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Om,

ich habe eine Frage:
In bestimmten Traditionen ist es ja bei Mönchen so, dass sie z.B. einen gewissen Abstand im Gespräch halten, Frauen nicht in die Augen schauen sollen usw. Wie ist es in der Sivananda-Tradition? Ist es z.B. " erlaubt", andere Menschen zu umarmen?

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Liebe mira und liebe Yogi(ni)s,

die Zeiten habe sich geändert, der Unterschied zwischen Mann und Frau
in Deutschland ist geringer. Oft wechselt man die Rollen, Mann erforscht
weibliche Eigenschaften und Frau männliche. Das ist auch ein Ziel von
Yoga, die weiblichen und männlichen Energien im Gleichgewicht zu halten,
da Atman ja ohne Sex ist.

In Osho's Ashrams praktizierte man sogar Sex.

Zu diesem Thema kann ich die Bücher von Mantak Chia empfehlen.

Also die Antwort ist ja, man darf umarmen, zu mindestens hier in unserer Kultur.

Namaste, Frieden, Licht, Mitgefühl und Liebe

Yogi108

Mir ist das nur im Umgang, oder als Verhaltensregel von ordinierten Moenchen, besonders in der Hinayana/Theravada Tradition z.B. als Brahmhacharya Geluebde bekannt.

Halte diese Verhaltensform persoenlich als einen fragwuerdigen Ritus, der voellig normale, wie natuerliche soziale Kontakte und zwischenmenschliche Waerme auszuschliessen sucht, um etwas was mir bisher unerklaerlich blieb, zu erreichen, oder ausdruecken zu wollen und halte diese Form der auferlegten Zucht/Enthaltung fuer durchaus entbehrlich, da sich mir der Sinn dieser Selbstkasteiung nicht erschliesst und jede Form von Selbstkasteiung ausser Heilfasten und Sinnenkontrolle im Sinne von Yama und Niyama zweck-wie sinnbefreit erscheint!

Lasse mich jedoch gern eines besseren belehren!

Als Umkehrschlussfolgerung sehe ich das in z.B. in Indien gebraeuchliche "Namaste" und das damit vor der Brust oder in Kopf/Nasenhoehe zusammenlegen der Haende als Gruss weitgehend ausreichend und gebuehrend an, da dieses Namaste soviel wie "ich gruesse das Licht in dir" bedeutet und somit ausreichend Ehrerbietung enthaelt.

Nun...Umarmung kann u.U. auch als eine sehr persoenliche Koerperberuehrung empfunden oder ausgelegt werden, die in bestimmten Traditonen, Schulen, Sichtweisen als entbehrlich oder gar als "unrein", sexuell gesehen werden.

Wer nicht ohne sofortige sexuelle Fantasien zu haben, mit dem gegenteiligen Geschlecht, bildlichen Darstellungen von Nacktheit und daraus eventuellen emotionalen Regungen umgehen kann sollte sich ernsthafte Fragen stellen und seinen gewaehlten "Weg", sein Sadhana nochmal gut ausleuchten!

Liieber mk und liebe Yogi(ni)s,

also wenn ich wenig Kontakt mit weltlichen Menschen habe, denke ich überhaupt nicht
an Sex. Da ist nichts mit Unterdrückung oder so. Praktiziere aber seit vielen Jahren Brahmacharya.

Namaste, Frieden, Licht, Mitgefühl und Liebe

Yogi108

Yo!

Alle natürlichen Bedürfnisse sollten ohne Einschränkung möglich sein ... will ich etwas von mir aus nicht ist es OK ... aber etwas "von oben" zu verordnen finde ich völlig daneben ... also werde ich wohl nie Mönch werden!

Dem ist im Prinzip nur zu zustimmen, weil es logisch klingt, ist gerade bezueglich Yoga ein zweischneidiges Schwert und laeft z.B. mit Pratyahara (Kontrolle/Abziehen der Sinne) total kontraer!

Wer macht schon sein taegliches Sadhana ohne "Befehl von oben"?

Wer begibt sich freiwillig in die Lotusposition, oder in die Rajakapotasana?

Wer setzt sich freiwillig, ganz von selbst eine, oder gar mehrere Stunden lang hin um "in sich zu schauen" oder "den Atem zu beobachten"?

Dazu gehoert schon eine gewisse Disziplin, ohne Frage, die Frage sollte immer sein: "Was nuetzt das wirklich, ist das foerdernd?

Ich denke das vieles was in den Disziplinen "yama" und "niyama", den zwei ersten Stufen des Yoga-Pfades, gefordert wird, fuer die Praxis sehr nuetzlich ist und nicht nur fuer die individuelle Praxis, sondern u.U. sogar fuer die gesamte Gesellschaft!

Ueber "Brahmhacharya" wird viel diskutiert, die einen legen es als absolutes Kueschheitsgeluebde aus, andere sehen es als ein Gebot der Enthaltsamkeit, die Sinnlichkeiten im Allgemeinen zu kontrollieren (auch Pratyahra) um nicht das Opfer seiner Sinnesgelueste zu werden die wie eine Triebfeder wirken.

Nur ist das leichter gesagt als getan und noch leichter gelobt, Fortschritt im Sadhana, im Studium und in der taeglichen Praxis, macht sich vieles "wie von selbst" klar und die Beduerfnisse wandeln sich, wie in der Alchemie aus Blei Gold wird.....!

Erzwingen laesst sich eh' nichts!

Das wird Sri Krshna in der Bhagavat Gita "in den Mund gelegt" das allzu heftige Kasteiung nicht von Noeten ist.

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