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Ihr Lieben,

gerade spirituelle Menschen machen häufig übersinnliche Erfahrungen in der Natur.
Manchmal hat man das Gefühl die Natur spricht mit einem und drückt dieses sehr vielfältig aus.
Nebel steigen auf und formen sich zu Gestalten, ein Raubvogel kreist über dem Kopf, eine bizarre Wolke ist plötzlich am Himmel, ein Schmetterling landet auf deiner Hand....
Möchtest du eine tiefe spirituelle Erfahrung in der Natur mit uns teilen?
Das ist oft sehr inspirierend und ermutigt wieder, sich ihr zu näher...
OM Shanti Satyadevi

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Tolle Geschichte!

Bin beeindruckt wie das Leben so "spielt" d.h ablaeuft, hier greift doch Eines nahezu uebergangslos in das Andere, kein Wunder also das du es sogar noch Heute im Nachhinein als "Segen" bezeichnest!

Ich hatte ganz besonders in ungestoerter Natur, oft Erlebnisse wo ich intensive spuerte das da "was" war, obwohl da Niemand ausser mir zugegen war!

Wo ich die Jahre meiner Jugend verbrachte, war in der vom Krieg und den Mauerjahren schwerst gebeutelten Grosstadt Berlin, allerdings in einem etwas ruhigeren, nicht zentralen Bezirk. Das Haus, die Umgebung in der ich aufwuchs, war von einigen Parks mit Teichen, uralten Kastanien, Trauerweiden, samt Schwaene und aller anderem Gefieder beseelt, in einem dieser Parks gab es sogar ein Wildgehege, die Teiche, so sagen alte Ueberlieferungen, waren die Ueberreste des Wassergrabens der alten Wehranlage, was mich ganz besonders faszinierte.

Ganz besondere, magische Anziehungskraft hatte die "Alte Dorfkirche", die wie ich erst kuerzlichst herausfinden sollte "Skt. Katharina" (abgeleitet von der heiligen St. Katharina von Alexandria) hiess, sie war die Schutzpatronin der Schneider, und meine Mutter war Schneiderin!

In meiner Jugend oder auch spaeter ist nie dieser Name in Zusammenhang mit dieser Kirche gefallen, sie wurde immer als "alte Dorfkirche" bezeichnet!

Es ist bekannt das diese Kirche eine Wehrkirche der Tempelritter besser des Gutshofes eines Tempelritters aus dem 13. Jahrhundert war - der Bezirk in Berlin in dem ich geboren wurde und ausfwuchs heisst Heute noch Tempelhof!

Da war dieses uralt, mittelalterlich anmutende Eingangstor, mit einer goldenen Inschrift auf tiefblauen Grund, das Tor war wie die Umfriedungsmauer, die teilweise dicht mit Efeu bewachsen war, ganz aus massiven Felssteinen gebaut, was den Eindruck des Alters noch verschaerfte, die umgebenden Strassen waren ebenfalls noch mit richtigen Felssteinen gepflastert.

Oft stand ich wie angenagelt und bewunderte dieses Tor und diese alte Kirche, ganz besonders hatte es mir die Inschrift des Tores angetan, sie lautete: "Dies ist Gottes Haus, wie heilig ist diese Pforte, denn sie ist das Tor zum Himmelreich" !

Skt.Katharina

Der "alte Park"... mit Skt. Katharina im Hintergrund..

Das Wildgehege mit einem WEISSEN (Albino) Reh!!!

Das alte Tor... die "Pforte des Himmels"...

Und so gibt es aus dieser Zeit noch einige Geschichten... dadurch entfachtesInteresse und folgende Nachforschungen fuehrten bis zum Geheimniss umwobenen Untersberg im Berchtesgardner Land und wieder zu einem Templer mit selben dem Familiennamen der Familie in der ich geboren wurde, der dort auf "Weisung" einer Erscheinung auf einer Morgenlandfahrt, dort eine Kapelle erbaute, von der Heute noch die Grundmauern zu sehen sind, das war fast zeitgleich mit der Erbauung dieser alten Kirche - die der Skt. Katharina gewidmet ist und mich immer wieder, auch Heute noch magisch in ihren Bann zieht und mich die Zeit und alles Drumherum vergessen laesst - fast wie ein "Stargate"...!

Wenn ich diese Kirche betrete, dann ist mir als stuende dieser Mensch direkt vor mir - das Altar-Fenster hat (im Groben) die Umrisse eines Ritters mit seinem Umhang....

Sehr schoen ist auch in der dunklen Jahreszeit die Tradition diese Kirche mit Kerzen zu beleuchten die in schmiedeeisernen Haltern an den Waneden brennen..

Dann ganz in der Naehe in den schoenen Gruenanlagen des Alboinplatzes in Tempelhof liegt Heute ein Teich, der im Volksmund "Blanke Hoelle" heisst. In alten Zeiten soll es einmal grosser See gewesen sein. Als man aber den Teltowkanal anlegte, zog der das meiste Wasser an sich, so dass nur ein kleiner Rest uebrig blieb. Von der "Blanken Hoelle" erzaehlt die Sage:

Als die ersten Christen in unsere Heimat kamen, lag um den See ein dichter Wald. Von Tempelhof war noch nichts zu sehen; denn die Tempelritter siedelten sich erst spaeter an. Am See, mitten im Walde, lag ein heidnisches Heiligtum der Goettin Hel geweiht. Darin waltete ein alter Priester seines Amtes am Opferstein.

Als nun die ersten Moenche mit Kutte und Kreuz in unsere Heimat kamen, verirrte sich einer derselben in diese Einoede und kam an das heidnische Heiligtum. Der alte Heidenpriester nahm ihn freundlich auf, und da er schon recht gebrechlich war, bot er ihm an, an seiner Stelle den Dienst am Opferstein der Goettin Hel zu uebernehmen. Doch der Moench sprach: "Ich diene dem allmaechtigen Christengott, dem Schoepfer Himmels und der Erden. Wie kann ich deiner machtlosen Goettin opfern oder auch nur dienen?"

Doch lebten die beiden friedlich miteinander, bis der greise Heidenpriester eines Tages starb. Was sollte der Moench nun allein in dieser Wildnis anfangen? Ihm schickte die Goettin Hel nicht ihre schwarzen Stiere aus dem Wasser des Sees herauf, dass sie das Land umpfluegten, aus dem dann unglaublich schnell das Brotkorn sprosste. Und was der Alte an Nahrung hinterlassen hatte, das neigte sich dem Ende zu. Der Moench nahm nicht die zweifelhafte Hilfe der Heidengoettin Hel in Anspruch, sondern blieb seinem Christenglauben treu und rief Gott um einen gnaedigen Tod an.

Da schaeumte das sonst so klare Wasser schwarz auf, stieg ueber die Ufer, und die reissenden Wogen verschlangen Moench, Heiligtum und Opferstein. Seitdem ist nichts mehr von der Staette zu sehen. Hel zuernt den Menschen, und die Leute sagen, dass sie sich noch jedes Jahr ein Opfer in die Tiefe ziehe - schon mancher ist in dem anscheinend harmlosen Gewaesser ertrunken!

So steht zu Ehren Hel's und den schwarzen Stieren noch Heute ein riesiger aus Tuffstein gebauter Stier ganz stumm als Zeuge an dem kleinen Teich.... auch ein Kraftort mit spuerbarer Magie - mitten in der Grossstadt.

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Ravi Glückspilz-Chuzpe sagt:

Ja, wie ging das weiter mit meinem Naturtrip?

Ich bekam einen Ausbildungsvertrag zum Lehrberuf "Forstwirt".

Vertragspartner war das Land NRW, vertreten durch das Forstamt Paderborn.

Es war ein großes Glück für mich, denn als Kind hatte mich mein Vater, der als Viehhändler viele Bauern kannte, bei einer Familie als Ferienkind untergebracht. Ich war über 5 oder 6 sechs Jahre regelmäßig bei einer Bauernfamilie in den Ferien, machmal 3 mal im Jahr in den Oster-, Sommer- und Herbstferien.
Dort gefiel es mir sehr gut, ich habe sehr viel gelernt und intensiven Kontakt mit der Landwirtschaft gehabt.

In eben diesem Dorf war mein Ausbildunsplatz zum Forstwirt, ein wahrer Segen für mich.

Kleine Anmerkung fuer die, die "Antworten" schreiben, diese dann aber wieder loeschen - FYI: Es geht zeitgleich mit dem Absenden der Antwort eine e-mail Benachrichtigung an die anderen Teilnehmer der jeweiligen Rubrik raus, diese erhalten in jedem Fall eine "CC" der Antwort - auch wenn sie anschliesssend geloescht wird!

"Orte der Kraft" liegen selbstverstaendlich nicht in den verblassenden Schatten der Vergangenheit, in keinem fernen Land, oder an einem fremden Ort, oder in der verlockenden Fata Morgana des noch nicht Gekommenen, diesen "Ort der Kraft" kann Jede/r auch in sich Selbst finden, dort verschmelzen Vergangenes mit Zukuenftigen, oben und unten, richtig und falsch, alle Dualitaet zu einer alles offenbarenden gegenwartstraechtigen Bewussheit die keine Fragen offen laesst!

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Genauso ist es. Aber trotzdem sind diese Bilder wunderschön. Ein Versuch, Vergängliches zu "fangen". Farben, Eindrücke, Schönheit, Erhabenes...
Und eure Plaudereien über vergangene Zeiten sind auch sehr interessant...DANKE!
Herzlichst, Om om om
Babette

Danke fuer's teilen, sehr schoen!

Das ist ganz wunderschön, wie du es beschreibst, râmacandraji. Ich kann das sehr gut nachempfinden. Sowas lässt sich immer sehr schwer mit Worten beschreiben. Man muss es am besten selbst erleben. Ich danke dir auch ganz herzlich für´s Teilen deiner Erlebnisse.
Om shanti und ganz viel strahlend helles Licht,
râmanî

rāmacandra sagt:

Namaste, Om.

Dann möchte ich auch noch einen kleinen Beitrag leisten zum Thema. Ich bin durch das Kräutersammeln und die Meditation unter freiem Himmel dazu gekommen und habe das, was die Mystiker das "Licht der Natur" nennen, erfahren. Ganz besonders dort, wo die Wälder noch urwüchsig sind (also kein straighter Stadtwald, wo nur das wachsen "darf" was der Mensch haben will oder so) hatte ich mich anfangs hinbegeben.

Dann gab es da Momente, die wohl unbeschreibbar bleiben und nicht durch Worte ausgedrückt werden können. Ich habe mich als Teil des Ganzen erfahren, durchdrungen von unsichtbarem Licht. Später habe ich dann auch Meditationen abends, bzw. spät draussen ausgeführt und bin dadurch in der Erfahrung noch reicher und reifer geworden. Gerade die Stille, die einen dann einhüllt, das Räucherwerk, das Gebet, die Hingabe an das Absolute sind Erfahrungen, die mich dazu bestärkt haben, es immer wieder zu tun. Wenn die ersten Sterne sich zeigen, wenn die angenehme Abendluft einen einhüllt, fühlt man sich geborgen in der Umarmung der grossen Mutter. Dann gab es noch Erfahrungen mit eigentlich sehr scheuen Tieren, die interessiert näher kamen, praktisch an der Meditation und dem Ritual teilnahmen. Ich bin garnicht fähig , das irgendwie zu artikulieren, weil es einfach über das hinausging, was ich bis dahin kannte. Also müsst ihr euch in dem Fall mit solchen schlichten Beschreibungen abfinden ;)

Der Aussage stimm ich voll zu, obwohl so einer Windkraftanlage ein wenig an Romantik abgeht und abgesehen davon das die Dinger ueberholt sind und es weit bessere, fuer unsere fliegenden Genossen ungefaehrlichere und bei weitem nicht so riesige, auffaellige, Technologien gibt!

Mir ist's u.A. mal im ICE mt den Fahrgeraeuschen so gegangen.... ein kosmischer Reigen.... der Superlative!

Woher willst Du wissen, das Sie, die Große Mutter, nichts mit Romantik am Hut hat, im Gegenteil, R -om- antik, Rom ist antik darum, Romantik ist Liebe in Sprache und Form, namarûpâlîlâ oder mahâmâyâ.

Jenta sagt:

Puhh, Romantik. Die Große Mutter hat mit Romantik nichts am Hut. Sie schenkt uns so viele Möglichkeiten. Ob sie nun in freier Natur oder eingezwängter Natur, am Schreibtisch oder beim Baumstamm-Messen, beim Meditieren im Fahrstuhl oder beim Meditieren unter der großen Eiche passieren. Die Hauptsache ist, wir sind achtsam, bescheiden und offen im Geist. Aber da ist nichts romantisches dabei. Nur wieder ein Konzept, dass wir uns so gerne vorstellen...
May the mother bless you all and may all of you bless the mother with your laughing heart

mk sagt:

Der Aussage stimm ich voll zu, obwohl so einer Windkraftanlage ein wenig an Romantik abgeht und abgesehen davon das die Dinger ueberholt sind und es weit bessere, fuer unsere fliegenden Genossen ungefaehrlichere und bei weitem nicht so riesige, auffaellige, Technologien gibt!

Mir ist's u.A. mal im ICE mt den Fahrgeraeuschen so gegangen.... ein kosmischer Reigen.... der Superlative!

Namaste,
ich habe gerade eine Woche in Schweden verbracht. Morgens an einem stillen Ort Yoga zu praktizieren fande ich wunderschön, besonders am Meer. Ich habe mich der Natur noch nie so nahe und verbunden gefühlt wie zu dieser Zeit. Auch hatte die Midsommerzeit etwas Magisches.

Anhänge:

Unter guenstigsten Umstaenden sollte eine moeglichst saubere, ungestoerte natuerliche Umgebung die Voraussetzung fuer den/die Yoga-Uebende/n bilden - so jeden liest sich das in den uralten Ueberlieferungen!

Und jede/r der/die das mal durchgezogen hat - weiss was der Unterschied ist - obwohl daspraktizieren in der rush-hour auf dem times square oder auf sonst einer sehr geschaeftigen Grosskreuzung - mittten im heftigsten Verkehr moeglich sein sollte - nur da ist dann die Luft nicht wert pranayama durchzufuehren und die Schwingungen sind auch eher hart und heftig als sanft und erhebend...

Aber das nur zum "Programm" auf dem wir generell laufen.....

Ich finde ueberhaupt moeglichst naturnah zu leben ist schon ein regelrechter Segen!
yoga-vidya Potsdam sagt:

Namaste,
ich habe gerade eine Woche in Schweden verbracht. Morgens an einem stillen Ort Yoga zu praktizieren fande ich wunderschön, besonders am Meer. Ich habe mich der Natur noch nie so nahe und verbunden gefühlt wie zu dieser Zeit. Auch hatte die Midsommerzeit etwas Magisches.

...habe mich schon immer, auch als ganz junger Mensch, stark von der Natur, wenn es nur ein Stadtpark war, angezogen gefuehlt!

Verbringe meiner "Freizeit" (was 'ne irre Begriffschoepfung dieser sehr fragwuerdigen Leidkultur!) und soweit die klimatischen Verhaeltnisse das hier zulassen, so viel wie moeglich "draussen"!
rāmacandra sagt:

@ mk stimme ich zu

bei natürlichen Bedingungen. Ersteinmal reinkommen und dann weiter praktizieren. Ein guter Eisbrecher ist aus Erfahrung sich in der Natur vorzutasten und zu sehen, wie weit man sich entfernt hat als "zivilisierter Mensch". Als Großstädter ist man oft zu sehr drin im Strudel der Anti- Empathie, da sollte man erstmal rauskommen.

Om Shanti

@Danke, Karma Ratna.

Dieses Bild habe ich am Vorabend zur Midsommernacht aufgenommen (gegen 22:30). Wir waren an der Westküste und hatten die ganze Nacht dieses Licht.Morgens um acht habe ich an dieser Stelle Yoga geübt.Es hatte etwas ganz Besonderes !

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