. übung Ende. Ich kann nicht sagen ob überhaupt etwas eingeführt war. haha.

Tag 2
Ich mache mir Bewusst wie das Langhantel Training neulich verlief. Um eine bessere Technik bei den Frontsquats zu erzielen muss die Stange auf Brust so aufliegen das der Hals leicht gequetscht wird. Dies erzeuge zu Beginn auch einen Reflex und war völlig unnangenehm.
Ich beginne locker und passiere die Stelle von gestern mühelos. Ich kann einige Zentimeter einführen und dann gibt es Gefühlschaos.
Schwer zu Beschreiben. Im Prinzip Gefühls- und Emotionale Schwankungen in jede Richtung. Und zwischendurch völlige Entspanntheit.


Tag 3
Es geht weiter und der Tag ähnelt Tag 2


Tag 4
Es wird tiefer und die Phasen der Ruhe nehmen zu. Das Schlucken bereitet weniger Probleme. Eigentlich läuft alles easy. Immer rein damit und irgendwann kommt ein Würgerelex. Ich warte den ab und mache noch ein bisserl. Dann ziehe ich mit einem Schwung alles raus und ... VERDAMMT!!! haha. Das war eine dumme Idee hab das Gefühl mich erbrechen zu müssen. Mit Tränen in den Augen muss ich lachen. Schwungvolles rausziehen ist keine gute Idee.


Tag 5
Das Schlucken und Einführen bereitet keine Probleme über einen längeren Zeitraum. Was nicht so einfach fällt ist das regelmässige schlucken. Da möchten die Muskeln der Speisröhre noch nicht so. Das herausziehen der Binde ist nicht schön.


Tag 6
Es fällt einfach bis zu einem gewissen Punkt. Vermutlich beginnt immer der Bereich zu rebellieren der dies noch nicht gewöhnt ist. Die bekannten Bereiche sind easy, verschiedene Gedanken kommen auf oder ich bin konzentriert. Das herausziehen ist sehr, sehr unschön. Tränen kommen in die Augen, heftiger Würgereflex. Ich muss mich regelrecht beruhigen. Ich versuche verschiedene Techniken für das Herauszieehn.


Tag 7
Es läuft sehr gut hinein, ich schätze mittlerweile einen Meter. Ein Gedanke kommt hoch der es wert ist weiter zu denken. Ich stelle mir vor als Zauberer auf einem Kindergeburtstag Tücher aus meinem Mund herauszuziehen.
Irgendwann beginne ich behutsam alles hervorzuholen. Nicht schön, aber es geht. Als ich das schleimige Etwas betrachte verwerfe ich die Idee auf diese Art Kinder zu verzaubern :)


Tag 8
Es geht wie gewohnt und ich verspüre irgendwann einen starken Würgereflex dem ich nachgebe.


Ich führe dies weiter bis ich 5-7m einführen kann und dann reduziere ich auf einmal Wöchentlich und bei Bedarf.

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Antworten auf diese Diskussion im Yoga Forum

Hi Norman,

ich wollte mit der Frage der nach der Zeit kein "Wettschlucken" gegen die Uhr auslösen, hatte mich nur interessiert, weil ich wahrscheinlich den halben Tag brauchen würde, um 30 cm zu schlucken. Ich wollte mal eine Vorstellung vom "Zeitbedarf" bekommen.

Noch was anderes interessiert mich aber: Hast du Wirkungen festgestellt (außer vielleicht der gesteigerten Zufriedenheit darüber, was man überwinden und erreichen kann)?

Vielen Dank für die bereitwilligen Auskünfte.

Bhavani
Beachtenswert!

Vor bestimmten Kriya Atemuebungen wird empfohlen Olivenoel oder Ghee in kleinen Mengen zu schlucken, das der Atem, d.h. die zirkulierende Luft, die Kehle, Luftroehre recht austrocknen kann, was zu aehnlichen Reizungen wie Kitzeln im Hals, somit den Hustenreflex ausloesen, oder die Traenendruesen aktivieren kann.

ja, erfahrbare, mitteilbare Wirkungen irgendwelcher Art?
Hallo Norman,
wie geht es dir? Übst du noch regelmäßig und hat sich etwas verändert?
Ich habe mich noch nicht getraut.
Wie oft kann man eigentlich eine Mullbinde verwenden, d.h. wie oft übersteht sie das Auskochen?
Liebe Grüße von Haripriya
@ Bhanavani
hast du aber :))
Ich hab mich dann diesbezüglich erkundigt und 10 Minuten als Zeitgrenze für das Schlucken bekommen


@ mk
Danke für den Hinweis zum Ghee und Öl. Ölziehen mit Kokosöl ist für mich genau das richtige :) - dabei schlucke ich nur unbewusst

Was sind die erfahrbaren, mittelbaren Wirkungen.
Das, mein Freund, kann ich gar nicht so einfach sagen. Es ist eine von mehreren Übungen die ich praktizieren. Deutlich merke ich danach Frische. Klärung des Geist und ein deutlich reduziertes Hungergefühl. Ich denke die Klärung im Geist erfolgt durch das Auf und ab der Gedanken in den 10 Minuten.
Allerdings habe ich ähnliche Frische und Ruhe im Geist häufig nach Yoga Praxis.
Am deutlichsten ist der reduzierte Hunger und mir fällt auf das ich sensibler auf Nahrung reagiere. Ob es damit zusammenhängt das eine ganze Menge Rotz aus der Speiseröhre geholt wird? Ich weiß es nicht.
Am Anfang war ich nicht auf das reduzierte Hungergefühl eingestellt und habe ganz normal Sport gemacht. Das führte zu nicht so guten Ergebnissen - aber was soll mein Körper auch verfeuern wenn es nur ein Brötchen gibt haha


@Haripriya
Ja. Ich übe regelmässig. Allerdings 1 mal die Woche.
Folgendes hat sich verändert:
Es geht völlig easy rein und wieder raus.

Die Mullbinden sind robuster als die aussehen. Ich glaube die werden auch dafür gemacht häufig ausgekocht zu werden.
Ich hab mittlerweile eine ausgetauscht. Zu Beginn hatte ich wenig Achtsamkeit auf das putzen der Binde gelegt und die mehr ausgekocht. Hat dann binnen 2 Wochen ziemlich nach Hamburger Hafen gestunken - und tschüss binde. Die kosten 1 Euro



Heute morgen
Easy rein, easy raus.
Mein Pacing ist ungefähr gleich. Also 28-30 cm pro Minute. :)
@gleis24:

"Rotz"? ;-) meinst Schleim?
ja :)

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